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Dum spiro, spero.
11.03.2010
Eintracht Frankfurt

Guten Tach.

[Gastbeiträge geben nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wieder. Dieser Gastbeitrag wurde uns von “Murmeltier” zur Verfügung gestellt. Vielen Dank]

204 Kommentare

  1. 1. DrHammer am Samstag, 06.02.10 06:16h 

    Steht auf wenn ihr Adler seid.

  2. 2. Karlemann am Samstag, 06.02.10 06:23h 

    Schee Gebabbel und des am frühe Morje.
    fussball.de/c/21/63/58/20/21635820.html

  3. 3. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 06:27h 

    Wow! Caio hat also “etwas verfolgt, was er auch zuletzt nicht ablegen konnte.”

  4. 4. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 06:28h 

    Samstage ohne Fußball sind Kacke.

  5. 5. Karlemann am Samstag, 06.02.10 07:09h 

    “Samstage ohne Fußball sind Kacke.”

    Freitagabende ohne Fußball auch , so wie Gestern.

  6. 6. Jim Knopf am Samstag, 06.02.10 07:14h 

    Bremen-Hertha war doch recht spannend, da man immer wieder aufs Neue schauen mußte, wer da eigentlich Not und wer Elend ist.

    Befürchte, wir holen in Dortmund nix. Und entfernen uns damit wieder von Platz 6.

  7. 7. gonzofant am Samstag, 06.02.10 07:17h 

    Großartiger Beitrag Murmel. :-)

    Guten Tag auch.

    P.S.: Dortmund ist wichtig, damit Bremen uns nicht davon zieht.

  8. 8. Karlemann am Samstag, 06.02.10 07:17h 

    Jim, es ist noch früh geh doch mal Abwarten und Tee
    trinken.

  9. 9. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 07:19h 

    Ihr machts euch wieder mal ein bissi einfach. Ich habe da einen ganz andern Ansatz.

    Der Mann ist auch ein Kind, das den Mann spielt. Daran erinnert uns Pierre Bourdieu in seiner Abhandlung über Die männliche Herrschaft. Weil Männer »dazu erzogen werden, die gesellschaftlichen Spiele anzuerkennen, deren Einsatz irgendeine Form von Herrschaft ist, und weil sie sehr früh schon […] zu Herrschenden bestimmt […] werden, haben sie das zweischneidige Privileg, sich den Spielen um die Herrschaft hinzugeben«.(1)
    Das lässt einen an den Fußball denken. Es ist kein Zufall, dass die Klassiker der Männlichkeitsforschung immer wieder auf die Bedeutung der im 19. Jahrhundert neuen körperlichen Praktiken des Sports für die Konstruktion moderner Männlichkeiten hingewiesen haben. George L. Mosse beschrieb, wie der Turnhalle oder dem Spielfeld in den jungen Nationalstaaten eine entscheidende Rolle bei der Formung des »männlichen Stereotyps« zukam und wie solche Geschlechter-Bilder fest mit der Schaffung des nationalen Subjekts verbunden waren. Der Bürger wurde in den Institutionen Schule oder Militär zum Staatsbürger und Mann erzogen (2). Auch Robert W. Connell mit seinem Konzept der »hegemonialen Männlichkeiten« verstand den Sport als einen der Hauptorte für die Definition von Männlichkeit in der entstehenden Massenkultur (3).

    Der Fußball hat einen weiten Weg hinter sich: Von den elitären Public Schools zur popularkulturellen Praxis und, als Profisport, vom English Game zum globalen kommerziellen Spektakel der Gegenwart. Geblieben ist seine Verbindung zu Männlichkeit und ihren Krisen - zumindest in jenen Ländern, wo der Fußball zu den Kernsportarten der jeweiligen »nationalen Sporträume« zählt (4). Wo Fußball zum nationalen Sport wurde, war er männlich kodiert und sahen sich Frauen meist symbolischer und realer Unterrepräsentation ausgesetzt. Mit dieser simplen Feststellung könnte man es bewenden lassen. Oder man nimmt sie zum Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen eines nur auf den ersten Blick einfachen Verhältnisses.

    Ausdrucksformen »hegemonialer Männlichkeiten« bzw. nationale Stereotype des Männlichen waren veränderlich und unterschiedlich - sowohl historisch als auch regional. Gleichzeitig zählt Fußball nicht überall zu den jeweiligen Nationalsportarten, was auch seinen geschlechtlichen Bias beeinflusst. Bestes Beispiel dafür ist der fußballerische Exceptionalism der USA. Auf manchen Kontinenten ist der Fußball seit mehr als 100 Jahren institutionell und kulturell verankert. Anderswo, etwa in Ostasien, gilt er als boomende Trendsportart, für die sich auch Frauen begeistern.

    Ganz prinzipiell gestaltet sich das Verhältnis von »hegemonialen Männlichkeiten« und Fußball nicht so eindeutig, wie man denken könnte. So wurde zu Recht darauf hingewiesen, dass gerade die meisten Fankulturen, die lange proletarisch geprägt waren und heute nicht zuletzt durch jugendliche, »protestierende Männlichkeiten« bestimmt werden, nicht unbedingt mit jenen hegemonialen Mustern und Normbildern von Männlichkeit übereinstimmen, die aktuell gesellschaftlich dominieren (5). Dies wären vielmehr Figuren aus der Finanzwelt oder dem (Wissens-)Management. Ähnliches ließe sich für die Ebene der sportlichen Praxis, vom Amateuracker bis zur Allianz Arena ergänzen. Doch dass damit die Verbindung von Männlichkeit und Fußball grundlegend erschüttert wäre, ist nicht gesagt. Die Bezugnahme auf die scheinbar authentischen, rauen und proletarischen Milieus des Fußballs oder auf die globalen Stars dieses Sports ermöglichen es stattdessen den unterschiedlichsten Männern, sich selber »männlich zu machen« (6).

    Der Fußball und speziell das Stadion ist durchaus ein Ort mit eigenen Regeln, auch was das Geschlechterverhältnis betrifft. Hier werden Geschlechtergrenzen nach wie vor enger gezogen als in der umgebenden Gesellschaft. Dies belegt etwa die Tatsache, dass es unseres Wissens derzeit im europäischen Fußball keinen aktiven Profi gibt, der sich explizit als homosexuell geoutet hat.

    Auch das Verhältnis von Staatlichkeit, Nation und »männlichem« Fußball war historisch nicht eindimensional. Trotz seiner frühen Bindung an verschiedene gesellschaftliche »Einschließungsmilieus« wurde der Fußball als populare Praxis und ZuschauerInnensport auch zu einer »freien« Zone, in der sich Männlichkeiten abseits oder sogar im Widerspruch zu »offiziellen Ideologie(n) des nationalen Staatsbürgers« konstituieren konnten (7). Der Fußball wurde nicht mehr vorrangig mit der Schule, sondern mit der Straße assoziiert. Gleichzeitig existieren auch Vorstellungen des »unpolitischen Sports«, die die Verbindungen von (nationalstaatlicher) Politik und fußballerischem Feld zwar nicht aufheben, sie aber schwerer sichtbar machen.

    Ähnlich komplex erscheinen auch die Auswirkungen der zunehmenden Ökonomisierung und Professionalisierung von Organisation und Vermarktung des Fußballs für seine Rolle als »Arena der Männlichkeit«. Zwar bleiben auch die Vereinsetagen und Boardrooms jener Konzerne, die heute den medialisierten Fußballbetrieb lenken, ein Hort tatkräftiger Männlichkeit. Doch gerade was das Fußballpublikum an den Fernsehschirmen und in den Stadien betrifft, hat sich im letzten Jahrzehnt eine Diskussion über ein zunehmendes De-Gendering des Fußballs entwickelt. Frauen galten seit den 1990er Jahren als hoffnungsvoller Markt für die Erweiterung des KundInnenkreises. In kritischen Fandiskursen besitzt die Rede vom Kampf gegen die neuen »Konsumenten und Konsumentinnen« des Fußballs (denen etwa mangelnde Loyalität zum Verein und die ausschließliche Orientierung an sportlichem Erfolg unterstellt wird) dabei auch einen Geschlechteraspekt. Immer wieder wurde, gerade am britischen Beispiel, das in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle einnahm, auf jene Strategien der Fußballautoritäten verwiesen, friedlichere und besser kalkulierbare ZuschauerInnengruppen zum Fußball zu bringen, allen voran das sprichwörtliche »Familienpublikum« (Auch dieser Begriff zeugt nicht unbedingt von feministischen Grundsätzen bei der Definition solcher KundInnenstrategien). In den letzten Jahren fanden im Zuge der ökonomischen Transformation des Fußballs und seiner Strukturen eine Reihe von Kämpfen statt, die sich nicht zuletzt um die Frage drehten, wem dieser Sport gehöre: seinen Fans, den InvestorInnen, FunktionärInnen, den Spielern. Für viele Fans wurde die Suche nach neuen KundInnenschichten jedenfalls zu einem Inbegriff jener Praktiken, die heute vielerorts die Freiräume und autonomen Zonen der Stadien bedrohen und die Interessen jener, die in den Sport (zumindest dem eigenen Verständnis nach) die meiste Hingabe und Leidenschaft investieren, an den Rand drängen.
    Betrachtet man nüchterne Zahlen des Stadion- und TV-Publikums, so relativiert sich allerdings das Bild von der Invasion der »Fußballkundinnen«. Nach wie vor bleibt das Fußballpublikum vorwiegend männlich.
    Die »Professionalisierung« im Fußball auf Akteursebene kann auch als Inkorporation einer »Leitfiguration« globalisierter Männlichkeiten begriffen werden. So erscheinen die derzeitigen Kämpfe im europäischen Fußball auch als Streit unterschiedlicher Männlichkeitsmodelle: der »traditionsbewusste Fan« gegen den »Manager« und den »Tycoon« - und das auf Kosten von weiblichen Fußballfans und -sympathisantinnen, die von manchen kritischen Fans implizit zu unfreiwilligen Verbündeten der neuen Marktlogiken im Fußball erklärt werden.
    Dabei würden sich aus feministischer wie demokratiepolitischer Sicht andere Allianzen anbieten: Was spricht gegen einen gemeinsamen Kampf männlicher und weiblicher LiebhaberInnen des Spiels für demokratischen und offenen Fußball, der den Fans Raum für ihre Ausdrucksmittel, ihre Leidenschaft, Solidarität und kritische Kompetenz gibt, der sich aber von jener männlichen libido dominandi, dem Verlangen zu herrschen (8), verabschiedet, die mit fußballerischen Begleiterscheinungen wie Gewalt, Rassismus, Chauvinismus, Homophobie - aber auch mit den Diskursen vom »Fußball als Ware« und damit den machtbewussten Lenkern des Fußballbusiness - verbunden ist.

    Das männliche Geschlecht des Fußballs. Im Niemandsland zwischen Fußball- und Geschlechterforschung

    Kritische Fußballforschung ist eine vergleichsweise junge wissenschaftliche Spezialisierung. Es ist noch nicht allzu lange her, dass die gesellschaftliche Banalität des Fußballs, das »offensichtlich nutzlose Spiel«(9), bei PhilosophInnen oder Kultur- und SozialwissenschafterInnen Aufmerksamkeit zu erregen vermochte (10). Vorerst aber war es Sport überhaupt, der als Projektionsfläche erkannt wurde, auf der sich alltägliche gesellschaftliche Verhältnisse, Konfliktkonstellationen und Wertstrukturen abbilden. Die soziale Realität des proletarisch konnotierten Fußballs dagegen war noch länger keines (wissenschaftlichen) Blicks würdig.
    Ab Mitte der 1960er Jahre waren es moderne oder spätmoderne Klassiker der Soziologie (11), die ihr männlich gewachsenes und gehegtes Interesse an Sport in ein auch akademisch gebilligtes Forschungsanliegen übersetzten, Sport und Fußball als gesellschaftsanalytisch bemerkenswert auffassten und wissenschaftlicher Bearbeitung zuführten. Für Norbert Elias galt Fußball als gesellschaftliches Phänomen, das seine theoretische Sicht des Zivilisierungsprozesses, die historische Evidenz sukzessiver Rückdrängung physischer Gewalt zu bestätigen schien. Ihn interessierte insbesondere die Transformation wilder, fußballähnlicher Spiele im mittelalterlichen England in das zivilisierte, gewaltgezähmte Fußballspiel des 20. Jahrhunderts. Pierre Bourdieu wiederum identifizierte Sport als soziales Feld, auf dem man Veränderungen und Bedeutungen körperlicher wie kollektiver Praktiken nachzeichnen und verstehen lernen kann. Ferner deutete er Sport als Ergebnis des »wirklichen Spielens des Volkes«, das aber gegenwärtig »zum Volk zurück[kehrt] in Gestalt des fürs Volk geschaffenen Spektakels« (12).

    Acht Jahrzehnte vor ihnen war bereits mit dem Sozialphilosophen und Ökonomen Thorstein Veblen ein Analytiker des Sportphänomens hervorgetreten, der die moderne Realität des Sports als Relikt archaischer Gesellschaften deutete und als geistlosen Ausdruck moderner Massengesellschaften oder überhaupt als »verdeckte Sinnlosigkeit« ächtete (13). Die sportbegeisterte bürgerliche Gesellschaft hatte Sport als Erziehungsmittel bürgerlicher Männlichkeit entdeckt: »Er soll nicht nur den Körper stählen, sondern angeblich auch einen männlichen Geist hervorbringen, und dies nicht nur beim Sportler selbst, sondern auch beim Zuschauer« (14).
    Auch im deutschen Sprachraum wurden Sport und Fußball - besonders in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg - zu einem regen Debattierfeld, in dem nicht selten »national-pädagogische« auf demokratische Ambitionen sowie politisch-manipulative Absichten auf gesellschafts-kritische Sportskepsis trafen. Körperliche Betätigung wurde als Befreiungsmöglichkeit aus sozialen Fesseln erkannt (vgl. bürgerliche Frauenbewegung, ArbeiterInnensportbewegung), zugleich aber wurde sie auch zur geistlosen (Sport als intellektueller Entfaltung hinderlich) wie zwecklosen Tätigkeit (Körperleistung ohne Arbeitszweck) abgewertet. Schließlich wurde Sport, vor allem im anti-demokratischen und inhumanen Europa des 20. Jahrhunderts, durch totalitäre Bewegungen und Regime als Instrument der Manipulierung und Mobilisierung eingesetzt, was kritische Intellektuelle auch in der Ära des Postfaschismus noch gegen Sport einnehmen sollte.

    Karl Jaspers erhoffte sich vom Massensport für die Nachkriegsjahre, dass er die »Triebe ab[lenkt]« und »eine Beruhigung der Massen [schafft]«. »Kampflust« und Sehnsucht nach »Heroismus« sollten pazifiziert werden, indem sie auf kompetitiven Sport umgelenkt werden (15). Ernst Bloch war durch die barbarische Geschichte seiner Epoche ernüchtert und versuchte sich mit Polemik von Täuschungen freizuhalten: »Nie wurde mehr Sport gewünscht, getrieben, geplant als heute, nie mehr von ihm erhofft. Er gilt als gesund, das Sportherz hat das Bierherz verdrängt. […]. In Kauf wird genommen, dass Sport in gebliebenen bürgerlichen Zuständen oft verdummt, also schon deshalb von oben gefördert wird«. (16) Theodor W. Adorno verwies unter Berufung auf Thorstein Veblen auf die Archaik regressiver Sportleidenschaft, die er freilich auf die Verhältnisse des totalitären 20. Jahrhunderts bezog: »Nichts aber ist moderner als diese Archaik: die sportlichen Veranstaltungen waren die Modelle der totalitären Massenversammlungen. Als tolerierte Exzesse verbinden sie das Moment der Grausamkeit und Aggression mit dem autoritären, dem disziplinierten Innehalten von Spielregeln: legal wie die neudeutschen und volksdemokratischen Pogrome«. (17)

    Schließlich positionierten Adorno und andere VertreterInnen neomarxistischer Ideologiekritik (18) Sport im Kontext kapitalistischer Entfremdung und fetischisierten Warenscheins: »Der moderne Sport, […], sucht dem Leib einen Teil der Funktionen zurückzugeben, welche ihm die Maschine entzogen hat« (19). Er »ähnelt« schließlich »den Leib tendenziell selber der Maschine an. Darum gehört er ins Reich der Unfreiheit, wo immer man ihn auch organisiert« (20). Adorno fehlte das Vertrauen in eine humanisierende Wirkung des Sports.
    In gewissem Sinne setzten Norbert Elias und Pierre Bourdieu an der Einsicht an, dass Sport im modernen Verständnis ein Produkt der Ära der Aufklärung sei. Bekanntlich haben Theodor W. Adorno und Max Horkheimer den historischen Vorgang der Aufklärung als dialektisches Phänomen gedeutet (21). Manchen scheint es, als ob auch moderner Sport sich auf dieser analytischen Folie aufspannen ließe:
    »Einerseits finden wir im Sport den emanzipatorischen Humanismus, der sich im Ideal des ›Fair Play‹ und im Prinzip der Chancengleichheit widerspiegelt und andererseits setzt sich in der sportlichen Bewegungskultur das instrumentell-zweckrationale Denken durch, das sich im Begriff des ›Rekords‹ und im unerschütterlichen Glauben an einen unbegrenzten Leistungsfortschritt niederschlägt« (Schwier o.J.).
    Eine solche Ambivalenz findet sich in fast allen ideologie- und gesellschaftskritischen Analysen, die das Phänomen modernen Sports nicht zur Gänze abwehren oder es gar als negative Projektion benutzen, sondern die auch eigene Parteilichkeit, nämlich ihre Freude am Sport, aufdecken.
    Erst seit den späten 1970er Jahren hat auch Fußball durch die stärkere Zuwendung zu Popularkulturen und ihrer besonderen Bedeutung für alltägliche Bewusstseinsstrukturen - vor allem in Großbritannien - zunehmend wissenschaftliche Beachtung gefunden. Mit den Cultural Studies kamen kulturorientierte Ansätze in Verwendung, die Massen- und Fußballkulturen insbesondere aus macht- und hegemonietheoretischem Blickwinkel betrachteten. Zentrale Themen dieser Analysen waren Fankulturen, aber etwa auch Aspekte der Medialisierung von Sport.
    Eine geschlechtersensible oder gar geschlechterkritische Perspektive ist aber auch im Malestream der Cultural Studies oft ausgeblieben. Nur ausnahmsweise und das auch recht verschämt wird von FußballforscherInnen der Cultural Studies hinter die Trennwände des Geschlechts geblickt, wobei die Thematisierung des eigenen Geschlechts Männern besonders schwer zu fallen scheint. Nach wie vor geben sich selbst kritische Fußballforscher meist eher geschlechtsblind und gehen der Bestellung ihres vertrauten Geschäfts nach, nämlich männlicher Fußballanalyse. Sonderbarerweise aber blenden sie aus ihren kritischen Herrschaftsanalysen mögliche Anzeichen für Geschlechterherrschaft aus. So wie Fußball ursprünglich als überhaupt »politisch neutral« stilisiert wurde (23), wird er gegenwärtig - trotz seiner offensichtlichen Männlichkeit - als geschlechtsneutral festgeschrieben. So wie Sexismus auf Fußballplätzen kaum geächtet wird, bleibt auch Androzentrismus in der Fußballforschung häufig unbedacht.
    Was aber hat andererseits die seit den späten 1980er Jahren sich entwickelnde geschlechterkritische Sozial-, Politik und Kulturforschung an einschlägigen Einsichten in die Bedeutung der männlichen Kultstätten des Fußballs sowie in den allgemeinen Trend der »Sportifizierung« (24) vorzuweisen? Interessanterweise reichlich wenig. Zum einen, weil patriarchats- und herrschaftskritische Männlichkeitsforschung (nicht zu verwechseln mit Männerforschung) trotz bemerkenswerter prominenter Ansätze und wichtiger Beiträge zu maskulinismuskritischer Sportforschung (25) im Großen und Ganzen eine Randwissenschaftsart geblieben ist. Hat sie doch im sozial- und kulturwissenschaftlichen Mainstream einen minderen Status, nicht unähnlich der maskulin genormten Welt des Berufssports, in der Frauenfußball, Jugendsport oder Behindertensport geringen oder gar keinen Stellenwert einnehmen.
    Zum anderen ist »hegemoniale Männlichkeit« mittlerweile zu einer Catch-Phrase geworden. Sie wird zwar in allen möglichen gesellschaftlichen Bereichen aufzuspüren versucht, ohne sich aber auch als anerkannte analytische Kategorie durchgesetzt zu haben. Da außerdem Gender Studies weiterhin im fast alleinigen Verantwortungsbereich von Frauen verblieben sind und sich ihr Erkenntnisinteresse eher an weiblichen Lebenszusammenhängen ausrichtet, rollt der Fußball nach wie vor an der Geschlechterforschung vorbei, sodass auch seine besondere Relevanz für die (Re-)Maskulinisierung der Geschlechterordnung unbemerkt bleibt.

    Von wegn Guten Tach!

    Fußnoten:

    (1) Bourdieu, Pierre (2005), Die männliche Herrschaft, Frankfurt/M., S.132f.
    (2) Mosse, George L. (1997), Das Bild des Mannes. Zur Konstruktion der modernen Männlichkeit, Frankfurt/M./Wien, S.57, 176.
    (3) Connell, Robert W. (1999), Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten, Opladen, S.74.
    (4) Markovits, Andrei S./Hellerman, Steven L. (2001), Offside: Soccer and American Exceptionalism, Princeton/Oxford.
    (5) Sülzle, Almut (2005), »Fußball als Schutzraum für Männlichkeit? Ethnographische Anmerkungen zum Spielraum für Geschlechter im Stadion«, in: Antje Hagel, Nicole Selmer, Almut Sülzle (Hg.), gender kicks. Texte zu Fußball und Geschlecht. KOS-Schriften 10, Frankfurt/M., S. 37-52, S.48f.
    (6) Ebd.
    (7) Archetti, Eduardo P. (1999), Masculinities. Football, Polo and the Tango in Argentina, Oxford/New York, S.72.
    (8) Bourdieu (2005), S.172.
    (9) Bromberger, Christian (1998), »Fußball als Weltsicht und als Ritual«, in: Andréa Belliger, David J. Krieger (Hg.), Ritualtheorien. Ein einführendes Handbuch, Wiesbaden, S. 285-301, S.285).
    (10) Einzig Sportwissenschaft im Sinne einer sporttechnischen und leistungsmaximierenden Hilfswissenschaft genoss Daseinsberechtigung. Selbst Sportsoziologie war im deutschen Sprachraum eher verpönt und fristete nur eine Randexistenz. Sportwissenschaft definierte und positionierte sich im Kontext der herrschenden (Sport-)Ideologien. Gesellschaftskritische Zugangsweisen gehörten jedenfalls nicht unbedingt zum sportwissenschaftlichen Mainstream. Die Geschichte der Sportwissenschaft als universitäres Fach begann im deutschen Sprachraum nach dem Ersten Weltkrieg, als in Reaktion auf den Versailler Vertrag (Verbot der allgemeinen Wehrpflicht) »universitäre Leibesübungen« institutionalisiert wurden, die als Ersatz für den Wehrdienst Pflichtsport paramilitärischen Charakters verankerten.
    (11) Elias, Norbert/Dunning, Eric (2003), Sport und Spannung im Prozess der Zivilisation, Baden-Baden. Bourdieu, Pierre (1980/1992), »Programm für eine Soziologie des Sports«, in: ders., Rede und Antwort, Frankfurt/M., S. 193-207.
    Bourdieu, Pierre (1986), »Historische und soziale Voraussetzungen modernen Sports«, in: Gerd Hortleder, Gunter Gebauer (Hg.), Sport - Eros - Tod, Frankfurt/M., S. 91-112.
    (12) Bourdieu (2005), S.101.
    (13) Veblen, Thorstein (1899/1986), Theorie der feinen Leute. Eine ökonomische Untersuchung der Institutionen, Frankfurt/M., S.248.
    (14) Ebd., S.249.

  10. 10. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 07:20h 

    Unfug.

  11. 11. Swartzyn am Samstag, 06.02.10 07:21h 

    Wtf?

  12. 12. sieg am Samstag, 06.02.10 07:34h 

    ??? ..was geht mit dir ab?

  13. 13. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 07:46h 

    @12
    Wen meinst du?

  14. 14. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 07:51h 

    Na den Spinner:))

    Für den express isses einfach noch zu früh. Der Übertrifft sich heute wieder selbst..

  15. 15. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 07:58h 

    Herrlich!

  16. 16. Swartzyn am Samstag, 06.02.10 08:01h 

    Was ist am Express so besonders? Bevor gleich das harte Tagwerk beginnt, würde ich mich gerne nochmal amüsieren.

  17. 17. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 08:03h 

    Setz mal deine Hundemaske ab.

  18. 18. Swartzyn am Samstag, 06.02.10 08:07h 

    Ah ich verstehe, das ist wohl ein Generationsunterschied :D

  19. 19. kunibert am Samstag, 06.02.10 08:07h 

    Texte, in denen Bourdieu oder Durkheim zitiert werden, sind per Standardeinstellung zu überlesen. Pah.

  20. 20. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 08:07h 

    Ist ein Murmeltier eigentlich mit einem Maulwurf verwandt?

  21. 21. Swartzyn am Samstag, 06.02.10 08:09h 

    Eins noch, dann entschwinde ich.

    Dieser Arno Dübel ist mein neues Vorbild. Er hat es einfach raus.

  22. 22. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 08:09h 

    Lol.

    Ma was anneres.

    Der Trainer über Mister Njet.

    derwesten.de/sport/fussball/bvb/Skibbe-scheut...

  23. 23. kunibert am Samstag, 06.02.10 08:11h 

    Taxonomie des (europäischen) Maulwurfs:
    Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
    Familie: Maulwürfe (Talpidae)
    Unterfamilie: Altweltmaulwürfe (Talpinae)
    Tribus: Eigentliche Maulwürfe (Talpini)
    Gattung: Eurasische Maulwürfe (Talpa)

    Taxonomie des Murmeltiers:
    Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
    Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
    Familie: Hörnchen (Sciuridae)
    Unterfamilie: Erdhörnchen (Xerinae)
    Tribus: Echte Erdhörnchen (Marmotini)
    Gattung: Murmeltiere

    Nein, die sind nicht verwandt.

  24. 24. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 08:11h 

    Nur Fußball im Kopp der Kerl!

  25. 25. zamusi am Samstag, 06.02.10 08:17h 

    um mal wieder zum thema zurückzukehren:
    guten tach.

  26. 26. Swartzyn am Samstag, 06.02.10 08:19h 

    Wie der den Kerner auflaufen lässt, da wird ja selbst ein Schmidt blass.

    Weltklasse der Mann.

  27. 27. jona_m am Samstag, 06.02.10 08:22h 

    Gibt es eigentlich irgendjemanden, der sich den Beitrag von HG wirklich komplett durchgelesen hat? :-)

  28. 28. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 08:23h 

    Ich habe ja nicht mal den Beitrag vom Murmeltier ganz gepackt.

  29. 29. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 08:25h 

    ZITAT:
    ” Ich habe ja nicht mal den Beitrag vom Murmeltier ganz gepackt. “

    Du mußt dich halt auch mal an einem Text abarbeiten.

  30. 30. pomp am Samstag, 06.02.10 08:26h 

    Moin,
    Bourdieu um 7.19 Uhr? Ich leg mich nochmal hin.

  31. 31. jona_m am Samstag, 06.02.10 08:26h 

    ZITAT:
    ” Ich habe ja nicht mal den Beitrag vom Murmeltier ganz gepackt. “

    ;-) der war ja auch extrem lang.

  32. 32. kunibert am Samstag, 06.02.10 08:26h 

    @jona_m (27):
    Nein. Siehe (19).

  33. 33. neeko am Samstag, 06.02.10 08:32h 

    Wird ja ein spannender Abend wenn der genauso auflegt wie er schreibt.

    Morsche.

  34. 34. hen am Samstag, 06.02.10 08:32h 

    @9
    Randale, Bambule, Frankfurter Schule!

  35. 35. hen am Samstag, 06.02.10 08:33h 

    @9
    und ach ja: Vielen Dank für diesen Beitrag. Genial!

  36. 36. Karlemann am Samstag, 06.02.10 08:36h 

    Härd mer doch uff mit dem wissenschaftliche Kram, den kaa Sau versteht. Ihr habd Dinger druff ,abber sacht emal wer spielt dann eischendlisch im Door heut.
    Des muss ja jetzd langsam emal klar wern , weche de
    Amis un so.
    So e Paggerei fer en Umzuch dauerd nämlisch gans schee
    lang.

  37. 37. Capilano am Samstag, 06.02.10 08:39h 

    @ 9 HeinzGründel:
    Endlich die Verbindung zwischen Pierre Bourdieu und dem annere Frankfurter Bubb von der Bockenheimer Landstrasse (Adorno)gezogen - jetzt verstehe ich erst richtig, was Skibbe im Interview mit Fussball.de über die Vereinsphilosophie angedeutet hat. Und HeinzGründels Timing ist ja auch ganz Klasse - wenn auch etwas perfide: Da heut kein Fussball ist, haben wir den ganzen Tag Zeit, uns den Text zu verinnerlichen. Klasse.

  38. 38. MrBoccia feat. ersatzkorken am Samstag, 06.02.10 08:41h 

    ZITAT:
    ” Gibt es eigentlich irgendjemanden, der sich den Beitrag von HG wirklich komplett durchgelesen hat? :-) “

    den heb ich mir fürs Sterbebett auf. Morsche ähhh Guten Tach, heisst das heute wohl.

  39. 39. Ergänzungsspieler am Samstag, 06.02.10 08:42h 

    ZITAT:
    ” Ist ein Murmeltier eigentlich mit einem Maulwurf verwandt? “

    Mutter Murmeltier wurde im dunkeln von einem feschen Maulwurf verführt. Man weiß es nicht.

  40. 40. concordia-eagle am Samstag, 06.02.10 08:49h 

    @9 Argh Heinz,

    und ich fange auch noch an den Scheixx zu lesen…

    Eigentlich sollte ich es ja besser wissen.

    Was Anneres. Das war doch gestern ein Foul im Fünfer von Gekas oder hatte mir schon der Wein vollständig die Sinne getrübt?

    Genialer Gastbeitrag Murmeltier. Aber ist das jetzt Fakt oder nur eine Meinung?

    Morsche.

  41. 41. gujuhu am Samstag, 06.02.10 08:50h 

    Guten Tach, ich war gestern in Dortmund und da musste ich erfahren: die haben Angst! Angst, dass ihr am oberen Limit spielendes Team nach der Klatsche von Stuttgart auseinander fällt. Der Mannschaft verleiht, laut Aussage eines schwatt-gelben Dauerkartenbesitzers, die gelbe Wand mal Flügel, mal lähmt sie die eigenen Spieler. Gefühlte Tendenz bei den Fans: Lähmung am Sonntag! (Ich wollte da nicht wiedersprechen…)
    Trendwende, Auswärtssieg, fertig.

  42. 42. concordia-eagle am Samstag, 06.02.10 08:54h 

    Über den Trainer:

    “Auch früher sei er nicht immer einer Meinung mit den jeweiligen Klub-Verantwortlichen gewesen, doch nun sind die Strukturen anders: „In Dortmund habe ich mit Niebaum, Meier und Zorc diskutiert, in Leverkusen mit Holzhäuser, Völler und Reschke. In Frankfurt rede ich mit Bruchhagen, Bruchhagen und Bruchhagen. Kommt ein Nein von ihm, ist es immer ein dreifaches Nein, das macht es schwieriger.“

    derwesten.de/sport/fussball/bvb/Skibbe-scheut...

    “Bruchhagen, Bruchhagen und Bruchhagen”, hihi Holz scheint dem morgendlichen Kaffee mittlerweile fern zu bleiben.

    Beantrage Triple HB ins Sprachkleid aufzunehmen.

  43. 43. Tom am Samstag, 06.02.10 08:54h 

    @ 9:

    Grandioser Beitrag von Heinz, mit dem er noch den ebenfalls von ihm verfassten Bestseller “Bekenntnisse eines monströsen Käses” toppt, jenes Werk von überwältigender philosophischer Bedeutung, in dem er nicht nur nachweist, dass Kant sich über das Universum geirrt hat, sondern dass er sich im Resaurant auch immer um die Rechnung drückte.

    Bei der Analyse der spezifisch maskulinen Komponente des Fußballsports fehlt mir allerdings der Hinweis auf die existentielle Bedeutung der langen Unterhose im kalten Winterstadion. Schließlich hat schon Breuer (”Psychoanalytische Rundschau, S. 4) auf den bekannten Zusammenhang zwischen warmem Beinkleid und Arjen Robbens beständigem Gefühl, es werde von Menschen mit Doppelkinn hinter seinem Rücken über ihn getratscht, hingewiesen. An dieser Stelle rächt es sich bitter, nicht auf den fundierten Kommentar des bekannten Metterling-Schülers Günter Eisenbud (Die gesammelten Wäschelisten Hans Metterlings, Band I, 437 Seiten 3687 ff.) eingegangen zu sein.

    Die Offenbarung des Universums als einer komplexen Idee seiner selbst im Gegensatz zum Sein ist allerdings auch ein unerschöpfliches Thema, das in dem hier zur Verfügung stehenden Rahmen nie erschöpfend ausgeleuchtet werden kann. :-)

  44. 44. DrHammer am Samstag, 06.02.10 08:55h 

    ” Genialer Gastbeitrag Murmeltier. Aber ist das jetzt Fakt oder nur eine Meinung? “

    Das ist Religion und Weltanschauung.

  45. 45. Swartzyn am Samstag, 06.02.10 08:59h 

    Eins noch:

    Ich werde Arno Dübel einen Lied widmen und ich habe schon Teile des Refrains.

    Ja wir haben ein Idol
    Arno Dübel

    Das wird ein Kracher.

  46. 46. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 09:01h 

    Der soll sich erst mal waschen und rasieren.

  47. 47. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 09:05h 

    @42

    Das ist in der Tat ein Problem. Wenn ich die Ansprechpartner A, B und C habe ist es einfacher. Einen kann ich immer bespaßen , bequatschen oder einfach mal belügen, um mein Ziel zu erreichen.

  48. 48. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 09:11h 

    belügen? Um Gottes Willen, das sind doch alles Ehrenmänner, denen es nur um die Sache und nieeeemals um persönliche Eitelkeit und Machtstreben geht.

  49. 49. concordia-eagle am Samstag, 06.02.10 09:23h 

    @48, genau

    “but Brutus is an honorable man”

  50. 50. ThorstenW am Samstag, 06.02.10 09:24h 

    @Stefan - ich lob Dich mal wegen dem Twitter Feed Fenster, ganz toll so ein TFF am frühen morgen

    @Heinz - Deine Dialektik in Ehren, aber dem Konstrukt des Lebens ohne Fussball an Samstagen ist leider damit nicht beizukommen

  51. 51. ThorstenW am Samstag, 06.02.10 09:54h 

    Högschde Alarmstufe

    11freunde.de/international/127562?page=1

  52. 52. Ursula am Samstag, 06.02.10 10:02h 

    #9 + #43

    herzlichen Dank für diese Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

    #9 hab ich allerdings nur halb lesen können, dann hatte ich zu viel Durst

    #49 habe ich durchgängig verstanden und nach dem Lachen noch mehr Durst

    heute gegen Mittag jemand bei Günther’s ?

  53. 53. Ursula am Samstag, 06.02.10 10:04h 

    ZITAT:
    ” heute gegen Mittag jemand bei Günther’s ? “

    zur einer ausführlichen Besprechung des Gastbeitrages?

  54. 54. Swartzyn am Samstag, 06.02.10 10:06h 

    http://www.youtube.com/watch?v=P2nCsqujCsQ

    Hoffentlich und wirklich hoffentlich bekommt noch jemand einen Ohrwurm und ich stehe nicht alleine blöd da.

  55. 55. Vespafahrer am Samstag, 06.02.10 10:17h 

    Aus all dem hochliterarischen so früh am morgen konnt ich mir nur “Durst” merken. Ich glaub heut gibts ne Waffel zum Frühstück. Günter’s not dead.

  56. 56. Ursula am Samstag, 06.02.10 10:19h 

    “so früh am morgen konnt ich mir nur “Durst” merken”

    dann du hast du den wichtigste Teil behalten :-)

  57. 57. Ursula am Samstag, 06.02.10 10:20h 

    ZITAT:
    ” Hoffentlich und wirklich hoffentlich bekommt noch jemand einen Ohrwurm und ich stehe nicht alleine blöd da. “

    argh …

  58. 58. Swartzyn am Samstag, 06.02.10 10:28h 

    Hey got any grapes?

  59. 59. ein anderer Stefan am Samstag, 06.02.10 10:28h 

    ZITAT:
    http://www.youtube.com/watch?v=P2nCsqujCsQ

    Hoffentlich und wirklich hoffentlich bekommt noch jemand einen Ohrwurm und ich stehe nicht alleine blöd da. “

    http://fun.drno.de/flash/thellamasong.swf

  60. 60. neeko am Samstag, 06.02.10 10:29h 

    Nein, ich klicke das nicht an.

  61. 61. Tasmania am Samstag, 06.02.10 10:35h 

    @ 9, surkamp ist doch nach berlin umgezogen, warum haben die den schwafler hg nicht gleich mitgenommen??

  62. 62. Ursula am Samstag, 06.02.10 10:48h 

    Now I waddle to the Äbbelwoi stand maybe I will get some Schoppe

    (sing) waddle away, waddle waddle

  63. 63. ekrott am Samstag, 06.02.10 10:56h 

    Das Suhrkamp-Programm ist viel zu trivial dafür.

  64. 64. Polterpetra am Samstag, 06.02.10 11:17h 

    Guten Tach!

    faz.net/s/RubC17179D529AB4E2BBEDB095D7C41F468...

  65. 65. Polterpetra am Samstag, 06.02.10 11:19h 

    Guten Tach Teil 2!

    zazzle.de/frauen_gegen_moderne_fussball_brown...

  66. 66. Mario am Samstag, 06.02.10 12:00h 

    Ich lege mal die nackten Fakten auf den Tisch.

    Keine Chance, deutliche Niederlage. Leider, aber so ist es nun mal.

  67. 67. dkdone am Samstag, 06.02.10 12:11h 

    Gewohnt eloquent, das Murmeltier. Bravo!

  68. 68. Worredau am Samstag, 06.02.10 12:12h 

    Tach aach.
    Was soll das denn heißen: “Gastbeiträge geben nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wieder.”?
    Empörend.

    “Keine Chance, deutliche Niederlage.”
    Sehe ich genauso.
    AUSWÄRTSSIERG!!!

  69. 69. Dieter am Samstag, 06.02.10 12:12h 

    Aufgrund der Verletztenmisere der Eintracht hat der Vorstand keine Mühen und Kosten gescheut das Training
    zukünftig in extra maßgeschneidertem Outfit durchführen
    zu lassen:

    youtube.com/watch?v=_hrUNRjuRIg&NR=1

  70. 70. Worredau am Samstag, 06.02.10 12:18h 

    Heinz, Heinz, Heinz…
    Du musst langsam was mache.

  71. 71. neeko am Samstag, 06.02.10 12:23h 

    Frühling !

  72. 72. zamusi am Samstag, 06.02.10 12:25h 

    tirili!

  73. 73. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 12:28h 

    Eine Hitze!

  74. 74. neeko am Samstag, 06.02.10 12:34h 

    Werde heute Abend in Shorts und Flip Flops im Fritsche aufschlagen.

    Wer kommt denn noch ?

  75. 75. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 12:35h 

    ich hasse es, Samstags in den Konsumtempel zu müssen. Diese ganzen ungeübten Wochenendeinkäufer sind schlimmer als der schlimmste Sonntagsfahrer.

  76. 76. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 12:35h 

    “Wer kommt denn noch ?”
    Das Murmeltier.

  77. 77. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 12:48h 

    mein überlegter Trainingsbesuch fällt aus, ich bin leicht kränkelnd

  78. 78. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 12:51h 

    Natürlich. Es schneit ja auch wie wild …

  79. 79. zamusi am Samstag, 06.02.10 12:52h 

    stefan bist du vor ort?

  80. 80. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 12:54h 

    schwör

  81. 81. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 12:54h 

    ausserdem kommt Besuch

  82. 82. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 12:56h 

    Ich fahre mal raus, ja.

  83. 83. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 12:57h 

    ZITAT:
    ” ausserdem kommt Besuch

    Höchststrafe.

  84. 84. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 12:58h 

    Wer besucht einen Österreicher?

  85. 85. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 12:59h 

    mich niemand, die kommen zur Fraa

  86. 86. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 13:00h 

    Gute Güte!

  87. 87. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 13:00h 

    gibt schlimmeres

  88. 88. zamusi am Samstag, 06.02.10 13:01h 

    ich schaue auch vorbei.

  89. 89. zamusi am Samstag, 06.02.10 13:02h 

    also beim ösi natürlich. ;-)

  90. 90. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 13:02h 

    Gut. Fahrn wir alle zum Ösi.

  91. 91. Albert C. am Samstag, 06.02.10 13:04h 

    Der Kaiser spricht ein Machtwort! Der mag den Bierhoff wohl nicht…

    welt.de/sport/fussball/article6278655/Beckenb...

  92. 92. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 13:07h 

    ich fahre doch zum Training. YEAH!!

  93. 93. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 13:08h 

    Ok - wir gehen taktisch vor. Ein Teil fährt nach Vilbel, ein anderer Teil an den Stadtwald. Nicht dass uns der Kerl durch die Lappen geht.

  94. 94. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 13:09h 

    ich fahre an den Wald, meinen Ümit anfeuern - und ein paar rooochen, gut für den Hals

  95. 95. zamusi am Samstag, 06.02.10 13:10h 

    ZITAT:
    ” Ok - wir gehen taktisch vor. Ein Teil fährt nach Vilbel, ein anderer Teil an den Stadtwald. Nicht dass uns der Kerl durch die Lappen geht. “

    ich liebe es, wenn ein plan funktioniert.

  96. 96. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 13:10h 

    Gute Entscheidung.

  97. 97. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 13:11h 

    Ich bepöbel heute mal den Seppltürken

  98. 98. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 13:11h 

    bis später - Besuch ist da, ich wech.

  99. 99. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 13:14h 

    Un?

  100. 100. Albert C. am Samstag, 06.02.10 13:14h 

    Morgen, 13.15 Uhr, Liga 2: 49 000 Zuschauer.

    Und wo?

    Bei der Fortuna, yeah!

  101. 101. Albert C. am Samstag, 06.02.10 13:14h 

    Yeahchen!

  102. 102. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 13:16h 

    Mit Fortune:)

  103. 103. Albert C. am Samstag, 06.02.10 13:19h 

    ZITAT:
    ” Ihr machts euch wieder mal ein bissi einfach. Ich habe da einen ganz andern Ansatz.

    Der Mann ist auch ein Kind, das den Mann spielt. Daran erinnert uns Pierre Bourdieu in seiner Abhandlung über Die männliche Herrschaft. Weil Männer »dazu erzogen werden, die gesellschaftlichen Spiele anzuerkennen, deren Einsatz irgendeine Form von Herrschaft ist, und weil sie sehr früh schon […] zu Herrschenden bestimmt […] werden, haben sie das zweischneidige Privileg, sich den Spielen um die Herrschaft hinzugeben«.(1)
    Das lässt einen an den Fußball denken. Es ist kein Zufall, dass die Klassiker der Männlichkeitsforschung immer wieder auf die Bedeutung der im 19. Jahrhundert neuen körperlichen Praktiken des Sports für die Konstruktion moderner Männlichkeiten hingewiesen haben. George L. Mosse beschrieb, wie der Turnhalle oder dem Spielfeld in den jungen Nationalstaaten eine entscheidende Rolle bei der Formung des »männlichen Stereotyps« zukam und wie solche Geschlechter-Bilder fest mit der Schaffung des nationalen Subjekts verbunden waren. Der Bürger wurde in den Institutionen Schule oder Militär zum Staatsbürger und Mann erzogen (2). Auch Robert W. Connell mit seinem Konzept der »hegemonialen Männlichkeiten« verstand den Sport als einen der Hauptorte für die Definition von Männlichkeit in der entstehenden Massenkultur (3).

    Der Fußball hat einen weiten Weg hinter sich: Von den elitären Public Schools zur popularkulturellen Praxis und, als Profisport, vom English Game zum globalen kommerziellen Spektakel der Gegenwart. Geblieben ist seine Verbindung zu Männlichkeit und ihren Krisen - zumindest in jenen Ländern, wo der Fußball zu den Kernsportarten der jeweiligen »nationalen Sporträume« zählt (4). Wo Fußball zum nationalen Sport wurde, war er männlich kodiert und sahen sich Frauen meist symbolischer und realer Unterrepräsentation ausgesetzt. Mit dieser simplen Feststellung könnte man es bewenden lassen. Oder man nimmt sie zum Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen eines nur auf den ersten Blick einfachen Verhältnisses.

    Ausdrucksformen »hegemonialer Männlichkeiten« bzw. nationale Stereotype des Männlichen waren veränderlich und unterschiedlich - sowohl historisch als auch regional. Gleichzeitig zählt Fußball nicht überall zu den jeweiligen Nationalsportarten, was auch seinen geschlechtlichen Bias beeinflusst. Bestes Beispiel dafür ist der fußballerische Exceptionalism der USA. Auf manchen Kontinenten ist der Fußball seit mehr als 100 Jahren institutionell und kulturell verankert. Anderswo, etwa in Ostasien, gilt er als boomende Trendsportart, für die sich auch Frauen begeistern.

    Ganz prinzipiell gestaltet sich das Verhältnis von »hegemonialen Männlichkeiten« und Fußball nicht so eindeutig, wie man denken könnte. So wurde zu Recht darauf hingewiesen, dass gerade die meisten Fankulturen, die lange proletarisch geprägt waren und heute nicht zuletzt durch jugendliche, »protestierende Männlichkeiten« bestimmt werden, nicht unbedingt mit jenen hegemonialen Mustern und Normbildern von Männlichkeit übereinstimmen, die aktuell gesellschaftlich dominieren (5). Dies wären vielmehr Figuren aus der Finanzwelt oder dem (Wissens-)Management. Ähnliches ließe sich für die Ebene der sportlichen Praxis, vom Amateuracker bis zur Allianz Arena ergänzen. Doch dass damit die Verbindung von Männlichkeit und Fußball grundlegend erschüttert wäre, ist nicht gesagt. Die Bezugnahme auf die scheinbar authentischen, rauen und proletarischen Milieus des Fußballs oder auf die globalen Stars dieses Sports ermöglichen es stattdessen den unterschiedlichsten Männern, sich selber »männlich zu machen« (6).

    Der Fußball und speziell das Stadion ist durchaus ein Ort mit eigenen Regeln, auch was das Geschlechterverhältnis betrifft. Hier werden Geschlechtergrenzen nach wie vor enger gezogen als in der umgebenden Gesellschaft. Dies belegt etwa die Tatsache, dass es unseres Wissens derzeit im europäischen Fußball keinen aktiven Profi gibt, der sich explizit als homosexuell geoutet hat.

    Auch das Verhältnis von Staatlichkeit, Nation und »männlichem« Fußball war historisch nicht eindimensional. Trotz seiner frühen Bindung an verschiedene gesellschaftliche »Einschließungsmilieus« wurde der Fußball als populare Praxis und ZuschauerInnensport auch zu einer »freien« Zone, in der sich Männlichkeiten abseits oder sogar im Widerspruch zu »offiziellen Ideologie(n) des nationalen Staatsbürgers« konstituieren konnten (7). Der Fußball wurde nicht mehr vorrangig mit der Schule, sondern mit der Straße assoziiert. Gleichzeitig existieren auch Vorstellungen des »unpolitischen Sports«, die die Verbindungen von (nationalstaatlicher) Politik und fußballerischem Feld zwar nicht aufheben, sie aber schwerer sichtbar machen.

    Ähnlich komplex erscheinen auch die Auswirkungen der zunehmenden Ökonomisierung und Professionalisierung von Organisation und Vermarktung des Fußballs für seine Rolle als »Arena der Männlichkeit«. Zwar bleiben auch die Vereinsetagen und Boardrooms jener Konzerne, die heute den medialisierten Fußballbetrieb lenken, ein Hort tatkräftiger Männlichkeit. Doch gerade was das Fußballpublikum an den Fernsehschirmen und in den Stadien betrifft, hat sich im letzten Jahrzehnt eine Diskussion über ein zunehmendes De-Gendering des Fußballs entwickelt. Frauen galten seit den 1990er Jahren als hoffnungsvoller Markt für die Erweiterung des KundInnenkreises. In kritischen Fandiskursen besitzt die Rede vom Kampf gegen die neuen »Konsumenten und Konsumentinnen« des Fußballs (denen etwa mangelnde Loyalität zum Verein und die ausschließliche Orientierung an sportlichem Erfolg unterstellt wird) dabei auch einen Geschlechteraspekt. Immer wieder wurde, gerade am britischen Beispiel, das in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle einnahm, auf jene Strategien der Fußballautoritäten verwiesen, friedlichere und besser kalkulierbare ZuschauerInnengruppen zum Fußball zu bringen, allen voran das sprichwörtliche »Familienpublikum« (Auch dieser Begriff zeugt nicht unbedingt von feministischen Grundsätzen bei der Definition solcher KundInnenstrategien). In den letzten Jahren fanden im Zuge der ökonomischen Transformation des Fußballs und seiner Strukturen eine Reihe von Kämpfen statt, die sich nicht zuletzt um die Frage drehten, wem dieser Sport gehöre: seinen Fans, den InvestorInnen, FunktionärInnen, den Spielern. Für viele Fans wurde die Suche nach neuen KundInnenschichten jedenfalls zu einem Inbegriff jener Praktiken, die heute vielerorts die Freiräume und autonomen Zonen der Stadien bedrohen und die Interessen jener, die in den Sport (zumindest dem eigenen Verständnis nach) die meiste Hingabe und Leidenschaft investieren, an den Rand drängen.
    Betrachtet man nüchterne Zahlen des Stadion- und TV-Publikums, so relativiert sich allerdings das Bild von der Invasion der »Fußballkundinnen«. Nach wie vor bleibt das Fußballpublikum vorwiegend männlich.
    Die »Professionalisierung« im Fußball auf Akteursebene kann auch als Inkorporation einer »Leitfiguration« globalisierter Männlichkeiten begriffen werden. So erscheinen die derzeitigen Kämpfe im europäischen Fußball auch als Streit unterschiedlicher Männlichkeitsmodelle: der »traditionsbewusste Fan« gegen den »Manager« und den »Tycoon« - und das auf Kosten von weiblichen Fußballfans und -sympathisantinnen, die von manchen kritischen Fans implizit zu unfreiwilligen Verbündeten der neuen Marktlogiken im Fußball erklärt werden.
    Dabei würden sich aus feministischer wie demokratiepolitischer Sicht andere Allianzen anbieten: Was spricht gegen einen gemeinsamen Kampf männlicher und weiblicher LiebhaberInnen des Spiels für demokratischen und offenen Fußball, der den Fans Raum für ihre Ausdrucksmittel, ihre Leidenschaft, Solidarität und kritische Kompetenz gibt, der sich aber von jener männlichen libido dominandi, dem Verlangen zu herrschen (8), verabschiedet, die mit fußballerischen Begleiterscheinungen wie Gewalt, Rassismus, Chauvinismus, Homophobie - aber auch mit den Diskursen vom »Fußball als Ware« und damit den machtbewussten Lenkern des Fußballbusiness - verbunden ist.

    Das männliche Geschlecht des Fußballs. Im Niemandsland zwischen Fußball- und Geschlechterforschung

    Kritische Fußballforschung ist eine vergleichsweise junge wissenschaftliche Spezialisierung. Es ist noch nicht allzu lange her, dass die gesellschaftliche Banalität des Fußballs, das »offensichtlich nutzlose Spiel«(9), bei PhilosophInnen oder Kultur- und SozialwissenschafterInnen Aufmerksamkeit zu erregen vermochte (10). Vorerst aber war es Sport überhaupt, der als Projektionsfläche erkannt wurde, auf der sich alltägliche gesellschaftliche Verhältnisse, Konfliktkonstellationen und Wertstrukturen abbilden. Die soziale Realität des proletarisch konnotierten Fußballs dagegen war noch länger keines (wissenschaftlichen) Blicks würdig.
    Ab Mitte der 1960er Jahre waren es moderne oder spätmoderne Klassiker der Soziologie (11), die ihr männlich gewachsenes und gehegtes Interesse an Sport in ein auch akademisch gebilligtes Forschungsanliegen übersetzten, Sport und Fußball als gesellschaftsanalytisch bemerkenswert auffassten und wissenschaftlicher Bearbeitung zuführten. Für Norbert Elias galt Fußball als gesellschaftliches Phänomen, das seine theoretische Sicht des Zivilisierungsprozesses, die historische Evidenz sukzessiver Rückdrängung physischer Gewalt zu bestätigen schien. Ihn interessierte insbesondere die Transformation wilder, fußballähnlicher Spiele im mittelalterlichen England in das zivilisierte, gewaltgezähmte Fußballspiel des 20. Jahrhunderts. Pierre Bourdieu wiederum identifizierte Sport als soziales Feld, auf dem man Veränderungen und Bedeutungen körperlicher wie kollektiver Praktiken nachzeichnen und verstehen lernen kann. Ferner deutete er Sport als Ergebnis des »wirklichen Spielens des Volkes«, das aber gegenwärtig »zum Volk zurück[kehrt] in Gestalt des fürs Volk geschaffenen Spektakels« (12).

    Acht Jahrzehnte vor ihnen war bereits mit dem Sozialphilosophen und Ökonomen Thorstein Veblen ein Analytiker des Sportphänomens hervorgetreten, der die moderne Realität des Sports als Relikt archaischer Gesellschaften deutete und als geistlosen Ausdruck moderner Massengesellschaften oder überhaupt als »verdeckte Sinnlosigkeit« ächtete (13). Die sportbegeisterte bürgerliche Gesellschaft hatte Sport als Erziehungsmittel bürgerlicher Männlichkeit entdeckt: »Er soll nicht nur den Körper stählen, sondern angeblich auch einen männlichen Geist hervorbringen, und dies nicht nur beim Sportler selbst, sondern auch beim Zuschauer« (14).
    Auch im deutschen Sprachraum wurden Sport und Fußball - besonders in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg - zu einem regen Debattierfeld, in dem nicht selten »national-pädagogische« auf demokratische Ambitionen sowie politisch-manipulative Absichten auf gesellschafts-kritische Sportskepsis trafen. Körperliche Betätigung wurde als Befreiungsmöglichkeit aus sozialen Fesseln erkannt (vgl. bürgerliche Frauenbewegung, ArbeiterInnensportbewegung), zugleich aber wurde sie auch zur geistlosen (Sport als intellektueller Entfaltung hinderlich) wie zwecklosen Tätigkeit (Körperleistung ohne Arbeitszweck) abgewertet. Schließlich wurde Sport, vor allem im anti-demokratischen und inhumanen Europa des 20. Jahrhunderts, durch totalitäre Bewegungen und Regime als Instrument der Manipulierung und Mobilisierung eingesetzt, was kritische Intellektuelle auch in der Ära des Postfaschismus noch gegen Sport einnehmen sollte.

    Karl Jaspers erhoffte sich vom Massensport für die Nachkriegsjahre, dass er die »Triebe ab[lenkt]« und »eine Beruhigung der Massen [schafft]«. »Kampflust« und Sehnsucht nach »Heroismus« sollten pazifiziert werden, indem sie auf kompetitiven Sport umgelenkt werden (15). Ernst Bloch war durch die barbarische Geschichte seiner Epoche ernüchtert und versuchte sich mit Polemik von Täuschungen freizuhalten: »Nie wurde mehr Sport gewünscht, getrieben, geplant als heute, nie mehr von ihm erhofft. Er gilt als gesund, das Sportherz hat das Bierherz verdrängt. […]. In Kauf wird genommen, dass Sport in gebliebenen bürgerlichen Zuständen oft verdummt, also schon deshalb von oben gefördert wird«. (16) Theodor W. Adorno verwies unter Berufung auf Thorstein Veblen auf die Archaik regressiver Sportleidenschaft, die er freilich auf die Verhältnisse des totalitären 20. Jahrhunderts bezog: »Nichts aber ist moderner als diese Archaik: die sportlichen Veranstaltungen waren die Modelle der totalitären Massenversammlungen. Als tolerierte Exzesse verbinden sie das Moment der Grausamkeit und Aggression mit dem autoritären, dem disziplinierten Innehalten von Spielregeln: legal wie die neudeutschen und volksdemokratischen Pogrome«. (17)

    Schließlich positionierten Adorno und andere VertreterInnen neomarxistischer Ideologiekritik (18) Sport im Kontext kapitalistischer Entfremdung und fetischisierten Warenscheins: »Der moderne Sport, […], sucht dem Leib einen Teil der Funktionen zurückzugeben, welche ihm die Maschine entzogen hat« (19). Er »ähnelt« schließlich »den Leib tendenziell selber der Maschine an. Darum gehört er ins Reich der Unfreiheit, wo immer man ihn auch organisiert« (20). Adorno fehlte das Vertrauen in eine humanisierende Wirkung des Sports.
    In gewissem Sinne setzten Norbert Elias und Pierre Bourdieu an der Einsicht an, dass Sport im modernen Verständnis ein Produkt der Ära der Aufklärung sei. Bekanntlich haben Theodor W. Adorno und Max Horkheimer den historischen Vorgang der Aufklärung als dialektisches Phänomen gedeutet (21). Manchen scheint es, als ob auch moderner Sport sich auf dieser analytischen Folie aufspannen ließe:
    »Einerseits finden wir im Sport den emanzipatorischen Humanismus, der sich im Ideal des ›Fair Play‹ und im Prinzip der Chancengleichheit widerspiegelt und andererseits setzt sich in der sportlichen Bewegungskultur das instrumentell-zweckrationale Denken durch, das sich im Begriff des ›Rekords‹ und im unerschütterlichen Glauben an einen unbegrenzten Leistungsfortschritt niederschlägt« (Schwier o.J.).
    Eine solche Ambivalenz findet sich in fast allen ideologie- und gesellschaftskritischen Analysen, die das Phänomen modernen Sports nicht zur Gänze abwehren oder es gar als negative Projektion benutzen, sondern die auch eigene Parteilichkeit, nämlich ihre Freude am Sport, aufdecken.
    Erst seit den späten 1970er Jahren hat auch Fußball durch die stärkere Zuwendung zu Popularkulturen und ihrer besonderen Bedeutung für alltägliche Bewusstseinsstrukturen - vor allem in Großbritannien - zunehmend wissenschaftliche Beachtung gefunden. Mit den Cultural Studies kamen kulturorientierte Ansätze in Verwendung, die Massen- und Fußballkulturen insbesondere aus macht- und hegemonietheoretischem Blickwinkel betrachteten. Zentrale Themen dieser Analysen waren Fankulturen, aber etwa auch Aspekte der Medialisierung von Sport.
    Eine geschlechtersensible oder gar geschlechterkritische Perspektive ist aber auch im Malestream der Cultural Studies oft ausgeblieben. Nur ausnahmsweise und das auch recht verschämt wird von FußballforscherInnen der Cultural Studies hinter die Trennwände des Geschlechts geblickt, wobei die Thematisierung des eigenen Geschlechts Männern besonders schwer zu fallen scheint. Nach wie vor geben sich selbst kritische Fußballforscher meist eher geschlechtsblind und gehen der Bestellung ihres vertrauten Geschäfts nach, nämlich männlicher Fußballanalyse. Sonderbarerweise aber blenden sie aus ihren kritischen Herrschaftsanalysen mögliche Anzeichen für Geschlechterherrschaft aus. So wie Fußball ursprünglich als überhaupt »politisch neutral« stilisiert wurde (23), wird er gegenwärtig - trotz seiner offensichtlichen Männlichkeit - als geschlechtsneutral festgeschrieben. So wie Sexismus auf Fußballplätzen kaum geächtet wird, bleibt auch Androzentrismus in der Fußballforschung häufig unbedacht.
    Was aber hat andererseits die seit den späten 1980er Jahren sich entwickelnde geschlechterkritische Sozial-, Politik und Kulturforschung an einschlägigen Einsichten in die Bedeutung der männlichen Kultstätten des Fußballs sowie in den allgemeinen Trend der »Sportifizierung« (24) vorzuweisen? Interessanterweise reichlich wenig. Zum einen, weil patriarchats- und herrschaftskritische Männlichkeitsforschung (nicht zu verwechseln mit Männerforschung) trotz bemerkenswerter prominenter Ansätze und wichtiger Beiträge zu maskulinismuskritischer Sportforschung (25) im Großen und Ganzen eine Randwissenschaftsart geblieben ist. Hat sie doch im sozial- und kulturwissenschaftlichen Mainstream einen minderen Status, nicht unähnlich der maskulin genormten Welt des Berufssports, in der Frauenfußball, Jugendsport oder Behindertensport geringen oder gar keinen Stellenwert einnehmen.
    Zum anderen ist »hegemoniale Männlichkeit« mittlerweile zu einer Catch-Phrase geworden. Sie wird zwar in allen möglichen gesellschaftlichen Bereichen aufzuspüren versucht, ohne sich aber auch als anerkannte analytische Kategorie durchgesetzt zu haben. Da außerdem Gender Studies weiterhin im fast alleinigen Verantwortungsbereich von Frauen verblieben sind und sich ihr Erkenntnisinteresse eher an weiblichen Lebenszusammenhängen ausrichtet, rollt der Fußball nach wie vor an der Geschlechterforschung vorbei, sodass auch seine besondere Relevanz für die (Re-)Maskulinisierung der Geschlechterordnung unbemerkt bleibt.

    Von wegn Guten Tach!

    Fußnoten:

    (1) Bourdieu, Pierre (2005), Die männliche Herrschaft, Frankfurt/M., S.132f.
    (2) Mosse, George L. (1997), Das Bild des Mannes. Zur Konstruktion der modernen Männlichkeit, Frankfurt/M./Wien, S.57, 176.
    (3) Connell, Robert W. (1999), Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten, Opladen, S.74.
    (4) Markovits, Andrei S./Hellerman, Steven L. (2001), Offside: Soccer and American Exceptionalism, Princeton/Oxford.
    (5) Sülzle, Almut (2005), »Fußball als Schutzraum für Männlichkeit? Ethnographische Anmerkungen zum Spielraum für Geschlechter im Stadion«, in: Antje Hagel, Nicole Selmer, Almut Sülzle (Hg.), gender kicks. Texte zu Fußball und Geschlecht. KOS-Schriften 10, Frankfurt/M., S. 37-52, S.48f.
    (6) Ebd.
    (7) Archetti, Eduardo P. (1999), Masculinities. Football, Polo and the Tango in Argentina, Oxford/New York, S.72.
    (8) Bourdieu (2005), S.172.
    (9) Bromberger, Christian (1998), »Fußball als Weltsicht und als Ritual«, in: Andréa Belliger, David J. Krieger (Hg.), Ritualtheorien. Ein einführendes Handbuch, Wiesbaden, S. 285-301, S.285).
    (10) Einzig Sportwissenschaft im Sinne einer sporttechnischen und leistungsmaximierenden Hilfswissenschaft genoss Daseinsberechtigung. Selbst Sportsoziologie war im deutschen Sprachraum eher verpönt und fristete nur eine Randexistenz. Sportwissenschaft definierte und positionierte sich im Kontext der herrschenden (Sport-)Ideologien. Gesellschaftskritische Zugangsweisen gehörten jedenfalls nicht unbedingt zum sportwissenschaftlichen Mainstream. Die Geschichte der Sportwissenschaft als universitäres Fach begann im deutschen Sprachraum nach dem Ersten Weltkrieg, als in Reaktion auf den Versailler Vertrag (Verbot der allgemeinen Wehrpflicht) »universitäre Leibesübungen« institutionalisiert wurden, die als Ersatz für den Wehrdienst Pflichtsport paramilitärischen Charakters verankerten.
    (11) Elias, Norbert/Dunning, Eric (2003), Sport und Spannung im Prozess der Zivilisation, Baden-Baden. Bourdieu, Pierre (1980/1992), »Programm für eine Soziologie des Sports«, in: ders., Rede und Antwort, Frankfurt/M., S. 193-207.
    Bourdieu, Pierre (1986), »Historische und soziale Voraussetzungen modernen Sports«, in: Gerd Hortleder, Gunter Gebauer (Hg.), Sport - Eros - Tod, Frankfurt/M., S. 91-112.
    (12) Bourdieu (2005), S.101.
    (13) Veblen, Thorstein (1899/1986), Theorie der feinen Leute. Eine ökonomische Untersuchung der Institutionen, Frankfurt/M., S.248.
    (14) Ebd., S.249. “

    Wow, guter Text, Heinz! Du kannst es doch…

  104. 104. Dieter am Samstag, 06.02.10 14:00h 

    @94 zamusi

    Zitat:

    ich liebe es, wenn ein plan funktioniert.

    sagte der Chef vom A-Team!

  105. 105. Springbok46 am Samstag, 06.02.10 14:16h 

    http://www.youtube.com/watch?v=ayrY0tGlk0s

  106. 106. ekrott am Samstag, 06.02.10 14:28h 

    Unser Soto gibt wieder alles im Derby Liverpool vs. Everton: 35. Min. Rote Karte.

  107. 107. neeko am Samstag, 06.02.10 14:49h 

    Interview von den Finken mit Halil:

    fr-online.de/in_und_ausland/sport/eintracht_f...

  108. 108. esszett am Samstag, 06.02.10 14:51h 

    ZITAT:
    ” Samstage ohne Fußball sind Kacke. “

    Find ich gar nicht. Endlich mal Zeit, die Wollpullover zu waschen und die Wohnung zu putzen, untermalt von der entspannten Radiokonferenz.
    Guten Tach.

  109. 109. neeko am Samstag, 06.02.10 14:52h 

    Das Programm hatte ich auch schon, allerdings ohne Wollpullis. Die wäscht bei mir aber auch die Waschmaschine :)

  110. 110. pia am Samstag, 06.02.10 15:08h 

    breaking news:

    der ösi hat dem ümit die hand geschüttelt und will diese nie mehr waschen!

  111. 111. ekrott am Samstag, 06.02.10 15:13h 

    Will Ümit sich denn die Flossen noch jemals waschen?

  112. 112. Tom am Samstag, 06.02.10 15:28h 

    ZITAT:
    “Samstage ohne Fußball sind Kacke. “

    Find ich gar nicht. Endlich mal Zeit, die Wollpullover zu waschen und die Wohnung zu putzen, untermalt von der entspannten Radiokonferenz.
    Guten Tach. “

    Finde ich auch. Komme endlich mal zum Aufräumen.
    Ein Tässchen Kaffee, oder auch zwei. Und dabei mal wieder die gute alte Radiokonferenz genießen. Immerhin müssen ja alle drei Top-Teams gleich ran.

  113. 113. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 15:34h 

    Vielleicht sollte ich doch auch mal so eine Unterhose anziehen..

  114. 114. ThorstenW am Samstag, 06.02.10 15:37h 

    ZITAT:
    ” Vielleicht sollte ich doch auch mal so eine Unterhose anziehen.. “

    zieh aber bitte was drüber, wenn wir uns das nächste Mal sehen :-))

  115. 115. DrHammer am Samstag, 06.02.10 15:38h 

    ZITAT:
    ” Vielleicht sollte ich doch auch mal so eine Unterhose anziehen.. “

    Du kannst alles tragen und siehst dabei immer gut aus ; )

  116. 116. Albert C. am Samstag, 06.02.10 15:39h 

    Wieso kein Fußball? Nur weil unsere Gurkentruppe heute nicht bolzt?

  117. 117. Kid am Samstag, 06.02.10 15:39h 

    ZITAT:
    ” Vielleicht sollte ich doch auch mal so eine Unterhose anziehen.. “

    Wirkt nur, wenn du sie dann auch so offen trägst.

  118. 118. Kid am Samstag, 06.02.10 15:40h 

    ZITAT:
    ” Wieso kein Fußball? Nur weil unsere Gurkentruppe heute nicht bolzt? “

    Rote Karte, Albert. Und das meine ich ernst.

  119. 119. Tom am Samstag, 06.02.10 15:40h 

    … Und ich verfolge mal ganz entspannt meine Tipps.

    Mal sehen, ob ich mit meinen originellen Risikotipps von Platz 137 wegkomme:

    Wolfsburg - Bayern 2:1
    Freiburg - Schalke 0:1
    Bochum - Leverkusen 2:2

    Das Bayern-Ergebnis ist ja noch(!) möglich. :-))

  120. 120. Albert C. am Samstag, 06.02.10 15:41h 

    “Rote Karte, Albert. Und das meine ich ernst.”

    Das war höchstens gelb. Unverschämtheit.

  121. 121. Ergänzungsspieler am Samstag, 06.02.10 15:42h 

    Radiokonferenz - 1.HZ am besten BR1, die berichten komplett ohne die dauernde furchtbare Musik wie der hr.

  122. 122. Albert C. am Samstag, 06.02.10 15:43h 

    Kölle schon hinten!

    Ruuuuuuuuuuuuuuuuud.

  123. 123. Kid am Samstag, 06.02.10 15:44h 

    ZITAT:
    ” Das war höchstens gelb. Unverschämtheit. “

    Tatsachenentscheidung.

  124. 124. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 15:44h 

    ZITAT:
    ” Radiokonferenz - 1.HZ am besten BR1, die berichten komplett ohne die dauernde furchtbare Musik wie der hr. “

    9011

  125. 125. Albert C. am Samstag, 06.02.10 15:45h 

    “Tatsachenentscheidung.”

    Ich geh nicht vom Platz. Da muss man mich schon runtertragen. :-)

  126. 126. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 15:47h 

    ZITAT:
    ” “Tatsachenentscheidung.”

    Ich geh nicht vom Platz. Da muss man mich schon runtertragen. :-) “

    Typisch Berliner

    stern.de/sport/fussball/fussball-bundesliga-f...

  127. 127. Ergänzungsspieler am Samstag, 06.02.10 15:47h 

    ZITAT:
    ” ZITAT:
    ” Radiokonferenz - 1.HZ am besten BR1, die berichten komplett ohne die dauernde furchtbare Musik wie der hr. “

    9011 “

    neeee - wenn schon traditionell Koneferenz, dann terrestrisch.

  128. 128. neeko am Samstag, 06.02.10 15:48h 

    Vorsicht Geisterfahrer !

  129. 129. Tom am Samstag, 06.02.10 15:49h 

    @ 115 Albert C.

    Neuzugang Halil Altintopp im FR-Interview über das “Gebolze” unserer “Gurkentruppe”:

    ” … der Trainer legt sehr viel Wert auf die spielerische Komponente. Das merkt man in jedem Training. Hier soll jede Situation fußballerisch gelöst werden, hier soll offensiv und gepflegt gespielt werden. Das kommt mir entgegen, das ist die Spielweise, die ich liebe.”

  130. 130. Ergänzungsspieler am Samstag, 06.02.10 15:56h 

    Der Albert provoziert doch nur. Er weiß ganz genau, daß gerade spielstarke Mannschaften diese Herausforderung brauchen, um Höchstleistungen abrufen zu können.

  131. 131. Springbok46 am Samstag, 06.02.10 15:57h 

    ZITAT:
    ” “Rote Karte, Albert. Und das meine ich ernst.”

    Das war höchstens gelb. Unverschämtheit. “

    Bei diesem Schiedsrichter hätte auch unser Busfahrer eine gelbe Karte bekommen. ;)

  132. 132. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 16:00h 

    Wiegesagt, das Gute am Sonntagsspiel ist die Tatsache, dass nicht das ganze Wochenende veschissen ist.

  133. 133. Ergänzungsspieler am Samstag, 06.02.10 16:02h 

    Blödsinn - die Drohnen sind sturmreif geschossen. Das wird ein Riesenspaß.

  134. 134. Albert C. am Samstag, 06.02.10 16:04h 

    “Der Albert provoziert doch nur. Er weiß ganz genau, daß gerade spielstarke Mannschaften diese Herausforderung brauchen, um Höchstleistungen abrufen zu können.”

    So isses!

    Köln mit dem Ausgleich und damit kurz vor der Meisterschaft, nicht?

  135. 135. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 16:05h 

    Echt witzisch..

    http://schwatzgelb.de/index.php?id=5653

  136. 136. Albert C. am Samstag, 06.02.10 16:08h 

    Yeah, 2-1 HSV!

  137. 137. Tom am Samstag, 06.02.10 16:09h 

    Zitat:
    ” Radiokonferenz - 1.HZ am besten BR1, die berichten komplett ohne die dauernde furchtbare Musik wie der hr. “

    Und man muss dann auch nicht mehr die permanenten Bayern-Lobhudeleien der Dampfpflauderer des HR über sich ergehen lassen …

  138. 138. Isaradler am Samstag, 06.02.10 16:16h 

    Iche sehe heute wenig, was uns am CL-Einzug hindern könnte.

  139. 139. LTSmash am Samstag, 06.02.10 16:16h 

    ZITAT:
    ” Zitat:
    ” Radiokonferenz - 1.HZ am besten BR1, die berichten komplett ohne die dauernde furchtbare Musik wie der hr. “

    Und man muss dann auch nicht mehr die permanenten Bayern-Lobhudeleien der Dampfpflauderer des HR über sich ergehen lassen … “

    www.90elf.de … auch wenn man dafür den Rechner anhaben muss - lohnt sich

  140. 140. Tom am Samstag, 06.02.10 16:26h 

    … und Leverkusen hört nicht auf, den Bayern Widerstand zu leisten …

  141. 141. Isaradler am Samstag, 06.02.10 16:30h 

    Bild des Tages:
    mediadb.kicker.de/news/1000/1020/1100/4000/ar...

  142. 142. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 16:31h 

    Mein Ümit hat mir die Hand geschüttelt (wie pia schon ausgeplaudert hat) und auch gemeint, dass er nächste Woche wieder mitspielen wird. Mit Maske und so. BRAVO ÜMIT.

  143. 143. Albert C. am Samstag, 06.02.10 16:38h 

    Ruuuuud!

    3-1 HSV!

  144. 144. DrHammer am Samstag, 06.02.10 16:42h 

    ZITAT:
    ” Ruuuuud!

    3-1 HSV! “

    Ich hoffe die Ziegen kriegen noch 5 Stück.

  145. 145. Isaradler am Samstag, 06.02.10 16:45h 

    verdomme. Dann halt so:
    http://tinyurl.com/yl4p3f4

  146. 146. Tom am Samstag, 06.02.10 16:54h 

    Morgen ein Sieg in Dortmund und wir haben den aktuellen deutschen Meister um 6 Punkte distanziert.

  147. 147. Tom am Samstag, 06.02.10 16:59h 

    ZITAT:
    ” … und Leverkusen hört nicht auf, den Bayern Widerstand zu leisten … “

    Hoffentlich. 1:1 in Bochum.

  148. 148. Nachtwandler am Samstag, 06.02.10 17:05h 

    ZITAT:
    ” ZITAT:
    ” … und Leverkusen hört nicht auf, den Bayern Widerstand zu leisten … “

    Hoffentlich. 1:1 in Bochum. “

    Du weißt schon wer da Trainer ist, oder?

  149. 149. Tom am Samstag, 06.02.10 17:21h 

    ZITAT:
    ” … und Leverkusen hört nicht auf, den Bayern Widerstand zu leisten … ”
    Hoffentlich. 1:1 in Bochum. “

    Du weißt schon wer da Trainer ist, oder? “

    Habe ich verdrängt. Ich mag keine Bayern-Alleingänge.

    Und noch viel weniger mag ich diese Glückritter aus der Domstadt. Langsam werde sogar ich stinkig. Ich mag die nicht. :-((

  150. 150. darkman am Samstag, 06.02.10 17:25h 

    Die Kölner könnte ich echt ohne Ende an die Wand klatschen. Was soll denn das jetzt wieder? :-(

  151. 151. Tom am Samstag, 06.02.10 17:30h 

    Wir sind im Augenblick Achter.

    Hoffenheim jetzt auf Grund des besseren Torverhältnisses vor uns. Wenn Stuttgart heute abend gewinnt, sind wir Neunter.

    Da gibt es nur eins: Punkten in Dortmund.

  152. 152. ekrott am Samstag, 06.02.10 17:32h 

    Diesen rheinischen Hazardeuren gönne ich es auch absolut nicht, v.a. seit auch noch der Ex-Eintrachtbub aus meinem Dörfchen bei denen spielt.

  153. 153. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 17:35h 

    Heute sind wir alle Kölner;)

  154. 154. Dieter am Samstag, 06.02.10 17:37h 

    6 Spiele 6 Punkte ist doch Klasse. Leverkusen und HSV machen - nicht nur mir - den Tip kaputt. Bei Bochum-
    Leverkusen bin ich selbst schuld wollte erst Remis tippen aber dann hab ichs dummerweise doch gelassen.
    Schlacke 0:0 genau so ein Sch….Ich sag die Saison
    kann ich abschreiben. Geht nur noch darum ober über der
    Hunnert oder drunner (z.Zt.100).

  155. 155. ekrott am Samstag, 06.02.10 17:40h 

    ZITAT:
    ” Heute sind wir alle Kölner;) “

    Du Jeck, du.

  156. 156. Isaradler am Samstag, 06.02.10 17:41h 

    Unter den ersten 35 Tippern hat sich nur einer daran erinnert, daß Nemberch der absolute Angstgegner der Schwaben ist. Ich sage mal: Schlüsselspiel!

  157. 157. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 17:42h 

    Kölner? Im Lebbe net

  158. 158. DrHammer am Samstag, 06.02.10 17:45h 

    ZITAT:
    ” Kölner? Im Lebbe net “

    ÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜ !

  159. 159. Ergänzungsspieler am Samstag, 06.02.10 17:49h 

    hat einer von Euch noch den Alternativlink ins Tippspiel - ich komme in das motherfickin’ Ding nicht rein.

  160. 160. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 17:53h 

    Ja. Aber ich geb ihn nicht her.;)

  161. 161. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 17:53h 

    Ja. Aber ich geb ihn nicht her.;)

  162. 162. DrHammer am Samstag, 06.02.10 17:53h 

    ZITAT:
    ” hat einer von Euch noch den Alternativlink ins Tippspiel - ich komme in das motherfickin’ Ding nicht rein. “

    Geh Platten legen ; )

  163. 163. Ergänzungsspieler am Samstag, 06.02.10 17:54h 

    weil Du ihn nicht weißt, Du Aufschneider.

  164. 164. Ergänzungsspieler am Samstag, 06.02.10 17:55h 

    161 - muß doch noch vorschlafen, Dottote

  165. 165. Albert C. am Samstag, 06.02.10 17:56h 

    “Da gibt es nur eins: Punkten in Dortmund.”

    Wäre sinnvoll imho.

  166. 166. Ergänzungsspieler am Samstag, 06.02.10 17:56h 

    t = r
    tt = tt

  167. 167. DrHammer am Samstag, 06.02.10 17:57h 

    Ich könnte dir sagen das Du wieder Null Punkte im Tippspiel hast, Du Null.

    Ich sag es aber nicht.

  168. 168. Kid am Samstag, 06.02.10 17:57h 

    ZITAT:
    ” Heute sind wir alle Kölner;) “

    Und der Nächste. Glatt Rot. Da verstehe ich keinen Spaß.

  169. 169. Albert C. am Samstag, 06.02.10 17:58h 

    “t = r
    tt = tt”

    Ach so ;-)

  170. 170. Albert C. am Samstag, 06.02.10 17:58h 

    Dieses Tippspiel, ärgerlich, ein einziges Ärgernis. Man arbeitet und arbeitet, Woche für Woche, an seinen Tipps und dann geht es nicht.

    Gewinne: Keine.
    Punktausbeute: Keine.
    Abschaffen: JA

  171. 171. schaumerma am Samstag, 06.02.10 18:02h 

    Link zum ZITAT:
    ” hat einer von Euch noch den Alternativlink ins Tippspiel - ich komme in das motherfickin’ Ding nicht rein. “

    Hier:
    http://tinyurl.com/6d8ac7

    Viel Glück!

  172. 172. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 18:05h 

    Dieser ” Untermenschen”- Flyer ist ja wohl unterste Schublade. Es gibt bei uns auch wirkliche Geistesriesen:(

  173. 173. Albert C. am Samstag, 06.02.10 18:07h 

    “Dieser ” Untermenschen”- Flyer ist ja wohl unterste Schublade. Es gibt bei uns auch wirkliche Geistesriesen:(”

    Wo ist der denn zu sehen?

  174. 174. MrBoccia am Samstag, 06.02.10 18:09h 

    ZITAT:
    ” Dieser ” Untermenschen”- Flyer ist ja wohl unterste Schublade. Es gibt bei uns auch wirkliche Geistesriesen:( “

    da hat wohl einer einen Böller zuviel abbekommen (so der Flyer so existiert)

  175. 175. Isaradler am Samstag, 06.02.10 18:11h 

    Der Ergänzer spürt Isaradlers heißen Atem im Nacken. Nur noch 3 Punkte vorne.

    Nimm dies:
    http://www.kicktipp.de/blog-g

  176. 176. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 18:11h 

    ZITAT:
    ” “Dieser ” Untermenschen”- Flyer ist ja wohl unterste Schublade. Es gibt bei uns auch wirkliche Geistesriesen:(”

    Wo ist der denn zu sehen? “

    Guck mal bei Beitrag 134, dann ziemlich weit unten.

  177. 177. ekrott am Samstag, 06.02.10 18:13h 

    ZITAT:
    ” Ja. Aber ich geb ihn nicht her.;) ”
    :-))

  178. 178. Ergänzungsspieler am Samstag, 06.02.10 18:25h 

    Schaumerma / Isaradler - Ihr seid wahre Sportsmen.

    12 Punkte, Ihr Greenhorns

  179. 179. BLOG-G Autor Stefan am Samstag, 06.02.10 18:30h 

    Welcher geistige Tiefflieger hat denn das mit den “Untermenschen” verfasst?

  180. 180. ThorstenW am Samstag, 06.02.10 18:35h 

    wovon redet Ihr?

  181. 181. ThorstenW am Samstag, 06.02.10 18:38h 

    gefunden - Danke

  182. 182. DrHammer am Samstag, 06.02.10 19:17h 

    ZITAT:
    ” Unter den ersten 35 Tippern hat sich nur einer daran erinnert, daß Nemberch der absolute Angstgegner der Schwaben ist. Ich sage mal: Schlüsselspiel! “

    Ich sach ma, da haben dann 34 Tipper Ahnung und einer nicht ; )

  183. 183. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 19:44h 

    Albert, dieser Trainer von den Bayern hat so eine fettige Haut. Widerlich. Gibts da keine Pflegeserie?

  184. 184. Ergänzungsspieler am Samstag, 06.02.10 19:49h 

    Der Holländer ansich ist Seefahrer - im Binnenland fettet der ein.

  185. 185. DrHammer am Samstag, 06.02.10 19:52h 

    Bunjacku, den hätte mer hole solle.

  186. 186. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 19:57h 

    ZITAT:
    ” Bunjacku, den hätte mer hole solle. “

    Zu teuer. Nein. Nein. Nein.

  187. 187. DrHammer am Samstag, 06.02.10 19:58h 

    Im unteren sechsstelligen Bereich.

  188. 188. HeinzGründel am Samstag, 06.02.10 19:59h 

    ZITAT:
    ” Im unteren sechsstelligen Bereich. “

    Sag ich doch. Zu teuer.

  189. 189. Albert C. am Samstag, 06.02.10 20:13h 

    “Sag ich doch. Zu teuer.”

    Viel zu teuer. Wir müssen sparen.

    http://www.sonneberg-info.de/soljanka.htm

  190. 190. Bigbamboo am Samstag, 06.02.10 21:38h 

    ZITAT:
    ” Welcher geistige Tiefflieger hat denn das mit den “Untermenschen” verfasst? “

    Den nächsten SAW sollte das Murmeltier verfassen.

  191. 191. Worredau am Samstag, 06.02.10 22:24h 

    Komme gerade von Geschäften nach Hause und muss hören, dass die Bayern praktisch vorzeitig Meister sind!?

  192. 192. pia am Sonntag, 07.02.10 02:04h 

    @dj ergänzungspieler

    großartiger abend - danke!

    wenn ich dich krrrieege, zeigt dir mein zauberstab die liebe …
    http://www.youtube.com/watch?v=lD7QmKJ1LyQ

    ich wusste gar nicht mehr, dass ich diesen song mal kannte ;-)

  193. 193. Kid am Sonntag, 07.02.10 02:31h 

    Der Zauberstab steht bei mir im Schrank. Im Plattenschrank. ;-)

  194. 194. pia am Sonntag, 07.02.10 02:34h 

    @kid
    “klassenfahrt zum titisee” bestimmt auch, oder!?

  195. 195. Kid am Sonntag, 07.02.10 02:36h 

    Klar. “Kamikaze” steht gleich nach “BRDigung”.

  196. 196. pia am Sonntag, 07.02.10 02:40h 

    hachja, die “BRDigung” hatte ich auch …

  197. 197. Kid am Sonntag, 07.02.10 02:42h 

    Wir sind halt “so taktvoll” - wie Dreiklangdimensionen. ;-)
    http://www.youtube.com/watch?v=EoNOQs0QI68

  198. 198. pia am Sonntag, 07.02.10 02:45h 

    yeah!
    rheingold!

  199. 199. Kid am Sonntag, 07.02.10 02:47h 

    Wie wäre es mit etwas “Sex-Appeal”?
    http://www.youtube.com/watch?v=bcePL1IiNZ4

    Ich habe Jahre gebraucht, bis ich den Song wenigstens auf einem Sampler gefunden habe …

  200. 200. Kid am Sonntag, 07.02.10 02:48h 

    Und mit Axel Bauers Cargo überlasse ich dir die # 200 und den Rest der Nacht: :-)
    http://www.youtube.com/watch?v=gf09M1vBw00

    Nighty night.

  201. 201. pia am Sonntag, 07.02.10 02:50h 

    200! yeah!

  202. 202. pia am Sonntag, 07.02.10 02:52h 

    “sex appeal” kannte ich gar nicht.
    aber damit verabschiede ich mich auch. dortmund wartet.

    gute nacht!

  203. 203. Kid am Sonntag, 07.02.10 02:53h 

    Gute Fahrt!

  204. 204. Verlagspostbote am Sonntag, 07.02.10 03:40h 

    Guten Tach.

    Am Ende des Tages werden die Toten gezählt.

    Und Dortmund ist ein schlechtes Pflaster.
    http://www.youtube.com/watch?v=7lHr5Q2MODE

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