Gestern, als im Zweitligaspiel zwischen Alemannia Aachen und dem 1. FC Kaiserslautern die 87. Spielminute lief, und sich in der Kneipe mit dem Farbfernsehgerät auf der einen und der Leinwand auf der anderen Seite (was sehr praktisch ist, weil man dann immer das Spiel im Auge hat, wenn man sich selbst geschickt positioniert) alle einig waren, dass da “nicht mehr viel passiert”, da hielten die zu diesem Zeitpunkt mit 0:3 hinten liegenden Aachener (oder Alemannen, je nach Lust und Laune) den Ball in ihren Reihen, in Höhe des eigenen Strafraums, schoben sich das Runde so zu, von Fuß zu Fuß, immer quer, “es passiert ja nichts mehr”, dachten wohl auch die Spieler sich, “pfeif ab, es ist kalt, wir wollen heim, die Zuschauer auch”, mag in den Köpfen der drei zuvor so erfolglosen Abwehrrecken rumgegangen sein, und da, plötzlich, passierte doch noch etwas in diesem längst zu Gunsten der Pfälzer entschiedenen Spiel.
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“Aachen. Michael Krüger wird neuer Trainer beim Fußball- Zweitligisten Alemannia Aachen. Das teilte der Verein mit. Noch am Abend war spekuliert worden, das Peter Vollmann der Nachfolger von Jürgen Seeberger werden soll. Der 55 Jahre alte Krüger wird einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011 bekommen. Schon im Pokalspiel bei Eintracht Frankfurt morgen soll er auf der Bank sitzen.” (dpa)
Krüger? Kenn’ ich nicht. Funkel wäre gut gewesen.
Den meisten sicher schon bekannt, trotzdem nochmal an dieser Stelle: Heute um 11.00 Uhr im Powersender DSF der Vorstandsvorsitzende des Bundesligisten Eintracht Frankfurt, Herr Heribert Bruchhagen im Gespräch. Unter anderem mit Udo “zu meiner Zeit” Lattek. Und Wonti, soweit ich weiß. Wird sicher recht unaufgeregt nach dem Spiel von Vortag.
Was gestern so am Rande auffiel…
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Spielbeginn 15.30 Uhr. Friedhelm Funkel stellt Forderungen
“Wir möchten, dass sich unsere Spielweise auf den Rängen widerspiegelt.”
Ich werde mir Mühe geben, Herr Funkel. Wie üblich am Spieltag, update (wenn mir danach ist) irgendwann im Laufe des Wochenendes hier in diesem Beitrag. Solange hören wir Gustav Mahlers 5. Sinfonie, cis-Moll, 1. Satz, aus dem Jahr 1904.
Update 18.55 Uhr
Ich habe einen Sieg gesehen, Schön. Wichtig. Ich habe einen Spieler gesehen. [Weiterlesen]
Keine Lust was zum Thema Streit zu schreiben. Ist ja alles gesagt. Keine Lust was zum Endspiel gegen Aachen zu schreiben. Ist ja alles gesagt. Keine Lust was zur Aufstellung zu schreiben. Kommt ja doch alles anders.
Einen Link möchte ich allen Eintracht-Freunden noch ans Herz legen: zico24.de. Für sentimentale Trottel wie ich einer bin.
Beim Endspielgegner aus Aachen scheint sich nunmehr das abzuspielen, was bei der Eintracht vor einigen Wochen schon der Fall war
Vor den entscheidenden Spielen im Abstiegskampf rumort es bei Alemannia Aachen gewaltig. Der Aufsteiger hat vor der wichtigen Partie am Samstag gegen Eintracht Frankfurt Jan Schlaudraff und Sascha Dum suspendiert.
Quelle: kicker.de
Auch hier werden “sportliche Gründe” genannt, was man selbst als Außenstehender auf Grund mangelnder personeller Alternativen (siehe auch Albert Streit bei der Eintracht) zumindest anzweifeln kann. Wie dem auch sei: Michael Frontzeck wird seine Mannschaft sicher nicht absichtlich schwächen wollen, er wird sich dabei etwas gedacht haben. Friedhelm Funkel, Übungsleiter des nächsten Aachener Gegners, freut sich derweil mit den Worten “Das ist für uns ganz sicher kein Nachteil“, eine Meinung, die man teilen kann, aber keinesfalls muss.
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Endlich. Die Verantwortlichen der Eintracht haben erkannt, was die Stunde geschlagen hat. Eindrucksvoll wird das Konzept der Vereinsführung und der Verantwortlichen in einem Beitrag auf der eigenen Website unter dem Titel “Jetzt gilt’s: Heimsieg gegen Aachen!” dokumentiert:
Nach dem 0:2 bei Borussia Dortmund steht fest: Mit zwei Heimsiegen aus den letzten drei Begegnungen gegen Aachen, Bremen und gegen Hertha BSC bleibt unsere Eintracht hundertprozentig in der Bundesliga. […] Und mit Endspielen hat die Mannschaft von Friedhelm Funkel jede Menge Erfahrung. „Wir wollen und werden dieses Spiel gewinnen“, gab der Trainer unmittelbar nach Schlusspfiff gestern im Signal Iduna Park die klare Marschroute für den kommenden Samstag aus.
Erstaunlich. Jetzt gilt’s also. Vorher? Schwamm drüber. Jetzt aber! Und: Mit zwei Heimsiegen ist man gerettet. Aha. Hätte man uns ja auch vorher mal sagen können. Ansonsten, wie üblich und in den letzten Monaten immer wieder gehört: “Wir wollen und werden dieses Spiel gewinnen!”. Das sieht ja fast danach aus, als wäre diesmal ein Punkt nicht genug. Jetzt geht’s also lohoooooos… aber sowas von.
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Im UEFA-Cup haben es die Mannen der Frankfurter Eintracht nicht erreicht und auch im DFB-Pokalwettbewerb blieb eine Teilnahme versagt. Geschafft hat es die Mannschaft trotzdem, mit langem, quälenden Anlauf. Am nächsten Samstag also wird die Funkel-Truppe um 15.30 Uhr im Waldstadion zu Frankfurt in einem Endspiel stehen.
Es war kein leichter Einzug in dieses Finale. Einige Hürden mussten genommen werden, sicher geglaubte Siege mussten aus der Hand gegeben, am Boden liegende Gegner wieder aufgerichtet werden. Bedingungsloser Einsatz im Abstiegskampf wurde bis heute vermieden, ein absoluter Siegeswille ist noch immer nicht zu sehen. Das Endspiel ist so gesehen redlich verdient.
Der Vorverkauf für das Finale Furioso läuft prächtig. Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen rechnet mit einer vollen Hütte am im Stadtwald und greift tief in die Motivationskiste (”Wir werden vor diesem absoluten Königsspiel alle Kräfte bündeln”) um aus der Mannschaft auch das allerletzte an Energie herauszukitzeln. Der im Abstiegskampf erprobte Trainer Friedhelm Funkel appelliert nochmals an das Ehrgefühl … der Zuschauer, wohlgemerkt (”Das Stadion muss kochen und brodeln”). Also, liebe Freunde der Frankfurter Eintracht, gehet raus und macht schön Wind.
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