Eintracht Frankfurt

Wenn die Großen spielen


Foto: Stefan KriegerZuerst mein Dank an die Dortmunder Fans in der viel besungenen schwarz-gelben Wand. Als gestern zum Auftakt der Erstligasaison (die Bundesliga spielt ja schon eine kleine Zeit, wie wir Unterhäusler wissen) die DFL den öffentlich-rechtlichen Zuschauer mit ihrem Showprogramm penetrierte, als ARD-Repochter Tom Barthels gleich mehrfach “sehr amerikanisch, aber das ist so gewollt!” ins Mikro ejakulierte, da zeigten die Fußballfans im Westfalenstadion die einzig richtige Reaktion: Sie kehrten dem Unfug den Rücken zu. Danke. Kein Dank hingegen an den Sieger der gestrigen Partie. Wir, die Anhänger von Eintracht Frankfurt, wollen so etwas nicht sehen. Das geht uns zu schnell, das ist uns zu durchdacht, das hat nichts mit dem zu tun, was wir so gewohnt sind. Bitte Dortmund, in Zukunft Rücksicht auf die Unterschicht nehmen. Das wäre nett.
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Eintracht Frankfurt

Wenn


Machen wir uns nichts vor: Abseits aller persönlichen Aversionen bei einem großteil der Fans wäre Aristide Bancé, jener Spieler, mit dem sich Sportdirektor Hübner gestern öffentlichkeitswirksam “locker unterhielt”, ein klasse Kicker für Eintracht Frankfurt. Wenn Bancé denn gesund wäre. Das ist das erste “wenn”. Denn wenn der Stürmer gesund wäre, keine Probleme mit dem Knie hätte, wäre er für die zweite Liga wohl ein gutes Stück überqualifiziert. Und außerdem für einen Verein wie Eintracht Frankfurt, dessen finanzielle Lage alles andere als rosig ist, kaum zu finanzieren. Ohnehin käme Bancé nur in Frage, wenn sich zeitgleich für Theofanis Gekas ein anderer Verein finden würde — wofür es im Moment noch keinerlei Anzeichen gibt. Das zweite große “wenn”. Dass der Mann aus Burkina Faso den Fans der Eintracht außerdem nur schwer zu vermitteln wäre spielt dabei so gut wie keine Rolle. Der Fan vergisst. Sehr schnell sogar, sonst wäre er kein Fan.
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