Nicht wirklich zufrieden, obwohl Spiele gegen Bremen schon ganz anders ausgingen. Nicht wirklich zufrieden, weil alleine Gekas die Partie hätte entscheiden können. Zufrieden, weil auch Bremen als Sieger vom Platz hätte gehen können. Zufrieden, weil die Mannschaft wieder lebt. Nicht wirklich zufrieden, weil das Thema Abstieg noch nicht vom Tisch ist. Nicht wirklich zufrieden, weil immer noch viele grundlegende Sachen nicht klappen wollen. Nicht wirklich unzufrieden, denn wenn die anderen weiter so spielen schaffen wir das irgendwie. Und am Ende vielleicht sogar ein ganz klein wenig optimistischer als vorher, weil das Restprogramm von Spieltag zu Spieltag leichter wird. Die Bilder nach dem Klick.
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Wie sagt man so schön in Hessen? “Mim Aachedeggel hät ich zwei von dene neigemacht. Mim Aachedeckel! Heut noch!” Ist natürlich Käse. Gekas hat so viel nicht falsch gemacht. Wiese hat einfach toll gehalten. Fast ist man geneigt zu sagen: Er war unüberwindlich. War er aber nicht. Dank einer Willensleistung der Marke Extraklasse von Marco Russ und einer nicht minder gelungenen Aktion von Jung nebst Abschluss von Fenin ist es ja noch mal gutgegangen. Halbwechs gutgegangen. Und manchmal sah es sogar fast wie Fußball aus. Trotzdem ist ein Punkt nicht so gut wie drei Punkte. Aber besser als keiner. Bilder und so gibt’s morgen, nach dem Klick noch ein Statement des Heribert Bruchhagen. Ich geh derweil ins Bett. 18 Stunden Arbeit am Stück sind dann mal genug.
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Nun ist es nicht so, dass man als Anhänger von Eintracht Frankfurt allerbeste Erinnerungen an Flutlichtspiele gegen Werder Bremen hätte. Ganz im Gegenteil. Auch ist eher der Wunsch Vater des Gedankens, dass die Werder-Verteidigung einem Hühnerhaufen gleicht und der Sturm nichts zu Stande bringt. Das war noch vor ein paar Spieltagen so, aber in jüngerer Vergangenheit hat man sich da oben an der Weser durchaus gefangen. Und es ist auch keinesfalls so, dass all die Verletzten bei Bremen, die unter der Woche noch als “fällt aus” verbucht wurden, wirklich nicht mit dabei wären. Fraglich ist lediglich noch der Einsatz von Pizarro, und auch der behält sich die Option offen, heute im Laufe des Tages noch an den schönen Main zu kommen. Sicher nicht, um sich auf die Tribüne zu setzen. Es deutet also einiges darauf hin, dass dieser Tag, trotz all der Veränderungen bei Eintracht Frankfurt, ein ganz gewöhnlicher Tag wird. Und das ist auch gut so. Denn auch wenn in Frankfurt kein Stein auf dem anderen bleibt, die Uhren anders ticken und das geheime Training jetzt nicht-öffentlich ist: Wir bleiben, weil wir Hessen sind, bei unseren Gewohnheiten. Veränderungen lieben wir nicht.
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Christoph Daum zeigte sich auf der heutigen Pressekonferenz doch einigermaßen überrascht. “Ich weiß nicht mit welchen Zielen Eintracht Frankfurt gestartet ist.” Und auf die Ansage, dass 50 Punkte ausgegeben waren: “Ziel waren 50 Punkte? 50 Punkte ist ein sehr hoher Anspruch.” Inzwischen ist allerdings das “Maximalziel, den Klassenerhalt zu sichern.”
So ist das im modernen Fußballsport. Audio-Aufsschnitt nach dem Klick.
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Man kommt ja nicht drumrum. 5:2. Fünf zu zwei. Fünf Tore. Bei Inter! Das muss man sich mal vorstellen. Da sieht man mal, was ein Trainerwechsel bewirken kann. Und wie man gegen eine Mannschaft in Unterzahl spielt. Und was lernen wir daraus? Ganz einfach: als Synonym für Inter gelten ab heute
- die Nerazzurri
- die Lombarden
- die Mailänder
- die Italiener
- die demoralisierten Leonardo-Schützlinge
- der Titelverteidiger (nur noch für kurze Zeit)
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In den zwölf Tagen der Regentschaft Daum hat sich schon einiges verändert bei Eintracht Frankfurt, ohne Zweifel. Nicht nur, dass bei Ecken gegen die Eintracht jetzt beide Pfosten abgedeckt werden, was am Sonntag mit dazu beigetragen hat diesen einen wichtigen Zähler aus Wolfsburg mit an den Main zu nehmen, nein, auch und besonders im Training geht es nunmehr ganz anders zur Sache. Man stelle sich nur mal vor was unter Daums Vorgänger an einem Montag passiert wäre, wenn man am Sonntagabend ein schweres Auswärtsspiel bestritten hätte. Lockeres besteigen des Rades, ein paar Kilometer durch den Stadtwald, dann “Pflege” um am Dienstag: Nichts. Denn schon in vier Tagen hätte das nicht weniger schwere Heimspiel gegen Werder Bremen auf dem Plan gestanden. Tut es jetzt natürlich auch, und doch ist einiges anders dieser Tage. Der nächste trainingsfreie Tag für die Profis ist erst am kommenden Sonntag, bis dahin ist schwitzen und schuften angesagt.
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“Fußball ist eine Ballsportart, bei der zwei Mannschaften mit dem Ziel gegeneinander antreten, mehr Tore als der Gegner zu erzielen und so das Spiel zu gewinnen. […] Eine Mannschaft besteht in der Regel aus elf Spielern, wovon ein Spieler der Torwart ist.”
So die Definition des Sports, den gestern Eintracht Frankfurt darbot, laut Wikipedia. Fußball ist also nicht, den Ball irgendwie nach vorne zu bringen und darauf zu hoffen, dass Gekas es schon richten wird.
Und wenn Eintracht Frankfurt dies wieder verinnerlicht, werden solche Spiele wie das von gestern auch gewonnen. Bis dahin leben wir mit dem 0:0. Muß ja, war glücklich genug.
Kinder, ist das ein Wind da draußen. Super Einleitung für: Möge der Eintracht an der Weser keine steife Briese ins Gesicht wehen. Heute, am Spieltag. So ganz kann man es ja noch immer nicht fassen. Und sollten gegen 17.20 Uhr weitere drei Zähler auf der Habenseite verbucht sein, dann … dann … dann weiß ich auch nicht mehr.
Gestern hörte ich einen Satz, der mir zu denken gab. Sinngemäß sagte jemand zur Situation der Eintracht, er wäre nicht beunruhigt gewesen, als die Mannschaft auf Platz 17 stand, also verfalle er jetzt auch nicht in Euphorie, da sie Vierter ist. Es seien erst elf Spiele gespielt, und die Saison wäre ja noch lange. Am Ende zählt’s. Das ist natürlich richtig. Und trotzdem kann ich als Fußballfan, als Mensch, der trotz allem noch dazu in der Lage ist, Emotionen zu zeigen, das nicht ganz unterschreiben. Ich werde mich nämlich auch weiterhin über ein geschossenes Tor der Eintracht in der 20. Minute eines Spieles freuen, auch wenn ich weiß, dass noch über eine Stunde zu spielen sein wird. Und ich werde mich weiter über jeden Gegentreffer ohne Ende ärgern, egal wann er fällt. Und diese meine Gefühle übertrage ich vom Spiel auch auf die Saison. Die Begegnung dauert neunzig Minuten, die Saison 34 Spieltage. Und jeder davon ist für mich ein Grund mich aufzuregen. Oder halt auch zu feiern. Wie’s denn grade beliebt.
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Aktuelle Entwicklungen verhindern es leider, dass ich im Augenblick einen hochklassigen und fundierten Beitrag hier einstellen kann. Deshalb sei es mir bitte erlaubt, auf das “Volltreffer”-Video der Kollegen Kilchenstein (Eintracht Frankfurt) und Müller (Werder Bremen) hinzuweisen, das der Kollege Bechmann gestern für FR-online.de angefertigt und mit den etwas trockenen Worten “Der Eintracht geht’s gut, Werder ganz und gar nicht: Der Frankfurter Kilchenstein und der Bremer Müller tauschen sich über die Entwicklung der von ihnen favorisierten Klubs aus” in das weltweite Netz eingestellt hat. Das Netz, das (wo) heute übrigens 20. Geburtstag feiert. Glückwunsch.
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