Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob Eintracht Frankfurt in Nürnberg etwas hätte erreichen können, wenn Stammtorhüter Oka Nikolov nicht in der 67. Spielminute jener kapitale Bock unterlaufen wäre, der das 1:0 für die Franken bedeutete. In einem Mannschaftssport ist der Sieg niemals Sache eines Einzelnen, genauso wenig wie es die Niederlage ist. Trotzdem gibt es diese Momente, die ein Spiel letztlich entscheiden können, die es kippen lassen - und diese Moment können durchaus auf die Aktion eines Individuums zurückzuführen sein. In Nürnberg war das nicht der Fall. Eintracht Frankfurt hätte auch mit einem fehlerfrei agierenden Torhüter dieses Spiel nie und nimmer gewonnen. Weil alle, die auf dem Platz waren, zu wenig dazu beigetragen haben einen Erfolg zu erzwingen. Eintracht Frankfurt hat als Mannschaft verloren. Oka Nikolov war Teil dieser Mannschaft. Und jetzt ist Nikolov für längere Zeit außer Gefecht gesetzt.
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Was schien der Eintracht für ein raffinierter Schachzug gelungen zu sein, als im Januar 2009 bekannt wurde, dass Ralf Fährmann ab der Saison 2009/10 nach Frankfurt wechseln würde. Von Anfang an galt er als Riesentalent, das nur wegen des übermächtigen Konkurrenten Manuel Neuer bei Schalke nicht dauerhaft zur Nummer eins wurde. Die Euphorie war so groß, dass selbst der achtbeliebteste Sportler der Hessen der Eintracht zu dieser Verpflichtung gratulierte.
Heute ist von Fährmanns Vertrag mit der Eintracht bereits ein Drittel verstrichen. Nur drei Spiele hat er bisher bestritten, und es scheint, als würde Skibbe für die kommende Saison zunächst einmal weiter auf Oka Nikolov bauen. Teile des Fan-Umfeld werden jedoch langsam unruhig:
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Ich kann ja auch nichts dafür. Es ist die BILD, die meldet, dass am Samstag im Spiel der beiden Traditionsmannschaften von 1899 nicht Oka Nikolov das Tor der Eintracht hüten wird, sondern der zweite Mann Ralf Fährmann. Eine Watsche für den in den letzten Spielen nicht immer überzeugenden Nikolov? Nix da! “Ich habe Ralf im Winter mitgeteilt, dass er seine Chance noch bekommen würde. Jetzt ist es soweit, weil ich möchte, dass der Konkurrenzkampf in der nächsten Saison wirklich ein Konkurrenzkampf wird!“ wird Trainer Michael Skibbe im besten Sportteil (ever!) zitiert. Sogar mit Ausrufezeichen hinter dem Satz.
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