
Langweilig ist sie mit Sicherheit für einen Eintracht-Anhänger nicht, diese Winterpause der Saison 2007/2008. Nach dem Abgang von Albert Streit zu Schalke 04 (hihi) wurde gestern am Abend das verkündet, was sich schon länger abzeichnete: Der erfolgreichste Stürmer der letzten Saison, Naohiro Takahara, hat seinen Wunsch erfüllt bekommen und verlässt den hessischen Erstligisten Richtung Heimat.
Fast zeitgleich bekam die nächste Offensivkraft, Michael Thurk, von seinem Arbeitgeber unmissverständlich mitgeteilt, dass er sich einen neuen Job suchen könne. Ein für Eintracht-Verhältnisse ungewöhnliches Vorgehen. Gerade in jüngster Vergangenheit hatte Heribert Bruchhagen immer wieder betont, wie verlässlich die Eintracht als Vertragspartner inzwischen sei. Und nun dies: “Wenn er künftig spielen will, soll er sich eine neue sportliche Herausforderung suchen.”
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Da kann man sich schon ein wenig verwundert die Augen reiben und den Kopf kratzen.
Wir schreiben das Jahr 2006. Bei der Eintracht werden neugierig die Neuzugänge Albert Streit, Naohiro Takahara, Sotirios Kyrgiakos und Michael Thurk beobachtet.
So schreibt Isabell gestern in der Besprechung des Buches “Immer wenn de Eintracht spielt“.
Alles Namen, die die Eintracht zum Jahreswechsel 2007/2008 entweder bereits verlassen haben, verlassen wollen, oder sogar verlassen sollen. Auch wenn die Verantwortlichen im Moment wenig Neigung erkennen lassen weitere Spieler abzugeben, kann man sicher sein, das der Kader so wie er sich im Moment darstellt nicht Anfang Februar das erste Punktspiel angehen wird.
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Vielleicht war dies die “Überraschung”, die Friedhelm Funkel für Ende der Woche angekündigt hatte. Michael Thurk steht vor dem Abgang ins Ausland und niemand will so Recht etwas dazu sagen. Besonders natürlich nicht der Schweiger aus Westfalen. Der mag sowas nicht, Die FAZ versteckt die Meldung Online im kostenpflichtigen Bereich, aber irgendwie und irgendwo taucht sie dann doch auf.
Eventuell gibt es schon heute einen Brief mit der Floskel “Wir wünschen Herrn Thurk für seinen weiteren beruflichen Werdegang alles Gute und viel Erfolg”. Dem schließen wir uns dann an.
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Der Trainer meint, bis Freitag sei ja noch Zeit. Und deshalb könne eine Überraschung durchaus möglich sein. Auch aus diesem Grund fliegt er heute nach Zagreb und schaut sich Bremen an. Damit vielleicht auch am Samstag eine Überraschung drin ist.
Es besteht also immer noch Hoffnung auf einen weiteren Stürmer. Warum der ausgerechnet bei Hajduk Split gesucht werden muss und nicht in den eigenen Reihen, wissen nur die Fachleute. Immerhin haben gestern im Trainingsspielchen in 500m Entfernung vom Waldstadion, bei Union Niederrad, sowohl Galm als auch Hess getroffen. Thurk natürlich auch. Sogar gleich vier Mal. Einschränkend sei erwähnt, dass es sich beim Gegner um einen Frankfurter A-Ligisten handelt. Muss aber auch erst mal geschlagen werden.
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Michael Thurk kommt aus dem GutleutGallusviertel in Frankfurt. Trotzdem mögen ihn viele Frankfurter nicht. Das liegt daran, dass er jahrelang für Mainz gespielt hat. Alexander Schur hingegen mögen die Frankfurter. Einmal stand Alexander Schur kurz davor, zu Mainz zu wechseln. Damals, als es den Frankfurtern so richtig schlecht ging. Ob die Frankfurter dann Alexander Schur verstoßen hätten?
Morgen also soll er seine Chance bekommen, der Michael Thurk. Er ist der einzige Profi-Stürmer, den die Eintracht zur Zeit noch einsetzen kann. Und Thurk wäre nicht Thurk, wenn er nicht in Hinblick auf dieses Ereignis Sätze wie diesen sagen würde: “Ich werde mich in dem Spiel zerreißen“.
Genau das könnte ihm zum Verhängnis werden.
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Wenn es schon mit dem Wechsel zum Beinahe-Meister nicht geklappt hat, so schaffen wir uns wenigstens so ein bisschen Schalker Verhältnisse. Presseboykott. Und da wir in Frankfurt sind, machen wir es, wie sowas in Frankfurt gemacht wird. Nicht alle schmollen, sondern nur einer. Albert Streit redet nicht mit den Frankfurter Zeitungen. Mal sehen, ob dieser Boykott auch die regionale Außenstelle des Blattes mit den vier Buchstaben als Titel betrifft. Das darf bezweifelt werden, da wird das Management was dagegen haben.
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Am Beispiel von Michael Thurk macht die Rundschau heute deutlich, woran es in der letzten Spielzeit unter anderem auch gemangelt hat. Eine sportliche Weiterentwicklung ehemals hoffnungvoller (junger) Spieler war nicht zu erkennen.
Kaum ein Akteur, der einst selbstbewusst und voller Enthusiasmus das Abenteuer Bundesliga mit Eintracht Frankfurt angefangen hat, konnte sich nennenswert steigern. Viele sind sogar mehr oder weniger völlig in der Versenkung verschwunden.
Eine Ausnahme bildet nur der Japaner Takahara, der beim HSV nie über den Status des Ergänzungsspielers hinaus kam, bei der Eintracht aber zur festen Größe avancierte. Aber auch hier bleibt abzuwarten, ob der Stürmer in der zweiten Saison diese Leistung bestätigen kann. Manche Schwalben fliegen halt nur einen Sommer.
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Markus Pröll wechselt den Verein. Und das während eines Spiels, genau in der 71. Minute. Doch sehen sie selbst, was der sport1-Liveticker vermeldet!
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Eins vorab: Franz Ferdinand, ich teile dein Schicksal!
Was ist denn hier los - Mehr als 16 Stunden seit dem Abpfiff des ersten UEFA-Cup-Spiels der Eintracht seit 11 Jahren. Und was für ein Spiel!
Aber noch kein Beitrag zum Thema. Da fühle ich mich direkt zu einem Gastkommentar befleißt.
Zumal ich Franz Ferdinands Schicksal teile.
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“Verräter” und “Drecksack” waren noch die harmlosesten Bezeichnungen für einen der heimgekehrt ist. Heimgekehrt nach Frankfurt, in seine Geburtsstadt, zu “seiner” SGE. Kaum eine Personalentscheidung hat unter uns Fans in den vergangenen Spielzeiten so heftige Debatten ausgelöst wie die des Michael Thurk. » Mehr…