WM 2026 Die WM als Kostenfalle
Dienstag, 09.06.26 um 05:00 Uhr | 70 Kommentare
48 Teams, 104 Spiele und Milliardenumsätze: Die WM 2026 sprengt alle Dimensionen. Während sich die FIFA über Rekordeinnahmen freut, fürchten Verbände trotz höherer Prämien ein Verlustgeschäft.
Die WM 2026 wird zur teuersten und lukrativsten der Fußball-Geschichte. Während der Weltverband FIFA durch das XXL-Turnier auf Rekordeinnahmen zusteuert, ist bei vielen Verbänden die Sorge vor einem Verlustgeschäft groß.
„Auch wenn der Weltverband die Prämien nach Intervention der Föderationen angepasst hat, kann man schon heute absehen, dass es für eine europäische Nation, die nicht ins Halbfinale kommt, schwer wird, wirtschaftlich schwarze Zahlen zu schreiben“, sagte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig der Deutschen Presse-Agentur.
Sportliches und ökonomisches Neuland
48 Teams, 104 Spiele, 3 Länder, enorme Distanzen – die Weltmeisterschaft vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada geht nicht nur sportlich neue Wege. „Die WM wird Rekorde aufstellen im Bereich Kommerzialisierung. Es wird, begünstigt durch die Vergrößerung des Turniers, so hohe Einnahmen wie noch nie geben, aber auch die Kosten werden auf ein Rekordniveau klettern“, sagte Sportökonom Professor Christoph Breuer von der Deutschen Sporthochschule Köln. „Sicher ist auch schon jetzt, dass in dieser Gemengelage die FIFA am besten abschneiden wird.“
Erwartete FIFA-Einnahmen für das gesamte WM-Jahr 2026: 8,911 Milliarden US-Dollar (7,65 Mrd. Euro). Die FIFA verweist darauf, dass sie zugleich Rekordgelder an die Teilnehmer ausschüttet.
Infantino sieht beispiellose Hilfe für Verbände
Die FIFA sei „stolz darauf, sich in der finanziell stabilsten Position ihrer Geschichte zu befinden, was es uns ermöglicht, all unseren Mitgliedsverbänden auf beispiellose Weise zu helfen. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die Ressourcen der FIFA wieder in den Sport reinvestiert werden“, sagte Präsident Gianni Infantino Ende April.
Den Verbänden entstehen jedoch höhere Ausgaben für Reisen, Personal, Unterkünfte und wegen steuerlicher Anforderungen. Rettig hielte es für „wünschenswert, wenn die FIFA aus Fairnessgründen eine individualisierte Kostenerstattung für den jeweiligen Nationalverband bezogen auf die unterschiedlichen logistischen Herausforderungen vornehmen würde. Hier kann es zu großen wirtschaftlichen Unterschieden kommen.“
Prämien wurden nach Kritik erhöht
Trotz organisatorischer und finanzieller Unterstützung durch die FIFA tragen die Verbände nämlich weiterhin erhebliche Eigenkosten. Nach Kritik hatte der Weltverband bereits die Prämienzahlungen erhöht. Insgesamt werden nun 871 statt 727 Millionen US-Dollar an die 48 Teams ausgeschüttet. Fix planen konnte jeder Teilnehmer mit 10 Millionen US-Dollar Startgeld und 2,5 Millionen Dollar für Vorbereitungskosten.
„Die Verbände haben selbst einen großen Einfluss auf die Kostenstruktur, wenn es um die Wahl der Unterkünfte, die Reisemittel und Größen der Reisegruppen geht. Da sieht man einen deutlichen Unterschied zwischen den Mitgliedsverbänden aus reicheren und ärmeren Ländern“, sagte Breuer der Deutschen Presse-Agentur.
Nicht alle Nationalteams werden die WM mit einem finanziellen Gewinn verlassen. „Am härtesten wird es die Nationen treffen, die groß planen, feudal wohnen, aber dann schnell ausscheiden. Ein frühes WM-Aus durchkreuzt bei großen Nationen in der Regel die Finanzplanung, denn dann weichen die erwarteten und tatsächlichen Einnahmen zum Teil gravierend voneinander ab“, sagte der Sportökonom.
Steuerrecht als X-Faktor
Zwar ist der Gesamttopf so prall gefüllt wie noch nie. Am Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nehmen aber auch 16 Teams mehr als noch beim vergangenen Turnier 2022 in Katar teil. Für große Verbände kann die WM ein Zuschussgeschäft werden, wenn frühes Ausscheiden, hohe Spielerprämien, Steuerfragen und Nordamerika-Kosten zusammentreffen. Hinzu kommt ein Wechselkursrisiko: Ein starker Dollar kann Hotels, Dienstleistungen oder Reisen zusätzlich verteuern.
„Diese WM 2026 mit erstmals drei Gastgeberländern bringt besondere Herausforderungen mit sich – dazu zählen insbesondere die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen der Bundesstaaten“, sagte Rettig. Anders als bei vielen früheren Turnieren treffen die Teilnehmer auf ein komplexes System aus Bundessteuern, einzelstaatlichen Steuern und teils unterschiedlichen lokalen Regelungen. Verbänden drohen Beratungskosten im siebenstelligen Bereich.
Je nachdem, wie Prämien oder Werbeeinnahmen steuerlich eingeordnet werden, könnten Verbände – und auch Spieler – mit unterschiedlichen Steuerpflichten konfrontiert werden. Zwar versucht die FIFA bei Großturnieren regelmäßig, steuerliche Erleichterungen mit den Gastgebern auszuhandeln, doch wegen des föderalen Systems in den USA gilt die Lage als deutlich komplizierter als etwa in Katar.
Weltmeister wird auch finanziell besonders profitieren
Für den neuen Weltmeister wird sich die WM nicht nur wegen des stolzen FIFA-Preisgeldes von 50 Millionen Dollar finanziell lohnen. „Erfolgreiche Nationen verdienen durch die Erfolgsprämien mit einer WM auch mehr Geld. Dazu gibt es einen Imagegewinn, der weitere ökonomische Erlöse zur Folge haben kann“, erklärte Breuer. Für den WM-Sieg 2014 kassierte der DFB 35 Millionen Dollar. Durch das Vorrundenaus 2018 und 2022 gab es dagegen erheblichen Einbußen. Erfolge erleichtern die Sponsorensuche – erst recht für den Weltmeister.
Bei aller Bedeutung für die Verbände: Im Fußball sei das Kostenthema nicht so gravierend wie in anderen Sportarten, sagte Breuer. „Es hat zumindest im Fußball noch nie eine Nation die WM-Teilnahme wegen zu hoher Kosten abgesagt.“ Gleichwohl sollten Turnierdauer und Entfernungen bei künftigen Vergaben stärker berücksichtigt werden. „Schließlich hat sich der Sport der finanziellen und der ökonomischen Nachhaltigkeit verpflichtet“, sagte Breuer. (Christian Kunz, dpa)

Rush? Sehr schön. Meine Wiederentdeckung nachdem neulich irgendwo Tom Sawyer lief und ich drei Tage gegrübelt habe, wer das war. Link zum Konzert?
Rush? Da halte ich es lieber wie der geschätzte CE, und guck ESC. In Sachen WM bin ich zwiegespalten. Werde wohl von Spiel zu Spiel entscheiden, ob ich guck oder nicht.
Die USA haben wohl einem Somalischen Schiedsrichter das Visum verweigert, die FIFA nimmt ihn dann halt einfach von der Liste.
#1 einfach bei youtube Rush Tour 2026 suchen.
ZITAT:
„Die USA haben wohl einem Somalischen Schiedsrichter das Visum verweigert, die FIFA nimmt ihn dann halt einfach von der Liste.“
The land of the free.
https://www.sueddeutsche.de/sp.....930-192974
Keine Sekunde Aufmerksamkeit für diesen Müll.
Also die Nacht werde ich mir sicher nicht um die Ohren schlagen, um irgendwelche Spiele zu gucken. (Mit Nacht meine ich die Zeit nach null Uhr oder 1 Uhr).
ZITAT:
„Keine Sekunde Aufmerksamkeit für diesen Müll.“
Ein hartes Urteil zu Rush. ;)
Unsere Gruppenspiele finden ja zu „zivilen“ Zeiten statt.
ZITAT:
„Unsere Gruppenspiele finden ja zu „zivilen“ Zeiten statt.“
Genau. Und bei den letzten Turnieren war danach eh Feierabend.
„Und bei den letzten Turnieren war danach eh Feierabend.“ … Ich wollt’s eigentlich erst dazuschreiben. Dann fiel mir ein, dass ich uns ins Halbfinale getippt habe…..
Morsche!
Ich erwarte nix und ziehe mir max das Check-24-billig-Shirt von 2022 über, um ein Statement zu setzen: kein Cent für diese Trump-Infantino-Show
Re: @12
Das neue Leiberl ist ja auch nicht zum Ertragen.
Re: @8
Absolut gerechtfertigt.
Naja Rush gibts im Feb/März 2027 auch Life in Deutschland
Ich werde mir Van Morrison demnächst life genießen.
@CE
Bin bei Dir, wir sind vermutlich fast gezwungen den Brown-Transfer schnell über die Bühne zu bringen, einfach weil wir sonst nicht agieren können. Deshalb halte ich es auch für wahrscheinlicher als Du, dass die Bayern gute Chancen haben. Aber werden wir ja sehen.
„Wir dürfen nicht den Fehler machen, Transfereinnahmen und -Ausgaben gesondert zu werten sondern ganz wichtig erscheint es, das Gehaltsniveau um mindestens 15-20 Mio zu senken“
D’accord – aber etwas muss ich auch schmunzeln…
Worde vor nicht allzu langer Zeit nicht sehr überzeugend erklärt (auch und gerade hier im Blog), dass wir total clever bei den Gehältern sind? Und wir nur viel bezahlen, wenn wir auch viel Erfolg (und damit Einnahmen) haben?
Zweifelnde Stimmen waren da eher nicht so gerne gesehen, so zumindest mein Eindruck.
Rush mit der Quintolengöttin Nilles
https://youtu.be/tsAgGYM8_-A?i.....MSBZ1HdR4-
ZITAT:
„Keine Sekunde Aufmerksamkeit für diesen Müll.“
Wenn Du die WM meinst +1000
Morsche
nur noch zwei Tage, dann geht es los. Ich gestehe, ich werde langsam aufgeregt. Mit Mexiko und Südafrika gleich zwei Teams, die ich mag zum Anfang.
Mexico Mexico ra ra ra
Selbstverständlich ist die WM gemeint.
Wobei Rush… der Gamemode in EAFC war jetzt auch nicht gerade ein Highlight.
Jennifer?
Annere Rush kenn‘ ich auch net.
Mercato! Junger Mann soll rückwirkend bis 2023 verpflichtet werden, um die enttäuschende letzte Saison noch zu retten!
https://www.fr.de/eintracht-fr.....42190.html
Da Aseko von den Bayern käme, könnte man glatt gegen Brown verrechnen.
Wow! Frau Isabella Strehmann wieder am Limit.
Mich würde mal Folgendes Interessieren: Unser Sohn scheint hochtalentiert zu sein, konkrete Anfragen aus NLZ bestätigen dies. Nun haben wir in Abstimmung mit unserem Sohn beschlossen, dem Werben des Leistungszentren nicht nachzugeben und ihn stattdessen in einem ambitionierten Amateurverein unterzubringen. Warum? Weil wir nicht wollen, dass unserem Kind die Jugend genommen wird, indem er früh den knallharten Mechanismen des Profifußballs unterworfen wird und sein Leben fast ausschließlich auf den Fußfall ausgerichtet wird – zumal die Chancen rein statistisch im niedrigen Prozentbereich liegen, dass am Ende tatsächlich eine Profikarriere dabei herausspringt. Für die Persönlichkeitsbildung erscheint uns ein breite humanistische Bildung die weitaus bessere Wahl zu sein als die einseitige Fokussierung auf den Fußball. Allerdings wird uns vorgeworfen damit die Chancen unseres Kindes massiv einzuschränken, eine mögliche Fußballkarriere zu starten. Wie seht ihr das, wie würdet ihr an unserer Stelle handeln?
@26
„Nun haben wir in Abstimmung mit unserem Sohn beschlossen, dem Werben des Leistungszentren nicht nachzugeben und ihn stattdessen in einem ambitionierten Amateurverein unterzubringen.“
Keine Ahnung, wie alt euer Sohn ist. Wenn die Entscheidung in Abstimmung mit ihm gefallen ist, ist meiner Meinung nach alles gut. Dies sage ich, ohne eure Lebensumstände und ähnliches zu kennen.
Re: @27
Zustimmung bedeuten im Fall unseres 12-jährigen, dass wir ihm pädagogisch unsere Sichtweise gegen harte Konkurrenz schmackhaft gemacht haben, so dass er schließlich akzeptiert hat 🙂
Na dann ist doch völlig irrelevant, wie Andere entschieden hätten.
WM, WM….ach
Man ist als international interessierter Fußballromantiker wirklich sooooo müde davon dass die Infantenfifa unseren schönen Fussball jetzt schon so lang immer wieder vor den Karren der fiesesten Autoritären spannt *seufz*
Zwei Seelen wohnen da in der Brust, immerhin: Dank der vielen internationalen Bezüge unserer teilnehmenden Frankfurter Spieler aus aller Herren Länder kann ich mir wenigstens noch ein bisschen sportliches kindliches Restinteresse an dieser politisierten Gier-Shitshow aka WM. ein bisschen bewahren
Wenn ich so zurückdenke wie aufgeregt ich als kleiner Bub wegen einer WM noch war, einschließlich Fussballsammelbildchenfieber und all das, werd‘ ich noch mal extraboese und so traurig wie ein Somalischer Schiri über das wahrscheinlich perverseste Pärchen der WM Geschichte ever, ihr wisst schon wen ich meine, ich kann mir die entsprechenden wüsten Beschimpfungen sparen
Aber dem Nene und auch den anderen bei uns kickenden Jungs drück ich trotz der unangenehmen Begleitumstände die Daumen.
For a better world.
@26
Alles richtig gemacht, wenn Euer Filius da mitzieht!
Die fußballerische Ausbildung ist auch in ambitionierten Amateurvereinen meist sehr gut und ob die Internate in NLZ’s der Weisheit letzter Schluss sind? Wer weiß?
Eine breite humanistische Bildung hat noch nie geschadet und ist etwas, auf was Euer Sohn aufbauen kann, falls es eben nix wird mit der (auch mit Jugendinternat im NLZ) steilen Karriere im Profifußball.
@Fellini
Interessanter Post. Ich kenne Deine Situation ein bisschen vom Hörensagen, denn der Sohn eines Freundes spielte ein paar Jahre in Jugendmannschaften der der Eintracht und erhielt auch einmal eine Nominierung zur betreffenden Jugendnationalmannschaft. Ich kann dazu sagen, dass der Junge von sich aus ab einem bestimmten Zeitpunkt die Fokussierung auf den Fußball als eine zu gravierende Einschränkung seiner persönlichen Freiheit empfunden hatte und die Verbindung zur SGE beendete. Da war er ungefähr 16.
Nicht zufällig kommen viele Profis aus Verhältnissen, in denen die Option einer breiten humanistischen Bidlung und der darauf beruhenden Lebensgestaltung einschließlich beruflicher Orientierung keine große Rolle spielte.
ZITAT:
„WM, WM….ach.“
Geht mir ähnlich.Aber ich mag Fußball gern und ferne Länder. Das kommt beides bei einer WM zusammen. Beides sind durchweg schöne Erlebnisse, die außerdem Menschen verbinden. Das lasse ich mir von der shice Politik und dem Kommerz nicht kaputtmachen.
Ich halte es mit dem Mutterschiff
https://www.fr.de/meinung/komm.....40503.html
Re: @26
Der Mario hat es 2018 im Doppelpass schon gesagt:)
ab 2:19 ungefähr
https://youtu.be/JHo-HGwQ8Zs?i.....XcKdlWFsVF
Finde diese Meinung schwierig, da ich finde, dass man es sich zu einfach macht, wenn man letztlich damit argumentiert, dass der Sport unpolitisch sei und es doch un die Freude an Fussball gehe. Denn die WM wird politischer und instrumentalisiert und man macht aus meiner Sicht genau dabei mit (als Schlafschaaf), wenn man die Bedenken abtut und ignoriert. Dadurch wird man quasi zum nützlichen Idioten. Meine Meinung.
Ich habe entschieden, es wie der ce zu halten, und diese WM einfach mal zu ignorieren. Denn genau das (wenig Interesse) ist der Hebel, den ich habe, um meine Haltung kund zu tun.
„Ich halte es mit dem Mutterschiff“
Und Leppert:
https://www.fr.de/politik/fan-.....40075.html
Wenn „die Mannschaft“ in das Finale kommen sollte, wird ganz Deutschland an der Glotze hängen.
Wenn nicht, dann nicht.
Und wenn sonst gerade nix gescheites läuft, wird auch mal in irgendein belangloses Vorrundengekicke gezappt.
So einfach sehe ich das.
Es juckt doch niemanden, wie hoch oder niedrig irgendwelche TV-Quoten sind.
Die Messe ist schon längst gelesen.
Aus dem Artikel:
Und glaubt jemand im Ernst, Trump würde seine Politik ändern, nur weil sich die deutschen Spieler, sagen wir, den Mund zuhalten?
Das ist genau die Irreführung. Demnach dürfte/sollte man nur etwas tun, wenn damit eine direkte (!) Änderung der Zustände verbunden wäre. Das ist ein Strohmannargument. Es geht aus meiner Sicht darum, Haltung zu zeigen – völlig unabhängig davon, ob sich damit sofort oder direkt oder überhaupt etwas ändert.
Oder glaubt denn jemand, dass ich jemals einen Marathon laufen werde, wenn ich heute lit dem Joggen anfange? Dass och zum Strrnekoch werde, wenn ich mal ein neues Rezept ausprobiere? Dass ich definitiv heiraten und eine Familie gründen werde, wenn ich morgen auf’s nächste Date gehe?
Diese Kausalkette ist Quatsch. Völliger Quatsch Mannmannmann.
@26:
Kenne 2 Jungs die mit 14-15 zur Eintracht bzw. nach Freiburg gegangen sind.
Du verabschiedest dich tatsächlich von Deinem bisherigen Leben, Freunden und sonstigen Hobbies, da Du alles dem Fußball unterordnest. Wenn die alten Freunde Freitags- oder Samstagsabends sich treffen und steil gehen, kommst Du für max. 2 Stunden auf ne Fanta mit. Ist auf Dauer aber auch blöd, jedem zu erklären, wie wichtig geregelter Schlaf und wie belastend Alkohol und Nikotin für einen Profisportler sind. Konsequenz, Du verbringst dann irgendwann freiwillig mehr Zeit mit gleichgesinnten.
Und schließlich müssen auch die Eltern mitziehen, da auch die Top-Vereine die Logistik (Auswärtsspiele, überregionale Turniere) nicht alleine stemmen können. D. h. auch Dein Wochenende kann dann von langen Auswärtsfahrten geprägt sein.
Ob Du unbedingt Profi-Fußballer werden musst, nur weil Du u. a. auch dieses Talent hast, ist ja eine höchst persönliche Entscheidung.
Mein alter Ausbilder hat mal gesagt, der Mensch hat viele Talente, Du solltest Du nur zusehen, dass Du eines davon zu Deinem Beruf machst.
Stimme der #38 vom @Dr.duc zu.
Und Leopert kommt einfach zur Einschätzung dass die USA nicht so schlimm wie Katar seien, und hält es deswegen für in Ordnung, Katar zwar auszulassen aber in dir USA zu reisen.
Was zu beweisen wäre. Ist halt ne persönliche Meinung und kann dieser Fan ja machen. Steht jedem frei. Ist aber keinArgument sondern nur ne Meinung, eben wegen Katar ungleich USA. Und hat dann mit dem Rest (jubelte Norwegerin, Schlange essen etc) eigentlich rein gar nix mehr zu tun, denn diese Erlebnisse bleiben ja trotzdem. Auch ohne Katar. Auch ohne USA.
Mund zuhalten ist halt Gratismut – kann man machen, wenn man sich dann selbst etwas besser fühlt.
Was ja immerhin etwas ist – die Aufmerksamkeit verhindert dann evtl. auch, mal nachzufragen ob der DFB nicht mehr Kritik hätte äußern können. Oder ob die Vereine, deren Mitglieder wir alle sind, nicht beim DFB ihrerseits mehr Druck hätten machen können.
Aber nun, wenn der Vorstandssprecher der AG der Herzen sich zum Sonderbeauftragten des Sportwashing-Meisters Nasser Al-Khelaifi aus Katar hergibt….wieviel Glaubwürdigkeit hat dann der Verein innerhalb des DFB?
Etwas schräg fand ich:
„Früher, etwa bei der legendären WM 1990, stellte der afrikanische Fußballverband zwei Teilnehmer – von 24. Vielleicht etwas wenig, wenn man bedenkt, dass genau dort ein Großteil der Jugendarbeit von Bundesliga und Premier League gemacht wird.“
Das mit den wenigen Teilnehmern aus Afrika passt….aber wie viele Spieler haben z.B. wir, deren Jugendarbeit in Afrika gemacht wurde? Ein Großteil der Jugendarbeit der Bundesliga in Afrika, wirklich?
Ist es inzwischen nicht eher anders herum – wenn ich unsere Vertreter für afrikanische Mannschaften anschaue? Ayoube Amaimouni-Echghouyab (Marokko); Farès Chaibi (Algerien); Ellyes Skhiri (Tunesien) die wurden doch alle in Europa ausgebildet.
Und auch von den Nicht-Nationalspielern, bei wie vielen wurde die Jugendarbeit in Afrika gemacht?
ZITAT:
„…, dass man es sich zu einfach macht, wenn man letztlich damit argumentiert, dass der Sport unpolitisch sei…“
Das behaupte ich nicht.
Aus meiner Sicht überwiegt aber immer noch und trotz allem das Beispiel für ein friedliches Zusammenkommen TROTZ der widerlichen Politik und der korrupten FIFA den Aspekt der Vereinnahmung. Gerade weil auch ausgeschlossenen Somalier diskutiert und veröffentllicht werden und die andere Seite sich dieser Diskussion stellen muss, kann der Fußball auch unter diesen Umständen ein positives Signal senden.
Vielleicht utopisch. Aber wenn ich mir Freude nehmen lassen, habe ich das Gefühl, den Freudlosen das Feld zu überlassen.
Wer keine Freude (mehr) empfindet, der soll dazu aber auch nicht überredet werden, welche haben zu sollen.
„ Amaimouni-Echghouyab (Marokko); Farès Chaibi (Algerien); Ellyes Skhiri (Tunesien) die wurden doch alle in Europa ausgebildet.“
Sie wurden ja auch in Europa geboren.
Allerdings sehe ich auch nicht, dass die europäische Jugendarbeit überwiegend in Afrika gemacht wird, auch wenn das auf Okocha und Marmoush zutrifft.
@44 RF
Oh Wunder: Man kann ganz viel Freude empfinden, auch ohne diese (wie auch die letzte WM) am Bildschirm oder sonstwo zu verfolgen. Ich kann mit dem ganzen Rotz nichts mehr anfangen. Und so ein Spiel zu schauen, wenn nicht unweit von den Stadien „ICE“ seinen Job macht, ganz ehrlich, da würde mir meine Freude am Kick ganz schnell vergehen! Es gibt so viele andere schöne Dinge, wie man sich das Leben freudvoll gestalten kann!
ZITAT:
„Worde vor nicht allzu langer Zeit nicht sehr überzeugend erklärt (auch und gerade hier im Blog), dass wir total clever bei den Gehältern sind? Und wir nur viel bezahlen, wenn wir auch viel Erfolg (und damit Einnahmen) haben?
Zweifelnde Stimmen waren da eher nicht so gerne gesehen, so zumindest mein Eindruck.“
Ja Laie,
da hast Du völlig recht. Da wir ja regelmäßig die Verträge nicht kennen, sind wir auf Indizien, Berechnungen oder eben Aussagen der Verantwortlichen angewiesen. Und hier meine ich, dass sowohl Hellmann als auch Krösche explizit gesagt hatten, dass wir mit relativ niedrigen Grundgehältern aber hohen Boni arbeiten würden.
Das scheint ganz offensichtlich nicht oder nicht so ganz zu stimmen.
Donny führt Gianni vor:
https://www.n-tv.de/sport/fuss.....46138.html
Re: @26
Ich finde die Entscheidung gegen ein LZ mutig und eher richtig. Du wirst Dich ausführlich mit den Statistiken der Durchlässigkeit von NLZs ins Profilager auseinandergesetzt haben, somit ist Dir die Quote von 1 aus Tausend bekannt. Höher dürfte die Wahrscheinlichkeit es aus einem Amateurverein in den Profibereich zu schaffen auch nicht sein, aber wahrscheinlich auch nicht niedriger.
Was aber ganz sicher ist in einem NLZ, dass Du als Kind Dein normales Leben und eine normale Entwicklung, Freunde, andere Interessen, Talente, aufgibst. Dass kann dann klappen, hoffen ja Alle, wird aber eher nicht funktionieren. Und Profibereich heißt ja nicht automatisch Bundesliga, kann ja auch 2. oder 3. Liga sein. Die Chancen, es aus dem Amateurbereich dorthin zu schaffen, dürften durchaus vorhanden sein. Und manche sind ja spät noch in den Profibereich gekommen und haben es dann noch zum Weltstar gebracht, siehe Klose. Jaja, ich weiß, große Ausnahme.
Ich habe selbst relativ spät mit Leistungssport angefangen, habe es dann durch fast alle Amateurligen bis in die Bundesliga und zum deutschen Meister geschafft und eine Einladung in den Nationalkader bekommen, was dann jäh eine brutale Verletzungsserie alles beendet hat. Denn das gehört auch zur Wahrheit dazu, so eine Sportkarriere kann urplötzlich beendet sein. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich in der ganzen Zeit viele andere Sportarten betrieben habe, was zur generellen Ausbildung übrigens auch sehr hilfreich ist und z.B. in NLZs ziemlich vernachlässigt wird, und mich mit vielen anderen Interessen beschäftigt habe, was mich in die Lage versetzt hat, aus dem tiefen Loch, in das ich nach dem abrupten Ende meiner Sportkarriere gefallen bin, auch wieder rauszukrabbeln.
Ja, vielleicht hat man in einem NLZ den direkteren Zugang ins System, allerdings gibt es keinerlei Garantien.
Auch außerhalb eines NLZ kann man besonderes Talent auch entsprechend fördern, unterliegt aber nicht den dortigen Zwängen. Letztlich geht es doch darum, ein Talent für das System konform zu machen, wie leider auch in unserem generellen Bildungssystem, und nicht, ergebnisoffen Begabungen zu erkennen, zu entwickeln und zu fördern. Das NLZ will Resultate.
Ich bin überzeugt, dass es für manche Menschen Vorteile bietet, den engen Rahmen eines NLZ zu haben, weil nämlich sonst gar nichts anderes geht, für viele ist es aber kontraproduktiv.
Wenn Dein Sohn also andere Talente, Interessen, Freunde hat, finde ich Eure Entscheidung genau richtig. So oder so weiß man nie, was am Ende rauskommt, aber die Zeit bis dahin und vor allem die möglichen Alternativen, falls es nicht klappt, dürften ohne NLZ besser sein.
ZITAT:
Das scheint ganz offensichtlich nicht oder nicht so ganz zu stimmen.“
Hab jetzt keine Zeit, da genauer zu schauen und ist auch nur ein Anhaltspunkt:
30.6.25 Personalaufwand bei rd 177 Mio €, 30.6.24 rd 141 Mio €
Wenn da im letzten Jahr Teile der EL-Prämien und die CL-Prämien eingeflossen sind, bedingt das eine Erhöhung.
Ob in dem Ausmaß überwiegend nur prämienbedingt, ist schwer zu sagen.
Wenn der Aufwand im neuen Abschluss deutlich zurückgehen sollte, spräche einiges dafür.
Wenn das aber der Grund für „Kosteneinsparungen“ sein sollte, von die ich meine, jüngst gehört zu haben, nun ja…
Noch ein Nachtrag: Die ganzen NLZs scouten ja nicht nur deshalb schon die ganz Jüngsten um ein besonderes Talent zu bekommen, sondern auch, damit die anderen es nicht haben. Man will möglichst keinen übersehen haben, was die Wahrscheinlichkeit für den Einzelnen dann beim Prinzip Gießkanne nicht erhöht.
Ach, jetzt beginnt wieder die schöne Zeit, in der Menschen ihre begrenzte Lebenszeit darin investieren, anderen den ganzen Tag lang ungefragt zu erklären, wie sehr sie irgendetwas nicht interessiert.
N.B.: Ignorieren geht anders.
Zur aktuellen Transferperiode, die Hoppelheimer sind da schon sehr gut unterwegs. Da wird gezielt eingekauft. Vielleicht sollte man sich mal um den dortigen Sportchef bemühen.
Spekulatius
https://www.sport.de/news/ne16.....frankfurt/
@#1:
Hallo Diva, wollte gerade den Link posten (sorry fürs vergessen, war spät und rotweinig, gestern), da sah ich, dass das in der #4 & #17 bereits erledigt wurde. Ich danke den Postern dafür!
Und was das mögen einer gewissen Art von Musik angeht – suum cuique, wie der Grieche sagt.
ZS.
ZITAT:
„Zur aktuellen Transferperiode, die Hoppelheimer sind da schon sehr gut unterwegs. Da wird gezielt eingekauft. Vielleicht sollte man sich mal um den dortigen Sportchef bemühen.“
Da Hoffenheim sich für den Europacup qualifiziert hat und die Finanzregeln („Nachhaltigkeitsregularien“) der UEFA härter sind als die der DFL, gehe ich davon aus, dass Hoffenheim einen Transferüberschuss erzielen muss, um sich Ärger zu ersparen.
(12/2025)
https://www.kicker.de/der-tsg-.....71/artikel
(08.06.26/Bezahlschranke)
https://www.kicker.de/asllani-.....93/artikel
@26 Fellini und Ff
Alles richtig gemacht!
Habe das auch im unmittelbaren Umkreis –
Der Druck und die Entbehrungen gerade in ambitionierten Jugendmannschaften sind ne Klasse für sich – wer dem nicht alles, wirklich ALLES Unterordnet ist da quasi schon raus.
@57 man kann im Leben auch mit gesegnetem Talent unterklassig glücklich werden, v. a. wenn einem die Mitspieler wichtiger sind als das sportliche Standing des Vereins.
Wenn du den Trump und den Infantino richtig vorführen willst, gewinnst du das Ding und verweigerst das Siegerfoto mit Trump oder die Pokalübergabe.
Das und nur das schadet den beiden, weil es weltweit wahrgenommen wird.
Alls andere können sich unsere Kicker sparen.
Serge Brqanco in der Traditionself? Nett!
Ronny B. (58): Du hast es punktgenau auf den Punkt gebracht. Auch meine persönliche Erfahrung.
Mal wieder die SGE: Chaibi hat den Berater gewechselt. Laut FR ein Indiz für einen Wechsel. 25-30 Mio. Meinetwegen sehr gerne.
Zur Unique Sports Group mit Sitz in England.
Eben mal grade die WM komplett durchsimuliert. Boah, ist das eine Arbeit, 104 Spiele werden es sein.
Wir scheiden übrigens gegen Frankreich im Achtelfinale aus, England wird Weltmeister.
Wehe, das kommt so – weil wetten werde ich prinzipiell nicht.
Kommt nicht so. Weil Frankreich den Titel holt.
Musste gerade mal nachgucken, wen ich gestern als Weltmeister getippt habe. Hatte es schon wieder vergessen. Frankreich.
Werde Brasilien tippen. Weil Amerika.
@58, 61
Ja, das ist richtig und auch meine Erfahrung, hab ich so weitergegeben!
Es gab doch mal ein tolles Interview mit Joko Winterscheid (der es selbst bis in die Oberliga geschafft hat) und Andre Schürrle über die Nachwuchsarbeit im NLZ.
Klingt erstmal komisch ist aber sehr informativ:
https://www.youtube.com/watch?.....kAWpFdItgY
Passt irgendwie zum Nachwuchs-Thema – Noel Knothe:
https://www.fr.de/eintracht-fr.....43620.html