Das gestrige Vormittagstraining der Eintracht war eher unter dem Begriff "Regenerativ" einzuordnen. Diesmal nur 75 Minuten, ein kurzes Aufwärmprogramm mit Gymnastik, dann ein Spiel über dreiviertel des Platzes. Den Aufreger gab es gleich am Anfang, als der Torschütze vom Dienst, Theofanis Gekas, sowieso nur in Laufschuhen auf den Platz gekommen, nach einer halben Runde das Training abbrach. Seiner Gestik nach zu schließen hat er wohl irgendwelche Probleme in der Leistengegend. Auch wenn die Intensität spürbar zurückgefahren wurde, ist das Training trotzdem bis ins letzte Detal von den beiden Übungsleitern geplant. Mit DIN A4 Blättern in der Hand wird jedes Hütchen sorgfältig gesetzt, jeder Einsatz eines Spielers auf welcher Position und für welche Dauer scheint schon vorher genau geplant zu sein, nicht wir dem Zufall überlassen." />
Das gestrige Vormittagstraining der Eintracht war eher unter dem Begriff "Regenerativ" einzuordnen. Diesmal nur 75 Minuten, ein kurzes Aufwärmprogramm mit Gymnastik, dann ein Spiel über dreiviertel des Platzes. Den Aufreger gab es gleich am Anfang, als der Torschütze vom Dienst, Theofanis Gekas, sowieso nur in Laufschuhen auf den Platz gekommen, nach einer halben Runde das Training abbrach. Seiner Gestik nach zu schließen hat er wohl irgendwelche Probleme in der Leistengegend. Auch wenn die Intensität spürbar zurückgefahren wurde, ist das Training trotzdem bis ins letzte Detal von den beiden Übungsleitern geplant. Mit DIN A4 Blättern in der Hand wird jedes Hütchen sorgfältig gesetzt, jeder Einsatz eines Spielers auf welcher Position und für welche Dauer scheint schon vorher genau geplant zu sein, nicht wir dem Zufall überlassen." />

Archive for März 2011

„Jammern hat noch nie zu meiner Stärke gehört“

Foto: Stefan Krieger
Das gestrige Vormittagstraining der Eintracht war eher unter dem Begriff „Regenerativ“ einzuordnen. Diesmal nur 75 Minuten, ein kurzes Aufwärmprogramm mit Gymnastik, dann ein Spiel über dreiviertel des Platzes. Den Aufreger gab es gleich am Anfang, als der Torschütze vom Dienst, Theofanis Gekas, sowieso nur in Laufschuhen auf den Platz gekommen, nach einer halben Runde das Training abbrach. Seiner Gestik nach zu schließen hat er wohl irgendwelche Probleme in der Leistengegend. Auch wenn die Intensität spürbar zurückgefahren wurde, ist das Training trotzdem bis ins letzte Detal von den beiden Übungsleitern geplant. Mit DIN A4 Blättern in der Hand wird jedes Hütchen sorgfältig gesetzt, jeder Einsatz eines Spielers auf welcher Position und für welche Dauer scheint schon vorher genau geplant zu sein, nicht wir dem Zufall überlassen.



Pfiffe erwünscht

So. Nachdem das Pulver im morgendlichen Kaffee endlich seine Wirkung zeigt, mache ich mich, locker auf meinem Stuhl sitzend und durch drei Weizen zusätzlich befeuert, ans Tageswerk. Kinder, war das […]



Stampede! Jetzt!

Foto: Stefan Krieger
Zirkeltraining! (Kreisch)! Hanteln und Springtseile! (Hyperventilation!) Gymnastik! (Hechel!) Und jetzt kommt’s: Einzelgespräche! (Ekstase!) Dann, im Trainingsspiel wird verschieben in der Defensive geübt! (Ohnmachtsanfall droht!), mit Unterbrechungen durch das Trainerteam und Anweisungen, wie es besser zu machen sei! (Da! Endgültiger Zusammenbruch mit anschließendem Kinderwunsch!)

Bei Eintracht Frankfurt liegen die Nerven blank, nur weil ein Trainer und dessen Assistent dieser Tage das machen, wofür sie bezahlt werden und was bei jedem Kreisklassenverein gang und gäbe ist. Und das, bevor das erste Langholz gebolzt und der erste Fehlpass gespielt wurde. Glamour, Baby! Ausgelöst von einem 57-Jährigen mit Schnauzbart und komischer Frisur, unterstützt von seinem Assistenten, den Medienberichten zu Folge ein Jahr älter als sein Chef, bekleidet mit Baseballkappe und Sonnenbrille. Und die Medien spielen das Spiel gerne mit. Willig, lechzend. Wie tief sind wir eigentlich gefallen?



Alles neu macht der März

Foto: Stefan Krieger
Die Richtung ist klar. Christoph Daum, seit letzter Woche Cheftrainer von Eintracht Frankfurt, setzt vor allem darauf, seine Spieler mental wieder auf Vordermann zu bekommen. „Wenn wir den Kopf freikriegen, dann marschieren wir“, wird der aus dem temporären Ruhestand an den Main geholte Motivator in der FNP zitiert. Und jeder, der dieser Tage ein Training von Eintracht Frankfurt besucht, sieht auf den ersten Blick, wie er dieses Ziel zu erreichen gedenkt. Daums Co-Trainer, der agile Roland Koch, peitscht ohne Unterlass verbal auf die Mannschaft ein. Keine Phrase ist zu abgedroschen, kein Spruch durchschaubar genug: „Was holen wir ’raus?“ – „Prozentpunkte!“. „Power, Power!“ schallt es über den Platz, und, natürlich „an uns kommt keiner vorbei!“. So etwas kann klappen. Jedenfalls so lange, bis ein Trainingsspiel gegen die Amateure des Vereins ansteht. Und dann landet man unter Umständen ganz schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen. Denn selbst wenn der Glaube Berge versetzen kann: Auf dem Platz zählen Tore. Und nicht jeder glaubt.



Gelber Schein

Ich möchte mir nicht nachsagen lassen ich wäre übermotiviert. Pünktlich zu Länderspielpause nehme ich ein wenig den Druck von mir selbst. Jetzt gilt es zielgerichtet zu arbeiten. Schließlich habe auch […]



Dem Affen sein Zuckerli

Foto: Stefan Krieger
„Ich will jedem Spieler damit ganz klar sagen: Wir fangen bei Null an. Ihr seid nicht mit irgendwelchen Gerüchten oder Vorurteilen belastet, sondern jeder hat die Chance jetzt hier wieder zu zeigen: ich bin stolz das Eintracht-Trikot zu tragen, ich bin stolz in dieser Mannschaft zu sein. Und das soll Kräfte freisetzen.“ Christoph Daum erfüllte bei seinem Amtsantritt alle Erwartungen, bediente alle Klischees. Und zwar nicht zu knapp. „Visionen schaffen Fakten“, sagte Daum, er und Heribert Bruchhagen lägen auf einer Linie, beide hätten sehr viele Visionen. Der Genannte saß bei der Pressekonferenz derweil neben dem Motivator, und man hatte oft den Eindruck, er könne sich das Lachen gerade so verkneifen. „Nichtabstieg“ heißt von nun an „Klassenerhalt“. Die negative Denke ist verboten. Zumindest innerhalb der Mannschaft und des Trainerteams. Und das Umfeld hat er vorläufig auch im Sack, der Messias aus Köln.



Der Getriebene

Foto: Stefan Krieger
Jetzt erst einmal ganz ruhig durchatmen. Christoph Daum hat einen Vertrag bei Eintracht Frankfurt bis zum Ende dieser Spielzeit. Also genau bis zum 30.06.2011. „Wir haben eine Vereinbarung getroffen, die bis zum 30. Juni gilt, und beide Seiten haben die Absicht, darüber hinaus auch zusammen zu arbeiten. Aber wir wollen erst einmal bis zum 30. Juni miteinander arbeiten, um zu sehen, ob eine weitere Zusammenarbeit sinnvoll ist“, sagte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen gestern bei Bekanntgabe von Michael Skibbes Entlassung. Die Vorgabe an Daum ist also ganz klar: Der zuletzt leblosen Mannschaft wieder Selbstbewusstsein geben und Eintracht Frankfurt vor dem Abstieg zu bewahren. Es geht darum, wie der scheidende Trainer Michael Skibbe ganz richtig sagte, „einen neuen Impuls zu setzen und die Mannschaft in der Liga zu halten“. Der letzte Pfeil des Heribert Bruchhagen wurde also gestern aus dem Köcher geholt und verschossen.