Foto: Stefan Krieger Mit schöner Verlässlichkeit macht Eintracht Frankfurt dass, was man von Eintracht Frankfurt erwartet. So auch gestern, beim letzten Spiel dieses Jahres in Hamburg.
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Foto: Stefan Krieger Das letzte Pflichtspiel für Eintracht Frankfurt in diesem ereignisreichen Jahr 2011. Was mit dem siebten Tabellenplatz in der ersten Liga und einer — damals noch als Betriebsunfall gewerteten — 0:3 Heimpleite gegen Hannover 96 begann, endet heute am Abend in den Niederungen der Zweitklassigkeit bei Flutlicht und nasskalten Temperaturen am Millerntor zu St. Pauli
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Heimpremiere vor 17.000 Zuschauern. Oder 19.000. Was spielt das schon für eine Rolle? Jedenfalls geht es gegen den Gegner, gegen den auch der letzte Heimsieg errungen werden konnte. Gerne erinnert sich der Fan an die Rückrunde der letzten Saison, damals noch im ungeliebten Oberhaus, als der sympathische Kiezklub (das hätte ich untergebracht) von den stolzen Adlerträgern (auch verwurstelt) mit einem 2:1 Kantersieg aus dem Waldstadion kombiniert wurde. Was die Entlassung von Michael Skibbe zur Folge hatte — allerdings nicht die Ursache war, wie das geschulte Hirn weiß. Die Eintracht, erfolgreich aber nicht gut in die Saison gestartet, wird wohl auf die in der vergangenen Woche leicht angeschlagenen Spieler Meier und Hoffer zurückgreifen können. Fiebrig erkältet hingegen war gestern noch Θεοφάνης Γκέκας, dem es sicher heute aber wieder besser gehen wird. Alles spricht also dafür, dass der Durchmarsch auch am heutigen Montag nicht enden wird. Die bisherige Eintracht-Bilanz nach insgesamt 17 Begegnungen gegen St. Pauli spricht mit sieben Siegen, sechs Unentschieden und nur vier Niederlagen für die Hessen. Dem FC St. Pauli hingegen ist es bislang noch nie gelungen in Frankfurt einen Sieg einzufahren. Widmen wir uns also, da dieses Thema abgehakt ist, den wichtigen Dingen des Abends.
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Und so wollen wir uns nach all den Irrungen und Wirungen des gestrigen Tages um das nächste Spiel kümmern. Um das gegen den FC St. Pauli, jenen per Gesetz so ganz anderen, weil unglaublich alternativen Kommerzclub aus dem hohen Norden des Unterhauses. Aber eigentlich widmen wir uns nicht dem Spiel an sich, denn das findet ja erst am Montag statt, sondern vielmehr der Frage, wer beim zukünftigen Zweitligameister eigentlich so in der schwächelnden Innenverteidigung auflaufen wird.
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Heute, Am Pfingstmontag, der letzte Teil unserer kleinen Einstimmung auf das Unterhaus. Siebzehn Gegner haben wir bereist, große Namen waren dabei, exotische Orte und neue Stadien. Aue! Bornheim! Paderborn! Ingolstadt! Da nickt der Kenner voller Bewunderung mit dem Zweitligaköpfchen, da kommt Vorfreude auf.
“Jason” schreibt aus dem Urlaub(!) mit dem iDing(!) ein paar Sätze zu St. Pauli, dem Verein, den man eigentlich nicht vorstellen muss, denn den kennen wir ja noch aus der vergangenen Saison. Weggehauen haben wir die, aber sowas von, und das gleich doppelt. Zur Strafe überlassen sie uns jetzt ihre Kicker für die Mission Wiederaufstieg. Perfide. Danke, Jason, danke allen Gastschreibern, frohe Pfingsten und einen entspannten Sommer allerseits.
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Beim Weg zurück zum Auto, durch die abreisenden 50.000 Zuschauer hindurch nach dem Spiel, das Eintracht Frankfurt, irgendwie, wie auch immer, am Ende mit 2:1 Toren gewonnen hatte, schnappte ich eine kleine Analyse des in den vergangenen 90 Minuten gesehenen auf: “Das war kein Fußballspiel. Das waren die Qualifikationswettkämpfe zu den Paralympics”. Womit man nicht allen wirklich gerecht geworden ist. Das, was Eintracht Frankfurt und der FC St. Pauli da gestern geboten haben, war einfach kein Fußballspiel. Und der Sieg ist für Eintracht Frankfurt viel weniger wert, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Drei Punkte, aber keine Befreiung. Im Gegenteil.
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Die Großdemo fand dann doch nicht statt. Kaum mehr Zuschauer als üblich hatten sich zum gestrigen Abschlusstraining des Abstiegskandidaten Eintracht Frankfurt am Übungsplatz vor dem Stadion eingefunden um der Mannschaft zu zeigen, worum es heute geht. Zwei Banner waren angebracht worden, ansonsten war es ruhig wie immer. Ein Fernsehteam des Hessischen Rundfunks versuchte ein paar Statements der Kiebitze einzuholen, aber die investigative Eingangsfrage “Was glauben Sie wie das Spiel morgen ausgeht?” wurde von den Meisten mit einer wegwerfenden Handbewegung bedacht. Schockstarre über Frankfurt. Wirklich? Ach was. Natürlich waren Mannschaft und Trainer mit Eifer bei der Sache, wie könnte es anders sein, schließlich weiß ein jeder dass es heute nicht um Hosenknöpfe geht.
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Kult gegen langweilige Tradition. “Wir machen alles ganz anders” gegen “wir lassen uns nicht treiben”. “Hells Bells” gegen den Polizeichor mit “Im Herzen von Europa”. Herrschaften: Keine Frage, für wen bei einem solchen Spiel das Herz schlägt. Matchday.
… einen wunderbaren Beitrag geschrieben, in dem die Frage gestellt wurde, was eigentlich Ricardo Clark so treibt, immerhin war der am Mittwoch nicht mal im Kader, und das bei dem Engpass im defensiven Mittelfeld, trotz eines Benjamin Köhler, aber der könne sich ja auch mal den Schnupfen holen, schrieb ich, und hob anschließend warnend die rechte Augenbraue, so rein virtuell, St. Pauli, stieß ich in die Tasten, gefährlich!, merkte ich schriftlich an, denn längst nicht so heimschwach wie es auf den ersten Blick erscheint, weil das war kein Fallobst, das bisher am Millerntor beim KommerzKultKlub gastierte, da sei es nicht schlecht, dass Chris wohl wieder dabei sein könne, seufzte ich erleichtert über die Tastatur auf den Bildschirm, und es gäbe keinen Schönheitspreis zu gewinnen in der Nachbarschaft des Kiezes, one-touch und all den Kokolores könne man sich da von der Backe schminken, und gleichzeitig unkte ich so vor mich hin, dass dies wohl der falsche Gegner im Augenblick für die Eintracht sei, ich phantasierte mir dann die Mannschaft zurecht, die Trainer Skibbe wohl aufstellen würde, die sich aber fast von selbst stellt, wenn Chris zurückkehrt, also Nikolov - Jung - Franz - Russ - Tsavellas - Schwegler - Chris - Ochs - Altintop - Köhler und Gekas, Caio raus, Chris rein sozusagen aber halt nicht 1:1 sondern mit Verschiebung von Köhler und Altintop, all das hatte ich wohl formuliert hier rein geschrieben, als ich die falsche Taste drückte und alles weg war.
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