Heimspiel Riera will Flexibilität

Foto: IMAGO / HMB-Media
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Unter Albert Riera weht bei Eintracht Frankfurt ein anderer Wind. Der Motivator will ein Bessermacher sein. Die Spieler folgen dem Spanier und sind offen für Veränderungen.

Wenn Albert Riera über seine Mannschaft und einzelne Spieler spricht, gerät er ins Schwärmen. Der spanische Trainer von Eintracht Frankfurt hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle und alles zu verbessern. „Wenn ich die Spieler verbessere, verbessere ich auch das Team. Dann kommen auch die Punkte“, sagte der 43-Jährige vor der Bundesligapartie am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen den SC Freiburg.

Dafür setzt er auf Flexibilität, die er auch von seinen Spielern einfordert. So tauchten zuletzt unter anderem Nationalspieler Nathaniel Brown, Ritsu Doan und Mahmoud Dahoud auf völlig anderen Positionen als gewohnt auf. Auch sein Spielsystem ändert Riera gern. Ob gegen den SC hinten eine Dreier- oder Viererkette spielt und vorn zwei oder drei Stürmer auflaufen, ließ er offen. Ihm gehe es um Flexibilität, denn so habe es der Gegner schwerer, sagte Riera.

Riera: „Starten neue Liebe“

Seine Spieler würden ihm bei seinen Ideen folgen. Darüber freue er sich. „Sie sind wirklich offen dafür. Ich merke ihre wachsende Flexibilität“, sagte er. Nur so könne man ein neues Level erreichen. Und einige seiner Spieler wüssten noch gar nicht, wozu sie fähig seien. „Ich liebe es einfach, wenn Spieler auf mehreren Positionen spielen können. Und es ist meine Verantwortung, sie besser zu machen“, betonte der frühere Profi.

Der Spanier will mit der Eintracht eine neue Ära prägen und die Fans auf diesem Weg mitnehmen. „Wir starten eine neue Liebe zusammen. Wir wollen etwas Schönes gemeinsam mit den Fans kreieren. Ich möchte, dass alle stolz sind“, sagte der Eintracht-Coach.

Robin Koch zurück in Startelf

Dabei machte er deutlich, dass ihm Siege und Punkte schon wichtig seien. Aber auch auf die Art und Weise legt er großen Wert. „Am Ende ist es der Weg, wie wir das machen, worauf jeder in und um den Verein stolz sein soll. So können sich die Leute mit uns identifizieren“, betonte der 43-Jährige, der wieder auf den genesenen Robin Koch in der Abwehrkette setzen kann.

Ein Erfolg gegen den Tabellennachbarn, der nur zwei Punkte vor den Hessen auf Rang sieben rangiert, würde im Kampf um einen internationalen Startplatz helfen. „Aber welche Punkte sind denn nicht wichtig? Alle sind wichtig“, will Riera dieser Begegnung keinen besonderen Status verleihen. „Es ist kein Endspiel, weil die Saison noch so lang geht. Es ist noch so viel möglich“, sagte auch Nathaniel Brown im Podcast „Aufstehen mit der Eintracht“.

Dennoch ist es für den 22 Jahre alten Linksfuß „ein wichtiges Spiel gegen einen direkten Konkurrenten“. Es mache aber keinen Sinn, jetzt zu den anderen zu schauen. „Aber zu Hause wollen wir den Fans noch einen Tick mehr zurückgeben. Es ist unser Stadion und da darf keiner gewinnen“, sagte er. Daher sei es wichtig, das eigene Spiel durchzudrücken. „Freiburg hat Qualitäten, aber wenn wir selbst einen guten Tag haben, sind wir zu Hause schwer zu schlagen“, betonte er.

Ein alter Bekannter kehrt zurück

Beim Gegner kommt unterdessen der ehemalige Eintracht-Spieler Igor Matanovic, der seine Profikarriere beim FC St. Pauli in der zweiten Liga begann und zwischenzeitlich eine Saison für den Karlsruher SC spielte, immer besser in Fahrt. Mit seinen Toren und seiner Vorlage trug er im neuen Jahr fünfmal entscheidend zu einem knappen Sieg und einmal zu einem Unentschieden nach Rückstand bei. Zuletzt traf er beim 2:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach zum vorentscheidenden 2:0. „Wenn man als Stürmer im Flow ist, klappen manche Dinge von allein“, sagte der 1,95 Meter große Profi.

In Frankfurt konnte sich Matanovic nicht durchsetzen

Das steigert auch seine Vorfreude auf die Partie in Frankfurt, wo er in der vergangenen Saison nur auf zwei Startelfeinsätze und einen Treffer kam – und daher nach Freiburg ging. Für den auf Rang sieben stehenden Sport-Club geht es am Main darum, gegen einen direkten Rivalen im Kampf um die Europapokalplätze zu punkten.

„Das wird ein sehr spannendes Spiel, für mich auch ein besonderes Spiel“, sagte der Angreifer. „Ich freue mich sehr, weil ich dort noch viele Jungs kenne. Aber da wird es 90 Minuten keine Freunde geben.“ (Susan Dobias, Daniela Frahm und Matthias Jung, dpa)

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54 Kommentare
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  1. Sieg oder Blut am Schuh. Guten Morgen aus Thailand. Ich setze auf eure kompetenten Kommentare.

  2. Diva Capricieuse

    Sawadee ka, Heimsief-Wochenende.

  3. Einen Trainer, der Spieler bessermachen will, hatten wir noch nicht. Und dann sollen sie noch auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden und das mit unterschiedlichen Ketten. Teufelswerk.

  4. Nele Brown ist ja noch jung. Finde aber, dass sich im nicht gelesenen Eingangsbeitrag ein „22 Jahre alter Linksfuß“ irgendwie müffelnd und alt anhört.

  5. Hier wird in den nicht gelesenen Eingangsbeiträgen adressengerecht berichtet
    Bursche und Jungspund nur im Mutterschiff

  6. ZITAT:
    „Einen Trainer, der Spieler bessermachen will, hatten wir noch nicht. Und dann sollen sie noch auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden und das mit unterschiedlichen Ketten. Teufelswerk.“

    Man wird ihn an seinen Versprechungen messen.
    Immerhin waren die Auftritte gegen Gladbach und in München schon mal ok. Es kann ja gut gehen mit ihm.

  7. Der FCK gerät wegen einer kompletten Fehlentscheidung – Foul war keins, und wenn wäre es im Strafraum gewesen – in Rückstand, der VAR hält mal wieder das Maul. Dann beschwert sich Lieberknecht und bekommt rot. Nachdem schon gestern das Spiel der Lilien komplett vom Schiedsrichter entscheiden wurde, wann sieht man endlich ein, dass die Schiedsrichter in Deutschland massivste Qualitätsprobleme haben?

  8. Seit wann darf sich der VAR bei Freistoßentscheidungen einmischen?

  9. ZITAT:
    „Seit wann darf sich der VAR bei Freistoßentscheidungen einmischen?“

    ER hätte überprüfen müssen, ob es sich um einen Elfmeter handelt und dann wäre klar geworden, dass es ein regulärer Zweikampf im Strafraum war.

  10. Und wenn der VAR keinen Elfer gesehen hat? Was hätte er da korrigieren sollen? Du schreibst ja selbst, dass du kein Foul erkannt hast.
    Also ging es einzig um die Freistoßentscheidung.

  11. ZITAT:
    “ Nachdem schon gestern das Spiel der Lilien komplett vom Schiedsrichter entscheiden wurde, wann sieht man endlich ein, dass die Schiedsrichter in Deutschland massivste Qualitätsprobleme haben?“

    Dieses Qualitätsproblem ist durch den VAR letztlich nur transparenter geworden. Die Schiedsrichter sind nach und nach immer überforderter.

  12. MOK, fottgejaacht!

  13. Musste gerade erstmal schauen wohin, es ihn schlussendlich gejagt hat…

  14. Dort spielt auch Hrovjes Zwillingsbruder Ivan – heute nur auf der Bank.

  15. Was vergibt Bremen da für Chancen.

    Wenn sich das mal nicht rächt.

  16. Was für ein geknorze bei den 4 Spielen. Grauer Star Potential.

  17. Rasender Falkenmayer

    ZITAT:
    „Musste gerade erstmal schauen wohin, es ihn schlussendlich gejagt hat…“

    Immerhin 1. Italienliga anscheinend.

  18. Rasender Falkenmayer

    Morgen die Aufholjagd-Serie starten. Ziel CL!

  19. Drei mickrige Törchen bisher in den vier Nachmittagsspielen. Vielleicht fallen ja noch ein paar.

  20. lass morgen mal Stuttgart verlieren – dann wäre es nicht unmöglich 😂 – Bedingung ist natürlich, dass die Eintracht (immer) gewinnt

  21. Boah, sind die alle schlecht. :)

  22. Grade mal nach Gladbach geschaltet. Da vergeben die ein Riesenchance.

    Da liegt am ehesten ein Tor in der Luft, bei xGoals von 2,2 : 0,1. Habe unentschieden getippt. Gladbach macht noch eins.

  23. Und jetzt kriegen sie den 11er geschenkt.

  24. War nix mit dem Tipp.

  25. schade – trotzdem Respekt für Mainz

  26. Bei einem Dreier morgen sind es nur noch sechs Punkte bis Leverkusen.

  27. Auf dem Silbertablett.

  28. ZITAT:
    „Bei einem Dreier morgen sind es nur noch sechs Punkte bis Leverkusen.“

    Mal das Nachholspiel beim HSV am Mittwoch abwarten.

  29. Der HSV ist schon stark daheim.

  30. @33
    Morgen gegen Leipzig, am Mittwoch gegen Kusen. Die sechs Punkte würde ich dem HSV gönnen, auch wenn dann die mit dem Rückspiegel wahrscheinlich wieder Schnappatmung bekommen.

  31. # 34
    Sowasvon +1

  32. Wolfsburg und Heidenheim als direkte Absteiger? Gefällt.

  33. Hugo 2 heute mit einem Tor uns zwei Vorlagen…

  34. @38
    Wurde mal wieder Zeit: „Toptorjäger Ekitiké, der in sieben seiner acht vorangegangenen Ligaspiele nicht eingenetzt hatte, …“ (kicker.de)

  35. ZITAT:
    „Bei einem Dreier morgen sind es nur noch sechs Punkte bis Leverkusen.“

    Sozusagen ein doppeltes 6 Punkte Spiel.

  36. Ist dann wohl rot

  37. Schlotterbeck, der Metzger.

  38. Alles Vollblinde da beim DFB.

  39. Kann man machen, so bleibt das Spiel wenigstens spannend.

  40. Glück gehabt.

    Was labert der Matthäus da wieder.

    Er soll sich mal an seine eigenen,brutalen Fouls erinnern, der Honk.

  41. „Bruda, schlag den Ball lang“ – Finale Hihi!

  42. Der, der wo auch nicht mehr auf dem Platz hätte stehen können.

  43. Wie Alber sagt, Standards können wichtig sein …

  44. ZITAT:
    „“Bruda, schlag den Ball lang“ – Finale Hihi!“

    Da musste ich auch lachen.

  45. Mist. Den BVB wollten wir doch noch überholen.

  46. Bevor ich den Bensebaini reinlasse, würde ich auch lieber selber weiterkicken.

  47. ZITAT:
    „Den BVB wollten wir doch noch überholen.“

    Du fantasierst. ;)

  48. Tja, Adeyemi, wer zu oft zu leicht fällt bekommt dann auch berechtigte Freistöße nicht.

 

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