Duell in Mainz SGE braucht den Sieg

Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie
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Im Kampf um einen internationalen Startplatz benötigt Eintracht Frankfurt im Gastspiel bei Mainz 05 dringend drei Punkte. Für einen Spieler ist es eine ganz besondere Partie.

Eine Startplatz-Garantie hat Jonathan Burkardt bei seiner erstmaligen Rückkehr an die alte Wirkungsstätte von Albert Riera nicht erhalten. „Ich werde nicht sagen, ob er spielt oder nicht“, verkündete der Trainer von Eintracht Frankfurt vor dem Rhein-Main-Derby beim FSV Mainz 05 am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) ganz salopp.

14 Jahre lang trug Burkardt das Trikot der Mainzer, ehe er im Sommer 2025 in die Mainmetropole wechselte. Nun kommt es zum Wiedersehen mit dem Club, in dem Burkardt fast sein ganzes Fußballer-Leben verbracht hat. Doch Sentimentalitäten haben bei Riera im knallharten Business Bundesliga keinen Platz.

Für Riera zählen keine persönlichen Befindlichkeiten

„Der Name ist egal, der Pass ist egal, das Alter ist egal. Es ist egal, ob du der Schönste im Team bist und die Frauen es mögen, wenn du spielst. All das kümmert mich nicht. Mich interessiert nur, welche Spielerpersönlichkeiten wir in Mainz brauchen“, sagte der Spanier.

Ob Burkardt erste Wahl sein wird, ließ er offen. Genauso wie seine Taktik. Immerhin schloss Riera nicht aus, möglicherweise erstmals in dieser Saison auf eine Doppelspitze zu setzen. „Das ist eine Option. Wir sind bereit dafür“, sagte der 43-Jährige. Klar ist: Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Rasmus Kristensen und Torwart Kaua Santos stehen nicht zur Verfügung.

Den Mainzern wäre es recht, sollte Burkardt wie zuletzt gegen den 1. FC Heidenheim nur auf der Bank sitzen. „Jonny braucht nicht viele Möglichkeiten. Er ist sehr effizient, ein Spieler mit technischen Fähigkeiten, der einen Riecher hat“, sagte 05-Trainer Urs Fischer über den 25 Jahre alten Stürmer.

Eintracht braucht einen Sieg

Egal, für wen sich Riera entscheidet, für den Eintracht-Coach zählt nur eines: „Wir wollen mehr Tore schießen als wir bekommen.“ Schließlich benötigen die Frankfurter im Kampf um einen internationalen Startplatz jeden Punkt. Als Tabellensiebter beträgt der Rückstand der Hessen auf Rang sechs, der definitiv für Europa reicht, sieben Zähler.

„Wir haben ein Punktedefizit, an dem wir weiter arbeiten. Aber wir können nicht fliegen, sondern müssen mit den Füßen auf dem Boden bleiben und wissen, dass wir nicht perfekt sind. Wir brauchen jetzt vor allem Ruhe und Stabilität“, sagte Riera.

Vor dem Spiel

Situation: Mainz hat nach dem Sieg in Bremen und dem Viertelfinaleinzug in der Conference League viel Rückenwind für den Abstiegskampf. Frankfurt hat sich vor allem defensiv stabilisiert, offensiv unter Neu-Trainer Riera aber noch nicht überzeugt.

Statistik: Die Bilanz ist recht ausgeglichen mit leichtem Vorteil für die Eintracht. Der bislang letzte Mainzer Heimsieg gelang im Dezember 2019, die Eintracht holte vor fünf Jahren den letzten Dreier in Mainz.

Personal: Aufgrund der Doppelbelastung könnte Mainz-Coach Fischer rotieren. Der in der Conference League nicht spielberechtigte Becker wird in die Startelf zurückkehren. Bei der Eintracht sind Uzun und Ebnoutalib wohl wieder im Kader. Für den gesperrten Koch könnte Skhiri spielen.

Besonderes: Nationalspieler Jonathan Burkardt kehrt erstmals seit seinem Wechsel zur Eintracht an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der Stürmer spielte zuvor elf Jahre bei den Mainzern. (dpa)

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21 Kommentare
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  1. „War das eine Retourkutsche? Will er der Journaille empfehlen, was sie zu schreiben haben oder habe ich da was falsch verstanden?“

    Du meinst den Verfasser der Zeilen?“

    Nein, ich meine schon Riera, der noch vor den Fragen das Anliegen hatte, ein paar Sätze zu sagen.

  2. „Schon in den vergangenen Tagen waren Spekulationen aufgekommen, weil Wahi, der Wurzeln in der Elfenbeinküste hat, den ivorischen Pass beantragt hatte. Nun ging alles ganz schnell. Nationaltrainer Emerse Faé nominierte den Angreifer für die beiden anstehenden Länderspiele gegen Südkorea (28. März) und Schottland (31. März). Zuvor war Wahi dreizehnmal für die U21 der Franzosen aufgelaufen.“

    (dur)
    https://www.fr.de/eintracht-fr.....27416.html

  3. Schön reden, kann er ja, der Riera. Bin gespannt, ob er auch schön spielen lassen kann.

  4. ZITAT:
    „Nein, ich meine schon Riera, der noch vor den Fragen das Anliegen hatte, ein paar Sätze zu sagen.“

    Danke.
    Müsste ich mir eigentlich anschauen, denn die hauseigenen Zusammenfassungen sind für mein Empfinden hier und da etwas frei bzw. verkürzt.
    Hab dazu aber keine Lust und ich glaub nicht so ganz, dass er sich den Stoff der Fachexperten so oft gibt.
    Eher schaut er dann hier rein ;-)

  5. Wer würfelt diese Marktwerte eigentlich aus? Und nach welchen Kriterien?

    Ebnoutablig gewinnt 2 Millionen uns ist jetzt vermeintlich 8 statt 6 Millionen wert. Warum? Weil er in seinem ersten Spiel gegen Dortmund gleich ein Tor gemacht hat? Sein einziges Tor? Und der Innenbandanriss im Knie, der spielt genau wie in den Marktwert rein?

    Kosugi gewinnt sogar 50% an Marktwert hinzu und steigt von 4 auf 6 Millionen. Mit welcher Begründung? Weil er es immerhin 7x in den Kader geschafft hat, allerdings ohne jegliche Spielminute?

    Und Jupp, für den die Eintracht 250.000 bezahlt hat, wird mit einem alten MW von 2 Mio. gelistet. Hm, okay. Demnach hat Hoffenheim ihn für ca. 15% seines eigentlich MW gehen lassen?

    Diese Marktwerte sind quasi frei erfunden und erhalten nur dadurch Bedeutung, dass sie von den Medien gehypt werden.

  6. „Wer würfelt diese Marktwerte eigentlich aus?“
    Schwarmintelligenz

    „Und nach welchen Kriterien?“
    https://www.transfermarkt.de/m.....d_id/26444

    „Diese Marktwerte sind quasi frei erfunden und erhalten nur dadurch Bedeutung, dass sie von den Medien gehypt werden.“
    War ja schon häufiger Thema.

  7. „Demnach hat Hoffenheim ihn für ca. 15% seines eigentlich MW gehen lassen?“

    Der Vertrag lief zum Ende der Saison aus und eigentlich war ein ablösefreier Wechsel angedacht. Wir waren aber knapp mit Stürmern und Hoffenheim hat so noch eine kleine Aufwandsentschädigung mitgenommen.

  8. „Müsste ich mir eigentlich anschauen, denn die hauseigenen Zusammenfassungen sind für mein Empfinden hier und da etwas frei bzw. verkürzt.“

    „Vor dem fälligen Nachbarschaftsduell beim FSV Mainz 05 war es dem Frankfurter Fußballlehrer Albert Riera ein Anliegen, ein erstes Resümee seiner fast sechswöchigen Amtszeit zu ziehen. Dafür beanspruchte der Eintracht-Trainer in seinem Eingangsstatement auf der Pressekonferenz ganze sechs Minuten Redezeit für sich. Und irgendwie wurde man während des eindringlichen Monologs das Gefühl nicht los, der Spanier sieht sein Wirken im Zusammenspiel mit der Mannschaft nicht ausreichend gewürdigt.“

    (dur)
    https://www.fr.de/eintracht-fr.....28043.html

  9. Alleinunterhalter hey, hey

    Muss mal wieder runterkommen. afk

  10. ich hab ja zugegebenermaßen keine große Ahnung vom Fußball.

    Aber was könnten denn tatsächlich gute Argumente sein, Jonny B. am Sonntag nicht in die Startelf zu befördern?
    Nicht weil er Mainzer war, oder die Schwächen (und Stärken) seiner alten Kumpels gut kennt … nein, einfach weil er einer der besten Stürmer im Eintracht-Kader ist.

    Ihn in der „Hinterhand zu halten“ wäre doch verschenkt. In der Hinterhand haben wir am Sonntag Ebnoutalib.
    Ich hätte eine gewisse Sympathie Bahoya rauszunehmen und Larsson und Hoylund zu tauschen, also so

    Kalimuendo – Burkard – Doan
    Götze – Larsson
    Hoylund
    Brown – Amenda – Shkiri – Collins
    Zetterer

    Bank: Grahl, Ebnoutalib, Uzun, Dahoud, Theate, Doumbia, Bahoya, Chaibi

  11. Wie schon gesagt glaube ich nicht, dass Theate morgen schon wieder im Kader steht nachdem er erst am Wochenbeginn wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist.

  12. Mir scheint, dass es zumindest die Journalisten nicht als Retourkutsche aufgenommen haben.

    https://www.kicker.de/rieras-e.....56/artikel

  13. Ob sie andererseits wirklich noch mal Bayer Leverkusen auf Rang sechs attackieren können? fragt Ingo Durstewitz.
    Ich spekuliere weiterhin auf Leipzig nach diesem Spieltag. Setzt voraus, dass die heute nicht gewinnen, wir einen Lauf starten und am 30. Spieltag zu Hause einen Sieg gegen die einfahren.

  14. Philadelphia Eagle

    Ist zwar nur ein El Plastico, aber heute soll ruhig mal Hoffenheim gewinnen.

    Leipzig ist punktemäßig näher, und im besten Fall könnten wir auf 6 Punkte aufschließen.

  15. Rasender Falkenmayer

    ZITAT:
    „„Wer würfelt diese Marktwerte eigentlich aus?““

    Wer von der Eintracht aus einer unteren Liga gekauft wird, wird allein dadurch wertvoller.
    Hängt von dir ein Bild im Museum wird dein nächstes auch teurer.

  16. Was bei „wir sind keine Mannschaft voller Maradonas“ etwas vergessen wird, ist, dass mit Heidenheim der abgeschlagene Tabellenletzte und die Schiessbude der Liga nach Frankfurt kam, gegen welche es die Eintracht in der gesamten ersten Hälfte nur zu einem kaum messbaren XGoals-Wert brachte. Und das, nachdem die Mannschaft in der Woche vorher schon beim Tabellen-16. kaum Offensivakzente setzen konnte.

    Das ist doch ein alter Trick, gegen eine Erwartungshaltung zu argumentieren, die es so überhaupt nicht gibt. Ich finde Riera „seltsam“ und kann/hab mich an ihn noch nicht gewöhnt. Kann ein Genie sein, kann aber auch nur ein Blender sein.

  17. Rasender Falkenmayer

    Keule Ami Schiri Nene
    Hugo Heuli Chaibi
    Uzi
    Johnny Kali

  18. Rasender Falkenmayer

    ZITAT:
    „„Müsste ich mir eigentlich anschauen, denn die hauseigenen Zusammenfassungen sind für mein Empfinden hier und da etwas frei bzw. verkürzt.““

    Da wird eh viel zu viel reininterveniert.

  19. Ich empfand es so, als wollte er die ausufernden Erwartungen wieder ein bisschen Erden und noch mal vor Augen führen, wo wir herkamen. Wir waren die defensive Trümmertruppe Europas. Und defensive Stabilität scheint ihm zur Zeit am wichtigsten. Auf die Frage nach dem Spiel mit zwei Stürmern führte er aus, dass mann dann einen weniger zum Verteidigen habe.
    Offensivspektakel dürfen wir demnach nicht so schnell erwarten. Auch für das Mainzspiel ist zunächst mal Abnutzungskampf zu erwarten, in der Hoffnung, Mainz möge wegen Doppelbelastung ab der 70. Minute müde werden.

 

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