Eintracht Frankfurt Krise in der Mitte

Vor zwei Wochen noch gelobt, nach der Cottbus-Partie das Sorgenkind: Die Innenverteidigung von Eintracht Frankfurt. Schade eigentlich. Durch den vielversprechenden Saisonstart des Eigengewächses Marco Russ und die gewohnte Zuverlässigkeit von Kyrgiakos war man wirklich der Meinung, es gäbe eine Baustelle weniger im Mannschaftsgefüge des hessischen Bundesligisten. Doch dann kamen die drei Spiele mit Gegnern auf Augenhöhe, die Chance, sich für eine gewisse Zeit in Regionen aufzuhalten wo es sich unaufgeregt leben lässt, und beide Innenverteidiger schwächeln. Zwei Punkte nur aus drei Spielen – nicht schuldlos an dieser mageren Ausbeute die beiden Herren in der Mitte.

Nicht nur Marco Russ schwächelt. Dem Jungen aus Hanau kann man auf Grund seiner relativen Unerfahrenheit solche Fehler wie die gegen Cottbus noch nachsehen. Kein Problem, dann gibt’s halt mal eine Verschnaufpause, und dann geht’s weiter. Nicht schön, aber fast normal.

Doch was ist eigentlich mit Sotos los? Seltsam blutleer wirkt er, der Haudegen aus Griechenland. Sie sind noch da, die großen Gesten, aber leider nicht viel mehr. Das Spiel am Boden war seine Stärke nie, Kopfbälle in der Defensive gewinnt er noch immer, aber irgendwie wirkt er abwesend. Fast automatisiert das den Kopf tätscheln des Gegners, wenn er ihn mal wieder über den Haufen gerannt hat. Man würde sich über einen Kyrgiakos freuen, der grimmig schaut, der Angst und Schrecken bei Gegnern und Mitspielern erzeugt. Vorbei scheint die Zeit, als sein purer Wille den Ball in die Maschen jagte, als die Standards der Eintracht nicht zuletzt durch ihn zum Gespräch der Liga wurden. Ist unser Grieche mit dem Kopf schon beim nächsten Verein?

Gegen Leverkusen wird die Abwehr von Eintracht Frankfurt gefordert sein. Gefordert durch wieselflinke Stürmer und Vorbereiter, die ihr Spiel nicht über sinnlose hohe Bälle in den Frankfurter Strafraum definieren. Wer der Meinung ist, die Eintracht täte sich gegen einen vermutlich nicht defensiv stehenden Gegner wie Leverkusen „leichter“, der wird sich irren. Der hat auch nicht erkannt, dass man schon gegen Cottbus und Karlsruhe in Rückstand geriet, als der Gegner eben nicht hinten drin stand.

Kann man in einem Spiel wie dem am Sonntag das Risiko gehen und die unbekannte Karte Galindo spielen? Diese Frage wird nur der Trainer beantworten können. Das ist das Problem einer Mannschaft, die immer auf des Messers Schneide balanciert, die niemals einen beruhigenden Vorsprung heraus holt: Experimente kann man sich nicht leisten.

Allerdings hätte man auch keinen vierten Innenverteidiger verpflichten müssen, wenn man der Meinung ist, er würde den Anforderungen nicht genügen.

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125 Kommentare
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  1. gegen wen soll man denn bitte die „unbekannte karte galindo“ ziehen, wenn nicht gegen leverkusen?

    es gibt keine gegner mehr, bei denen man das risiko eingehen könnte. bester aufsteiger oder nicht, selbst der ksc hat uns gezeigt, wo die spielerlischen (und m.e. auch kämpferischen) grenzen unserer adlerträger liegen.

    the miexican ins kalte wasser schmeissen. nur so lernt man schwimmen (oder kriegt einen kreislaufzusammenbruch und outet sich als warmwasserschwimmer^^…).

  2. Tja… gute Frage. Man müsste mal ein Spiel mit drei Toren Vorsprung zur Halbzeit führen. Und dann Unbekannte in Sturm und/oder Abwehr bringen. So wie sich das die Bayern leisten können.

    Man „müsste“ halt mal …

  3. Seh ich genauso, bei Soto hab ich nach dem zuletzt gesehenen ein mulmiges Gefühl, dafür fand P.Ochs gestern die 2 HZ. gg. Cottbus stark????, will eine lange Zeit bei uns bleiben( ausser Bayern macht ein Angebot), trägt die Politik der kleinen Schritte Richtung Römerbalkon schon im Herzen, der gute Jung‘

  4. Ich „müsste“ auch mal…Bin gleich wieder da!

  5. Vielleicht braucht ja unsere als sooo solide erachtete Innenverteidigung mal ein Pause. Eine Erholungs-, aber auch Denkpause.
    Vor allem Kyrgiakos wirkte in den letzten Partien ungeheuer unkonzentriert, beinahe überheblich, seltsam desinteressiert. Aber auch bei Russ werde ich das Gefühl net los, dass ihm das Lob etwas zu Kopf gestiegen ist.

    Gegen Leverkusen sollte FF der „unbekannten Karte“ ;-) Galindo eine Chance geben, von dem es ja immer hieß, dass er einen guten Ball spielen kann. Also kann das Risiko gar net so riesig sein.
    Eventuell wäre es ein guter Zug, auf eine Dreierkette mit offensiven Außenbahnspielern umstellen. So würde Medi seine ‚gelernte‘ Position spielen.
    Falls aber Bayer mit Stefan Kießling im Angriff antritt (Gekas soll sich verletzt haben,) wäre ein Soto in Topform natürlich Gold wert.
    Aber nur in Topform.

    Sportliche Grüße!
    Blue99

  6. Ich erinnere mich mit Schrecken an unsere „Aufbauhile Kießling“, letzte Saison in Leverkusen. Da war der Sotos nicht ganz unbeteiligt dran.

  7. In der FR steht heut:
    „Eine positive Erkenntnis hielt der schwarze Sonntag dennoch bereit: Früher hätte die Eintracht ein Spiel wie jenes in Cottbus wohl noch verloren. Nun holte sie zum zweiten Mal ein 0:2 auf – auch gegen den HSV hatte sie nach dem Ausgleich zurückgeschlagen.“

    Ich kann diesen Mist nicht mehr hoeren. Letzte Saison war letzte Saison. Der Ausgleich in Cottbus ist nicht ernsthaft auf gestiegen Qualitaet zu folgern sonder auf Dusel und einen Mitspielenden Piplica! Immer das kaschieren. SCHLECHT bleibt SCHLECHT Punkt. Die letzten 3 Spiele waren planlos, nur gegen den HSV hat man etwas wie Spielfreude aufblitzen sehen. Ab und zu kommt das mal durch, was fuer mich bedeutet dass die Jungs es doch eigentlich koennen, aber weit unter ihren Moeglichkeiten spielen. Da hilft nur ueben ueben ueben. Warum weiss beim KSC jeder wo er hinzulaufen hat und bei uns bewegt sich nur der Spieler mit Ball und alle anderen stehen herum? Warum funktioniert das Umschalten von Defensive auf Offensive nicht? Warum rueckt nie einer nach bei Kontern? Warum werden bei Konter so sch… Paesse gespielt, dass der Schwung gleich draussen ist und die gegnerische Abwehr schon wieder steht? Vielleicht sollte man mal Steffie Jones fragen, die ist doch immer wieder beim Training. Soll die dem Friedhelm mal zeigen, was er aendern soll. UND Sotos raus, der macht keien Kopfbaelle mehr und Angst hat vor dem auch keiner mehr. Dafuer drescht er die Baelle planlos hoch nach vorne und es kommt kein vernuenftiger Spielaufbau zustande.
    Ich habe es letzte Woche schon gesagt: Alle einheiten auf Spielverstaendnis und !flache! Anspiele. Wer den Ball hoch spielt kann Duschen gehen. Sooo vieles im Argen, dass einem Angst und Bange wird fuer Sonntag :-(((

  8. @ 7: Alte Fussballerweisheit:

    „Flach ist die Seele vom Spiel“

  9. …und angst fressen seele auf.

    da hab ich also recht. es fehlen eier und mut.

  10. unsere innenverteidiger wackeln derzeit wie ne nuss-schale auf dem offenen meer…gute frage ist immer „woran liegts?“, soto total unkonzentriert, russ verunsichert…stehen beide in der regel zu weit weg vom mann oder verpennen komplett, wen sie decken sollen/müssen…ochs war im spiel gegen cottbus auf keinen fall ein unsicherheitsfaktor und wir alle wissen, wenn unser paddy gut spielt, dann ist das wirklich spitze :D spycher hat hier und da mal etwas nachlässige szenen, ist für uns aber unverzichtbar, da er zum einen die abwehr dirigieren kann und zum anderen gute vorstösse nach vorn ankurbelt.

    ich finde seit beginn der saison, dass galindo eine chance verdient hat, wozu hat man ihn denn sonst verpflichtet bitte? war die gehaltsliste der SGE zu kurz? ist wie beim copado „damals“…erst ewig keine chance bekommen („hängt sich nicht genug rein“ usw.), dann gespielt, gut gespielt, mit FF aneinandergerasselt, leistung sturzflug gen null dadurch und weg vom fenster…
    hoffen wir, dasses dieses mal nicht wieder so endet.

  11. WIR sind bestimmt nicht das Team, welches zur Pause 3 zu 0 fuehrt und
    dann mal ein wenig rumexperimentiert.
    Dann koennte man die Saison eigentlich auch mit eine, 16er Kader
    angehen und das Geld in Mental-Trainer und Kartenleger und Sternendeuter
    investieren.

    Mann muss den Mut haben neue Leute zu bringen, entweder man hat das
    Glueck und es passt, oder eben nicht.
    Ist ja nicht so, dass ein neuer Spieler 2 Eigentore schiesst und 3 weitere
    Elfmeter verschulden muss.

    Also Galindo mal bringen, unsicherer als Russ (schade eigentlich) kann er ja
    nicht spielen und vielleicht auch mal ein wenig Spielkultur von hinten heraus.
    Auch wenn Ama vorne gesetzt ist, muss da was passieren, man kann sich das
    Gestochere vorne kaum ansehen.
    Thurk macht fast immer das falsche wenn er das richtige machen sollte
    (sehr logisch) und Baelle stoppen, geschweige denn verarbeiten ist vorne auch nicht,
    egal von wem.

  12. Vielleicht wäre jetzt der Punkt, wo auch mal der eine oder andere Spieler aus der U 23 eine Chance verdient hätte – auch um den etablierten Spielern, die scheinbar meinen, das Wohl und Wehe der Mannschaft hinge von ihnen ab, zu zeigen, dass es auch außerhalb des BuLi-Kaders Alternativen gibt.

    Was ist eigentlich aus dem Mentaltraining mit Herrn Löhr geworden? Das wurde doch vor Saisonbeginn als gute und richtungsweisende Verbesserung gepriesen?

    Na ja, gegen Leverkusen setze ich einfach mal auf zwei Trendwenden: Eine – hin zum Guten – für uns und ein entgegengesetzter Trend für zuletzt spielstarke und erfolgreiche Rheinländer

  13. die eintracht ist in der lage und gewinnt gegen leverkusen zu hause…und dann heisst es wieder „mimimi alles doch gar nicht so schlimm“ und „von krise kann keine rede sein“ und dann geht die augenwischerei wieder los O.o

  14. Das einzig Positive, wie der große Bruder von der FR richtig feststellt, ist ja, dass die Jungs sich nicht mehr wie letzte Saison völlig aufgeben wenn sie mal zwei Tore hinten sind. Aber das wars dann auch mit positiven Erkenntnissen.

  15. @ 14:

    das ist aber auch vielleicht eine unserer wichtigsten errungenschaften angesichtd der derzeit maroden abwehr, oder nicht?

  16. Richtig. Nicht zu unterchätzen. Wollte das auch nicht abwerten – zweimal auswärts einen Rückstand von zweit Toren auszugleichen ist was Gutes. Nur warum man gegen Cottbus zwei Tore fängt ist mir ein Rätsel. Die haben vorher ja nur drei geschossen. Bei Bielefeld fand ich das weniger tragisch, auch wenn es da mit einer stabilen Abwehr sicher auch nicht so passiert wäre…

    Wo der Mythos wir hätten eine ganz vernünftige Abwehr, die nur außer Form ist, herkommt kann ich mir auch nicht erklären. Wer hat nochmal letzte Saison wieviele Gegentore bekommen?

  17. Aber ist das wirklich „sich nicht aufgeben“ ???? Was hat das damit zu tuen, wenn der Piplica einen Ball vor die Fuesse vom Ama klatsch, vorher aber keinerlei Leidenschaft und Eier im Spiel waren? Waren so viele klare, !herausgespielte! Chancen dabei, oder habe ich ein anderes Spiel gesehen?

  18. @17
    Da waren vorher keine und hinterher auch nicht. Ich finde es übrigens nett, dass immer der arme Piplica die Haue kriegt und nicht der Cottbuser Verteidiger, der den Ball dem Power-Michi genau auf den Stiefel köpft. Aber das nur am Rande. ;)

  19. naja, als „mythos“ würde ich es nicht unbedingt bezeichnen, wenn man bei uns von einer brauchbaren abwehr ausgeht. sotos, vasi, spycher, ochs in normalform machen schon was her. nicht weltklasse, aber auch nicht oberliga… mittlere bundesligaqualität eben.

    und das wir so viele gegentore in der letzten saison kassiert haben, kann auch am mittelfeld liegen / gelegen haben. da wird uns ein gesunder und fitter inamoto hoffentlich aus der bredoullie helfen :-)

  20. Letzte Sasion hätte sogar Ama den Ball dann zurück zum Tomislav geschoben. Zu dusselig einen Sieg gegen die Eintracht 06/07 zu retten wäre nicht mal der gewesen.

  21. @ 17:

    das cottbus-spiel hab ich nicht gesehen, aber laut ticker waren die letzten 20 minuten sturmlauf aufs cottbuser tor. habs selber allerdings – wie gesagt – nur ausm ticker…

    ich finde nach wie vor wichtig, dass unseren jungs (wenigstens bislang) der ausgleich offenbar leichter glückt als in der letzten saison.
    (kann aber auch alles nur zufall sein; mein fanherz hofft, dass es nicht so ist…)

  22. „Sturmlauf aufs Tor“ ist nicht ganz richtig. Sturmlauf in Richtung Sechzehner, vielleicht. Aufs Tor kam kaum was.

  23. „Sturmlauf“, herrlich. Das war in etwa so kriegsentscheidend wie die Ardennenoffensive…

  24. Rundumschlag -;):
    Ehrlich gesagt kann ich das Gejammer nicht mehr hören. Und das Gemecker erst.
    Schlimmer als die schlimmsten Lederhüte mokieren sich hier so viele über FF, über Sotos, über Russ, über die Eintracht im Allgemeinen.
    Russ vozuwerfen, ihm sei das Lob zu Kopf gestiegen, halte ich für so zutreffend, wie mir Sympathie für die Typen in Ostfrankfurt mit unserer Vorwahl zu unterstellen.
    Und zum Thema paco: Ein Söldner wie er im Buche steht: Nörgelig, schnöselig und nicht durchsetzungsfähig, mimosenhaft und weinerlich. FF den Vorwurf zu machen, er hätte ihn vergrault, grenzt an Rufmord. Das hat Paco durch seinen fehlenden Mumm (und Hoppenheims Geldscheißerei) ganz alleine geschafft.
    Wir spielen auf einem durchschnittlichen Niveau in der Bundesliga. Wer schon mal das eine oder andere Auswärtsspiel besucht hat oder generell vor Ort Spiele anderer Vereine in der BuLi gesehen hat, weiß, was ich meine. Was meint ihr, wie sehen Heimspiele von z.B. H 96, Glubb (noch kein Heimsieg diese Saison) oder auch VW aus? Im Großen und Ganzen wie bei uns.
    Und zum Thema ehrlicher Fußball, z.B. beim FSV: Lächerlicher geht’s nicht mehr: Eine zusammengekaufte Truppe, ein Stadion, das wie eine Bank heißt (woher kenne ich das nur?) und eine Mannschaft, die im Mittelfeld steht – das aber mit einer Mannschaft, die höheren Ansprüchen genügen müsste. Dazu nicht eben günstige Eintrittspreise und ein Catering, das seinesgleichen (an Traurigkeit) sucht.
    Kommt mal wieder auf den Teppich. Bundesligafussball bei der Eintracht auf einem Niveau, das ihr fordert, gibt’s alle paar Monate mal, und das auf Jahre hinaus. Bis dahin heißt es abwarten…

    Puh.

  25. Abwarten. genau, Und solange Schnauze halten. Wir warten mal ab. Ich mach dann so lange (wie lange eigentlich?) hier zu.

    Puh.

  26. @25: Naja, so ganz unrecht hat Johann ja nicht. Wir (und da schließe ich mich ausdrücklich mit ein) zeigen hier schon oftmals ein ziemliches schwarz-weiß-Bild und ignorieren dabei sämtliche Grautöne…
    Wir sind immer alle schnell dabei, alles Grundsätzliche in Frage zu stellen oder zu verteidigen, obwohl das, was wir meinen eigentlich Details sind.

  27. Zum Thema Abwarten: Es hat gute 10-15 Jahre gebraucht, den Verein abzuwirtschaften. Und zwar in Grund und Boden. Und zwar obendrein in der wirtschaftlich entscheidenden Phase in der Bundesliga, als Weichennach oben und unten gestellt wurden. Auch wenn es schwer fällt: Das kann man nicht in dreieinhalb Jahren aufholen. Schnauze halten muss man nicht, aber vielleicht ein klein wenig mehr Verständnis für das schwierige Geschäft, einen Verein im Mittelfeld bzw. oberen Drittel der Bundesliga zu etablieren.
    Schöne Gegenbeispiele sind Gladbach, Köln, Lautern,

  28. Nur ist beim diskutieren über Fußball schwarz-weiß viel schöner als grau. Eigentlich sogar die Voraussetzung. ;)

    SCHWARZ UND WEISS WIE SCHNEE …

  29. Vor Auuuufregung eben den Punkt hinter K-Town vergessen.
    Jesses nee. Im übrigen, und das wäre sehr sehr eintracht-typisch, hauen wir am Sonntag Leverkusen weg. Und zwar so, wie ich es liebe: Spielerisch besserer Gegner wird von der schönen SGE mit Leidenschaft und Hingabe bekämpft, in der zweiten Halbzeit gibt es auch dann und wann gelungene Spielzüge. Skibbe und Tante Käthe hinteher mit Schaum vorm Mund: „Die Eintracht wollte den Sieg mehr als wir.“
    Und der Unparteiische wird uns auch ein wenig helfen…

  30. @Stefann:
    „Wer der Meinung ist, die Eintracht täte sich gegen einen vermutlich nicht defensiv stehenden Gegner wie Leverkusen “leichter”, der wird sich irren.“

    Wir werden sehen, ich glaube immer noch, dass uns Leverkusen von der Spielanlage her entgegen kommt.

  31. @28: Das ist natürlich richtig. Aber ich finde das Beispiel Hannover ganz gut. Die sind eigentlich nicht weiter als wir, zumindest nicht viel und müssen den Versuch, sich zu etablieren schon zwei Jahre länger mitmachen. Wir verlangen halt immer Quantensprünge, die ganz einfach nicht zu bewerkstelligen sind ohne die Finanzen gleich wieder zu ruinieren.

  32. Déja vu, hm? Da war doch so ein Heimspiel letztes Jahr gegen die Kopfschmerzkicker, das allein mit Willenskraft gewonnen wurde.

  33. Vielleicht ist der Weg „Jedes Jahr einen Huggel durch einen Inamoto zu ersetzen“ ja am Ende doch der Richtige. Ich weiß es doch auch nicht.

  34. @32

    Ich verlange keine „Quantensprünge“. Ich hätte nur ganz gerne mal aus einer englischen Woche mit Gegnern wie Cottbus, Karlsruhe und Bochum… na, so fünf Pünktchen? Nur fünf. Keine neun, keine sieben. Nur fünf.

  35. @Stefan: Schon klar, aber die Stimmen, die FF und HB (was ich überhaupt gar nicht verstehen kann) am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt gejagt sehen möchten, sind schon vernehmlich und in der Mehrzahl.
    Wir alle wollen Verbesserung, aber das geht in der heutigen Zeit nicht mehr so wie 88/89. Dazu sind die Lücken zwischen etablierten Vereinen und der Eintracht mittlerweile so groß, da muss man die Politik der kleinen Schritte gehen.

  36. @35: Jetzt lügst Du mich aber ein wenig an… ;-) Hätten wir die 5 Punkte mit den gleichen schlechten Spielen geholt, würden wir jetzt über die glücklichen Punkte lamentieren und uns wünschen, mehr Spielkultur zu haben… ;-)

  37. Nachtrag: Außerdem meinte ich keinen einzelnen Blog-Besucher als Individuum, sondern eher das Kollektiv.

  38. @35:
    Ich hätte die auch gerne gehabt, die Punkte. Aber so wie man solche Spiele mal gerne abgibt, so hat die schöne SGE auch in Bremen (letzte Saison) gewonnen, ein Spiel gegen die Bayern gewonnen, den HSV kürzlich überraschend geschlagen.
    Es wird auch drei Spiele mit 7 Punkten geben, bei denen man nicht mit rechnen konnte, genau so wie umgekehrt. So ist Fußball (*dengel*, ins Phrasenschwein).

  39. @Stefan:

    „Ich verlange keine “Quantensprünge”. Ich hätte nur ganz gerne mal aus einer englischen Woche mit Gegnern wie Cottbus, Karlsruhe und Bochum… na, so fünf Pünktchen? Nur fünf. Keine neun, keine sieben. Nur fünf.“

    Ganz ehrlich, genau das wäre eben ein Quantensprung :)

    Wenn man soweit ist, dass man erwarten(!) kann, gegen Gegner wie Cottbus und Bochum auswärts nicht zu verlieren, dann hat man nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Soweit sind wir eben noch nicht. Klar können wir mit Glück mit 5 Punkten aus den Spielen rausgehen, aber eben auch mit 2.

    Ich bin mal gespannt, was beim UAI am Ende der Saison rauskommt. Wenn es so weiter geht wie bisher, landen wir glaube ich bei 60 erwartetetn Punkten :)

    Das ist aber keine Kritik, sondern ganz normal. Ist doch logsich, dass fans eine positive Grundhaltung haben und keine Niederlagen erwarten.

    Ich finde den Vergleich zu Hannover auch sehr gut. Das werden auch auf absehbare Zeit die Teams sein, mit denen wir uns messen können – wenn die Entwicklung gut für die Eintracht läuft.

  40. @37:
    Nene, da ist viel jugendlicher Überschwang, aber nicht nur bei mir, sondern imho bei fast allen, die hier ganze Sätze zu bilden in der Lage sind, herrscht die Meinung vor, daß HB die beste Neuverpflichtung seit Tony Yeboah war, wahrscheinlich sogar unserem Jürgen. Was nicht heißt, das alles, was er tut, kritiklos hingenommen wird.

    Und FF? Blindes „Funkel raus“ ist eher selten hier zu finden. Und wenn es dann doch durchklingt, dann können die Fordernden es generell ziemlich präzise begründen.

    Das ist ja das Schöne hier: Wir wissen, was wir tun!

  41. Und wenn man bedenkt, wo wir noch vor vier Jahren standen …

  42. und vor 15 jahren erst….

  43. @43: Das wird jetzt aber langsam zu einem negativen Totschlags-Argument…

  44. @47
    Ich weiß. Deshalb bring ich’s ja…

  45. geht ja auch gar nicht um quantensprünge…und dass die frankfurter schon immer die launische diva gegeben haben wissen wir auch, aber!

    gegen den KSC, gegen cottbus….das sind spiele, die man „pflichtspiele“ nennt…klar haben wir den HSV geschlagen, aber erm…was hilft uns das, wenn uns am ende der saison dann die punkte fehlen, die wir leichtfertig verschenkt haben?

    ja, man sieht besserung im vergleich zu letzter saison…gerade was das hängen-lassen angeht, wenn man in rückstand gerät.
    ja, manche spielen auf ihrer position sicherer als letzte saison.

    aber!

    spiele gegen den KSC und cottbus musste gewinnen. gibts für mich keine diskussion.

  46. Gut. Wo hakt’s? Ich denke, dass ohne Inamoto die Ordnung und Sicherheit im Mittelfeld verloren gegangen ist. Und plötzlich spielen Leistungsträger dieser Saison wie Streit und Russ auch schlecht. Pröll verbreitet ungewohnt viel Unsicherheit und nur die Spieler, die eh nicht zum System gehören wie Thurk machen ein bisschen Druck und Amanatidis trifft sogar plötzlich.
    Also, hoffen wir darauf, dass Ina bald zurückkommt und Funkel die Jungs wieder aufrichten kann. Dann läuft die Mühle wieder.
    Nach der (so wird berichtet) endlich mal guten Leistung von Mahdavikia hoffe ich, dass er sich stabilisiert und in die Mannschaft findet. Peinlich, wie der in den ersten Spielen immer wenn er vor des Gegners Tor stand aus Angst quer gespielt hat!

    Verstehe nur nicht, wieso FF mit 5 Offensivspielern spielt, aber grundsätzlich ein Problem mit einer klassischen Doppelspitze inkl. Mittelstürmer hat… (ich will in der Hinrunde Galm spielen sehen!)

    Aber wenn Funkel gesunde und motivierte Spieler für sein geliebtes 4-2-3-1 am Sonntag zur Verfügung stehen hat (Preuss?), dann bin ich optimistisch, dass wir den Pillendrehern Paroli bieten können!

  47. „Verstehe nur nicht, wieso FF mit 5 Offensivspielern spielt, aber grundsätzlich ein Problem mit einer klassischen Doppelspitze inkl. Mittelstürmer hat…“

    Vielleicht, weil er der Meinung ist, er habe im Moment dafür nicht die passenden Spieler? Eine Meinung übrigens, die man teilen kann.

  48. @7: genau das ist es, aus den Trainingsberichten hier und im Eintracht-Forum geht für mich nicht hervor, dass spezifisch Laufwege und sinnvolles Passspiel geübt werden.
    Für mich wirkt es irgendwie bei allen anderen Spielen, die man sich so anschaut (egal ob in Gänze oder über die Konferenz bzw. Alle Spiele Alle Tore und Sportschau), immer, als ob alle Vereine aus 1. und 2. Liga in der Lage sind, mindestens mal schnell und präzise Bälle weiterzuleiten. Nur bei uns ist das praktisch nie der Fall…

    Beispiele?
    1. Der schnelle Abwurf vom TW nach vorne. Machen wir auch. Nur läuft Pröll erstmal circa 5 Schritte, bevor er abwirft, wahrscheinlich, weil niemand frei steht. Das sieht bei den meisten anderen Mannschaften anders aus, da wird der Ball sofort abgeworfen, weil die Gegner noch in der Vorwärtsbewegung sind. Wir warten, bis sie sicher defensiv stehen.

    2. Flanken bei Kontern. Können wir auch. Soweit die Theorie. Nur haben unsere Spieler meistens den Kopf unten, bevor sie flanken und es läuft auch kaum jemand mal richtig mit. Also verpuffen die irgendwo im Nirwana.

    Das kann man üben. Macht wahrscheinlich auch jede Mannschaft. Ich sehe nur nicht, dass die Eintracht das auch tut…

  49. @49

    „gegen den KSC, gegen cottbus….das sind spiele, die man “pflichtspiele” nennt…“

    Wer ist hier „man“? :)

    Soweit ist die Eintracht eben nicht, dass das Pflichtsiege sind. Der KSC hat auch Stuttgart, Dortmund und Nürnberg geschlagen, das sind keine Blinden. Und Cottbus hatte das erste Heimspiel nach nem Trainerwechsel. das gewinnt keine Mannschaft im Vorbeigehen (und wir haben halt ne richtig grottige 1. Halbzeit gespielt).

  50. @Stefan: Aber der Meinung war er in der vergangenen Saison auch, und da waren die Spieler alles andere als unpässlich. Und welcher andere Bundesliga-Verein hat freiwillig nur einen echten Mittelstürmer im Kader? (Zum Thema Einkaufpolitik halte ich lieber den Mund.)
    Dass zwei Spieler im Sturmzentrum wirbeln scheint eine zu verwegene Vorstellung für Friedhelms Welt zu sein – wie sonst ist zu erklären, dass man einen Spieler wie Taka die Seitenlinie rauf und runter laufen lässt?
    Du hast Recht, momentan hat er nicht das funktionierende Zweiergespann. Deswegen würde ich Galm gerne sehen… *träum* ;-)

  51. @49 (fufu): Es gibt keine Gegner, die man schlagen muss in der Bundesliga. Bis auf die roten Deppen aus Minga kann man jeden schlagen, sicher richtig. Aber die Liga ist viel zu ausgeglichen, das sieht man schon daran, dass quasi alle mal mehr, mal weniger häufig verlieren, keiner ist beständig außer dem FCB.
    Schöne Beispiele sind die beiden letzten SGE-Spiele: Gegen einen spielstarken, gut organisierten und sehr homogenen KSC, der obendrein mit viel Aufstiegseuphorie ins Waldstadion kam. Dazu ein guter Torwart, und schon hast du völlig verdient ein Heimspiel verloren. Das kam immer vor und das wird immer vorkommen.
    Noch eklatanter Chosebuz: Neuer Trainer, neue Hoffnung, ein Team mit dem Rücken an der Wand, das zum Siegen ja fast schon verdammt war. Dazu die schöne SGE ohne Ina, Taka, dazu ein rekonvaleszenter Ochs, der bei seinen Einsätzen zur Fahrigkeit neigte.
    Dazu das dröge Cottbuser Drumherum, was unsere Primadonnen ja auch nicht eben zum Sieg peitscht.
    So ein Spiel kann man meines Erachtens aber so was von eher verlieren als z.B. bei Mannschaften wie Hertha, Hannover, Dortmund oder so. Also bei Mannschaften, die nicht in unkuscheliger Athmosphäre um ihre sportliche Existenz fighten wie sonstwas.

  52. @Jason [52]

    – U. a. Paßspiel und Laufwege.

    – Unsere einzige Chance in der 2. Halbzeit in Cottbus resultierte aus einem langen Abwurf von Pröll auf Mehdi. Der allerdings ist zu langsam und zu Schußschwach. Ausnahmen gibt’s also immer.

    – Unser Anschlußtreffer resultierte aus einer Flanke von Ochs, oder täusche ich mich da? Ausnahmen gibt’s auch da.

    Geübt wird das alles. Siehe Link.

  53. @52:

    „Für mich wirkt es irgendwie bei allen anderen Spielen, die man sich so anschaut (egal ob in Gänze oder über die Konferenz bzw. Alle Spiele Alle Tore und Sportschau), immer, als ob alle Vereine aus 1. und 2. Liga in der Lage sind, mindestens mal schnell und präzise Bälle weiterzuleiten. Nur bei uns ist das praktisch nie der Fall…

    Beispiele?
    1. Der schnelle Abwurf vom TW nach vorne. Machen wir auch. Nur läuft Pröll erstmal circa 5 Schritte, bevor er abwirft, wahrscheinlich, weil niemand frei steht. Das sieht bei den meisten anderen Mannschaften anders aus, da wird der Ball sofort abgeworfen, weil die Gegner noch in der Vorwärtsbewegung sind. Wir warten, bis sie sicher defensiv stehen.“

    Gerade gegen Cottbus ist in Halbzeit 2 ne gute Torchance durch nen Konter nach nem schellen, weiten Abwurf entstanden.

  54. Ihr solltet mal in das Dressur-Blog reinschauen *gähn*

    Alle sind sich einig. Kein Disput. Alle feiern die Erfolge. Aber eben fast keine Einträge, keine Posts, nichts zum Ärgern und Stapfen.

    Anders als hier. Und darum ist dieses Programm schwarz gegen weiß ja auch sehr erwünscht. Im Blog-g. Und fester Bestandteil des Spielplans.

    Man stelle sich vor ff und Uwe Bein kämen auf den gleichen Nenner!? Wie öde.

    Spaß macht’s allemal. Auch wenn es bei der SGE nicht so läuft, wie es sollte/könnte. Gerade dann. Allerdings finde ich es dann nicht korrekt die Meinung des Andersdenkenden als inkompetentes Gefasel abzutun.

    Aber prinzipiell „lebt“ das Blog durch diesen Dissens doch hervorragend.

    Über die Eintracht zu schreiben fällt mir recht schwer zur Zeit. Da ich immer noch auf einer Scholle zwischen Entsetzen ob des vergangenen Sonntags und der Hoffnung auf baldige Besserung (von mir aus am kommenden Sonntag) treibe. Nur weiß ich nicht, wie diese Hoffnung erfüllt werden könnte?

    Galindo für Russ? Galindo für Soto? MM rechtes MF? AS links. Zwei Stürmer? Eier? Laufwege? Spielerpotenzial herauskitzeln? Nervendoktor? Neuer Trainer (wer käme eigentlich in Frage? Mut und Entschlossenheit? Kompaktheit? Massieren? HB entmachten? Mei Nerve… wer blickt da eigentlich noch durch? Ich nicht. Denn ich bin kein Profi.

    Schon komisch, so ganz ohne Ahnung.

    @ Jason 52
    http://www.blog-g.de/archiv/40.....8

  55. @56, 57: Klar, das passt auch mal. Ist aber zu selten, finde ich.
    @56: Das Video habe ich gesehen. Aber ganz ehrlich, so stelle ich mir das nicht vor, das war in meinen Augen planlos und unstrukturiert. Die haben einfach nur draufgeballert.

    Ich bin langjähriger Footballzuschauer und habe auch mal spasseshalber bei einem Amateurteam in Frankfurt mittrainiert. Selbst dort wurden ohne Unterlass Spielzüge und Laufrouten trainiert, immer und immer wieder, bis es passt. Dagegen ist das bei der Eintracht nur Larifari.

  56. Mahdavikia ist in einem slot von ca. 70m x 5m direkt an der rechten Seitenauslinie gefährlich. Wenn er mit dem Ball nach vorne rennt. Nur, er bekommt den Ball dort leider nicht gefährlich heraus, die Flanken haben Zico-Qualität (Sorry Zico, Du hattest andere Qualitäten), das blinde Abdrehen zur Mitte mit gesenktem Kopf und abschließendem Ballverlust ist nur peinlich. Zur Defensivstärke schweigen wir bei ihm auch lieber.

    Alis momentane Probleme, sich gefährlich und schnell vom Ball zu trennen sind, genau wie die Gründe dafür, bekannt.

    Soviel zur Flügelzange.

    Dazu umherirrende Stürmer, die alles tun, nur nicht auf kürzestem Weg zum Tor geschickt oder mit Flanken gefüttert werden.

    Ein binärer Meier (an/aus).

    Zeitraubende Angsthasenzuspiele statt schneller Raumgewinn hinten raus (was ist schlimmer: Sotos Langhölzer oder Spychers Vollkaskopässe? Ich weiß es nicht)

    Ein Selbstläufer ist das da vorne nicht, da muß hart gearbeitet werden.

  57. @Jason [59]

    Das war nicht planlos. Kommt aber in dem Video, das gebe ich zu, nicht rüber. Was am Kameramann liegt! ;)

  58. @60: „Ein binärer Meier“. Das gefällt mir… ;-)

  59. @60 Isaradler
    Ein binärer Meier
    Darf ich mir den bei Bedarf klauen? Der gefällt mir!

  60. @Uwe
    Mist. Du warst schneller!

  61. @64: Fastest gun in the west… ;-)

  62. @Stefan (59):
    Naja, wie ich mir das vorstelle: Der gleiche Ablauf bzw. die gleiche Spielsituation wird mit allen Beteiligten mehrfach präzise wiederholt. So wird’s beim Football gemacht, beim Eishockey ebenso und bei anderen Fussballmannschaften sicherlich auch.

    Oder bin ich da zu sehr in den anderen Sportarten verhaftet?

  63. Ihr könnt ihn haben. Würde mich wundern, wenn ich der erste wäre, der das Phänomen so bezeichnet hätte.

    Alternativen:

    Lichtschalter-Meier
    flip-flop-Meier
    Meier bzw. Nicht-Meier

    Und eh jemand denkt, ich mag ihn nicht. Falsch. Meier ist für mich Fußball-Gott. Wehe, dem bringt einmal ein ÜLD bei, sich zu konzentrieren, dann ist es nämlich vorbei.

  64. Verstehe nicht warum auf Russ so geschossen wird!
    Dass ist ein junger Spieler,der die ganze Zeit immer wieder gute Spiele für die SGE geleistet hat. Nur weil er jetzt mal ein schlechtes Spiel abgeliefert hat, Ihn gegen Galindo auf die Bank setzen finde ich nicht oK.
    Die ganze Mannschaft war in Cottbus scheiße, und nicht allein Russ!

  65. @Jason [66]
    Genau so machen die das auch.

  66. @68: Also ich würde Russ UND Galindo bringen…

  67. @69: dann solltest Du den Berufswunsch Kameramann schnellstmöglich abhaken. ;-)

  68. Für mich ist Russ sogar jemand von dem die Eintracht längerfristig provitieren kann. Deshalb dem jungen Kerl den Rücken stärken. Leistungsmäßig kann man auch Sotos draußlassen und Galindo bringen, wenn denn unbedingt gewechselt werden soll.

  69. Jason, den hatte ich nie.

  70. @ 70: Meine Gedanken sind bei Dir schneller als früher die tödlichen Pässe ;-)

  71. Wichtig ist, dass INAMOTO bald wieder spielt.
    Man hat gesehen, dass dieser Spieler im Mittelfeld fehlt.

  72. @74, Tony, bist Du das…? ;-)

  73. @76: Bin schon am 16er…

  74. Ich sage Euch jetzt mal eins: Leverkusen hauen wir weg. Das ist mein voller Ernst. Warum? Ich habe keine Ahnung, aber es wird passieren.

  75. Und das schon am Dienstag, Uwe?

  76. Ergänzungsspieler

    …versuche gerade, den Faktor zu bestimmen: Was ist eigentlich mit dem Schneider Bernd – ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

  77. Ergänzungsspieler

    Mein Gott – durch den Feiertag habe ich heute so ein Freitagsfeeling und wäre jetzt beinahe morgen aufgeregt in den Wald gepilgert

  78. Die sollen erst mal in Portugal „eingehen“ – am besten gemeinsam mit Bayern -, dann sind sie Sonntag so was von fertig. Zur Aufstellung: Galindo statt Russ (weil FF damit Russ einen Gefallen tut und ihn „schützt“) und Preuß statt Köhler – that’s it.

  79. @79: Klar, erstens bin ich davon überzeugt (kann aber bereits morgen wieder anders aussehen), zweitens wollte ich einfach mal wieder ein paar positive Schwingungen verbreiten. Sonst bekommen wir demnächst noch den Depressiven-Online-Star. Oder so.

  80. @pivu [82]
    Frage: Wann spielen die Pillendreher eigentlich?

  81. @ekrott(84):
    Das Spiel startet Donnerstag nach 22:00 Uhr.

  82. Der ‚binäre Meier‘ ist ja mal wirklich klasse, kann man kaum besser beschreiben. Da fällt mir nur noch ‚Ampel-Meier‘ ein:
    Grün: Ist auf dem Platz, marschiert und schiesst Tore
    Gelb: Ist auf dem Platz, weiß aber net, warum
    Rot: Ei wo isser denn ?

  83. Für mich ist es der ‚zufriedene Meier‘. Ob der (sein)
    Ball an der Eckfahne oder im gegnerischen Tor landet,
    er scheint immer zufrieden.

  84. @87: Das gleube ich nicht mal. Ich denke nicht, dass es beim binären Meier an der Einstellung oder Selbstzufriedenheit liegt. Der ist halt ein kühles Nordlicht, dem einfach die Mittel fehlen, sich in ein Spiel zu finden, wenn es nicht gleich von Beginn an läuft.

    Das Deprimierende ist ja: Der läuft auch in seinen schlechten Spiel viel. Nur eben ständig falsch.

  85. Ich bin großer Fan von AM, das wollte ich nur mal loswerden. Mir gefällt seine Art, zu spielen, und er ist auch kein so arschlochmäßiger Typ.
    Und zu Leverkusen: Letztes Jahr wurde das Heimtrauma gegen die OFC-Sympathisanten überwunden, das wird am Sonntag ausgebaut. Unsere Buben werden brennen wie die Fackeln, ganz sicher.

  86. Mal was ganz anderes: Die Eintracht ist scheinbar lernfähig und nicht mehr „Beratungsresistent“

    http://www.eintracht.de/aktuel.....l/22474/
    Eintracht Frankfurt startet modernisierten Online-Ticketshop

    Eintracht Frankfurt passt sich den gestiegenen Anforderungen weiter an und optimiert weiterhin seinen Kundenservice. Im nächsten Schritt ist nun der bisherige Online-Ticketshop komplett überarbeitet, modernisiert und neu aufgesetzt worden.

  87. @90: Ob der dann noch, ich meine wirklich: noch (!) besser als der alte ist?
    Ich meine: Ob man dann ohne die F5-Taste zu zerhämmern Tickets bestellen kann?

  88. Wie, jetzt können demnächst Hinz & Kunz Tickets bestellen und nicht nur diejenigen, die in der Lage sind, das System an seinen Schwachpunkten auszuhebeln? Mit einem perfekten Online-Ticketshop hätte ich mir die WM zuhause ansehen müssen!

  89. Was nützt der Ticketshop, wenn die Seite an sich an zwei Tagen die Woche down ist? ;)

  90. Was nutzt ein glänzend funktionierender Ticketshop, wenn die Truppe aufm Platz Mist zusammenspielt.

  91. Völlig falsches Statement Fredi. Richtig wäre: Was interessiert die Truppe, wenn der Rubel rollt und die Hütte voll ist?

  92. Falsche Prioritäten, Fredi. Hauptsache der Auslastungsgrad wird maximiert ; )

    Danke übrigens nochmal für das fränkische Bierscouting, ich sehe mit jedem Spieltag mehr Handlungsbedarf für mich…

  93. Wir haben verstanden.

  94. Du hast aber besser formuliert! ;)

  95. Ist aber seit Dr. Seltsam gefährlich, von Benchmarking zu reden. Brauchen wir eigentlich inzwischen wieder einen Projektleiter Nichtabstieg?

  96. St. Heribert, erhöre uns!

  97. bin vermutlich zeitlich mal wieder zu spät dran, stelle hier aber noch Mal meinen komplett ignorierten Beitrag vom Sonntag rein, mit der versuchten Ehrenrettung des Herrn Russ. Weil mich gerade dazu die Meinung der gewieften Taktik-Experten hier im Blog (Stefan, Hubi etc.) sehr interessiert hätte.
    Lenin schrieb:
    „Hier im Blog wird immer mal wieder gerne über die notorischen “Langhölzer” speziell des Herrn Kyrgiakos geschimpft. Beim Frauenendspiel ist mir heute Nachmittag aufgefallen, dass die eigentlich grundsätzlich mit langen Bällen aus der Abwehr den “Spielaufbau” beginnen. Das geht oft schief und sieht dann aus wie übelstes Kick and Rush, aber es lässt dem Gegner eben auch nicht die Zeit, sich in der Abwehr ordentlich zu positionieren, so dass es hin und wieder zu durchaus gefährlichen Situationen führen kann. Entscheidend ist also einzig, wie gut und genau die langen Bälle aus der Abwehr kommen – dann kann aus einem “Langholz” nämlich ganz schnell ein Traumpass werden. Und damit kommen wir zur Ehrenrettung für Herrn Russ: klar, defensiv waren da heute einige Fehler zu sehen, und wenn einer davon tödlich endet, wie geschehen, dann wirst du als Verteidiger keine Bestnoten für das Spiel erwarten können. Aber Russ ist im Moment trotzdem, und war das auch am Sonntag, der effektivste Aufbauspieler, weil er kluge und vor allem genaue Pässe nach vorne bringt. Und heute waren, speziell in Halbzeit 2, sogar einige schöne “lange Bälle” mit dabei. Ich würde den jedenfalls jetzt nicht wegen einem etwas verkorksten Spiel gleich auf die Bank setzen.“

    Ich meine, das mit den langen aber schnellen Bällen aus der Abwehr, das habe ich bei den WM-Mädels ja nicht geträumt. Und die sind immerhin ohne Gegentor Weltmeister geworden. Frauenfußball nicht vergleichbar? Drei Jahrzehnte hintendran gar? Könnte sein.
    Und dass mindestens drei vielversprechende Angriffe am Sonntag mit schönen langen Pässen von Russ aus dem Halbfeld in die linke Offensive eingeleitet wurden, habe ich auch nicht geträumt. Oder doch?
    Ich weiß es ja (ausnahmsweise…) selber nicht – gerade deshalb hätte ich mir ein paar Reaktionen gewünscht.

  98. lenin, ich sehe das so (Trainer bin ich aber nicht, das ist franz ferdinand):

    Lange Bälle dann, wenn sich einer wirklich frei läuft mit der Chance, direkt aufs Tor zu gehen. Was die Eintracht meist macht, ist ein langer Ball auf den einzigen (stehenden) Stürmer, der mit dem Rücken zu zwei Mann steht, die ihn decken. Und der ist dann alleine, weil keiner nachkommt.

    Dann lieber gepflegtes Kurzpassspiel, mit der Chance, Lücken zu reißen.

  99. aber fürs kurzpassspiel brauchts das unseren spielner hier so oft abgesprochene spielerische können… sonst ist der ball rubbeldiekatz wieder weg.

    mir ists eigentlich sogar gleich, wie wir vors gegnerische tor kommen, hauptsache, wir schaffen, mal wieder was… ^^

  100. vielen Dank zunächst mal für erste Reaktionen. Ja, Onkel Moe, natürlich ist es mir auch gleich, wie wir vors gegenerische Tor kommen…
    Sind ja eigentlich auch zwei völlig unterschiedliche Paar Schuh‘, die ich hier zur Diskussion gestellt habe.
    Zum einen, die etwas überraschende Tatsache, dass man im Frauenfußball offenbar (noch?) mit Kick and Rush Weltmeister werden kann.
    Zum anderen meine These, dass Russ der gepflegteste Aufbauspieler in der derzeitigen Eintracht-Defensive ist.
    Trotzdem noch Mal zugespitzt, die Taktik-Frage: Kurzpass-Spiel heißt, dass der Gegner ausreichend Zeit hat, sich zu formieren. Richtig oder falsch?
    „Langhölzer“ sind keine Alternative, wenn sie ein Herr Kyrgiakos produziert – aber vielleicht immer noch eine tödliche Waffe, wenn sie von den Bernd Schusters dieser Welt zentimetergenau getimed ankommen? Richtig oder falsch?
    Marco Russ der neue Bernd Schuster (die späten Leverkusener Jahre)?
    Zunehmend verwirrt…
    lenin

  101. „die etwas überraschende Tatsache, dass man im Frauenfußball offenbar (noch?) mit Kick and Rush Weltmeister werden kann.“

    Frauenfußball ist eine andere Sportart als Männerfußball. Nur von den Regeln vergleichbar. Ich finde, diese Vergleiche bringen nix.

    „Zum anderen meine These, dass Russ der gepflegteste Aufbauspieler in der derzeitigen Eintracht-Defensive ist.“

    Das ist nicht unbedingt von der Hand zu weisen. Aber auch kein Kunststück!

    „Trotzdem noch Mal zugespitzt, die Taktik-Frage: Kurzpass-Spiel heißt, dass der Gegner ausreichend Zeit hat, sich zu formieren. Richtig oder falsch?“

    Richtig, wenn es zu langsam gespielt wird. Falsch und egal, wenn man schnell spielt.

    „aber vielleicht immer noch eine tödliche Waffe, wenn sie von den Bernd Schusters dieser Welt zentimetergenau getimed ankommen? Richtig oder falsch?“

    Siehe 103.

    „Marco Russ der neue Bernd Schuster (die späten Leverkusener Jahre)?“

    Nein. Definitiv nicht.

  102. „Frauenfußball ist eine andere Sportart als Männerfußball. Nur von den Regeln vergleichbar. Ich finde, diese Vergleiche bringen nix.“

    da spricht der frauenversteher :-)
    so ganz abwegig find ich den vergleich nun nicht. oder überseh‘ ich da was? genetisch bedingt mangelndes taktisches geschick oder sowas? :-)

    ansonsten mein ich immernoch, dass die frage nicht heißen kann: „langholz oder kurzpass“, sondern vielmehr heißen muss „in welchem verhältnis können wir die varianten mischen?“…

  103. Also was ich so von der Frauenfußball-WM gesehen habe, war ziemlich guter Fußball. Jedenfalls von Deutschalnd, Brasilien, Norwegen, USA und England. Taktisch einwandfrei, und Pannentorhüter gibts ja sogar in der ach so hochgelobten Bundesliga.

  104. Kommt mir nicht wieder mit Mädchenfußball als Benchmark (Da, Benchmark, ich habe es gesagt)…

    Wir müssen in der Spieleröffnungsdiskussion unterscheiden zwischen Bällen, die ankommen und Bällen, die nicht ankommen.

    Der lange Ball, der aus Verzweiflung in den zugestellten Raum geprügelt wird, ist ein Langholz, mithin genau so gefährlich wie ein mieser Kurzpass in den zugestellten Raum. Nur entsteht beim Langholz Gefahr für das eigene Tor tiefer in der gegnerischen Hälfte.

    Der lange Ball in den Lauf (eines Offensivspielers) ist gleichzustellen mit wenigen schnellen Kurzpässen in den Lauf.

    Um mal selbst einen verwertbaren Ball zu spielen: Es kommt nicht auf die Länge an. Schnell und präzise muß es sein.

    Bei Minderbegabten und Angsthasen sieht das gerne so aus: Sicherheitspässe quer bis alles dicht ist, keiner bietet sich an, Langholz. Sounds familiar?

  105. „Es kommt nicht auf die Länge an. Schnell und präzise muß es sein.“

    das kommt irgendwie immer von leuten, die sich damit beruhigen wollen. auf die eine oder andere art… ;-)

  106. Was sag ich? In den Lauf gespielt…

    Barca spielt übrigens gerade Zirkus Krone.

  107. ich mach den tag dann mal zu

  108. @.lenin (102):
    Die Langhölzer, auch Kick and Rush, sind ein gutes Thema, wenn gleich ich sicher bin Du suchst mehr Bestätigung als das Du hoffst wir könnten Dir zu neuen Erkenntnissen verhelfen.
    Lange Bälle aus der Deckung, inklusive Abschläge, sehen die gegnerischen Abwehrspieler im Vorteil, sie haben Sekunden mehr Zeit sich einzurichten.
    Das kostet die eigenen Stürmer viele Körner und ab und zu ne Platzwunde. Kommen die Dinger zielgenau in den freien Raum oder noch besser in den Lauf kompetenter Mitspieler, können sie eine tödliche Waffe sein, bei geringem Aufwand. Gute Beispiele Pröll: Sein Abwurf bis deutlich hinter die Mittellinie am Sonntag hätte einen Scorerpunkt verdient, allein die Seinen haben es ihm nicht gegönnt. Seine Abschläge aber auch die wilden Kopfbälle Sotos auf die gegnerische Abwehr sind Beihilfe zur Selbstverstümmelung und deshalb kontraproduktiv. Also, wie im Blog schon ausreichend vermerkt, die Wirksamkeit ist direkt proportional mit der Präzision der Ballspender und der Qualität der Ballempfänger. Wegen dieser Risiken kommen Langhölzer für die Unsrigen nur als letztes Mittel in Frage.
    Frauenfußball habe ich schon ne Weile nicht gesehen, glaube mich aber zu erinnern, die Damen überraschen gerne mit dem zweiten Ball. Die Langhölzer werden sehr oft zu unpräzise abgewehrt und dann ergeht Einladung.

  109. @ isaradler:

    bamm! getroffen ^^

    @ blog:

    entschuldigt mein schlechtes tagging (und den gag^^)

  110. Um bein Thema zu bleiben: Barca zuzusehen erzeugt bei mir gerade eine Mischung aus Bewunderung und Ekel. Null Spielaufbau. Nur individuelle Klasse. Der gleiche Horror, den die Bayern Jahrzehnte gespielt haben. Wie beim Hallenhandball mit Dutzenden Ballkontakten im Stand um den gegnerischen Strafraum herum und irgendwann den Fehler ausnutzen. Toll was da für Talent auf dem Platz steht, aber diese Arroganz widert mich an.

  111. @114 Onkel:
    Nix, ich hab ne 100%ige aufgelegt und bekomm den Scorerpunkt.

  112. alles klar, hab den nur abgestaubt… aber heutzutage brauchen wir mehr knipser^^

    barca sollte man zerschlagen und auf andere bedürftige vereine verteilen. das ist meine meinung zu barca. das und nix mehr. (dicker punkt)

  113. @.(115&117) Neidhämmel :-)

  114. @117: *schnippschnipp* ich nehm messi!

  115. @118
    Hubi, ach was, wir werden nie in einer Position sein, unseren vorwerfen zu müssen, daß sie in der CL einem Gruppengegner die Tore einschenken müssten, so wie man einem Baby den Schnuller wegnimmt, dies aber nicht tun ; )

  116. @ hubi 118:
    ach was…^^

    wer will schon solche fußballpüppchen, bei denen jeder bis jeder zweite ball sitzt… öööööde ^^

  117. Vielen Dank Stefan, Hubi, Onkel Moe, Isaradler für die Ergänzungen (und die gelungene humoristische Abschweifung).
    Nein Hubi, ich wollte nicht bloß Bestätigung – ich habe mir tatsächlich ein wenig über Taktik Gedanken gemacht, und bin darüber ein bißchen ratlos geworden.
    Entscheidend scheint mir Dein Hinweis, dass lange Bälle auch länger in der Luft sind, und daher dem einzelnen Abwehrspieler das Reagieren erleichtern. Was den Nachteil der noch nicht formierten Abwehr wieder ausgleicht.
    Vermutlich lautet der Konsens tatsächlich: egal ob kurz oder lang: möglichst überraschend und präzise sollten sie sein.

  118. Und sie sollten auf jeden Fall nicht postwendend wieder zurück kommen, die eigene Mannschaft in der Vorwärtsbewegung überraschen und als Rohrkrepierer die Abwehr aushebeln.

    Solche Szenen verursacht mir Zahnschmerzen und lassen mich mitten in der Nacht aufwachen.

  119. @Tom:
    „Solche Szenen verursacht mir Zahnschmerzen und lassen mich mitten in der Nacht aufwachen.“
    Da hast du recht, und jetzt bin ich auch wach…