Direkt nach dem Spiel, auf den Stufen zur Spielertunnel, der in die Mixed-Zone des Frankfurter Waldstadions führt, nahm Theofanis Gekas noch einen Schluck aus der Wasserflasche und schleuderte diese dann mit voller Wucht an die Mauer. Gut, dass auch für Spieler kein Glas im Innenraum erlaubt ist. Die Scherben würden wahrscheinlich heute noch weggekehrt werden müssen. Zuvor hatte Eintracht Frankfurt überraschend einen Punkt gegen Bayern München geholt, und der Grieche - etwas weniger überraschend - die nächste 100%ige Torchance versiebt. Es wäre kurz vor Ende das 2:0 für den Abstiegskandidaten gewesen, es wäre der Sieg gewesen, und es wäre wahrscheinlich das Ende der Sorgen gewesen. Gekas wusste das, und Gekas hat sich mehr als alle anderen darüber geärgert.
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Eine Woche durchgehalten. Eine Woche, ohne ein Wort über den Gegner zu verlieren, ohne etwas über das letzte oder das kommende Spiel von Eintracht Frankfurt zu schreiben. So eine Woche bringt am Spieltag unglaublich viel Gelassenheit. Das Wetter ist ansprechend, der Gegner mit Spielern gesegnet, die das Hinschauen lohnen, und das Spiel an sich kann gar nicht verloren werden. Weil sowieso niemand ernsthaft mit einem Zähler rechnet. Ausser Charly Körbel natürlich.
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Mit Mainz 05 und Borussia Dortmund stehen Eintracht Frankfurt in den letzten drei Spielen der Hinrunde die zwei derzeitigen Spitzenteams der Bundesliga gegenüber. Zieht man am 14. Spieltag eine kleine Zwischenbilanz, fällt auf, dass die Eintracht im bisherigen Saisonverlauf in der Bundesliga noch gegen keine der aktuell über ihr stehenden Mannschaften gewinnen konnte. Gegen Freiburg gab es eine 0:1 Heimniederlage, der HSV siegte im Waldstadion mit 3:1, Hoffenheim erst kürzlich sogar mit 4:0, bei den Bayern verlor man am vergangenen Samstag mit 1:4, in Hannover war man am ersten Spieltag mit 1:2 unterlegen, genau wie später in Leverkusen.
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Fassen wir uns kurz: Bester Eintracht-Spieler war van Buyten, von seinem Trainer zur Halbzeit unverständlicherweise aus der Partie genommen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war die Eintracht ohne den Hauch einer Chance, an die die Spieler offensichtlich von Anfang an sowieso nicht geglaubt haben. Wer in München was holen will, darf sich nicht schon beim Anblick des Stadions in die Hose machen. Es soll durchaus Teams geben, die nach diesem Motto verfahren. Zieht man jetzt neben van Buyten bei der Eintracht noch Gekas ab, diese ärmste aller armen Säue, dann wird einem nicht wirklich bessser. Kittel bemüht, Russ auch. Und das war’s dann auch schon. Mit dieser Einstellung holt man auch zuhause gegen Mainz keinen Blumentopf. Aber sowas darf man ja nicht laut sagen - man sollte sich als Unwissender lieber um die Auflage kümmern.
Anstoß um 15:30 Uhr in der Allianz-Arena, München. Schiedsrichter ist Herr Zwayer (Berlin), ihm zur Seite stehen seine Assistenten Bornhorst (Damme), Steuer (Menden) sowie der vierte Schiedsrichter Salver (Stuttgart).
Mehr gibt es zu diesem Spiel nicht zu sagen. Was bleibt ist die Empfehlung sich sehr warm anzuziehen.
Der verzückte Aufschrei: Schnee! Der erste Schnee in diesem Jahr! Was natürlich Käse ist. Denn es gab bereits genug Schnee 2010. Genau, wie es Käse ist, dass Eintracht Frankfurt am Samstag in München was holen kann. Natürlich redet er von mindestens einem Punkt, der Trainer, was soll er auch sonst tun. Aber, machen wir uns nichts vor, so sicher wie der erste Schnee irgendwann am Anfang des Jahres fällt und niemals im November: Mainz ist wichtig. Und natürlich Köln.
Wem das gestern ausgestrahlte Video auf FR-Online mit Maik Franz zu lang war, dem wird am Ende dieses Beitrags nochmal eine Zusammenfassung geboten. Ohne bewegte Bilder, aber mit Ton. Service für den Leser - hier wird nach dem Leistungsprinzip veröffentlicht, Herrschaften.
Ansonsten zeigt sich Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen völlig unaufgeregt was die Aussagen des ehemaligen Kapitäns anbelangt. Das Interview sei “nur der Tatsache geschuldet, dass er nicht spielt”. Das ist natürlich völlig richtig. Ein Spieler der das Vertrauen des Trainer genießt und zum Einsatz kommt wird nur sehr selten aufmucken. Trotzdem: Eine Strafe für den “Gesprächsvertrauten” des Vorstandsvorsitzenden wird es nicht geben. Zumindest nicht, wenn es nach Heribert Bruchhagen geht. Ob das Trainer Skibbe genauso sieht, wird man vielleicht nie erfahren. Was auch nicht weiter schlimm ist.
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Unter dem Betreff “Sensationsbeitrag München” erreichte mich dieser Tage ein Gastbeitrag mit der Bitte um Veröffentlichung “in der Woche vor dem Spiel in München”. Nun — als Fachmann weiß ich, dass jede Woche in München irgend ein Spiel ist, deshalb haue ich das Ding vorsorglich schon heute unter die Menschheit. Wer weiß was alles anliegt, wenn’s denn wirklich mal soweit ist und der geliebte Verein des Herzens da unten gastiert. Was nun folgt ist das Original, unredigiert und in seiner vollen Pracht. Viel Spaß bei der Lektüre. Ich jedenfalls hatte ihn. Gnihihi.
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Heute endlich ist es soweit. Die großartigen Bayern spielen im Endspiel der Champions League gegen Inter Mailand. Es soll ja noch Menschen geben, die das nicht mitbekommen haben, deshalb sei es hier noch einmal erwähnt. In Deutschlands Größter sind natürlich ausnahmsweise heute “alle Bayern”, zumindest hier, wo man noch ohne Schulden sauber wirtschaftet. Nein, nicht nur in Frankfurt, in ganz Deutschland. Der echte Bayer sagt: “Oans! Zwoa! Triple!”. Der echte Hesse kümmert sich derweil um das Grillgut für den Abend.
Und sogar das furztrockene Zentralorgan “kicker” hyperventiliert etwas von “Triple-Bewerber” (nein, nicht “Anwärter”, sondern wirklich “Bewerber”), und “emotionalem Innenleben”. Und der Basti, der Schweini, der heißt jetzt nur noch Sebastian. Schade eigentlich.
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Ok - gegen Bayern München kann man im Pokal schon mal mit 0:4 untergehen. Niemand wüsste das besser als ein Beobachter des Fußballsports in Frankfurt am Main. Wie groß die Unterschiede innerhalb der Bundesliga inzwischen allerdings sind, sah man erst wirklich beim gestrigen Pokalendspiels des Meisters gegen den Tabellendritten.
Um es kurz zu machen: Bremen war mit dieser Niederlage noch gut bedient. Symptomatisch die Aussage des Bremer Nationalverteidigers Per Mertesacker zu seinem Handspiel, das zum 1:0 durch Robben (Handelfmeter) führte: “Es ging alles so schnell”. Richtig. Das war den Hanseaten alles ein wenig zu schnell. Der deutsche Nationalspieler Özil war nie zu sehen - der Holländer Robben machte den Unterschied. Und irgendwann wurde dann sogar Klose eingewechselt. Ein weiteres Indiz dafür, wie grenzenlos überlegen die Bayern an diesem Abend waren.
Besiegen wird man sie immer mal können, diese Bayern. Schlagen wird man sie auf Jahre nicht - zumindest nicht auf nationaler Ebene.