Nach Pflichtsieg Alte Probleme

Foto: IMAGO / Jan Huebner
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Eintracht Frankfurt bejubelt gegen Heidenheim einen wichtigen Heimsieg. Doch die Leistungen vor allem im Sturm geben Rätsel auf – ähnlich wie die Aussagen von Markus Krösche zu seiner Zukunft.

Für ein wenig Ruhe bei Eintracht Frankfurt konnte auch der knappe Heimsieg gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim nicht sorgen. Die schwache Offensivleistung vor allem in Hälfte eins zum einen und die Spekulationen um die Zukunft von Sportvorstand Markus Krösche zum anderen erzeugten auch nach dem 1:0 am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga Gesprächsstoff.

Er wolle über Fakten reden, sagte Krösche, als er auf die Frage antwortete, ob es stimme, dass er darüber nachdenke, seinen Kontrakt nicht zu erfüllen. „Ich habe Vertrag bis 2028, und Spekulationen gibt’s halt immer. Ich habe Vertrag bis 2028 – und daran ändert sich auch nichts.“

Krösche: „Alles andere ist unwichtig“

Auch in einem langen „Spiegel“-Interview, das wenige Stunden vor dem Anpfiff gegen Heidenheim veröffentlicht wurde, wollte sich Krösche nicht aus der Reserve locken lassen. Wie ein immer wiederkehrendes Lied im Radio spulte er auch dort seine Sätze ab. „Es wird immer spekuliert, aber ich habe einen Vertrag bis 2028, alles andere ist unwichtig“, äußerte der 45-Jährige.

Dass er den Vertrag einhalten werde, sagte Krösche nicht explizit. Die Spekulationen um den Frankfurter Manager gehen auch nach der Aufsichtsratssitzung am Freitag also weiter. Ob es dort auch um seine Zukunft ging, dazu äußerte sich Krösche nicht. Die Sitzung sei jedenfalls „nichts Außergewöhnliches“ gewesen.

Riera sieht trotz schwacher Offensive „Fortschritte“

Zum Rätseln verleiten nicht nur Krösches Aussagen, sondern auch die jüngsten Offensivleistungen der Eintracht. Vollkommen uninspiriert wirkte der Auftritt der Mannschaft in der ersten Hälfte gegen Heidenheim. Zumindest nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Frankfurter und erzielten durch Winter-Zugang Arnaud Kalimuendo (53. Minute) den Treffer zum mühevollen Sieg.

Coach Albert Riera sah im Vergleich zum ebenfalls biederen 0:0 beim FC St. Pauli eine Woche zuvor trotz der Probleme in der Offensive eine Entwicklung bei seinem Team. „Ich sehe Fortschritte bei der Mannschaft. Ich meine, jeden einzelnen Tag sehe ich etwas – auch, weil ich jeden Tag mit den Spielern zusammen bin. Ich weiß, dass sie sich weiterentwickeln und die Konzepte, an denen wir arbeiten, immer besser verstehen. Und das ist das Wichtigste“, erklärte der Spanier.

Eintracht wie Barcelona oder Manchester City?

Mit Blick auf das kommende Bundesliga-Spiel gegen den FSV Mainz 05 braucht die Eintracht endlich ein Konzept gegen kompakt stehende Teams, um sich doch noch für den Europapokal zu qualifizieren. Immerhin festigten die Hessen mit dem Heimsieg gegen Heidenheim den siebten Platz in der Tabelle.

„Welches Team in Europa hat keine Probleme gegen eine tief verteidigende Mannschaft? Schaut auf die großen Teams in jeder Liga – Manchester City in England, FC Barcelona in Spanien“, versuchte Riera aufkommende Kritik schon im Keim zu ersticken. (Christian Johner, dpa)

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  1. Kalimuendo in der Elf des Spieltags beim Kicker.

 

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