Entscheidungen Brasilien tanzt, Südafrika feiert
Donnerstag, 25.06.26 um 05:00 Uhr | 17 Kommentare
Brasilien schießt sich warm für die K.-o.-Phase der WM, Co-Gastgeber Mexiko gelingt eine perfekte Gruppenphase. Südafrika schreibt Geschichte und auch Bosnien-Herzegowina ist noch länger dabei. Das war die WM-Nacht.
Vinícius Júnior tanzte an der Eckfahne und feierte mit Brasilien den Gruppensieg. Der Rekordweltmeister gewann sein letztes WM-Vorrundenspiel mit 3:0 (2:0) gegen Schottland und zog dadurch auf Rang eins in die K.-o.-Runde ein. Vor 64.478 Zuschauern in Miami schoss Vinícius Júnior seine Turniertore drei und vier (7./45.+3). Der frühere Hertha- und Leipzig-Stürmer Matheus Cunha (60.) schoss das dritte Tor. In der Schlussphase gab Neymar sein Debüt bei dieser WM.
Die Schotten dagegen müssen noch die letzten Spiele der Gruppenphase abwarten, ob Tabellenplatz drei mit drei Punkten und minus drei Toren für einen Platz im Sechzehntelfinale reicht. Dann hätten sie bei ihrer neunten WM-Teilnahme zum ersten Mal die Vorrunde überstanden. Und dann kämen sie auch als deutscher Gegner am Montagabend in Boston infrage.
Marokko nach Beinahe-Blamage dennoch selbstbewusst
Auf Rang zwei ins Sechzehntelfinale geht es für Marokko, das zum Abschluss der WM-Vorrunde den krassen Außenseiter Haiti mit Mühe 4:2 (2:2) besiegte. Der Afrikameister machte gegen den Karibikstaat zweimal einen Rückstand wett.
Marokkos Torwart Bono (10. Minute) brachte den Underdog per Eigentor in Führung. Es war erst das dritte WM-Tor von Haiti. Nach dem Ausgleich durch Achraf Hakimi (39.) drosch der Haitianer Wilson Isidor (43.) den Ball aus 26 Metern in den Winkel. Die 68.239 Fans in Atlanta flippten aus – oder schauten ungläubig drein. Der bei Bayern München gehandelte Ismael Saibari (45.+1) brachte den Halbfinalisten von 2022 zurück ins Spiel. Soufiane Rahimi (78.) und Gessime Yassine (89.) sorgten schließlich noch für den marokkanischen Sieg.
Mexiko mit perfekter Vorrunde
Mit einer perfekten Vorrunden-Bilanz hat Mitgastgeber Mexiko unterdessen die WM-Euphorie im Land weiter befeuert und sieglose Tschechen nach Hause geschickt. «El Tri» gewann 3:0 (0:0) gegen die mit Bundesliga-Power angereisten Osteuropäer. Zunächst traf WM-Debütant Mateo Chavez (55.), nur sechs Minuten später erhöhte Julián Quiñones.
Die WM-Bilanz der Tschechen 20 Jahre nach dem Vorrunden-Aus ist mit nur einem Punkt verheerend. In der Gruppe belegen A belegen sie den letzten Platz.
Und so konnte Trainer Javier Aguirre zumindest bei einem großen Fußball-Volksbegehren nachgeben: Zum ersten Mal durfte Wunder-Teenager Gilberto Mora mit 17 Jahren von Beginn an ran. Und auch Keeper Guillermo Ochoa kam bei seiner sechsten WM-Teilnahme mit bald 41 Jahren zu einem Ehreneinsatz. Er wurde in der 78. Minute für Raul Rangél eingewechselt.
Südafrika schreibt Fußball-Geschichte
Südafrika hat bei seiner vierten WM-Teilnahme erstmals die K.-o.-Phase erreicht und damit nationale Fußball-Geschichte geschrieben. Das Team des belgischen Trainers Hugo Broos gewann das letzte Vorrundenspiel gegen Südkorea mit 1:0 (0:0) und schloss die Gruppe A als Zweiter ab.
Thapelo Maseko sorgte mit seinem Treffer in der 63. Minute für grenzenlosen Jubel bei Bafana Bafana. Im Sechzehntelfinale trifft Südafrika am Sonntag in Inglewood bei Los Angeles auf Co-Gastgeber Kanada, das nach dem 1:2 gegen die Schweiz als Zweiter der Gruppe B weiterkam. Südkorea beendete die Vorrunde mit drei Punkten auf Rang drei und muss jetzt um den Einzug in die K.o.-Phase zittern.
Bosnien-Herzegowina reicht erster Sieg fürs Weiterkommen
Grund zur Freude gab es auch bei Bosnien-Herzegowina. Den erstmaligen Einzug in eine K.-o.-Phase bei der WM feierten die Spieler und Verantwortlichen bereits direkt nach dem 3:1 gegen Katar. Wenige Stunden später stand das Erreichen des Sechzehntelfinales dann auch rechnerisch fest, dank der Siege von Brasilien und Marokko. «Wir sind als komplette Underdogs gekommen. Wir wollten etwas Großartiges schaffen und das haben wir geschafft», sagte der stolze Nationalcoach Sergej Barbarez nach dem ersten Sieg seines Teams bei diesem Turnier. (dpa)

Fun fact: am 21.08.2026 spielt die Frankfurter Eintracht das erste Pflichtspiel in Uerdingen seit 10351 Tagen.
Und Yeboah schoss dort mal 4 Tore und wir haben trotzdem 0:2 verloren…
Morsche!
Nachdem nun die Vorbereitung der Eintracht bekannt gegeben wurde, frage ich mich, seit wann es im Sommer nur noch ein Trainingslager gibt?
Sonst gab es doch regelmäßig 2:
– das erste diente v.a. Grundlagentraining sowie Beobachtung eines erweiterten Kaders
– das zweite fand dann mit reduziertem Kader statt und diente dem Einspielen der Mannschaft
Hütter wird einerseits sich sicherlich auch die zurückkommenden Leihspieler einmal persönlich anschauen wollen, bevor man hier Entscheidungen trifft. Das würde für ein großes Trainingslager sprechen.
Andererseits muss auch er ja sein System dann auch einspielen lassen. Klar, das kann man auch zu Hause. Dann erstaunt aber, wie wenig Test-Gegner die Eintracht diesen Sommer vor der Brust hat.
ZITAT:
„Fun fact: am 21.08.2026 spielt die Frankfurter Eintracht das erste Pflichtspiel in Uerdingen seit 10351 Tagen.“
Fukel raus
Re: @3
Warum sollte man bei einer ohnehin wegen der WM zersplitterten Vorbereitung zwei Trainingslager machen? So können die Rückkehrer nach und nach dem Trainingsbetrieb wieder aufnehmen.
Fun Fact:
Der Toreschnitt bei der WM 2026 beträgt aktuell 3,06 Tore pro Spiel. Das liegt deutlich über den Werten der letzten WMs. Zuletzt wurde 1958 in Schweden in höherer Wert erreicht. Zuletzt lagen die Werte im Bereich 2,2 bis 2,7.
Da macht sich evtl. doch bemerkbar, dass durch die größere Teilnehmeranzahl das Leistungsgefälle deutlicher ist.
Quelle:
https://www.liga-ergebnisse.de.....rschaften/
Jetzt fallen auch noch Tore.
Irgendwas ist halt immer.
:-))
LOL
ZITAT:
„Und Yeboah schoss dort mal 4 Tore und wir haben trotzdem 0:2 verloren…“
Die Punkte wurden aberkannt, aber die Tore blieben ihm erhalten und er wurde Torschützenkönig.
ZITAT:
„Dann erstaunt aber, wie wenig Test-Gegner die Eintracht diesen Sommer vor der Brust hat.“
Ist denn schon klar das dies die finale Liste der Testgegner in der Vorbereitung ist?
Man hat Gießen, Waldhof, Brentford und St. Tönis (sorry, dass ist für mich nicht mehr als ein Test)
Ich glaube die Spieler dürften ganz froh sein nur ein Trainingslager zu haben. Die Bedingungen sind hier gerade im Sommer doch optimal. Ich sehe da nur Vorteile gegenüber einem Trip nach Amerika.
Morsche
da müssen sich die Südafrikaner ganz schön gesteigert haben. Im ersten Spiel gegen Mexiko waren die total orientierungslos.
Oder die waren mental eingeschüchtert beim Eröffnungsspiel.
Oder Mexiko ist ziemlich stark.
Mexiko so etwas wie ein Geheimfavorit?
St. Tönis nur ein Testspiel? So ein Testspiel, wie im ersten Spiel unter Hütter der SSV Ulm (1:2) nur ein Testgegner war? Oder doch mehr so wie der SV Waldhof Mannheim, de im ersten Spiel unter Glasner (0:2) nur ein Testspielgegner war?
Werfe ein r hinterher.
Im Prinzip sollte man in Frankfurt genau son gut trainieren können wie woanders. Trainingslager hilft aber wahrscheinlich beim Aufbau der Mannschaftssozialstruktur.