Länderspiele „Das ist cool“
Dienstag, 22.09.26 um 14:23 Uhr | 27 Kommentare
Foto: Florian Wiegand/dpa
Younes Ebnoutalib ist von Bundestrainer Jürgen Klopp erstmals in die DFB-Auswahl berufen worden. Warum dem Frankfurter Stürmer die Entscheidung für Deutschland leicht gefallen ist.
Younes Ebnoutalib musste nicht lange überlegen, welches Nationaltrikot er sich überstreifen möchte. „Es ist klar, dass ich für Deutschland spiele. Wenn Kloppo anruft, muss man hingehen. Er ist einer der besten Trainer der Welt“, sagte der Stürmer des Bundesligisten Eintracht Frankfurt über den Anruf von Bundestrainer Jürgen Klopp.
Dass er für die anstehenden Nations-League-Spiele in den Niederlanden am Donnerstag und gegen Griechenland am Sonntag erstmals in die DFB-Auswahl berufen wurde, sei „schon ein sehr cooles Gefühl. Ich habe nie gedacht, dass mal die Chance kommt, für Deutschland zu spielen. Ich freue mich sehr“, sagte Ebnoutalib und fügte hinzu: „Ich versuche mein Bestes zu geben und hoffe, dass ich viel Einsatzzeit bekomme.“
Herz schlägt auch für Marokko
Als Sohn einer deutschen Mutter und eines marokkanischen Vaters hätte Ebnoutalib auch für die Auswahl des nordafrikanischen Landes spielen können. „Ich habe auch mit dem marokkanischen Trainer gesprochen. Aber der Austausch war nicht so intensiv“, berichtete der 23-Jährige im DFB-Camp in Herzogenaurach.
Dennoch geht sein Blick immer ein wenig nach Marokko, wo der Eintracht-Stürmer im vergangenen Sommer auch Urlaub machte. „Ich habe zwei Herkunftsländer und liebe beide Länder. Ich drücke Marokko die Daumen und fiebere mit denen mit“, sagte Ebnoutalib.
Profi-Karriere über Umwege
Der Fokus liege aber natürlich auf der deutschen Nationalmannschaft, die für ihn vor zwei Jahren noch unerreichbar schien. Denn Ebnoutalib, der in dieser Saison schon viermal getroffen hat, ist ein Spätzünder im Profi-Fußball. „Mein Weg verlief nicht gerade, sondern mit vielen Höhen und Tiefen. Aber ich habe immer versucht, dranzubleiben und Gas zu geben. Das prägt einen, niemals aufzugeben“, berichtete Ebnoutalib.
Als 19-Jähriger kickte er noch in der Verbandsliga bei Rot-Weiss Frankfurt. Es folgte ein gut einjährige Abstecher nach Italien zum Nachwuchs des AC Perugia, wo sein Vertrag nach einem Mittelfußbruch im Dezember 2023 aufgelöst wurde. „Das war eine sehr schwierige Zeit, die nicht schön war. Trotzdem habe ich viel aus dieser Situation gelernt“, erzählte Ebnoutalib.
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er mehr als sechs Monate lang sogar vereinslos und kam dann im Sommer 2024 beim Viertligisten FC Gießen unter. So richtig Fahrt nahm seine Karriere erst auf, als ihn der heutige BVB-Sportdirektor Ole Book im Januar 2025 für 50.000 Euro zum damaligen Zweitligisten SV Elversberg holte. „Er hat mich sehr unterstützt und mir immer ein sehr gutes Gefühl gegeben“, sagte Ebnoutalib.
Debüt schon in den Niederlanden?
Ein Jahr später folgte bereits der Wechsel zur Eintracht, mit dem sich für den Frankfurter ein Kindheitstraum erfüllte. Und nun steht er mit Stars wie Joshua Kimmich, Nico Schlotterbeck, Jamal Musiala oder Kai Havertz gemeinsam auf dem Trainingsplatz. „Ich war einer der ersten, der hier angekommen ist. Beim Mittagessen haben wir uns dann alle begrüßt. Das war sehr positiv“, berichtete Ebnoutalib über die erste Begegnung mit seinen DFB-Kollegen.
Er sei einfach nur „happy“, Teil der deutschen Nationalmannschaft zu sein. Die will er getreu der Vorgabe des Bundestrainers „mit Stolz repräsentieren. Ich werde alles reinhauen und Gas geben, auch wenn es mal nicht läuft“, sagte der Angreifer. Vor allem auf das Duell mit der Oranje-Auswahl freut sich Ebnoutalib: „Das ist schon cool, gegen Holland zu spielen.“ (Eric Dobias und Klaus Bergmann, dpa)

„Ebnatoulib“ steht da oben.
Re: @1
Das deckt sich mit meinen Informationen.
Ui. Schnell korrigiert.
„War ein schöner Ausflug in den Wald Samstag.
Viele Bekannte User getroffen, neben einem saß ich und die Murmel sah gewohnt stylisch aus :-)
Die Zusammenfassung des Spiels belegt, dass es ein Punkt Gewinn war.“
Die Murmel sieht immer stylisch aus, absolut.
Wir hatten einen MSV-Fan mit dabei, der konnte dann mal erstklassigen Fußball sehen, auch wenn es – anders als bei den Zebras tags drauf – keinen Sieg gab. Aber passte schon, definitiv ein geeignetes Spiel für einen semi-neutralen Zuschauer.
Ein Punkt wurde gewonnen, am Ende. Wie zu erwarten wird es mit der Abwehr schwer ne weiße Weste zu haben. Geht gut, solange es vorne läuft – Burkardt ist da nicht ganz so umfänglich wie AMFG14, aber zumindest zum großen Teil die Lebensversicherung. Was mich immer wieder beeindruckt ist wo er überall rumwuselt und besonders: Er ist einer der wenigen Stürmer, die sich den Ball per Brust so vorlegen können, um mit dem nächsten Ballkontakt entweder gleich das Tor oder ne großartige Vorlage zu geben. Da sticht er definitiv hervor.
ZITAT:
„“Ebnatoulib“ steht da oben.“
Ausgerechnet bei diesem Allerweltsnamen.
In den letzten Jahrzehnten habe ich mir abgewöhnt, „Freundschafts“-Länderspiele außerhalb von WM und EM zu schauen. Die Spieler hatten das zunehmend als lästige Pflichtübung angesehen und traten dementsprechend auf.
Jürgen Klopp, den ich an der Uni kennenlernen konnte, bringt mich mit seinem Elan dazu, tatsächlich die nächsten, eigentlich recht unbedeutenden, Spiele unser Nationalmannschaft anzuschauen. Und zwar nicht nur, weil unsere Frankfurter Jungs dabei sind – sogar mit einem original Frankfurter Jungen.
Anfangs hat mich der Ansatz mit zwei Teams überrascht, mittlerweile finde ich, dass er auch einiges für sich hat. Lassen wir sie mal spielen. Hauptsache sie fighten sich rein und lassen sich nicht so abkochen wie gegen Paraguay.
OT: Es ist sehr befremdlich, dass hier eine Unwucht existiert hinsichtlich der Bewertung und Reaktion auf die Wahlergebnisse der letzten Wochen. Wurde sich über das Ergebnis in Sachsen-Anhalt doch sehr einseitig echauffiert, wird das mindestens genauso problematische Ergebnis in Berlin, das eine Partei an die Macht bringen könnte, die Judenhasser, Islamisten, Clankriminelle, Mauerschützenbefürworter, Hamas-Terrorunterstützer nicht nur in ihrem Dunstkreis hat, sondern teilweise sogar direkt anspricht, hier nicht aufgegriffen. Dass die dortigen Wahlsieger ein gestörtes Verhältnis zu sozialer Marktwirtschaft und (Meinungs)freiheit haben, muss eigentlich bei der Vergangenheit von Teilen dieser Partei eigentlich nicht weiter erwähnt werden. Wer auf dem linken und islamistischen Auge blind ist, erwacht eines Tages in einem Neo-Teheran. Oder endet an einem Kran.
Wäre der Hammer, wenn unsere Frankfurter Stürmer bei Kloppo treffen würden. Den richtigen Riecher haben sie dafür.
Der Jonny soll ja gesund von der N11 zurückkommen, unersetzlich.
Nationenliga sind Pflichtspiele, die im günstigen Fall zu einer Quali für ein großes Turnier führen können, oder?
Re: @6
solltes du nicht ehe die FAZ lesen? – wenn ich richtig informiert bin, glauben die auch noch daran, dass unser Wirtschaftssystem das der „Sozialen“ ist – lies doch mal F. Merz: Mehr Kapitalismus wagen
ZITAT:
„Nationenliga sind Pflichtspiele, die im günstigen Fall zu einer Quali für ein großes Turnier führen können, oder?“
Das Turnier ist zwar eher kleiner aber ja.
Zur Ablenkung darf ich Euch mit Neuem zu einem weiteren Reizthema triggern. Fußballfans sind keine Verbrecher, aber sind Ultra-Gruppen kriminelle Vereinigungen bzw. können das sein?
https://www.iww.de/quellenmate...../id/255903
(Bundesgerichtshof: Beschluss vom 08.07.2026 – 3 StR 591/25)
Was da geschildert wird, fällt bei mir allerdings eher unter „Hooligans“. Na ja, Begriffe halt. Bei den (nüchtern gehalteten) Schilderungen will man solche jedenfalls nicht als Gruppe treffen.
# 6 noch einmal zum OT:
jeder sollte zumindest bei uns in Frieden, Freiheit und Schädigungfrei leben können, egal welcher Religion, Geschlecht, Nationalität usw. (hoffentlich habe ich keine(n) vergessen) – ich bin mir sicher, dass Die Linke sich bemühen wird, sich von Personen zu trennen, die sich menschendverachtend verhalten – ich hoffe, dass dies schneller geht, als die C?U es mit Filbinger ausgehalten hat
Bislang hat die Linke sich nicht davon getrennt.
Identitätsdenken, Tribalismus und Schubladendenken ist das, was uns u.a. in die jetzige Situation als Gesellschaft gebracht hat. Wer nicht in der Lage ist, sich über unterschiedliche Standpunkte zu informieren, sich mit ihnen dahingehend auseinanderzusetzen, dass man das Positive und Negative daran herausarbeiten kann, trägt zur gesellschaftlichen Spaltung und zum wirtschaftlichen Abstieg bei. Und offenbart nebenbei gleichzeitig, dass er entweder die intellektuellen Grundlagen der Aufklärung nicht verstanden hat oder sie verachtet. In all diesen Fällen möge man sich gerne in die eigenen Wagenburgen zurückziehen, dann aber nicht überrascht sein, wenn die Realität eines Tages die Oberhand gewinnt.
Wenn ich es nötig hätte, diese lächerlichen und erbärmlichen identitätspolitischen Spielchen mitzumachen, mich auf eine Seite wie FR vs. FAZ oder sonst etwas derartig Antagonistisches zu schlagen, würde ich mit Pico della Mirandola sagen: Was wäre ich da für ein kleines Licht! So löst man keine Probleme, sondern schafft sich neue. Eine Gesellschaft kommt nur weiter, wenn man Probleme anspricht, analysiert und miteinander nach Lösungen sucht.
Ich hoffe, dass man das beim DFB in den letzten Monaten nach der WM auch getan hat und es noch weiter tut. So kommt man voran und zurück an die Weltspitze.
Re: @14
na, wenn du es weißt, warum pauschalisierst du?
Ich glaube hingegen, dass die Tendenz zur Häufung von Fällen pathologischen Narzissmus‘ eines unserer Hauptprobleme ist, lieber Einlauf.
Denk gerne mal darüber nach bzw. hole Dir professionelle Hilfe.
Ich finde ja Leute, die meinen, anderen empfehlen zu müssen Hilfe zu holen, anmaßend und übergriffig.
Meine Wahrnehmung ist, dass die Linke in Berlin hauptsächlich wegen der prekären Situation armer und junger Menschen, insbesondere der Wohn-Situation, gewählt wurde.
Bezahlbares Wohnen ist ein existienzielles Bedürfnis.
Keine andere Partei hat das so direkt addressiert, deshalb wurden sie gewählt.
Intifada und Putin sind da nachrangig, selbstverständlich nicht schön, das lässt sich aus meiner Wohlstands-Blase heraus natürlich leicht kritisieren.
Wäre die SPD noch die von früher, bräuchts das nicht.
„Bislang hat die Linke sich nicht davon getrennt.“
Wird wohl auch eher nicht passieren, dafür ist der Antisemitismus zu sehr Teil des Erfolges. Aber Petra Pau war schon deutlich – wobei man sagen muss, die Verbindung des Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak zum Remmo-Clan ist schon krass. Im Bundestag den Kampf gegen Clankriminalität zu diskreditieren und dann einen Clanmitglied zu bitten das Video davon zu verbreiten…kein Wunder dass der Clan-Chef dann nach der Wahl bei den Linken mitfeiern wollte.
Ob diese, oder die Geschichte eines anderen Partygastes namens Ibrahim Ibrahim (Die Süddeutsche Zeitung beschreibt ihn als Unterstützer der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), die vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft und von der EU als Terrororganisation geführt wird) Folgen hat – man kann nur hoffen, dass SPD und Grüne es sich zweimal überlegen ob sie mit dieser Partei eine Koalition eingehen.
ZITAT:
„Ich finde ja Leute, die meinen, anderen empfehlen zu müssen Hilfe zu holen, anmaßend und übergriffig.“
+1
Re: @19
bevor etwas in den sog. „falschen Hals“ kommt, siehe meine # 12 –
ich pauschalisiere mal ähnlich wie du: alle sog. Mitteparteien sind nur daran interessiert, andere zu kommodifizieren, das kriegste aus denen nicht raus – heftig oder – Kocak siehe Tagesschau
Wamser hat gegen die Bayern gezeigt, weshalb ManCity sie unbedingt für viel Geld haben wollte!
„Die Linke“ == PDS == SED
Das darf man nicht vergessen, auch wenn Sie sich da alle Mühe geben^^
Re: @23
und wie hälst du es mit Filbinger und die C?U?
Re: @18
Sehe ich absolut genauso wie Du, Schusch. Bereits der Volksabschied hatte ha gezeigt, dass das Thema Mieten den Wählern in Berlin absolut auf den Nägeln brennt. Eine SPD, für die das „S“ im Namen noch etwas bedeutet, hätte das erkannt.
@23
Das ist alte Leute-Denken.
Dass die Linke mal aus der SED entstanden ist, interessiert keinen mehr, wenn es darum geht, wer macht mir ein Angebot?
Es ist eher so, dass die etablierten Parteien, da zähle ich auch die Grünen dazu, gerade jungen Leuten keine Angebote mehr machen. (Und auch armen nicht).
Meine durchaus aufweckten, nun volljährigen Nichten meiner Partnerin, die sehr politisch interessiert sind, tendieren da zur Linken.
Eben deshalb, dass sie den gegenwärtigen Kapitalismus mit seinen Auswirkungen gerade auf die schwächeren der Gesellschaft nicht gut finden. Zu recht.
(Disclaimer: Ich war früher sehr links und werde grad wieder linker, aber nicht so. Ich hätte gerne eine SPD.)
Warum gehen die nicht zu den Jusos? Warum wohl. Oder sonst zu irgendeiner anderen Partei, die sonst immer dafür in Frage käme?
Und für die anderen jungen Leute: Verspricht jetzt die Junge Union noch die Politkarriere, oder die Jungen Liberalen?
Die Jusos? Haha.
Der junge Testeron-Bursch ist lieber gleich bei der AfD. Kann man sich uffpumpen.
Ich sage es nocheinmal: Die Linke hat nicht gewonnen, weil sie Antisemiten sind, sie haben gewonnen, weil sie existientielle Bedürfnisse als solche bezeichen: Wohnen, Arbeit, Preise.
Die AfD hat gewonnen, weil sie aus den selben Gründen das schlechte im Menschen aktiviert.
Soziale Absicherung habe ich vergessen. Das eigentlich wichtigste.
Wenn die SPD sich zum Erfüllungsgehilfen des Sozialabbaus macht, frage ich mich, kennen die eigentlich ihre eigene Geschichte? Warum diese Partei mal gegründet wurde? Gothaer Programm und so?
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