WM-Aus DFB-Elf raus

Foto: Tom Weller/dpa
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Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht nach dem deutschen WM-Aus keinen Grund für einen Rücktritt. Jürgen Klopp hält sich zurück.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft fährt bei der WM schon nach der ersten K.-o.-Runde nach Hause, der angezählte Julian Nagelsmann will dennoch Bundestrainer bleiben. Der 38-Jährige erklärte nach dem 3:4 gegen Paraguay im Elfmeterschießen noch im Stadion von Foxborough seine Bereitschaft, im Amt zu bleiben. „Ich möchte es weitermachen. Ich stehe bereit, wenn man das möchte“, sagte Nagelsmann bei MagentaTV. Sein Vertrag mit dem DFB läuft noch bis nach der EM 2028.

Das sind die weiteren wichtigen Themen der Nacht:

Kapitän Kimmich nach WM-Aus: Kein Rücktritt beim DFB

Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich hat nach der dritten enttäuschenden Weltmeisterschaft in Serie einen Rücktritt ausgeschlossen. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde ist: Aufgeben“, sagte der 31 Jahre alte Fußball-Profi bei Magenta TV nach dem völlig unerwarteten Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Paraguay.

Wie schon nach dem Aus in der Gruppenphase in Katar bei der vorausgehenden WM fand der Bayern-Profi deutliche und reflektierte Worte. Es sei „schon so, dass man hier antritt und Deutschland stolz machen will“, sagte Kimmich. Als Kind erinnere er sich an Finals oder Halbfinals für das DFB-Team. Das wolle man auch der aktuellen Generation geben.

Klopp zur Bundestrainer-Frage: „Nicht der Moment“

Jürgen Klopp wehrt sich nach dem enttäuschenden deutschen WM-Aus gegen eine Bundestrainer-Debatte um seine Person. „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment. Es gibt dazu nichts zu sagen“, sagte die Trainer-Ikone bei MagentaTV.

Die Entscheidung über die Zukunft Nagelsmanns liegt nach dem Scheitern im Sechszehntelfinale gegen Paraguay nun beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Aberkanntes DFB-Tor sorgt für Ärger

Das aberkannte Tor von Jonathan Tah im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gegen Paraguay zum 2:1 wegen eines angeblichen Foulspiels sorgt für Ärger und Diskussionen. „Das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein Vollskandal“, sagte Nagelsmann im ZDF: „Das ist nicht mal ansatzweise ein Foulspiel.“ Bei MagentaTV hatte er die Entscheidung zuvor als „Witz“ bezeichnet.

Was war passiert? Nach einer Ecke köpfte Tah Deutschland zur 2:1-Führung. Doch dann griff der VAR, um den es bei der WM bislang relativ wenig Ärger gab, wegen eines angeblichen Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Keeper Orlando Gill ein. Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Aktion noch einmal am Monitor angesehen hatte, entschied er auf Foulspiel.

Paraguay-Keeper über DFB-Schützen: „Jedes Detail analysiert“

Orlando Gill entschärfte zunächst die Elfmeter von Kai Havertz und Nick Woltemade – und brachte schließlich Jonathan Tah so aus dem Konzept, dass dieser den Ball weit über das Tor in den Abendhimmel von Massachusetts jagte. Mit insgesamt drei vereitelten Strafstößen avancierte Paraguays Torhüter im Sechzehntelfinale der Fußball-WM zum großen Deutschland-Schreck.

Auf die Frage, ob der Erfolg reine Intuition oder akribische Vorbereitung gewesen sei, erklärte der 26-Jähr nach dem 4:3 im Elfmeterschießen gegen Deutschland: „Ich habe jeden Spieler, jeden Aspekt, jedes Detail analysiert, und Gott sei Dank konnte ich zwei Elfmeter halten, was für die Qualifikation entscheidend war.“

Matthäus rechnet mit Ende der Ära Nagelsmann

Lothar Matthäus rechnet nach dem frühen Aus bei der Fußball-WM mit einem Abschied von Julian Nagelsmann und einem neuen Bundestrainer für die Nationalmannschaft. „Ich glaube, dass es nach dieser Weltmeisterschaft mit einem neuen Trainer weitergehen muss. Das war einfach zu viel. Es gibt wahrscheinlich einiges aufzuarbeiten, auf dem Platz, außerhalb des Platzes“, sagte Matthäus nach der Partie.

Matthäus kritisierte die Leistung im Sechzehntelfinale gegen Paraguay, empfand sie aber nicht als Einzelfall. „Ein Spiel kann immer passieren. Aber wir haben ja schon gegen Ecuador Katastrophe gespielt“, sagte der 65-Jährige. „Wenn man das Gesamte sieht: Ich bin nicht traurig. Ich bin überrascht, dass man gegen eine so schwache Mannschaft ausscheiden kann. Aber ich bin nicht traurig aufgrund der gezeigten Leistung.“ (dpa)

Foto: Tom Weller/dpa

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9 Kommentare
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  1. Wenigstens verspotten uns die Holländer nicht mehr als üblich.

  2. Weder die Holländer noch wir empfinden gegenseitige Schadenfreude. Höchstens Mitgefühl…..

  3. JG555Pflichtspiele

    Nichts ist mehr wie 1974.

  4. Einfach es mal mit nem ausländischen Trainer versuchen -Oliver Glasner könnte z.B. übernehmen!

  5. ZITAT:
    „Einfach es mal mit nem ausländischen Trainer versuchen -Oliver Glasner könnte z.B. übernehmen!“

    Die Frage ist bei Nationaltrainern ja immer, kann er das in der kurzen Zeit, die er jeweils vor den Länderspielen hat dann auch umsetzen, was er möchte, bin mir da bei Olii unsicher.

    Vorteil des DFB bei einem Gespräch mit Olli. „Herr Glasner, wir treffen uns am Konstimarkt“, dann ist der Vertrag eigentlich schon durch 😉

  6. Völlig entspannt. Seuchensaison entgültig vorbei. Jetzt WM genießen und Adi alle Daumen drücken für eine „gute“ Kaderzusammenstellung. Alles auf Null.

  7. Vielleicht sollte man es mal mit Fritze Merz als Bundestrainer versuchen? Der weiß die Stimmung einzuschätzen, und analysiert das Spiel mit großem Fachwissen:

    „Friedrich Merz hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem frühen Aus bei der Fußball-WM Mut zugesprochen. „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel“, hieß es in einem Beitrag des offiziellen Accounts des Kanzlers auf X. „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“

 

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