Heimsieg Kalimuendo erlöst Fans

Foto: Imago/Jan Hübner
Foto: Imago/Jan Hübner

In einem über weite Strecken schwachen Bundesliga-Spiel gewinnt Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Heidenheim. Am Ende der Partie spielten die Hessen nur zu zehnt.

Eintracht Frankfurt hat den 1. FC Heidenheim in der Fußball-Bundesliga noch tiefer in die Krise gestürzt. Nach dem 1:0 (0:0)-Heimsieg der Eintracht am 26. Spieltag wird der Abstieg des Clubs von der Ostalb immer wahrscheinlicher. Der Rückstand des Tabellenletzten auf den Relegationsplatz beträgt weiter zehn Punkte. Währenddessen festigte die Eintracht den siebten Platz, der möglicherweise zur Qualifikation für den Europapokal reicht.

Nach einer erschreckend schwachen ersten Hälfte ohne Höhepunkte erzielte Frankfurts Winter-Zugang Arnaud Kalimuendo in der 53. Minute mit einem sehenswerten Seitfallzieher den Siegtreffer für die Gastgeber. Die Eintracht beendete die Partie zu zehnt, weil Kapitän Robin Koch in der 73. Minute nach einem wiederholten Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah.

Riera mit drittem Sieg im dritten Heimspiel

Für Albert Riera war es im dritten Bundesliga-Heimspiel als Frankfurter Coach der dritte Heimsieg. Das gelang mit der Eintracht zuletzt Lothar Buchmann 1980. Für die Heidenheimer geht derweil die Mega-Krise weiter. Seit 13 Bundesliga-Partien ist die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt sieglos. Das ist laufender Vereinsnegativrekord.

Bereits vor dem Spieltag war die Ausgangslage für die Heidenheimer mit zehn Punkten Abstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz extrem schlecht. Ein so großer Rückstand wurde so spät in der Saison noch nie in der Bundesliga-Historie wettgemacht.

Pfiffe zur Halbzeit

Die 58.700 Zuschauer sahen eine äußert schwache erste Hälfte ohne auch nur einen einzigen nennenswerten Abschluss. Die Eintracht hatte zwar viel Ballbesitz, doch wie schon zuletzt beim 0:0 gegen den FC St. Pauli fehlten Tempo, Kreativität und Durchschlagskraft.

Den Heidenheimern fiel es gegen ideenlose Frankfurter leicht, defensiv stabil zu stehen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Tabellenletzte selbst bis zur Pause keine Torgefahr ausstrahlte. Angesichts des harmlosen Auftritts ihrer Mannschaft reagierten einige Frankfurter Anhänger zur Halbzeit mit Pfiffen.

Kalimuendo artistisch zur Führung

Nach der Pause wurden die Frankfurter zielstrebiger. Die bis dahin mit Abstand beste Chance der Partie hatte in der 50. Minute Eintrachts Ritsu Doan, der aber unter Bedrängnis deutlich verzog. Besser machte es Kalimuendo, der nach Kopfball-Vorlage von Koch artistisch zum 1:0 traf.

Nach der Führung blieb die Eintracht am Drücker und suchte die Vorentscheidung. Doch klare Chancen konnten sich die Hessen nicht herausspielen.
Heidenheims Ausgleich zählt nicht

Und die Heidenheimer? Die fanden lange Zeit offensiv überhaupt nicht statt und spielten wie ein Absteiger. Wie aus dem Nichts erzielte Sirlod Conteh nach einem Konter den vermeintlichen Ausgleich (68.), doch der Treffer wurde nach Videoüberprüfung wegen einer hauchdünnen Abseitsposition aberkannt.

Nachdem die Eintracht durch Kochs Platzverweis in Unterzahl geraten war, lauerten die Hausherren auf Konter. Doan fehlte jedoch die nötige Präzision im Abschluss (75.), Ayoube Amaimouni-Echghouyab scheiterte am guten Heidenheimer Keeper Diant Ramaj (79.). In der Schlussphase drückten die Schwaben noch einmal auf den Ausgleich, ein Tor gelang ihnen aber nicht mehr.

Krösche weicht Zukunftsfrage aus

Sportvorstand Markus Krösche hat nach dem Sieg gegen Heidenheim eine klare Aussage zu seiner persönlichen Zukunft vermieden. „Also erst mal bleiben wir bei den Fakten: Ich habe Vertrag bis 2028, und Spekulationen gibt’s halt immer. Ich habe Vertrag bis 2028 – und daran ändert sich auch nichts“, antwortete der 45-Jährige auf die Frage, ob es stimme, dass er darüber nachdenke, seinen bis Vertrag nicht zu erfüllen.

Am Freitag hatte eine turnusmäßig Aufsichtsratssitzung der Eintracht stattgefunden. Ob es auch um seine Zukunft ging, ließ Krösche offen. Die Sitzung sei jedenfalls «nichts Außergewöhnliches» gewesen.

Mehrmals goldenes Händchen, dann in der Kritik

Mit seiner Transferpolitik hat Kaderplaner Krösche in den vergangenen Jahren nicht nur immer wieder große Erlöse in die Eintracht-Kassen gespült, sondern den Club auch zu sportlichen Erfolgen wie der Champions-League-Teilnahme geführt.

In dieser Saison bleiben die Hessen allerdings hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück. Die Frankfurter sind nach dem 26. Spieltag Siebter und müssen um die angepeilte Europapokal-Qualifikation bangen. Das liegt auch an Krösche, der bei seinen Transfers zuletzt nicht immer ein gutes Händchen bewies. (Christian Johner, dpa/red)

24 Kommentare
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  1. Guten Morgen aus Tokyo :-)

  2. „Ich habe Vertrag“ – dafür hätte es vom Deutschlehrer eine Ohrfeige gegeben.

  3. Das ist amtlich anerkanntes Fußballdeutsch. Guten Morgen ihr Heidenheim-Besieger.

  4. „Ich habe Vertrag und alles andere interessiert mich nicht“ bedeutet ja meist eher was in Richtung „so gut wie weg“.

  5. Ich geh Wahlamt – kombinieren.

  6. ZITAT:
    „Guten Morgen aus Tokyo :-)“

    Konbanwa, Volker san. ;-)

  7. Lost in Translation….

  8. ZITAT:
    „Lost in Translation….“

    Und dann noch Paralleluniversen und unterschiedliche Zeitzonen. Fast wie in nem Fantasyroman hier. Mei, auf dem Platz passiert ja auch nicht viel. ;-)

  9. ZITAT:
    „“Ich habe Vertrag“ – dafür hätte es vom Deutschlehrer eine Ohrfeige gegeben.“

    Im Originalinterview steht:

    „Es wird immer spekuliert, aber ich habe einen Vertrag bis 2028, alles andere ist unwichtig.“

  10. ZITAT:
    „Seufz.

    https://maintracht.blog/2026/0.....el-vorbei/

    Im Gegensatz zu mir hast Du ja Schmerzensgeld erhalten. Rechtzeitig zwei Karten verkauft……..

  11. Das Geheule der scheiß Bayern ist ja unerträglich… Einmal in der Saison wurde nicht zu ihren Gunsten gepfiffen und schon machen sie ein Riesen Fass auf..

  12. Und schon wird im nächsten Spiel der Schiri im Unterbewusstsein beeinflusst sein. Schon seit jeher ist es so das die Bauern selbst bei jedem Einwurf ein Riesenfass aufmachen.

  13. ZITAT:
    „ZITAT:
    „“Ich habe Vertrag“ – dafür hätte es vom Deutschlehrer eine Ohrfeige gegeben.“

    Im Originalinterview steht:

    „Es wird immer spekuliert, aber ich habe einen Vertrag bis 2028, alles andere ist unwichtig.““

    ZITAT:
    „ZITAT:
    „“Ich habe Vertrag“ – dafür hätte es vom Deutschlehrer eine Ohrfeige gegeben.“

    Im Originalinterview steht:

    „Es wird immer spekuliert, aber ich habe einen Vertrag bis 2028, alles andere ist unwichtig.““

    Bestätigt den Eindruck, dass der natürlich nicht gelesene Eingangsbeitrag recht schludrig verfasst wurde. Da gibt’s auch sonst noch die eine oder andere holperige Stelle.

  14. ZITAT:
    „Und schon wird im nächsten Spiel der Schiri im Unterbewusstsein beeinflusst sein. Schon seit jeher ist es so das die Bauern selbst bei jedem Einwurf ein Riesenfass aufmachen.“

    Dingert hat ja auch nach dem Spiel sehr offen über seine Entscheidungen geredet. Und gar nicht mal unbedingt in Relativierung zugunsten der Bayern… Da könnte sich der eine oder andere Schiri-Kollege ein Beispiel nehmen.

  15. Lob an Schiri Dingert, nicht dem sog. Bayernbonus anheimgefallen zu sein

  16. Wahi zieht es zu den Les éléphants. Eintracht könnte profitieren:

    https://www.transfermarkt.de/w.....ews/476657

  17. Das Problem ist ja eher, dass Schwalben im Fußball selten bestraft werden…

  18. ZITAT:
    „ZITAT:
    „Guten Morgen aus Tokyo :-)“

    Konbanwa, Volker san. ;-)“

    Heute ein Hase Nationaltrikot in 2xl anprobiert. Was soll ich sagen, war hauteng. Andere körpergrößen hier ;-)

  19. „In seit seinem Leihwechsel acht Spielen steuerte Wahi drei Tore und eine Vorlage für Nizza bei.“

    Inzwischen sind es neun Spiele (7 Liga/2 Pokal) und 4 Tore und 2 Vorlagen (eine davon im Pokal).

    Wer es gestern nicht gesehen hat, hier nochmal das Tor und die Vorlage beim 0:2 in Angers.

    Sehenswert:
    https://www.kicker.de/angers-g.....spielvideo

  20. ZITAT:
    „Lob an Schiri Dingert, nicht dem sog. Bayernbonus anheimgefallen zu sein“

    Den Sturz würde er nach eigener Aussage nicht mehr als Schwalbe werten – zurecht.

  21. „Im Originalinterview steht:
    „Es wird immer spekuliert, aber ich habe einen Vertrag bis 2028, alles andere ist unwichtig.“

    Bestätigt den Eindruck, dass der natürlich nicht gelesene Eingangsbeitrag recht schludrig verfasst wurde.“

    Es könnte aber auch sein, dass die eine Aussage im Interview auf Spon stand und die andere „nach dem Sieg gegen Heidenheim“ gemacht wurde.

  22. # 21
    geht ja nicht nur um das Fliegen – überhaupt in einem Spiel mit Bayernbeteiligung nach bestem Wissen und Gewissen zu pfeifen, passiert (klar subjektiv) nicht allzu oft – aus meiner Sicht! kann man die Situation als Schwalbe bewerten (Sportschau Bilder)

  23. @23
    Im Dopa sind sie (natürlich) auf die Szene eingegangen und man kann erkennen, dass Diaz sich halb selbst ein Bein stellt, bevor es zum Kontakt mit Blaswich kam.

 

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