WM Kane lobt Tuchel
Donnerstag, 18.06.26 um 05:00 Uhr | 14 Kommentare
Harry Kane überragt bei Englands WM-Start. Anteil am Sieg gegen Kroatien hat auch Thomas Tuchel, der bei seiner bislang wichtigsten Kabinen-Ansprache als Three-Lions-Coach den richtigen Ton trifft.
Als umjubelter Doppelpacker und neuer WM-Rekordtorschütze Englands hätte Harry Kane allen Ruhm für den erfolgreichen Turnierstart der Three Lions für sich reklamieren können. Doch in der Stunde des Triumphs lobte der Superstürmer seinen Trainer Thomas Tuchel und stärkte dem auf der Insel immer noch nicht unumstrittenen Deutschen damit demonstrativ den Rücken.
„Er hat eine großartige Ansprache gehalten, um ehrlich zu sein“, sagte Kane mit Bezug auf Tuchels Kabinen-Worte vor der zweiten Halbzeit gegen Kroatien, in der England zumindest phasenweise Titelform bewies. „Er hat uns gesagt, wir sollen die Fesseln abwerfen, uns beruhigen“, verriet der Profi des FC Bayern. Tuchel habe laut Kane außerdem motivierend eingewirkt: „Lasst uns einfach loslegen und der Welt zeigen, wer wir sein können.“
Tuchel trifft den richtigen Ton
Was folgte, war phasenweiser Dauerdruck der Engländer im Dallas-Stadion und die für den 4:2 (2:2)-Sieg entscheidenden Treffer durch Jude Bellingham (47. Minute) und Marcus Rashford (85.). Er habe sich zuerst hingesetzt, den Spielern etwas Zeit zum Runterkommen gegeben und erst dann gesprochen, sagte Tuchel über die wohl wichtigste Kabinen-Ansprache in seiner Zeit als Englands Nationaltrainer.
„Es war kurz, es war ruhig“, erklärte der 52-Jährige. Er habe seine Spieler wegen der Defensivprobleme und Passivität nicht etwa kritisiert, sondern „ermutigt, unseren Weg zu gehen“, so Tuchel: „Ich wollte, dass sie mutig sind, engagiert und intensiv.“
Tuchel hat Druck – aber auch Kane
Mutig geht der frühere Bundesligacoach auch mit dem Anspruch um, England nach 60 Jahren wieder zum Weltmeister zu machen. „Das Ziel dieser Mission ist klar: der zweite Stern auf unserem Trikot“, hatte Tuchel bereits im Frühling des Vorjahres in einem Video gesagt, das eine Kabinen-Ansprache an die Mannschaft zeigte und im Internet heiß diskutiert wurde. Und wie immer bei der Beziehung Englands mit Tuchel gab es nicht nur positive Kommentare.
„Thomas hatte unheimlich Druck heute“, sagte Trainer-Ikone Jürgen Klopp bei MagentaTV. Aber Tuchel hat auch einen Kane in der Form seines Lebens. Der 32-Jährige erzielte im 115. Länderspiel seine WM-Treffer neun und zehn (12., Foulelfmeter/42.) und zog mit Englands Rekordhalter Gary Lineker gleich. „Wie einflussreich kann ein Spieler eigentlich sein? Die Antwort heißt Harry Kane“, sagte Klopp.
Kane und Bellingham versprühen „Sternenstaub“
Schon vor dem Anpfiff hatte Klopp von dem Ausnahmespieler geschwärmt. „Neulich habe ich gehört, über ihn werden Bücher geschrieben, Lieder gesungen in der Zukunft“, sagte der frühere Liverpooler Meistertrainer: „Er hat das Stürmerspiel verändert. Er ist ein Konnektor, er bringt alle ins Spiel.“
Wie auch auf Clubebene bei den Bayern ließ sich Kane oft bis tief ins Mittelfeld fallen, um dort anspielbar zu sein und Bälle zu verteilen. Davon profitiert auch Bellingham auf der Zehner-Position. Beide hätten „unter dem Dach in Dallas etwas Sternenstaub versprüht“, schrieb die Zeitung „The Sun“.
Kane mit Rettungsaktion im eigenen Strafraum
Doch Kane zauberte nicht nur, er kämpfte auch. In der Nachspielzeit blockte er im eigenen Strafraum einen Schuss von Josko Gvardiol mit dem Bauch ab. Wenn man sich diese Aktion in der Defensive anschaue, sagte Tuchel, „dann weiß man alles über seine Leistung heute. Eine komplette Leistung, ein absoluter Leader.“
Tuchel, der einst mit dem FC Chelsea Champions-League-Sieger wurde, gab zu, dass das erste WM-Spiel für ihn „sehr emotional“ gewesen sei. Mit fast kindlicher Freude ergänzte er: „Ich will nirgendwo anders in der Welt sein als hier.“
Tuchels Problem bei der Nationalhymne
Nur eine Sache hat ihn beim WM-Start wirklich gestört: Er habe wegen der vielen Fotografen unmittelbar vor ihm seine Mannschaft während des Abspielens der Nationalhymne nicht sehen können. „Das hat das Erlebnis ein bisschen ruiniert“, meinte Tuchel.
Bei der Hymne „God save the King“ wolle er erst „ganz zum Schluss“ mitsingen, hatte Tuchel schon vor dem WM-Auftakt gesagt. Er müsse sich das Recht dazu erst verdienen. Der erste Schritt dafür ist gemacht. (dpa)

Moin. Das bislang beste Spiel der WM. Nette Unterhaltung.
Finde ich auch.
ZITAT:
„Trotzdem ist das unglücklich. OK, Gerüchte nicht kommentieren wollen, ist *ein* Ansatz. Aber nach der letzten Saison eine Woche lang alle wuschig machen, während der Brown-Transfer eingetütet werden soll, fühlt sich wieder einmal falsch an. „
Eine Woche ?
14(erste Meldungen in Italia und der FR) bis gestern – sind für mich 3 Tage, so ne 3 Tage Woche hätte ich auch gerne.
Und wer sagt das er in dieser Zeit nicht gearbeitet hat und den Deal weiter bearbeitet hat?
Ich finde es gefühlt zunehmend eine Unsitte, dass viele Medien als so ne Art Stöberhund agieren und Leute/Themen wie so ne Art Wild vor sich herzutreiben versuchen.
ZITAT:
„Ich finde es gefühlt zunehmend eine Unsitte, dass viele Medien als so ne Art Stöberhund agieren und Leute/Themen wie so ne Art Wild vor sich herzutreiben versuchen.“
Clickbaiting
P.S: Ich verdiene jetzt auch was am Wikipedia-Aufruf 😉
Re: @4
ja, das ist leider so – war aber schon „immer“ so (du hast die Kritik ja nicht nur auf die Eintracht bezogen) – ich darf eine Buchempfehlung geben: Kognitive Kriegsführung von Tögel 😊
Morsche
Krösche hatte keine Zeit für ein gescheites dementi, weil er arbeiten musste. Vielleicht so.
Oder er hat es sich tatsächlich überlegt und so lange die Klappe gehalten.
Wenn ich mit nem anderen Arbeitgeber verhandelte, würde es zwar niemanden interessieren und es gäbe von daher keine Gerüchte. Gäbe es sie jedoch, würde ich sie ganz sicher nicht kommentieren. Natürlich würde ich meine Arbeit weiter machen.
PS: Tuchel sieht immer mehr aus wie Gollum.
Endlich richtige WM-Meldungen, wie man sie erwartet!
https://www.n-tv.de/sport/fuss.....80714.html
@6: Danke für den Tipp.
Gibt daaktuell einige sehr gute Werke
Leider scheint die dahinterstehende Erkenntnis bei vielen nicht durchzudringen
Ansonsten ja, gab es schon immer.
Die Schlagzahl hat m.E. aber aus unterschiedlichen Gründen massiv zugenommen.
Z.B.. aufgrund Ideologie, Macht, Kohle, Clicks.
Re: @10
kann ich nur zustimmen
Re: @8
stell dir vor, du bekommst mit, dass dein MA mit einem anderen AG verhandeln soll (klar sprichst mit ihm), würdest du ihm die Projektleitung eines zukunftsweisendes Projektes überlassen? – ich für meinen Teil nicht
Laut FAZ hatte Krösche die Eintracht am Montag Abend über ein konkretes Angebot informiert.
(https://www.faz.net/aktuell/sp.....36660.html)
Vor dem Hintergrund sind die Aussagen von Beck in der Bild schon interessant zu lesen:
„Von Seiten des AC Mailand gab es niemanden, der (…) auf uns zugekommen ist.“
„wir als Hauptausschuss (…) haben (…) keinen Hinweis darauf, dass er Eintracht (…) verlassen möchte.“
Naja, nicht glatt gelogen, aber schon sehr elegant hingebogen.
Die Conclusio der Bild
„Ein eindeutiges Bosse-Machtwort von oberster Stelle!“
könnte jedenfalls falscher nicht sein.
Übrigens auch sonst ein sehr interessanter Artikel in der FAZ. Angeblich wurde Krösche etwas an die Kandarre genommen:
„Hellmann, der starke Mann bei der Eintracht, lud sich Mitarbeiter aus Krösches Abteilung zum Gespräch in sein Büro. Präsident Mathias Beck bezog einen Raum im Eintracht-Campus. Einmal wöchentlich wollte der Aufsichtsrat zugegen sein, entweder in Person von Beck selbst (…) oder durch einen seiner beiden Kollegen (….) Felix Wirmer und Sven Janssen.“
Da hätte ich auch mal kurz den Oberarm ausgepackt und geflext…
ZITAT:
„Re: @8
stell dir vor, du bekommst mit, dass dein MA mit einem anderen AG verhandeln soll (klar sprichst mit ihm), würdest du ihm die Projektleitung eines zukunftsweisendes Projektes überlassen? – ich für meinen Teil nicht“
Die PL hatte er dabei bereits und jetzt, wo er sich entschieden hat, zu bleiben, wird er sie auch behalten. Was würdest Du denn tun?