Die WM-Nacht Kane verteidigt Tuchel
Montag, 13.07.26 um 06:55 Uhr | 14 Kommentare
Rund ums englische Team geht die Debatte um die Kritik von Thomas Tuchel am Spiel seines Teams weiter. Dazu geht es vor den WM-Halbfinals um Rassismus und Hass-Nachrichten im Internet.
Vor den Halbfinals bei der Fußball-Weltmeisterschaft stehen Debatten abseits des Platzes im Fokus. Im englischen Team verteidigt Bayern-Star Harry Kane seinen Trainer Thomas Tuchel nach dessen indirektem Wortduell mit Jude Bellingham. Rund um das erste Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien am Dienstag (21.00 Uhr) sorgt eine rassistische Aussage für Empörung. Das war das Wichtigste der WM-Nacht:
Kane unterstützt Tuchel: Versucht, das Beste aus uns herauszuholen
Nach dem 2:1 nach Verlängerung im WM-Viertelfinale gegen Norwegen hatte Englands Coach Tuchel gesagt, seine Mannschaft habe Glück gehabt, sei nachlässig gewesen und habe viele technische Fehler gemacht. Dies konterte Doppeltorschütze Bellingham mit der Aussage, dass man nicht jedes Spiel mit 1.000 Pässen, sondern auch mal schmutzig gewinnen müsse.
„Er versucht, das Beste aus uns herauszuholen und wir wissen, dass wir noch ein Level besser spielen können“, meldete sich nun Kane als Kapitän zu Wort. „Wir haben das gegen Norwegen nur in Ansätzen gezeigt.“ Kane äußerte Verständnis für Tuchels Ansprüche.
Im Halbfinale trifft England am Mittwoch (21.00 Uhr) in Atlanta auf Argentinien. „Wir spielen gegen eines der besten Teams der Welt. Das Gute ist doch, dass wir in einem Halbfinale stehen und immer noch das Gefühl haben, wir können es noch besser“, sagte Kane.
„Von unerträglichem Rassismus“: Spaniens Ex-Premier in Kritik
Der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat mit einer rassistischen Äußerung vor dem WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich für Empörung gesorgt. Der frühere Politiker der konservativen Volkspartei schrieb in einem Beitrag für „El Debate“, dass Frankreich über einen Kader auf höchstem Niveau verfüge. Allerdings stünden keine Franzosen in dem Fußball-Team.
Rajoys Beitrag stieß sowohl in Frankreich als auch in Spanien vor der Partie am Dienstag (21.00 Uhr) in Dallas auf scharfe Ablehnung. „Mariano Rajoys Äußerungen über die französische Nationalmannschaft zeugen von unerträglichem Rassismus“, schrieb Frankreichs Fußballverbandspräsident Philippe Diallo bei X. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete die Aussage als „absolut inakzeptabel“.
Der aktuelle spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez betonte, dass die bessere Mannschaft gewinnen und der Rassismus verlieren möge.
Norwegens Stürmer im Internet beleidig
Stürmer Alexander Sörloth ist nach Norwegens Aus bei der Fußball-WM in den sozialen Medien massiv beleidigt worden. Seine Partnerin Lena Selnes veröffentlichte diverse Kommentare, die sie über Instagram erreicht haben. Darin sind Morddrohungen und Aufrufe zum Selbstmord zu lesen.
Die Norweger hatten im Viertelfinale gegen England in Miami am Samstag unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Sörloth vergab in der ersten Halbzeit beim Stand von 1:0 für die Skandinavier eine gute Gelegenheit.
BVB-Chef: Ruck durch Klopp über den Fußball hinaus
Aus Sicht von Borussia Dortmunds Clubchef Carsten Cramer könnte Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer eine Wirkung über den Fußball hinaus haben. „Nennen Sie mir ein Argument, das gegen ihn spricht. Ich würde mich sehr freuen, wenn der DFB und Jürgen Klopp zueinanderfänden“, sagte Cramer im „Kicker“-Interview. „Ich glaube, er verkörpert sehr viel von dem, was dem Fußball, aber auch unserem Land fehlt. Mit ihm könnte ein positiver Ruck entstehen, der vielleicht sogar über den Sport hinausgeht.“
Der frühere Dortmunder Coach Klopp hat bereits eine Grundsatzvereinbarung mit den Bossen des Deutschen Fußball-Bunds um Präsident Bernd Neuendorf und Cramers BVB-Vorgänger Hans-Joachim Watzke erzielt. Eine Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull steht aber noch aus. (dpa)

Erster Aufschlag.
Ad Hauskauf: Die FAZ weist in ihrem gestrigen Artikel zu dem Thema noch auf einen anderen interessanten Aspekt hin:
„Explosiver erscheint die nächste Geschichte um Krösche: Erst vor ein paar Wochen verhandelte der Sportvorstand mit Milan, dann kamen Gerüchte um einen Wechsel nach Leipzig als angeblicher Klopp-Nachfolger auf. Zwar kehrte bald Ruhe ein, aber die trog.
(…)
Dass der Deal vier Jahre zurückliegt, im Verein halbwegs bekannt gewesen ist und nun zwei Tage nach Rieras allerletztem Abschiedspost („Die Einzigen, die sich bemüht haben, waren Markus und ich“) ans Tageslicht kommt, spricht aber für eine realistische Prognose: Die Eintracht müsste tiefer bohren, um Ruhe zu bekommen.“
(https://www.faz.net/aktuell/sp.....21896.html)
Cui bono?
Ja, aber was ist damit gemeint? Tiefer bohren? Wer wird hier wie verdächtigt? Das klingt mir zu sehr nach einem Allgemeinplatz.
Re: @3
Wir hatten doch schon die ganze letzte Saison das Thema mit den Duchstechereien. Derlei Informationen an die Presse zu geben, zumal mit diesem Timing, setzt imho voraus, dass der Informant zu einem engen inneren Kreis gehört. Dass es direkt gegen Krösche geht und nicht einfach nur ein bisschen Klatsch, Tratsch und Taxifahrerinfos weitergegeben werden, lässt zudem vermuten, dass da größere Gräben im engeren Gefüge existieren.
Die FAZ fragt wenigstens mal in die richtige Richtung.
ZITAT:
„Die FAZ fragt wenigstens mal in die richtige Richtung.“
+1
ZITAT:
„ZITAT:
„Die FAZ fragt wenigstens mal in die richtige Richtung.“
+1″
Und da scheint schon etwas gewaltig zu stinken.
Dass irgendjemand aus dem innersten Kreis so penetrant vertrauliche Infos aus dem inneren Kreis durchsticht und weiterhin durchstechen kann, ohne das dies gestoppt wird, spricht Bände.
Dass es dieser Person offensichtlich deutlich mehr um persönliche Befindlichkeiten als um das Wohlergehen des Vereines geht, ebenso.
ZITAT:
„Die FAZ fragt wenigstens mal in die richtige Richtung.“
Richtig.
Und wir sollten dringend anfangen, Verdächtige zu diskutieren.
Jemand möchte Krösche loswerden. Wer? Und warum?
Und diese Unruhe nervt mich einfach nur noch. Der Zusammenhalt und die Einheit waren die große Stärke der Eintracht in den letzten Jahren. Niemand war größer als der Verein. Das wirkt aktuell anders: Es geht um Befindlichkeiten und persönliche Belange, es findet ein öffentliches Hauen und Stechen statt. Sowas kann auch mal der Anfang vom Ende sein.
ZITAT:
„Richtig.
Und wir sollten dringend anfangen, Verdächtige zu diskutieren.“
Mir ist ja dieser Boccia suspekt.
Zumindest scheint Klopp sich von den Dosen zu lösen, als Bundestrainer.
@11
Das gab es gestern hier schon zu lesen:
„Denkbar ist hingegen, dass Klopp abseits des nicht immer zeitaufwendigen Bundestrainer-Lebens mit seiner Expertise hin und wieder der umfangreichen Sport-Welt des Konzerns zur Verfügung stehen darf. Vor allem in Bereichen, die Klopp in den eineinhalb Jahren seines Wirkens maßgeblich angeschoben hat.“ (kicker.de)
Das klingt nicht so nach Lösung. Ganz im Gegenteil wird noch der Job des Bundestrainer runtergeschrieben, dabei sollte sich doch genug Arbeit beim DFB finden, nachdem man zur Erkenntnis kam, dass dort vieles im Argen liegt.
by the way: es könnte ja auch sein, dass jemand sieht, wie „gemauschelt“ wird, kann es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren und wird zum wistleblower – einfach mal die Journalisten ihre Arbeit machen lassen 😉
Ja sind wird jetzt in Gelsenkirchen auf Schalke Niveau angelangt und verfolgen den Weg in den Abgrund mit dem Krösche ?