Bundesliga Koch bleibt Kapitän

Foto: Florian Wiegand/dpa
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Nach dem 0:6 der Frankfurter in Leipzig bekam vor allem einer Kritik ab: Robin Koch. Wie Chefcoach Adi Hütter mit dem Abwehrchef nun umgeht.

Trainer Adi Hütter vertraut bei Eintracht Frankfurt weiter seinem Abwehrchef Robin Koch. „Er wird das Spiel am Freitag auch spielen, er wird auch Kapitän bleiben. Da gibt es für mich gar keine Frage und Diskussion“, sagte der 56 Jahre alte Österreicher vor dem Heimspiel der Hessen in der Fußball-Bundesliga am Freitag (20.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln.

Hütter hatte Koch bei der 0:6-Niederlage am vergangenen Samstag bei RB Leipzig beim Stand von 0:4 zur Halbzeit ausgewechselt und den Nationalspieler später scharf mit den Worten kritisiert: „Ich erwarte mir von einem Kapitän und Führungsspieler einfach etwas ganz anderes. Wenn du 16 Tore bekommst, Leader bist in der Abwehr, dann setze ich irgendwann einmal ein Zeichen.“ Mit der Auswechslung habe er Koch erlöst.

„Robin Koch ist nicht der Hauptschuldige“

„Am Ende des Tages geht es immer um Leistung. Ich erwarte von meinem Führungsspieler auch eine dementsprechende Leistung, das weiß der Robin auch“, sagte Hütter nun. Er habe mit dem erfahrenen Profi nicht nur einmal nach dem Debakel in Leipzig gesprochen und dieser habe das auch eingesehen. Ihm sei es „ganz, ganz wichtig“, so der Eintracht-Coach: „Robin Koch ist nicht der Hauptschuldige. Natürlich hätte ich auch alle anderen austauschen können.“

Koch selbst hatte sich später entschuldigt. „Wir haben uns selbst und unsere Fans enttäuscht. Das tut uns unfassbar leid, denn wir wissen, wie viel ihnen die Eintracht bedeutet und wie sehr sie uns Woche für Woche unterstützen“, sagte der 30-Jährige dem „Kicker“.

Matthäus kritisiert Hütters Reaktion

Derweil hat Rekordnationalspieler Lothar Matthäus die Reaktion Hütters kritisiert. „Die deutlichen Aussagen haben mich überrascht. Dass Hütter bei der Auswechslung seines Kapitäns von einer Erlösung spricht, war unglücklich. Das sieht nicht gut aus“, sagte der Weltmeister von 1990 in der „Sport Bild“. Zudem benannte Matthäus ein grundsätzliches Dilemma beim Tabellen-14.: „Wo sind in Frankfurt echte Führungsspieler? Ich sehe keine. Anführer wie Bayern, Dortmund, Leipzig oder selbst Freiburg hat Frankfurt nicht.“

Darauf angesprochen reagierte Hütter gelassen. „Ich kenne den Lothar ja, das ist eigentlich auch von außen betrachtet. Wir intern haben diese Spieler zur Verfügung“, sagte er und erwähnte ausdrücklich den zuletzt gescholtenen Koch. (dpa)

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19 Kommentare
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  1. Damit hat sich Hütter rehabilitiert.

  2. Bin gespannt, wie sich Koch, die Abwehr und die Mannschaft am Freitag präsentieren.

  3. Alles so vorhersehbar – was hätte Hütter auch anderes machen können?
    Lässt er Koch draußen und es läuft wieder schlecht, gehen ihm die Handlungsalternativen aus.

    Vielleicht muss man jetzt die sog. 069-Mentalität betonen, um die Mannschaft von einer anderen Seite zu kitzeln. Tatsächlich bin ich auch der Meinung, dass in Leipzig viele Spieler schlicht nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen sind, was nicht nur für die Abwehr sondern auch für die Jungs in vorderer Reihe gilt. Uzun und Doan haben beide einen feinen Fuß, sind aber ganz sicher nicht die aggressivsten Fighter auf dem Platz. Vielleicht sollte man einen von Ihnen draußen lassen und lieber wieder mit dem Doppelsturm beginnen. Der Junge aus der Nordi ist ja ein Fighter… 😉

  4. Rasender Falkenmayer

    Die haben alle was gutzumachen und Köln ist nicht Leipzig.

  5. Hoffentlich ist der 069er-Anschluss dann aber einer aus Frankfurt und net aus Offebach.

  6. Rasender Falkenmayer

    oder aus Zeppelinheim

  7. Die 069-Mentalität ist aber nicht, nach 0:6 dann 0:9 zu verlieren. Oder?

  8. Und ich bin dafür, das bei uns hinten die Null steht.

    Ich darf träumen , ich bin alt !

  9. ZITAT:
    „Damit hat sich Hütter rehabilitiert.“

    Für was und bei wem?

  10. Wie Köln hier spielt dürfte klar sein, da braucht es keine Dreierkette sondern zwei Stürmer. Hütter das meiner Meinung nach überzeugend gemacht. Zeichen gesetzt das es so nicht geht, Reaktion gefordert aber auch sich hinter die Spieler gestellt. Besser kannst Du das meiner Meinung nach nicht moderieren wenn du nicht wirklich Alternativen hast.

  11. Ach gugg, bei Como spielt der Zwillingsbruder von Hrvoje Smolcic.

  12. ZITAT:
    „ZITAT:
    „Damit hat sich Hütter rehabilitiert.“

    Für was und bei wem?“

    Für seinen Aussetzer, bei mir.

 

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