Die WM-Nacht Messi zittert, Klopp „bereit“

Foto: George Walker IV/AP/dpa
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Argentinien schrammt in der K.-o.-Runde nur knapp an einer Blamage vorbei. Nächster Gegner: Ägypten. Klopp spricht über den Job beim DFB.

Fußball-Weltmeister Argentinien hat das WM-Märchen von Kap Verde nur mit großem Zittern beendet. Der Titelverteidiger benötigte seinen Superstar Lionel Messi, eine 30-minütige Extrazeit und zwei überraschende Rückschläge, um den krassen Außenseiter in einem packenden und denkwürdigen Sechzehntelfinale mit 3:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung niederzuringen.

Vor 64.478 Zuschauern in seiner Wahlheimat Miami schoss Messi in der 29. Minute bereits sein siebtes Tor bei diesem Turnier und sein 20. insgesamt bei einer WM. Nach der Pause bestrafte Deroy Duarte (59.) das erste Mal die argentinische Passivität.

Auch in der Verlängerung kam der kleine Inselstaat nach dem 1:2 durch Lisandro Martínez (93.) noch einmal zurück. Denn der frühere Rot-Weiß-Erfurt- und Viktoria-Köln-Spieler Sidny Lopes Cabral gelang in der 103. Minute ein Traumtor. Argentiniens Treffer zum 3:2 wurde von der FIFA als Eigentor von Diney Borges gewertet in der 111. Minute – nach einem Eckball von Messi.

Salah gegen Messi im Achtelfinale

Einer der „besten Tage“ seines Lebens wurde für den als ägyptischer „König“ gefeierten Mohamed Salah nach der Ankunft im Teamhotel in Dallas noch viel besser. Der Superstar der Pharaonen und sein Team wurden von Hunderten Fans begeistert empfangen – und gemeinsam feierten sie eine stimmungsvolle WM-Straßen-Party nach dem historischen Achtelfinal-Einzug durch ein 4:2 nach Elfmeterschießen gegen Australien.

Auf den Schultern eines anderen sitzend wackelte Salah zu arabischen Rhythmen, erst nach rund einer halben Stunde zog es ihn ins Hotel. Wohl auch, um seinen Achtelfinalgegner am Fernseher zu beobachten. Und dort konnte der 34-Jährige dann sehen, wie sich Argentinien mit Ausnahmekönner Lionel Messi gegen Außenseiter Kap Verde mühte.

Kolumbien im Achtelfinale

Kolumbien mit Bayern-Star Luis Diaz darf weiter auf den ersten Viertelfinal-Einzug bei einer Fußball-WM seit 2014 hoffen. Die Südamerikaner gewannen ihr Sechzehntelfinale gegen Ghana mit 1:0 (1:0) und treffen nun am Dienstag in Vancouver auf die Schweiz.

Vor 69.045 Zuschauern im vollen Stadion von Kansas City erzielte Offensivmann Jhon Arias in der 14. Minute den frühen Siegtreffer für den Favoriten. 2014 war Kolumbien im Viertelfinale knapp an Gastgeber Brasilien gescheitert, der wiederum wenige Tage danach im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Deutschland legendär mit 1:7 verloren hatte.

Klopp: „Ich bin bereit“

Jürgen Klopp hat Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund für das Bundestrainer-Amt bestätigt, rechnet aber nicht mit einer kurzfristigen Einigung. „Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit“, sagte Klopp bei MagentaTV. Auf die Frage, was zu einer Unterschrift noch fehle, antwortete Klopp mit einem Wort: „Zeit“.

Zunächst müsse er mit seinem jetzigen Arbeitgeber Red Bull die Vertragsangelegenheiten klären. Aber auch mit dem DFB rechnet der 59-Jährige mit grundlegenden Verhandlungen. „Es werden intensive Gespräche sein müssen, weil natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen“, sagte Klopp. Nagelsmann hatte am Freitag – vier Tage nach dem WM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay – das Amt aufgegeben.

Achtelfinale wird nicht verlegt

Das Achtelfinale zwischen Co-Gastgeber Mexiko und England soll entgegen vorheriger Gerüchte wie ursprünglich geplant angepfiffen werden. Britische Medien berichteten am Abend, es bleibe bei der Anstoßzeit am Sonntag 18.00 Uhr (02.00 Uhr MESZ/Magenta TV) im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt. Zuvor war über die Vorverlegung der Partie um bis zu sechs Stunden wegen der Sorge vor schweren Gewittern debattiert worden.

Der Weltverband FIFA hatte diese Gespräche nicht bestätigt. Den mexikanischen und den englischen Verband trafen die Medienberichte über eine Verlegung unvorbereitet. (dpa)

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10 Kommentare
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  1. Das deckt sich alles mit meinen Informationen.

  2. Hallo guten Morgen,
    wen es interessiert, jetzt Rugby Nations Championship auf pro sieben maxx,
    Neuseeland gegen Frankreich.
    Aber leider ohne Stegner.

    Schönes Wochenende!

  3. Schade für die Kap Verde….

  4. Ich bin gespannt, ob Klopp auch das Team um das Team umstruktiert und da neue Akzente setzt. Ich fänd ja eigentlich international erfahrenen Manager hilfreich um den DFB und eine Strukturen mal auf links zu drehen. So einer wie Txiki Begiristain.

  5. Der Oliver Fritsch hat unter der Überschrift „RB Deutschland einen Interessanten Artikel über den meiner Meinung nach „blendenden“ aka „Blender“ Jürgen Klopp. verfasst. In der ZEIT, leider Bezahlschranke. Deshalb nur ein paar Häppchen:

    „Jürgen Klopp zeichnet aber auch eine andere Erfolgsgeschichte aus, die niemandem entgangen ist, der einen Fernseher besitzt. Da liegt er unangefochten auf Rang eins, stellt sogar Franz Beckenbauer in den Schatten. Klopp war oder ist Werbeträger für folgende Unternehmen: Budweiser, Trivago, MediaMarktSaturn, Fischer Group, Warsteiner, Peloton, Henkel, Opel, Volkswagen, Volksbank, Erdinger, Seat, New Balance, Snickers, Ferrero, Brandt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Mitsubishi, Ergo Versicherung, Philips, Kappa, Nivea, Puma, Adidas. Klopp wirbt außerdem für die Deutsche Vermögensberatung DVAG, vor deren »undurchsichtiger Lobbymacht, überteuerten Produkten und sektenähnlichen Strukturen« der Verein Finanzwende warnt, eine Bürgerbewegung, die sich dafür einsetzt, dass Finanzmärkte den Menschen dienen sollen, nicht umgekehrt.
    Klopps bekanntester und berüchtigtster Partner ist jedoch Red Bull. Über all die anderen Testimonials haben seine Fans hinweggesehen, aber mit dieser Verbindung hat er sich einen beträchtlichen Rufschaden eingebrockt. Als im Oktober 2024 bekannt wurde, dass er beim Brausekonzern die Rolle des Global Head of Soccer übernimmt, ist für viele eine Welt zusammengestürzt. Der Kloppo mit der Pöhler-Mütze hatte sich, aus fußballromantischer Sicht, an die Dose verkauft.“
    ……..
    „So stürzte er mit Dortmund 2015 auf den letzten Tabellenplatz, der BVB befand sich in der Rückrunde von Klopps letzter Saison im Abstiegskampf. Mit Liverpool verpasste er mehrmals die Champions League. Mit Mainz stieg er aus der Bundesliga ab und in der Folgesaison, seiner letzten in Rheinhessen, auch nicht wieder auf. Noch entscheidender für seine neue Aufgabe in der Nationalmannschaft könnte ein anderer Teil des typischen Klopp-Zyklus werden. In Dortmund und Liverpool brauchte er etwa zwei Jahre Anlauf, bis seine Mannschaften zu Maschinen wurden. Würde er als Bundestrainer so viel Zeit bekommen?“
    ……
    „Aus Sicht seiner Kritiker ist Klopp zum Verkäufer und Absahner geworden. Mehr als zehn Millionen Euro im Jahr soll er in seiner Rolle als Global Head of Soccer verdienen. Ein sportlicher Fortschritt hat sich unter ihm an kaum einer der Red-Bull-Standorte in Leipzig, New York, Paris oder Tokio eingestellt. Zuletzt war Klopp an der Entlassung des Leipziger Trainers Ole Werner beteiligt, obwohl dieser sein Team in die Champions League zurückgeführt hatte. Klopp musste auch diese Entscheidung in seiner Rolle als TV-Experte in den USA kommentieren.“

  6. Das Schlimme ist, denen brennt im Moment der Allerwerteste beim DFB. Da hört mal leicht auf Volkes Stimme statt ernsthafte Konsequenzen zu ziehen.

  7. ZITAT:
    „Ich bin gespannt, ob Klopp auch das Team um das Team umstruktiert und da neue Akzente setzt. ….“

    Ich hatte neulich schon gedacht, beim DFB fällt doch bestimmt noch ein Posten für Sebastian Kehl ab…

 

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