Niederlage Niederlage durch späten Treffer

Foto: Bernd Thissen/dpa
Foto: Bernd Thissen/dpa

Eintracht Frankfurt wehrt sich gegen Borussia Dortmund nach Kräften, muss sich den Hausherren aber durch einen späten Gegentreffer am Ende geschlagen geben.

Trotz der drei intensiven Auswärtsspiele in Bodö, Berlin und Baku mit mehr als 11.000 Reisekilometern zeigten sich die Dortmunder vor heimischem Publikum, darunter auch Bundestrainer Jürgen Klopp, von Beginn an um Spielkontrolle bemüht. Die Gäste aus Frankfurt versuchten aus einer tiefstehenden Formation mit den schnellen Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib in der Sturmspitze immer wieder, Nadelstiche zu setzen.

Die Dortmunder taten sich zunächst schwer, ihre Spielanteile in Torchancen umzumünzen. Richtig gefährlich wurde es das erste Mal aus der Distanz. Nach Serhou Guirassys Flachschuss aus rund 20 Metern musste sich Noah Atubolu lang machen, um den Ball um den Pfosten zu lenken (15.).

Svensson-Bogenlampe landet an der Latte

Kurze Zeit später entschied der SGE-Schlussmann auch das zweite Duell mit Guirassy für sich. Der Stürmer tauchte alleine vor Atubolu auf, dieser blieb lange stehen und entschärfte den Heber (17.). Mitte der ersten Hälfte setzte auch die Eintracht das erste offensive Lebenszeichen. Burkardts Flachschuss rauschte knapp am Tor vorbei (27.).

Die BVB-Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer Seitenverlagerung kam Daniel Svensson im Strafraum per Volley zu einem Abschluss, der Schuss wurde abgefälscht und landete in einer Bogenlampe auf der Latte des SGE-Tores. Im Laufe der ersten Halbzeit merkte man dem BVB die Reisen in den vergangenen zehn Tagen zunehmend an.

Kreatives Element fehlt

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild wie zuvor. Dortmund kontrollierte das Spiel, Frankfurt lauerte auf Gegenstöße. Wieder rettete die Latte für die Hessen. Guirassy setzte den Ball nach einer Ecke mit viel Wucht per Kopf an den Querbalken (55.).

Ohne den verletzten Konstantinos Karetsas fehlte dem Dortmunder Spiel oft das kreative Element. Gefährlich wurden die Schwarz-Gelben meist nur nach Fernschüssen oder Standards.

Kovac brachte drei frische Spieler, um die Offensive anzukurbeln. Den Lucky-Punch setzte dann der kurz zuvor eingewechselte Beier. Der Außenbahnspieler schloss von der linken Strafraumkante sehenswert ins lange Eck zum umjubelten Siegtreffer ab.

Statements zur Niederlage

Adi Hütter: Ich habe in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel gesehen. Wir hatten sehr gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg letztendlich verdient für Dortmund. […] Man ärgert sich immer, wenn man verliert – es geht ums Ergebnis, da bin ich enttäuscht. Dennoch haben wir uns gegenüber dem Spiel in Leipzig, in dem wir unter die Räder gekommen sind, klar verbessert. Wir haben gegen Köln zu Null gespielt, nun nur ein Gegentor bekommen.

Robin Koch: Wir haben alles versucht und bekommen das Gegentor in einer Phase, in der wir zu wenig Entlastung hatten und Dortmund uns hinten reingedrückt hat. Das Spiel kann vielleicht anders laufen, wenn wir in der ersten Halbzeit einen machen. Mit Maximilian Beier kommt ein Spieler von der Bank, der extrem viel Qualität hat – wie er den oben reinschlenzt, da kann Noah nichts machen. Wie gesagt: Wir haben alles reingeworfen, wollten den sehr guten Einsatz und die Mentalität, die wir gegen Köln gezeigt haben, auch auswärts gegen eine der besten Mannschaften in Deutschland abrufen. Über weite Strecken haben wir das gut gemacht. Ich kann dem Team nichts vorwerfen.

Elias Baum: Nach der Pause konnten wir nicht mehr kontern wie zuvor. Dortmund hat es gut gemacht und kombiniert, hatte aber auch Probleme mit dem letzten Pass. Da haben wir gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit hat uns etwas die Konsequenz nach vorne gefehlt, um zu Abschlüssen zu kommen. Da müssen wir uns steigern. Insgesamt müssen wir das Positive mitnehmen. (Quelle: eintracht.de)

(dpa/red)

26 Kommentare
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  1. Übrigens wurde beim Kicker inzwischen die Laufleistung korrigiert – 117,6 zu 115,5 km. Ziemlich ausgeglichen und eher ein Hinweis dafür, dass die Mannschaften konditionell ebenbürtig waren.

  2. Diva Capricieuse

    Schön ist immer wieder, wenn die Leute mit den Strohmann-Argumenten selber einen hübschen Strohmann nach dem anderen bauen. Gemäß dem guten alten arabischen Sprichwort: Das Kamel sieht den eigenen Höcker nicht.

    Aber wayne, soll sich ärgern, wer das unbedingt braucht. Ich habe eine starke Leistung unserer Mannschaft gesehen, wo diesmal eher vorne die letzte Konsequenz fehlt, die Bude mal zu machen und das Ding zu ziehen. Für mich sieht das so aus, als wären die letzten Prozent Selbstvertrauen immer noch nicht da. Aber woher sollen die auch kommen.

    Dazu kommt, dass der Druck von Dortmund schon stark war. Ob man dem Druck konditionell nicht volle 90 Minuten standhalten konnte, kann ich nicht beurteilen. Schien mir aber auch eher ein mentales Problem zu sein. Auch da wieder das berühmte Selbstvertrauen. Aber das wird der Trainer schon wissen und daran lässt sich arbeiten. Ich mag eher halbvolle Gläser. Klar wäre da mehr drin gewesen, aber nach den letzten Wochen sind sie auf einem guten Weg und wenn sie so weitermachen, ist mir gegen schwächere Teams nicht bang.

    Internationales Geschäft wird diese Saison natürlich sähr sähr schwär, aber das wussten wir doch bereits vor der Saison, wussten wir nicht.

  3. Mannschaft befindet sich auf einem richtig guten Weg. Nur das Ergebnis stört bissi. Weiter so. Das wird schon.

  4. Das war gestern nicht so das es alles schlecht war dasTeam wächst gefühlt zusammen. Die Startelf gestern war zu einen sehr jung und es waren eben 5 Spieler mit Baum Brassier, Aseko, Onyedika und Ebnoutalib die Ihre erste Bundesliga Saison spielen. Das müssen wir wohl etwas Geduld mitbringen um gegen Dortmund Leipzig Bayern zu bestehen . Aber im Vergleich zum Leipzig Spiel war das gestern eine positive Entwicklung . Was leider nicht performed hat waren die Wechsel vor allen Uzen und Götze waren wiedermal enttäuschend und sind keine Startelf Empfehlung.

  5. „…2 Stürmer wurden bei Unentschieden durch OM ersetzt. Die sollten defensiv nicht schlechter sein….“

    Burkardt geht und Uzun kommt – Du siehst keine Schwächung der Defensive darin, Diva?
    Mal ehrlich und dies soll kein Uzun-Bashing sein, aber wer den Unterschied nicht sieht, wie Burkardt hinten verteidigt und wie ein frischer Uzun dem Gegner nicht auf den Füßen steht, ihnen nicht auf den Sack geht…da weiß ich dann auch nicht mehr.

  6. Gestern hat das deutlich besser besetzte Team verdient gewonnen.
    Der Dreierwechsel der Dortmunder Mitte der zweiten Hälfte hat die Statik des Spiels noch einmal deutlich zu Ungunsten der Eintracht verändert und folgerichtig fiel dann der verdiente Siegtreffer.
    Trotzdem hat das Team nicht enttäuscht! Im Rahmen der ihrer Möglichkeiten hat das Team 60 Minuten sehr ordentlich performt.
    Allerdings, um in Dortmund etwas mitzunehmen, musst Du eine oder zwei der sich bietenden Möglichkeiten nutzen …
    Wobei der Gegner eben auch einiges liegen gelassen hat.

    Mal schauen, wie es Dienstag auasieht …

  7. Im Winter kommen dann die richtig guten Verstärkungen. Solange muss man sich halt noch etwas gedulden.

  8. ZITAT:
    „Burkardt geht und Uzun kommt – Du siehst keine Schwächung der Defensive darin, Diva?
    Mal ehrlich und dies soll kein Uzun-Bashing sein, aber wer den Unterschied nicht sieht, wie Burkardt hinten verteidigt und wie ein frischer Uzun dem Gegner nicht auf den Füßen steht, ihnen nicht auf den Sack geht…da weiß ich dann auch nicht mehr.“

    Nun ja, theoretisch sollte ein frischer Uzun jederzeit in der Lage sein, Burkardt mindestens gleichwertig zu ersetzen, der vorher 75 Minuten gerannt ist. Auch defensiv. Praktisch bin ich bei Dir. Der Trainer gab ihm eine Chance (muss er wohl auch bei dem Talent) und er hat sie nciht genutzt. Extrem ärgerlich und das geht mir bei Uzun schon länger auf den Sack.

    Ich sehe das auch nicht als Bashing. Hier wird ja bisweilen so getan, als sei er der Heilsbringer. Gestern hat er klar gezeigt, warum er derzeit nicht einmal Stamm ist. Der Adi hat es ja schon gesagt: Entweder rafft er das bald oder er kann sich seine Traumkarriere sonst wohin hängen (er hat es natürlich netter ausgedrückt). Vielleicht sollte er sich mal fragen, warum sein Kumpel Nene mittlerweile bei Bayern spielt und er nicht.

    Und ja, Extralob an Jonny. Was der teilweise nach hinten gesprintet ist, war à la bonheur.

  9. In Kurzform: Der Kader ist das Problem. Ne schöne Hinterlassenschaft von Krösche.

  10. Stimmt, hätte er Uzun bloß mal für 40Mios in die Türkei verkauft….

  11. ZITAT:
    „In Kurzform: Der Kader ist das Problem. Ne schöne Hinterlassenschaft von Krösche.“

    Seh ich anders. Meine Kurzform lautet: Der Kader genügt den Ansprüchen (Platz 6-8). Es obliegt dem ÜL, das vorhandene Potenzial zu entwickeln und das geht nicht von heute auf morgen.

  12. Attila ex achtundfünfzig

    12
    Krösche, bist du es?

  13. Hat die Trollanstalt heute Ausgang?

  14. Attila ex achtundfünfzig

    12
    Ergänzung: Solange die Entwicklung nicht in der 2.Liga stattfindet…..

  15. Attila ex achtundfünfzig

    14
    Ja, immer Sonntags

  16. Diva, DER Schönredner schlechthin….die Kraft hatte gestern bei den meisten Eintrachtakteuren für maximal 70 Minuten gereicht. Dann kommen Götze und Uzun, praktisch spielst du dann mit 2 Mann weniger. So wird das alles mal gar nichts….was machen die denn im Training? Mangelnde Fitnesswerte bei manch einem Spieler kann doch nicht wahr sein?? DAFÜR kann Krösche nun wirklich nichts….Adi muss langsam mal in die Verantwortung kommen !!

  17. Wir brauchen mehr doppelte Frage- und Ausrufezeichen… Dann klappt das schon.

  18. So wie diese Transferperiode lief Krösche den schwarzen Peter zuzuschieben ist bemerkenswert . Er musste Erlöse erzielen und den Kader gezielt verstärken das hat er geliefert . Wer jetzt am Zug ist wäre u.a.der Alibi Kicker Uzun usw.

  19. ZITAT:
    „Diva, DER Schönredner schlechthin….die Kraft hatte gestern bei den meisten Eintrachtakteuren für maximal 70 Minuten gereicht.“

    Deshalb sind die Werte für Laufleistung auch nahezu identisch. Weil ja, als die armen ermatteten Frankfurter, weiter geschwächt durch die Hereinnahme der Standbilder Uzun und Götze, das Laufen einstellten, es ihnen die solidarischen Dortmunder gleichtaten.

  20. ZITAT:
    „??!! reicht das??“

    Perfekt. Du machst Deinem Ruf alle Ehre.

  21. ZITAT:
    „Wir brauchen mehr doppelte Frage- und Ausrufezeichen… Dann klappt das schon.“

    Dazu aber bitte nicht vergessen: immer schön ad personam und aufpassen, dass keine sachlichen Argumente dazwischen geraten.

  22. Diva, mal weiter alles schön. Das hilft ungemein.

  23. “Hat die Trollanstalt heute Ausgang?“

    Möglichkeit 1: Es gibt hier Trolle
    Dann ist Dein Beitrag Schwachsinn.

    Möglichkeit 2: Es gibt hier keine Trolle
    Dann ist Dein Beitrag Schwachsinn.

    Klassische Lose-Lose-Situation.

 

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