Eintracht-Frauen Nur der Sieg zählt

Foto: Imago/HMB-Media
[caption id="attachment_22965" align="alignleft" width="300"]Foto: Imago/HMB-Media Foto: Imago/HMB-Media[/caption]

Frankfurts Fußballerinnen starten in die Qualifikation zur Champions League. Welche Hürden der Sprung in die Königsklasse birgt und warum Laura Freigang trotz des Wirbels um sie Kapitänin bleibt.

Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt starten als erster und einziger Bundesligist schon in dieser Woche in ihre Pflichtspiel-Saison – unter mächtigem Druck. Beim Miniturnier der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation im heimischen Stadion am Brentanobad zählt für die Mannschaft von Cheftrainer Niko Arnautis nur der Sieg. Denn allein dieser garantiert das Weiterkommen in die dritte und letzte Phase vor dem Einzug in die Königsklasse. Dabei steckt das Team mitten im Umbruch.

„Wir wollen uns auf internationaler Ebene etablieren“ – diese Devise hatte Sportdirektorin Babett Peter als Ziel ausgegeben. Zum fünften Mal hintereinander haben sich die Frankfurterinnen als Liga-Dritte der vergangenen Saison ein Ticket für den europäischen Wettbewerb erspielt. Dabei ist es ihnen nur einmal (2023/24) gelungen, in die Gruppenphase der Champions League vorzudringen. Um ihre Chancen darauf und die damit verbundenen wirtschaftlichen Erträge zu erhöhen, hatte sich die Eintracht zum wiederholten Male die Ausrichtung des Miniturniers gesichert, wie Peter sagte.

Valerenga oder Malmö mögliche Finalgegner

Als erste Aufgabe steht den Eintracht-Frauen an diesem Mittwoch (19.00 Uhr) das Halbfinale gegen den AC Omonia Nicosia aus Zypern bevor, der seine Premiere auf dieser Ebene feiert. „Es ist nicht so einfach, an Material des Teams heranzukommen“, sagt Arnautis. „Aber am Ende geht es darum, was wir selbst auf dem Feld machen.“ Sollten die Gastgeberinnen diese Hürde überwinden, träfen sie im Finale am Samstag (19.00 Uhr) auf den Sieger des Duells zwischen Valerenga IF aus Norwegen und Malmö FF aus Schweden.

„Wir sind noch mitten in der Vorbereitung und sind sicher noch nicht fertig“, betont Arnautis. Die Liga-Saison beginnt erst am 21. August. „Aber wir sollten so weit sein, um diese Spiele zu gewinnen.“

Senß, Anyomi und Reuteler weg

Wie schon 2025 hat die Eintracht auch in diesem Sommer einen starken Umbruch erlebt. Zehn Spielerinnen haben den Verein verlassen, darunter Leistungsträgerinnen wie die deutschen Nationalspielerinnen Nicole Anyomi (London City), Elisa Senß (Real Madrid) und die Schweizerin Géraldine Reuteler (Arsenal FC).

Demgegenüber stehen erst fünf Neuzugänge: Bundesliga-Torschützenkönigin Larissa Mühlhaus (zuvor Werder Bremen), die elfmalige DFB-Auswahlspielerin Paulina Krumbiegel (Juventus Turin), die Niederländerin Danique Tolhoek, die Australierin Jamilla Rankin und die Schwedin Hanna Bennison. „Wir schauen uns weiter auf dem Markt um“, sagt Arnautis. „Aber ein Transfer muss auch sinnvoll sein.“

Hängepartie um Laura Freigang

Einstweilen muss der 46-Jährige mit den Spielerinnen auskommen, die ihm zur Verfügung stehen. Darin sieht der dienstälteste Trainer der Bundesliga kein Problem. Doch wenn die Eintracht in den nächsten Monaten in drei Wettbewerben spielen sollte, brauche der Kader mehr Tiefe. Zumal weiterhin eine mögliche Sperre von Laura Freigang nach drei verpassten Dopingtests im Raum steht. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes ermittelt schon seit Anfang Juni gegen die Nationalstürmerin.

Die 28-Jährige bleibt jedenfalls Kapitänin bei der Eintracht. „Sie geht gut mit der Situation um, und wir sitzen nicht als Team jeden Morgen im Sitzkreis zusammen und reden über das Thema“, sagte Arnautis bei der Abschlusspressekonferenz. „Wenn wir nicht jeden Tag daran erinnert werden würden, hätten wir es schon vergessen.“

Sollte es nicht für einen Finalsieg beim Miniturnier reichen, könnten die Frankfurterinnen als Zweit- oder Drittplatzierte in den Europa Cup einziehen. Dort waren sie bei der Premiere in der vergangenen Saison im Halbfinale gegen den späteren Pokal-Sieger BK Häcken ausgeschieden. Der FC Bayern ist als Meister automatisch in der Ligaphase der Champions League dabei, Vize VfL Wolfsburg steigt erst Ende August in der letzten Quali-Phase ein. (Katja Sturm, dpa)

Schlagworte:

29 Kommentare
KOMMENTIEREN »

  1. #Believe

    Ted Lasso und Coach Beard übernehmen ab heute das Frauenteam des AFC Richmond.

  2. „Filip Kostic, zuletzt bei Juventus Turin unter Vertrag, steht unmittelbar vor einem Wechsel zur PSV Eindhoven. …
    Der Routinier soll am Mittwoch (5. August) den obligatorischen Medizincheck absolvieren.
    Eine Ablöse muss der amtierende Meister der Niederlande nicht bezahlen, denn der Vertrag des Flügelflitzers bei Juventus lief am 30. Juni aus. …
    Trainiert wird die neue Mannschaft von Kostic vom ehemaligen Dortmunder Peter Bosz, …“

    (is)
    https://www.fr.de/eintracht-fr.....29021.html

  3. Wer wird heute verhökert? ;)

  4. ZITAT:
    „Wer wird heute verhökert? ;)“

    Batshuayi

    https://www.fussballtransfers......i-abnehmer

  5. Re: @5

    Gerne Wahi

  6. Wahi wird nicht verhökert. Der muss optimal verlustminimierend am Markt platziert werden. Es muss ein Markt geschaffen werden.

    Herr Bruchhagen, übernehmen sie!

  7. Re: @6

    Das ist ja sehr erfreulich. In der FR klang das ja eher nach „Urlaub statt Vereinswechsel“

  8. Rasender Falkenmayer

    Wahi wird dauern. Für Batman wollen wir fast keine Kohle und er sucht eine Gelegenheit noch ein wenig für Geld zu kicken. Wer ihn nimmt, weiß so ziemlich, was er für überschaubares Risiko kriegt
    Für Wahi wollen wir Millionen, der Spilere will seine Karriere weitertreiben bzw. retten und es gibt auch noch Nebengeräusche. Da muss jemand gutes Geld in eine Wundertüte investieren.

  9. @8: Pffft! ….der geht also 2030 (oder wie lange hat er noch Vertrag?) ablösefrei. ;o)

  10. ZITAT:
    „ZITAT:
    „Wer wird heute verhökert? ;)“

    Batshuayi

    https://www.fussballtransfers......i-abnehmer

    In der Buli in 432 Minuten 4 Tore. Das geht durchaus auch schlechter.

  11. ZITAT:
    „Das geht durchaus auch schlechter.“

    Noch vor wenigen Jahren hätte ein Spieler mit seinen Qualitäten mit Sicherheit die Position des Stürmers Nummer zwei belegt. Der Verein ist halt gewachsen und so kam er über die Position des (gut bezahlten) Notstopfens nicht raus.

  12. „In der FR klang das ja eher nach „Urlaub statt Vereinswechsel““

    Na ja. Dort wird eine Frage formuliert, die natürlich jeder nach seiner Fasson beantworten kann:

    „Und Batshuayi gehört zu den Gutverdienern, verzichtet nicht einfach auf viel Geld. Die freien Tage zu Wochenbeginn verbrachte er an der portugiesischen Algarveküste. Die Frage lautet: Kurzurlaub oder Jobsuche?“

    (dur)
    https://www.fr.de/eintracht-fr.....28773.html

  13. Rasender Falkenmayer

    ZITAT:
    „Noch vor wenigen Jahren hätte ein Spieler mit seinen Qualitäten mit Sicherheit die Position des Stürmers Nummer zwei belegt….“

    Ich habe immer noch den natürlich völlig spekulatuiven Verdacht, dass er, richtig eingesetzt, bei unserer Sturmflaute im letzten Herbst hätte helfen können.

  14. Der Verein ist halt gewachsen…

    Letzte Saison vilelleicht auf der Geschäfsstelle.

  15. ZITAT:
    „Herr Bruchhagen, übernehmen sie!“

    Sie wohnen wahrscheinlich in der Mainzer Oberstadt. Dort lässt sich bei einem Glas Rotwein immer schön darüber philosophieren, dass die Eintracht einen Spieler optimal verlustminimierend am Markt platzieren muss.

  16. Rasender Falkenmayer

    Geh‘ doch in die Oberstadt, mach’s wie Deine Brüder!

  17. Bis die Flut alle Boote im Rhein auf Höhe der Mainzer Oberstadt gehoben hat, wird es noch etwas dauern.

  18. @17: Antwort KI-generiert? ;)

  19. ZITAT:
    „@17: Antwort KI-generiert? ;)“

    Nö, Heribert-generiert ;-)
    „Sie wohnen wahrscheinlich im Westend dort lässt sich bei einem Glas Rotwein immer schön darüber philosophieren, dass die Eintracht eigentlich dorthin gehört, wo Bayern München steht.“

  20. Rasender Falkenmayer

    Derzeit müssen wir uns keine Sorgen machen, dass deutsche Flusspegelstände all zu sehr steigen.

  21. ZITAT:
    „ZITAT:
    „Noch vor wenigen Jahren hätte ein Spieler mit seinen Qualitäten mit Sicherheit die Position des Stürmers Nummer zwei belegt….“

    Ich habe immer noch den natürlich völlig spekulatuiven Verdacht, dass er, richtig eingesetzt, bei unserer Sturmflaute im letzten Herbst hätte helfen können.“

    Nach der Verletzung von Burkardt hatte er zwei Einsätze und ist dann Verletzt ausgefallen von Dezember bis März.

  22. Rasender Falkenmayer

    „Das ist die sogenannte Zementtheorie, die man mir immer vorwirft. Die ist aber zwingend notwendig, um den Menschen in dieser Stadt die Klassenunterschiede innerhalb der Bundesliga zu erklären. “
    https://www.horizont.net/marke.....iew-113828

    Klang natürlich voll spießig, aber die Einzigen, die diesen Zement bis heute wirklich aufgebrochen und die vorderen Bundesligaplätze angegriffen haben, sind die Dosenkapitalisten und der Kraichgaumilliardär. War vielleicht was dran.

  23. Rasender Falkenmayer

    ZITAT:
    „Nach der Verletzung von Burkardt hatte er zwei Einsätze und ist dann Verletzt ausgefallen von Dezember bis März.“

    Jetzt komm‘ mir nicht mit Fakten. Ich hab‘ so allgemein formuliert, dass ich die locker umschiffen könnte, wenn ich so wirken wollte, als täte ich sachlich argumentieren.

  24. ZITAT:
    „Derzeit müssen wir uns keine Sorgen machen, dass deutsche Flusspegelstände all zu sehr steigen.“

    Man kann ja auch mal Glück haben …. äh, oder ist das hmm, tja, keine Ahnung, oder wohl eher … Ach was soll´s denn: Solange das Wasser aus dem Hahn kommt und der Schobbe aus dem Bembel, solange ist die Welt doch noch i.O.!

  25. ZITAT:
    „War vielleicht was dran.“

    Nein. Den Beweis dass es geht hat doch die Eintracht angetreten. Unter Heribert wären wir immer noch zwischen zehn und sechzehn unterwegs.

  26. Eine Bruchhagen Diskussion!

    Ich leg mich wieder in den Sonnenstuhl und hau mir noch einen leichten Rotwein rein.

 

KOMMENTIEREN

Bitte beachten Sie unbedingt die Regeln