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Ganz kurz mal eben

Wenn dieser Tage Pressesprecher Carsten Knoop die obligatorische Fragerunde vor einem Bundesligaspiel mit den rituellen Worten „die Fragen bitte an den Trainer“ einleitet merkt man, wie viel sich in kürzester […]



„50 Punke ist ein sehr hoher Anspruch“

Christoph Daum zeigte sich auf der heutigen Pressekonferenz doch einigermaßen überrascht. „Ich weiß nicht mit welchen Zielen Eintracht Frankfurt gestartet ist.“ Und auf die Ansage, dass 50 Punkte ausgegeben waren: […]



Keine Ruhe bis Sonntag

In den zwölf Tagen der Regentschaft Daum hat sich schon einiges verändert bei Eintracht Frankfurt, ohne Zweifel. Nicht nur, dass bei Ecken gegen die Eintracht jetzt beide Pfosten abgedeckt werden, […]



L’État c’est moi (aka von Barcelona nach Manchester)

Foto: Stefan Krieger
„Ich steige nicht mehr irgendwo ein, wenn ich nicht alle Fäden in der Hand halte. Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen. Aber nur, wenn ich meine Vorstellungen verwirklichen kann“. Diese Worte sprach einst Christoph Daum, als es darum ging, ob er sich eine Rückkehr nach Köln vorstellen könne. Ein knappes halbes Jahr ist das jetzt her, und Daum schloss ein Comeback beim Verein seines Herzens aus, auch weil er beim FC Köln seinerzeit mit seinem Wunsch, ein neues Trainingsgelände für den Verein zu erstellen, gescheitert war. Jetzt, da Daum einen anderen Traditionsclub aus der Liga übernommen hat, scheint er auf andere Voraussetzungen zu treffen. Daum übernimmt einen Club, dem jedes Mittel recht ist um nur wieder aus der Krise heraus zu kommen. Beste Voraussetzungen für einen Trainer, der seine Vorstellungen verwirklichen will. Denn noch ist niemand da, der es wagen würde dem vermeintlichen Retter irgendwo zu widersprechen.



„Jammern hat noch nie zu meiner Stärke gehört“

Foto: Stefan Krieger
Das gestrige Vormittagstraining der Eintracht war eher unter dem Begriff „Regenerativ“ einzuordnen. Diesmal nur 75 Minuten, ein kurzes Aufwärmprogramm mit Gymnastik, dann ein Spiel über dreiviertel des Platzes. Den Aufreger gab es gleich am Anfang, als der Torschütze vom Dienst, Theofanis Gekas, sowieso nur in Laufschuhen auf den Platz gekommen, nach einer halben Runde das Training abbrach. Seiner Gestik nach zu schließen hat er wohl irgendwelche Probleme in der Leistengegend. Auch wenn die Intensität spürbar zurückgefahren wurde, ist das Training trotzdem bis ins letzte Detal von den beiden Übungsleitern geplant. Mit DIN A4 Blättern in der Hand wird jedes Hütchen sorgfältig gesetzt, jeder Einsatz eines Spielers auf welcher Position und für welche Dauer scheint schon vorher genau geplant zu sein, nicht wir dem Zufall überlassen.



Stampede! Jetzt!

Foto: Stefan Krieger
Zirkeltraining! (Kreisch)! Hanteln und Springtseile! (Hyperventilation!) Gymnastik! (Hechel!) Und jetzt kommt’s: Einzelgespräche! (Ekstase!) Dann, im Trainingsspiel wird verschieben in der Defensive geübt! (Ohnmachtsanfall droht!), mit Unterbrechungen durch das Trainerteam und Anweisungen, wie es besser zu machen sei! (Da! Endgültiger Zusammenbruch mit anschließendem Kinderwunsch!)

Bei Eintracht Frankfurt liegen die Nerven blank, nur weil ein Trainer und dessen Assistent dieser Tage das machen, wofür sie bezahlt werden und was bei jedem Kreisklassenverein gang und gäbe ist. Und das, bevor das erste Langholz gebolzt und der erste Fehlpass gespielt wurde. Glamour, Baby! Ausgelöst von einem 57-Jährigen mit Schnauzbart und komischer Frisur, unterstützt von seinem Assistenten, den Medienberichten zu Folge ein Jahr älter als sein Chef, bekleidet mit Baseballkappe und Sonnenbrille. Und die Medien spielen das Spiel gerne mit. Willig, lechzend. Wie tief sind wir eigentlich gefallen?



Alles neu macht der März

Foto: Stefan Krieger
Die Richtung ist klar. Christoph Daum, seit letzter Woche Cheftrainer von Eintracht Frankfurt, setzt vor allem darauf, seine Spieler mental wieder auf Vordermann zu bekommen. „Wenn wir den Kopf freikriegen, dann marschieren wir“, wird der aus dem temporären Ruhestand an den Main geholte Motivator in der FNP zitiert. Und jeder, der dieser Tage ein Training von Eintracht Frankfurt besucht, sieht auf den ersten Blick, wie er dieses Ziel zu erreichen gedenkt. Daums Co-Trainer, der agile Roland Koch, peitscht ohne Unterlass verbal auf die Mannschaft ein. Keine Phrase ist zu abgedroschen, kein Spruch durchschaubar genug: „Was holen wir ’raus?“ – „Prozentpunkte!“. „Power, Power!“ schallt es über den Platz, und, natürlich „an uns kommt keiner vorbei!“. So etwas kann klappen. Jedenfalls so lange, bis ein Trainingsspiel gegen die Amateure des Vereins ansteht. Und dann landet man unter Umständen ganz schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen. Denn selbst wenn der Glaube Berge versetzen kann: Auf dem Platz zählen Tore. Und nicht jeder glaubt.