DIe WM-Nacht USA raus, Spanien weiter

Foto: Ted S. Warren/AP/dpa
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Nach Kanada und Mexiko ist auch der letzte Co-Gastgeber ausgeschieden. Spanien beendet die WM-Karriere von Ronaldo. Im Viertelfinale kommt es zu einem weiteren Europa-Duell.

Die von Präsident Donald Trump befeuerte Pathos-Party der USA hat bei der Fußball-WM ein jähes Ende gefunden. Das Team um Stürmer Folarin Balogun, der nach Roter Karte im vorausgehenden Spiel seine Sperre vom Weltverband FIFA erlassen bekommen hatte, unterlag im Achtelfinale von Seattle verdient mit 1:4 (1:2) und muss den Traum vom ersten Triumph bei einer WM früher als erhofft abhaken.

Vor 66.925 Zuschauern – darunter auch der schwer in der Kritik stehende FIFA-Präsident Gianni Infantino – zeigte der letzte verbliebene Co-Gastgeber seinen mit Abstand schwächsten Turnierauftritt. Weil der Entscheidung zum Aussetzen der Sperre auf Bewährung für Stürmer Balogun ein Telefonat zwischen Trump und Infantino vorausging, entwickelte sich der Fall in den vergangenen eineinhalb Tagen zu einem der größten Fußball-Skandale in der WM-Historie.

Balogun selbst lief wie erwartet auf und holte den Freistoß zum 1:1-Ausgleich der USA durch Bayer Leverkusens Malik Tillman (31. Minute) heraus. Doch Belgien zeigte seine beste Leistung im Turnier und bekommt es nach zwei Toren von Stürmer Charles De Ketelaere (9./33.) sowie Treffern von Hans Vanaken (57.) und Romelu Lukaku (90.+3) im Viertelfinale am Freitag (21.00 Uhr/MESZ) in Inglewood bei Los Angeles mit Europameister Spanien zu tun.

Spanien besiegt Portugal und beendet Ronaldos WM-Karriere

Spanien hat Cristiano Ronaldo einen bitteren Abschied von der WM-Bühne beschert und seine eigenen Titelansprüche untermauert. Der Europameister feierte dank des späten Treffers von Joker Mikel Merino (90. +1 Minute) einen 1:0 (0:0)-Sieg gegen Portugal und zog erstmals seit dem Titelgewinn 2010 wieder in ein WM-Viertelfinale ein. Der 41-jährige Ronaldo agierte in seinem letzten WM-Spiel glücklos, blieb ohne Treffer und wird seine beeindruckende Karriere nicht mit dem WM-Triumph krönen.

In der Runde der besten Acht trifft Spanien am Freitag auf Belgien. Die Portugiesen werden dann schon wieder zurück in der Heimat sein.

Ob er seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzt, ließ Ronaldo auch nach dem Aus offen. Auch bei diesem Turnier wurde das Team von der Diskussion begleitet, ob es mit oder ohne den inzwischen in Saudi-Arabien spielenden mehrfachen Weltfußballer besser ist.

Portugals Nationaltrainer hört nach WM-Aus auf

Roberto Martínez ist nach dem Aus im Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft nicht länger Trainer der portugiesischen Nationalmannschaft. „Es stimmt, dass dies mein letztes Spiel für die portugiesische Nationalmannschaft ist“, sagte der 52-Jährige unmittelbar nach dem 0:1 gegen Spanien. „Es ist das Ende eines Zyklus. Ich nehme die Erinnerungen mit und hoffe, dass auch die Portugiesen diese dreieinhalb Jahre in guter Erinnerung behalten werden.“

Martínez hatte das Amt Anfang 2023 übernommen und mit Portugal 2025 die Nations League gewonnen. Insgesamt betreute er die Mannschaft 45 Mal. Bei seiner einzigen WM-Teilnahme mit der Seleção schied er aufgrund eines Treffers in der Nachspielzeit von Mikel Merino bereits im Achtelfinale aus. (dpa)

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18 Kommentare
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  1. Multipliziert man die Anzahl der geschossenen Tore mit der Bevölkerungszahl hat USA eindeutig gewonnen. Regeländerung wird gerade ausgearbeitet, schade Belgien.

  2. „In der Runde der besten Acht trifft Spanien am Freitag auf die USA.“

    Das ging schnell.

  3. Da hat der Mad King dem Team der USA einen klassischen Bärendienst erwiesen. Hatten ordentlich die Hosen voll, während die Belgier wahrscheinlich zusätzlich motiviert waren. Und der Sport hat der Politik deutlich den Mittelfinger gezeigt :-)

  4. ZITAT:
    „Da hat der Mad King dem Team der USA einen klassischen Bärendienst erwiesen. Hatten ordentlich die Hosen voll, während die Belgier wahrscheinlich zusätzlich motiviert waren. Und der Sport hat der Politik deutlich den Mittelfinger gezeigt :-)“

    Ein schwacher Trost wie ich finde. Man hat ein schönes role Modell für andere geschaffen.

  5. Sehr gutes Interview mit Hellboy in der FAZ.
    Er stellt einiges klar.

  6. ZITAT:
    „Sehr gutes Interview mit Hellboy in der FAZ.
    Er stellt einiges klar.“

    Im Abo oder frei zu lesen?

  7. Bemerkenswert daß nicht nur Team USA trotz gemeinsamer Bemühungen von FIFA Spitze und WH die Regeln zu Gunsten eines gesperrten Gastgeber Kickers zu umgehen, aus dem Turnier geflogen ist sondern auch, quasi zeitgleich, Ronaldo mit Portugal.,

    Dessen dubiose, vieldikutierte Rotsperrenverkuerzung durch die FIFA Ende letzten Jahres die das Auflaufen Ronaldos in den ersten 2 WM Spielen Portugals erst ermöglichte – hatte sozusagen den Präzedenzfall für die Baloganschieberei geschaffen.

    Well done Fussballgottkuh, dass dein sportlicher Mittelfinger für wenigstens ein bisschen ausgleichende Gerechtigkeit gesorgt hat.

    Ein bisschen schade für den Amerikanischen Fussball dass er, in dem er sich billigend in die Intrigen der Mächtigen ziehen ließ, sich um das Renomme gebracht hat, trotz schwieriger politischer Umstände dennoch eine atmosphaerisch überraschend gut gelungene und zumindest sportlich saubere WM ausgerichtet zu haben…

  8. Da haben sich die Amis ein Eigentor geschossen. Wahrscheinlich wären sie besser beraten gewesen, wenn sie den Balogun draußen gelassen hätten. Die Fußballwelt wäre vorerst einigermaßen besänftigt, und die Amis selbst nicht so blockiert gewesen.

    Wahrscheinlich hat Trump es ja nicht zugelassen…….

  9. War kein schöner WM-Abschied für Ronaldo, aber dass er im keinesfalls gelesenen Einstiegsartikel innerhalb von 4 Sätzen um 4 Jahre altert? Dann war’s wohl schlimmer für ihn als es aussah.

  10. Wahrscheinlich KI. 45 ist das Alter, das er bei der nächsten WM hätte, wenn er nochmal antreten würde.

  11. Rasender Falkenmayer

    Morsche
    die Betrüger sind raus? Sehr gut!

    Ich teile auch die Einschätzung, dass die geschichte die Amis eher blockiert hat. So weit ich weiß, ist die „Soccer“-Community in den VSvonA nicht unbedingt überwiegend Trumpffin. Ich weiß zumindest, dass manche sich geschämt haben. Das kann schon zu einer Mannschaft vordringen.

  12. „Dessen dubiose, vieldikutierte Rotsperrenverkuerzung durch die FIFA Ende letzten Jahres die das Auflaufen Ronaldos in den ersten 2 WM Spielen Portugals erst ermöglichte – hatte sozusagen den Präzedenzfall für die Baloganschieberei geschaffen.“

    Es mag zwar dubiös und vieldiskutiert gewesen sein, aber außergewöhnlich war die Verkürzung nicht, sondern kommt immer mal wieder vor, hat folglich nicht den Präzedenzfall geschaffen, nach einer Roten die Sperre vollkommen aufzuheben. Und selbst davor gab es noch den Fall Garrincha, der 1962 im HF wegen Tätlichkeit vom Platz flog, aber im Endspiel auflaufen durfte, nachdem Brasiliens Präsident João Goulart sich für ihn eingesetzt hatte.

    https://www.stern.de/sport/fus.....49422.html

  13. Rasender Falkenmayer

    Ein gutes hat die Vorstellung der deutschen Mannschaft übrigens: Wir wissen jetzt, dass es in Katarrh nicht an der Regenbogenbinde oder etwas ähnlichem lag, sondern, dass die einfach shicè kicken.

  14. Zitat:
    Wahrscheinlich KI. 45 ist das Alter, das er bei der nächsten WM hätte, wenn er nochmal antreten würde

    Plausibel. Also, dass er wieder antritt.
    KI – darauf würde doch dpa hinweisen als Qualitätsquelle.

  15. @10
    „FIFA Spitze und WH“

    Steh auf dem Schlauch, hab‘ gestern schon gerätselt, wer oder was ist WH?

 

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