Länderspiel Wenig Zeit für Dummheit

Foto: Imago/HMB-Media
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Klopp reagiert auf Rassismus gegen DFB-Spieler im Netz

Rund um das verlorene Länderspiel gegen Griechenland gibt es wieder beleidigende Kommentare gegen DFB-Spieler mit Migrationshintergrund im Netz. Der Bundestrainer bezieht deutlich Stellung.

Jürgen Klopp hat mit Abscheu auf rassistische und beleidigende Kommentare in den sozialen Netzwerken beim Länderspiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen Griechenland reagiert. Angesprochen von einem Reporter auf Beiträge, die Mannschaft sei „nicht deutsch genug“ oder „nicht weiß genug“, sagte der Bundestrainer in der Pressekonferenz vor dem nächsten Nations-League-Spiel am heutigen Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) in München gegen Serbien zunächst, dass er das „nicht mitbekommen“ habe.

Danach wurde Klopp deutlich. „Also, es gibt keinen Grund, sich über diese Menschen Gedanken zu machen. Meine Gedanken kriegen sie nicht. Ich habe im normalen Leben für Dummheit wenig Zeit – und für die sozialen Medien auch nicht“, sagte der 59-Jährige und fuhr fort: „Die große Crux unseres Lebens ist, dass jeder seine Meinung sagen darf. Das ist Wahnsinn, wenn so etwas da war.“

Umkleide als Beispiel für die Welt

Die Gruppe, die er im Camp der Nationalmannschaft beisammen habe – darunter etliche Spieler mit Migrationshintergrund -, „könnte nicht großartiger in diesem Zusammenleben sein“, erklärte Klopp.

„Die Welt dürfte sich ein Beispiel an einer Sport-Umkleidekabine nehmen“, findet Klopp: „Da wird jeder aufgrund der richtigen Tatsachen respektiert und nicht aufgrund von falschen Meinungen diskreditiert. Punkt!“

Bundestrainer will Sieg gegen Serbien

Für Jürgen Klopp und die Fußball-Nationalmannschaft geht es im Länderspiel gegen Serbien um viel. Gibt es im dritten Spiel den ersten Sieg? Der Bundestrainer will seinen ersten Erfolg im neuen Amt feiern und damit auch das Signal für ein Ende der Krise der DFB-Elf senden.

In der Nations League rangiert Deutschland nach dem 1:1 in den Niederlanden und dem 0:1 gegen Griechenland in der Gruppenphase nur auf dem dritten Platz hinter den bisherigen Kontrahenten. Serbien hat nach zwei Niederlagen noch keinen Punkt.

Klopp setzt auf zweiten Kader

Klopp geht die Aufgabe in der Münchner Allianz Arena weitgehend mit neuem Personal an. Nach den ersten beiden Spielen hatte er den Kader wie erwartet ausgetauscht. Ein Debütant könnte Bayern-Torwart Jonas Urbig sein. Innenverteidiger Nico Schlotterbeck hatte sich im Abschlusstraining am rechten Knöchel verletzt.

Ein Fußball-Länderspiel in München während des Oktoberfestes ist ungewöhnlich. Zuletzt hatte es dies 1982 gegeben. Der damals amtierende Europameister Deutschland spielte gegen Belgien noch im Olympiastadion 0:0. (dpa)

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2 Kommentare
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  1. In jeder kleinen Klitsche bekommen Mitarbeiter ein Reiseverbot nach München, wenn Oktoberfest ist. Aber der DFB legt ein Länderspiel dahin. Hotelpreise wie bei der WM in den USA. So schlau.

 

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