Urlaub

Finale


Das Finale im Eselrennen habe ich im Neighbourhood-Casino “Suncoast” in Begleitung von Ray gesehen. Ray ist Englaender. Genauer: Er stammt aus Liverpool. Und so spricht er auch. Nur noch viel schneller. Wir haben uns praechtig verstanden, spaetestens von dem Zeitpunkt an, als er mir erklaerte, dass die Sportart Nummer eins hier in den Staaten Handball ist - nur dass die Amis es, warum auch immer, Football nennen wuerden. Auf ein paar der ca. 50 Bildschirme in diesem Riesensaal im Suncoast (Sonne gibt’s hier im Ueberfluss, nur die Kueste ist halt fuenf Stunden weg, aber das schert den Amerikaner genauso wenig wie die Sache mit dem Fuss und dem Ball) war das alterwuerdige Waldstadtion zu sehen. Da wurde mir ganz wehmuetig ums alte Eintracht-Herz. Und Ray konnte mich gut verstehen. Wahrscheinlich dachte er an Kop Corner und sang leise “You’ll never walk alone”, waehrend ich mich auf St. Pauli vorbereite. Aber erst mal geht’s in 12 Stunden ueber Toronto nach Frankfurt. Endlich wieder gesunde 15 Grad statt der trockenen 40. Endlich wieder Schwarzbrot. Auf Dauer waer das alles nichts fuer mich. Ich will in der Kneipe wieder angeschissen, im Geschaeft wieder ignoriert werden. Es reicht. See ya guys, and have a great day.

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Frisch aus dem Pool


Acht Uhr am Abend, Vollmond, 30 Grad Celsius und mir ist kalt. Das ist kein gutes Omen. Trainiert der Grieche mit? Was ist mit dem arbeitslosen Brasilianer? Was ist mit dem ersten Pokalspiel? Findet es statt, wenn ja, wo? Es ist unendlich schwer an Informationen zu kommen, wenn man nur ca. 10 Minuten Zeit pro Tag hat. Urlaub kann wahnsinnig stressig sein. Ich kann nur abraten.

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Eine Busfahrt die ist lustig


Das Problem mit den Reisefuehrern in Buchform hatte ich ja unlaengst schon mal angesprochen. Da steht jeder Mist drin, nur nicht das, was man braucht. So auch zum Beispiel die Sache mit dem Personennahverkehr. Ok, zugegeben, wenn man wie ich die letzten paar Tage hier in den VS von A darauf angeweisen ist mit dem Bus zu fahren, ist man per se schon mehr Exot als man als Europaeer ohnehin schon ist. Zumindest im Westen des Landes. Aber es ist nicht wirklich lustig, wenn im Merian steht, wie problemlos das Fahren mit dem Bus in Las Vegas ist. Und man gleichzeitig davon ausgeht, dass jeder verdammte Tourist natuerlich in der Naehe des Strips wohnt. Tue ich aber nicht. Ich residiere gemuetlich ca. 30 Meilen ausserhalb, was sehr angenehm ist, gleichzeitig aber ein Problem, wenn man mal eben in die Stadt will.
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Wie bitte?


Was lese ich da in diesem Internet? Wieder einmal bei einer WM im eigenen Lande ausgeschieden? Wieder einmal versagt? Das glaubt man doch nicht! Hier in den USA ist das Entsetzen natuerlich aehnlich gross wie in der Heimat. Und fuer so eine Blamage haben wir unsere Trainings- und Spielplaetze zur Verfuegung gestellt? Unglaublich. Und dann muss ich im deutschen Teil des Zwischennetzes sogar erfahren, dass der Eintracht-Anhaenger Sebastian Vettel in Silverstone von seinem Team im Stich gelassen wurde. Pfui sage ich da, pfui!

Im hessischen Teil des Internets liest man, dass Amanatidis zurueck ins Training mit den Profis will. Und da fragt man sich dann doch, ob in all den Wochen der Abwesenheit des Autors (nicht des Ex-Kapitaens) wirklich so rein gar nichts passiert ist beim Verein des Herzens.

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Fear and Loathing


Irgendwann geht er einem dann doch auf den Senkel, der ewig gut gelaunte Kalifornier. Klar, sowas steht in jedem Reiseführer, aber man muss es ja immer erst selbst erfahren um es zu glauben. Was in keinem verdammten Reiseführer steht sind hingegen die praktischen Sachen des Lebens. Wie tanke ich zum Beispiel in den USA? Antwort: Erst zahlen, dann tanken, und wenn nötig das Wechselgeld wieder abholen. Das sind die Dinge die wichtig sind. Und natürlich das heutige Bild: Suchbild mit Ente und Schlumpf. Womit wir wieder elegant bei der Eintracht wären: Eher Ente oder eher Schlumpf? Oder gar Tiger, erwacht? Soll ja bald losgehen habe ich mir sagen lassen.
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Die Ente des Tages


Foto: Stefan KriegerKennt jemand Jennifer Aniston? Mir war der Name auch unbekannt. Seit heute weiß ich aber wer das ist. Das bzw. die ist der Grund dafür, dass es kein Bild vom Stern und den Handabdrücken in Zement vom Duke gibt, wie ursprünglich geplant. Diese Dame meinte nämlich heute meinen Weg über den Hollywood Boulevard stören zu müssen. Was eine Uffreschung beim Amerikaner. Dabei kann die höchstwahrscheinlich nicht mal kicken. Womit wir bei der Eintracht und dem Entenbild des Tages wären. Bitte hier klicken. Da habe ich die Eintracht, den Zweitligisten, aber wieder geschickt in den Beitrag untergebracht, was? Ansonsten gebe ich natürlich weiter Vollgas und hundert Prozent, schließlich habe ich Vertrag, und alles andere interessiert mich nicht. Da sind sich die Ente und ich einig. Einen schönen Tag noch, ich gehe jetzt bald in die Falle.

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Kurze Meldung zum Stand der Dinge


Natürlich ist auch hier alles im Fluss. Der Amerikaner an sich hat, man möge mir verzeihen, ein Rad. Ab. In der Area 51 sind natürlich Aliens gelandet, wo auch sonst. Niemals kämen Außerirdische auf die Idee, zum Beispiel in der Taiga oder in der Mongolei die Erde zu beglücken. Es muss in der Wüste von Nevada sein. Weil’s da so kuschelig ist. Und sonst so? Los Angeles ist ein Monstrum, in Malibu allerdings lässt es sich aushalten. Die Immobilienpreise sind hier einigermaßen im Keller, also durchaus eine Alternative zum Hintertaunus. Oder als Zweitwohnsitz. Mal schauen. Morgen guck ich mir ein wenig Bel Air und Beverly Hills an. Aber kaufen werde ich dort nichts. Der Nachbarschaft in der Gegend ist ja nicht zu trauen.
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Diese Hitze!


“Es ist alles im Fluss.” Diese Worte des Sportdirektors zu lesen beruhigt dann doch einige tausend Kilometer von der geliebten Heimat entfernt. Ganz ohne Apfelwein und Handkaes (was ohne Umlaut-a ziemlich merkwuerdig aussieht). Hier hingegen fliesst nur der Schweiss. 33 Grad (Celsius, kennen die auch kaum) war bisher die Tiefsttemperatur. Im Schatten natuerlich. Und Fussball spielen sie mit den Haenden. Nur die Latinos nicht, die wissen wie man’s richtig macht.

Haette ich jahrein jahraus nur Sonne ueberm Schaedel wuerde ich auch rammdoesig werden. Sonst alles klar?

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Auf nach Californien


Elvis has left the building. Definitiv. Und wenn Elvis nicht mehr hier ist, werde ich auch nicht mehr gebraucht. Also geht es die naechsten Tage nach Californien. Vielleicht treffe ich Jim Morrison.

Der Verein des Herzens eilt von Sieg zu Sieg, wie ich lese. Prima. Und die besten Anhaenger der Welt fangen die neue Saison an wie sie die alte beendet haben. Supi. Hat sich also waehrend meiner Abwesenheit nicht viel getan.

Dann werde ich auch nicht gebraucht.

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Wenn man so gar nichts vermisst


Alle zwei Tage mal zehn Minuten Internet … das schickt. Die gute Nachricht: Elvis lebt wirklich. Die Schlechte: Es gibt ihn gleich im Dutzend hier. Nicht im Dutzend, und das ist der Delling des Tages, scheint es neue Spieler fuer die Eintracht zu geben. Naja. Wenn man in der Wueste steht erscheint einem sowas unfassbar unwichtig. Bis die Tage, Kinder. Sauber bleiben.

 
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