WM-Aus DFB-Elf raus

Foto: Tom Weller/dpa
Foto: Tom Weller/dpa

Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht nach dem deutschen WM-Aus keinen Grund für einen Rücktritt. Jürgen Klopp hält sich zurück.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft fährt bei der WM schon nach der ersten K.-o.-Runde nach Hause, der angezählte Julian Nagelsmann will dennoch Bundestrainer bleiben. Der 38-Jährige erklärte nach dem 3:4 gegen Paraguay im Elfmeterschießen noch im Stadion von Foxborough seine Bereitschaft, im Amt zu bleiben. „Ich möchte es weitermachen. Ich stehe bereit, wenn man das möchte“, sagte Nagelsmann bei MagentaTV. Sein Vertrag mit dem DFB läuft noch bis nach der EM 2028.

Das sind die weiteren wichtigen Themen der Nacht:

Kapitän Kimmich nach WM-Aus: Kein Rücktritt beim DFB

Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich hat nach der dritten enttäuschenden Weltmeisterschaft in Serie einen Rücktritt ausgeschlossen. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde ist: Aufgeben“, sagte der 31 Jahre alte Fußball-Profi bei Magenta TV nach dem völlig unerwarteten Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Paraguay.

Wie schon nach dem Aus in der Gruppenphase in Katar bei der vorausgehenden WM fand der Bayern-Profi deutliche und reflektierte Worte. Es sei „schon so, dass man hier antritt und Deutschland stolz machen will“, sagte Kimmich. Als Kind erinnere er sich an Finals oder Halbfinals für das DFB-Team. Das wolle man auch der aktuellen Generation geben.

Klopp zur Bundestrainer-Frage: „Nicht der Moment“

Jürgen Klopp wehrt sich nach dem enttäuschenden deutschen WM-Aus gegen eine Bundestrainer-Debatte um seine Person. „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment. Es gibt dazu nichts zu sagen“, sagte die Trainer-Ikone bei MagentaTV.

Die Entscheidung über die Zukunft Nagelsmanns liegt nach dem Scheitern im Sechszehntelfinale gegen Paraguay nun beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Aberkanntes DFB-Tor sorgt für Ärger

Das aberkannte Tor von Jonathan Tah im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gegen Paraguay zum 2:1 wegen eines angeblichen Foulspiels sorgt für Ärger und Diskussionen. „Das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein Vollskandal“, sagte Nagelsmann im ZDF: „Das ist nicht mal ansatzweise ein Foulspiel.“ Bei MagentaTV hatte er die Entscheidung zuvor als „Witz“ bezeichnet.

Was war passiert? Nach einer Ecke köpfte Tah Deutschland zur 2:1-Führung. Doch dann griff der VAR, um den es bei der WM bislang relativ wenig Ärger gab, wegen eines angeblichen Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Keeper Orlando Gill ein. Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Aktion noch einmal am Monitor angesehen hatte, entschied er auf Foulspiel.

Paraguay-Keeper über DFB-Schützen: „Jedes Detail analysiert“

Orlando Gill entschärfte zunächst die Elfmeter von Kai Havertz und Nick Woltemade – und brachte schließlich Jonathan Tah so aus dem Konzept, dass dieser den Ball weit über das Tor in den Abendhimmel von Massachusetts jagte. Mit insgesamt drei vereitelten Strafstößen avancierte Paraguays Torhüter im Sechzehntelfinale der Fußball-WM zum großen Deutschland-Schreck.

Auf die Frage, ob der Erfolg reine Intuition oder akribische Vorbereitung gewesen sei, erklärte der 26-Jähr nach dem 4:3 im Elfmeterschießen gegen Deutschland: „Ich habe jeden Spieler, jeden Aspekt, jedes Detail analysiert, und Gott sei Dank konnte ich zwei Elfmeter halten, was für die Qualifikation entscheidend war.“

Matthäus rechnet mit Ende der Ära Nagelsmann

Lothar Matthäus rechnet nach dem frühen Aus bei der Fußball-WM mit einem Abschied von Julian Nagelsmann und einem neuen Bundestrainer für die Nationalmannschaft. „Ich glaube, dass es nach dieser Weltmeisterschaft mit einem neuen Trainer weitergehen muss. Das war einfach zu viel. Es gibt wahrscheinlich einiges aufzuarbeiten, auf dem Platz, außerhalb des Platzes“, sagte Matthäus nach der Partie.

Matthäus kritisierte die Leistung im Sechzehntelfinale gegen Paraguay, empfand sie aber nicht als Einzelfall. „Ein Spiel kann immer passieren. Aber wir haben ja schon gegen Ecuador Katastrophe gespielt“, sagte der 65-Jährige. „Wenn man das Gesamte sieht: Ich bin nicht traurig. Ich bin überrascht, dass man gegen eine so schwache Mannschaft ausscheiden kann. Aber ich bin nicht traurig aufgrund der gezeigten Leistung.“ (dpa)

Foto: Tom Weller/dpa

Foto: Tom Weller/dpa

Schlagworte:

47 Kommentare
KOMMENTIEREN »

  1. Wenigstens verspotten uns die Holländer nicht mehr als üblich.

  2. Weder die Holländer noch wir empfinden gegenseitige Schadenfreude. Höchstens Mitgefühl…..

  3. JG555Pflichtspiele

    Nichts ist mehr wie 1974.

  4. Einfach es mal mit nem ausländischen Trainer versuchen -Oliver Glasner könnte z.B. übernehmen!

  5. ZITAT:
    „Einfach es mal mit nem ausländischen Trainer versuchen -Oliver Glasner könnte z.B. übernehmen!“

    Die Frage ist bei Nationaltrainern ja immer, kann er das in der kurzen Zeit, die er jeweils vor den Länderspielen hat dann auch umsetzen, was er möchte, bin mir da bei Olii unsicher.

    Vorteil des DFB bei einem Gespräch mit Olli. „Herr Glasner, wir treffen uns am Konstimarkt“, dann ist der Vertrag eigentlich schon durch 😉

  6. Völlig entspannt. Seuchensaison entgültig vorbei. Jetzt WM genießen und Adi alle Daumen drücken für eine „gute“ Kaderzusammenstellung. Alles auf Null.

  7. Vielleicht sollte man es mal mit Fritze Merz als Bundestrainer versuchen? Der weiß die Stimmung einzuschätzen, und analysiert das Spiel mit großem Fachwissen:

    „Friedrich Merz hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem frühen Aus bei der Fußball-WM Mut zugesprochen. „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel“, hieß es in einem Beitrag des offiziellen Accounts des Kanzlers auf X. „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“

  8. Alles nur eine Fortsetzung der vergangenen 10 Jahre. Keine Überraschung. Hauptsache Jo hat weiterhin gefühlt 300 Ballkontakte ohne Wirkung und bleibt Kapitän.

  9. Ich bin noch immer fassungslos, dass der kleine Pi…. den Grobmotoriker Tah als 6. Schützen nominiert hat.
    Da bist du eigentlich schon weg, bekommst doch noch eine Chance, und dann der…
    Warum nicht Goretzka oder Anton?
    Beide eingewechselt und beide bessere Fußballer.
    Und ja, die Aberkennung des Treffers von Tah ist ein Skandal, ist aber halt so.
    Ich finde es aber besser, gegen Paraguay auszuscheiden als von den Franzosen das Fell über die Ohren gezogen zu bekommen.
    Das hätte man sich dann (wieder) schön geredet, von wegen „echt stärker Gegner“ und so.
    Ähnlich wie bei der EM gegen Spanien.

  10. Morsche,
    3x nicht ins Achtelfinale gekommen ist dann schon ein klarer Trend: es reicht einfach nicht.

    Möglicherweise liegen die Probleme nicht an Nagelsmann oder dem WM-Kader sondern viel tiefer. Ich glaube auch ein alternativer Trainer „Jürgen Klopp“ mit elf anderen Spielern wäre genauso gescheitert (vielleicht erst eine Runde später…).

    Der deutsche Fußball bringt halt keine Wunderkinder mehr hervor. Der Hebel muss viel tiefer angesetzt werden. Die Ausbildungskonzepte für den Nachwuchs müssen hinterfragt und überarbeitet werden.
    Es ist ja schön, dass der DFB einen Campus in Frankfurt gebaut hat. Es fehlt aber an modernen Fußball-Akademien in der Breite.

    Und vielleicht sind zu viele Talente zu früh schon „satt“ und haben gar keinen Bock, durch die Mühle einer Profi-Ausbildung zu gehen, was so einem bisschen dem allgemeinen Zeitgeist entspräche.

    jm2c

  11. Fußball kann einfach sein. Der Kopf und der Wille entscheiden,das Können ist nur die Basis. Neuers Gesichtsausdruck während des ganzen Turniers war der eines betrogenen Ehemanns,der kleine Daunenwestenträger ist fernab jeglicher Motivationsfähigkeit und glaubt wie seine Spieler fälschlicherweise, dass es reicht die letzte Meile nur wenn nötig zu gehen. Harmlos,besserwisserisch und ohne Feuer.
    Einsatz reicht nicht, wenn der Glaube fehlt.

  12. Einige Personalentscheidungen von Nagelsmann waren schon seltsam, seine schlechte Kommunikation hat ein Übriges dazu getan. Mit zunehmendem Druck wurde er immer dünnhäutiger. Es braucht wieder einmal einen klaren Schnitt. Bei anhaltendem Misserfolg wäre der mediale Druck auf Nagelsmann doch direkt wieder da. Außerdem sollten sich mal ein paar Spieler hinterfragen, inklusive Kimmich, der die Mannschaft ja in den entscheidenden Momenten auch nicht führen konnte.

    Allerdings tendieren Völler, Nagelsmann und Kimmich eher zu einem „weiter so“. Tja. Nach der dritten enttäuschenden WM in Folge und auch durchwachsenen EM-Auftritten seit 2016, als man zuletzt ein Halbfinale erreichte, sollte man sich ernsthafte Gedanken machen. Da bringen nämlich auch die haushohen Siege gegen Fussballzwerge nichts, wenn man gegen internationale Klasse (wobei Ecuador und Paraguay das ja nicht mal waren) den den Kürzeren zieht.

  13. Leben alle in ihrer Blase der vollkommenen Selbstüberschätzung. Und keiner will es sich eingestehen. Alles wie in der Politik und in vielen Führungsebenen der freien Wirtschaft.

  14. Re: @15

    Deutschland eben – wobei hier nicht alles schlecht ist. Aber die Wohlfühloase im Fußball fängt in München an die haben in der BLseit Jahren keinen ernsthaften Gegner. Deswegen ist z. B. Kimmich kein top Spieler Internation dem hätte ein Wechsel ins Ausland gut getan .

  15. Nagelmanns versunkenes, anhaltendes Fingergezappel direkt nach Ausscheiden wirkte dann doch etwas wie sag ich’s… gestört?
    Neuer ist ja jetzt wirklich raus – bis zur EM?
    Völler sieht sich bestimmt als richtigen Mann am richtigen Platz.
    Nagelmann sieht keinen Grund für einen Rücktritt.
    Fragt mal jemand die Spieler, ob die Bock auf Nagelsmann haben?

  16. Rasender Falkenmayer

    Morsche
    Diese Mannschaft repräsentiert unser Land. Im Prinzip ist vorhanden, was es für Erfolg braucht. Technik, Energie, Disziplin. Aber das Konzept ist von Vorgestern und die Herangehensweise mutlos. Unfähig, sich von selbt auferlegten Zängen zu befreien, wird versucht, einen strikten Plan umzusetzen, der Kreativität und Fortschritt zumindest mal mißtrauisch beäugt, wenn nicht gar völlig verhindert. So nimmt man seine Leute nicht mit, ohne Vertrauen in deren eigene Fähigkeiten, etwas zu entwickeln. Jeder macht seinen Job, aber keiner verspürt Inspiration. Emotion wird bestenfalls vom Publikum verlangt; die Beteiligten selbst sollen ihre Pflicht erfüllen.

    So kann man nicht anstinken, gegen andere, die bereit sind, ihr Herz in die Hand zu nehmen oder tatsächlich ein für sie passendes und erfolgsorientiertes Konzept zu suchen, ohne zu bedenken, wie man es früher schon immer gemacht hat.

    Die Szene des Spiels war für mich nach dem Gegentor, als Nagelsmann direkt nach dem Einschlag zu seinem Computer rannte, sich die Szene ansah und in den Bildschirm schimpfte. Alter, deine Jungs haben gerade in die Fresse gekriegt, du musst an der Linie stehen, einen geraden Rücken zeigen und die direkt wieder aufbauen. Weiter, jetzt erst recht, auf geht’s, das packen wir, igrend so was. Nicht schauen, wer da gerade einen Meter zu weit links stand und dann mit überlegenem Wissen daherkommen.
    Zu simpel? Nein, eine ganz normale menschliche Reaktion in einem Team.

    Was bin ich gerade froh, dass wir wieder einen Trainer mit positivem Motivationsansatz haben. Von den Besserwissern habe ich genug. Die sind nicht nur langweilig, die bringen auch keinen Erfolg.

    So! Ich habe fertig.

  17. +1 , schöne Beobachtung mit dem Laptopglotzen, ist mir auch aufgestossen…

    Einzig, und das wurde hier auch gesagt: selbst ein Motivator ( i.e. Klopp) dürfte an dieser Art Spieler sich die Zähne ausbeißen. Die verstehen den nicht. Der zetert ins Leere.
    Wir haben seit vielen Jahren die falschen Schwerpunkte gefördert. Das ist die Quittung.
    Die Spieler sind Schuld. Aber gleichtzeitig hat man fast Mitleid. Die opfern alles, lernen aber nie Gemeinschaft und deren Magie.
    Plus, das sind Luschen, echt jetzt. Spielen abends Werwolf und Verstecken ? Wo soll da positive Aggressivität herkommen ?

  18. Meine Analyse:

    1. Gegen eine Mannschaft, die 119 Minuten zwei Busse im eigenen Strafraum parkt, wird’s halt schwierig, wenn man in Rückstand gerät.
    2. Das 0:1 hat klar aufgezeigt, dass es mit dieser Abwehr so oder so nicht besonders weit gegangen wäre. Nene inklusive.
    3. Im Achtelfinale hätte uns der Frosch seziert.
    4. Fehlentscheidung hin oder her: Waldemar Anton hat nicht alle Latten am Zaun.
    5. Schafstall. Roggensack. Biskup.

  19. Re: @15

    Da stimme ich zu.

  20. @20: So etwas ähnliches wollte ich auch schon schreiben. Nagelsmann halt immer schon schlechter Verlierer gewesen und somit auch selten ein guter Gewinner.

    Das Land ist schon im Eimer: Zu satt, zu bräsig und völlig unfähig eigene Fehler zu erkennen und zu ändern. Nagelsmann steht da schon auch für eine ganze Generation. Ich habe davor das Spiel Brasilien gegen Japan geschaut und da war eine ganz andere Einstellung auf den Platz: aufopferungsvoll kämpfende Japaner, schnell und immer gefährlich gegen ein Brasilien was den Sieg am Ende einfach wollte. Selbst der Vini, meistgehasster Spieler des Planets, war einfach bissig und voller Energie. Dieses Rumpelfussball-Ballbesitzrumschiebe der deutschen Nagelsmänner ist einfach eine Beleidigung fürs Auge.

  21. Rasender Falkenmayer

    Der krönende Abschluss war, wie sich das Völlerimitat an seinen Elfer heranschleicht und dann fast schon heimlich schnickt, statt anzulaufen und draufzuschiessen. Anlauf ist zum Schwungholen, damit man fester schiessen kann.

    Das wäre dem echten Rudi nicht passiert, als er noch spielte.

  22. Rasender Falkenmayer

    ZITAT:
    “ Nagelsmann halt immer schon schlechter Verlierer gewesen und somit auch selten ein guter Gewinner.“

    Da ist was dran. Vielleicht ist es unter anderem die Angst vorm Verlieren die hemmt.

  23. ZITAT:
    „ZITAT:
    “ Nagelsmann halt immer schon schlechter Verlierer gewesen und somit auch selten ein guter Gewinner.“

    Da ist was dran. Vielleicht ist es unter anderem die Angst vorm Verlieren die hemmt.“

    Aber warum nur uns ?

  24. Die Chancen zum Sieg waren ja da. Gefühlt zehn Kopfbälle direkt auf den Tormann gezielt, das geht besser. Bei einem Gegner, wo klar war wie er auftritt, den doch technisch „limitierten“ Undav in der Startelf zu bringen war halt irgendwie auch quatsch. Der braucht eher Platz um sich zu entfalten…. Und warum ein einmeterdreiundsiebzig kleiner Spieler gegen uns ein Tor köpfen kann, muss mir auch mal jemand erklären.

  25. Rasender Falkenmayer

    ZITAT:
    „Aber warum nur uns ?“
    Weil wir eine Schissermentalität haben. Derzeit. Im Schlechtmachen gut, dadurch im Gutmachen schlecht. Wir glauben weniger an das, was gehen als an das was schiefgehen kann.
    Das ist nicht gottgegeben, das geht auch anders, wie uns andere Mannschaften zeigen.

  26. Re: @20

    +1

  27. Der Auftakt war mit 7:1 doch gelungen, und auch gegen die Elfenbeinküste konnte das Spiel in allerletzten Minute gedreht werden. Dazu gegen Ecuador die frühe Führung nach Foulspiel. Mehr Spiel(plan)glück geht doch nicht. Aber statt breiter Brust hat man dann Versagensangst. DIeser Druck, dieser unmenschliche Druck.

  28. ZITAT:
    „ZITAT:
    „Aber warum nur uns ?“
    Weil wir eine Schissermentalität haben. Derzeit. Im Schlechtmachen gut, dadurch im Gutmachen schlecht. Wir glauben weniger an das, was gehen als an das was schiefgehen kann.
    Das ist nicht gottgegeben, das geht auch anders, wie uns andere Mannschaften zeigen.“

    Ich weiß, aber das ist doch Mindf*uck….die staffen sich tot,ab kleinstem Level, insbesondere mit Psychologen, Bewussseinstrainern, nenn es wie du willst. Da entsteht aber ganz viel überflüssige Schwere, die mit noch mehr „Arbeiten“ an der Mentalität als Dauernebel belastet.
    Dazu der klassich deutsche technokratische Theorie-Ansatz und schon kommt so was bei raus. Angst essen Seele auf und alle Leichtigkeit ist verschwunden. Plus den Verlust jegliches Improvisationstalentes.

  29. Äußerungen wie „Ich habe keine Beweispflicht“ erlaube ich einem Ancelotti. Aber Nagelsmann? Immerhin hat er ja jetzt was bewiesen.

  30. Das Elfmeterschießen war so etwas von erbärmlich. Spieler, diecfür Unsummen in die Premierleague transferiert wurden, verschießen jämmerlich. Goretzka weigert sich, den sechsten Elfer zu schießen, als Kimmich ihn fragt, so dass Tah ran muss und ebenfalls kläglich versagt.
    Bei uns hat im EL-Finale 2022 ein Christopher Lenz, der praktisch die ganze Saison verletzt war und erst 20 Minuten vor Schluss ins Spiel gekommen war, ohne mit der Wimper zu zucken den ersten Elfer übernommen, danach schoss mit Hrustic ein weiterer Ersatzspieler, der sich ebenfalls freiwillig gemeldet hatte, genauso wie Kamada, der den dritten schoss: Mentalität!

  31. Im Prinzip waren doch auch schon die Personalentscheidungen wer mit zu WM fährt fragwürdig. Für alle gab es irgendwelche guten Gründe, wenn der Erfolg aber ausbleibt waren es halt die Falschen. Zu viele ZMs, keinen zweiten RV, zu viele Verletzte oder aus eine Verletzung kommende, keinen alternative auf RA und LA, etc.

  32. Habe mal den Chatty gefragt, warum im Profi-Fußball Elfmeter nicht viel häufiger trainiert werden (so wie im Tischtennis der immer gleiche Schlag tausend mal am Abend gespielt wird, bis die Hand lahm wird).

    Antwort: die Belastung (bei sehr vielen Übungs-Elfmetern nach dem Training) wäre zu groß, außerdem will man den Spielern die individuellen Entscheidungen nicht abnehmen… hmm

    Professionalität heißt doch, man optimiert alles, bis es nicht mehr besser wird. Jeder der 5 Schützen hatte eine sehr individuelle Herangehensweise, aber man hatte nicht den Eindruck, jetzt kommt etwas, was ich (Schütze) besonders gut kann, da ich es schon 1000x im Training erfolgreich durchexerziert habe

  33. ZITAT:
    „Der Auftakt war mit 7:1 doch gelungen, und auch gegen die Elfenbeinküste konnte das Spiel in allerletzten Minute gedreht werden. Dazu gegen Ecuador die frühe Führung nach Foulspiel. Mehr Spiel(plan)glück geht doch nicht. Aber statt breiter Brust hat man dann Versagensangst. DIeser Druck, dieser unmenschliche Druck.“

    Sorry aber auch das 7:1 fand ich schon nicht gut. Gegen die Ivorer wars dann eigentlich schon Dusel und der Rest, nunja.

    Um den gesamtgesellschaftlichen Kontext wieder zu strapazieren. Das Problem ist weniger Versagensangst, sondern fehlende Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Und vor allen die fehlende Bereitschaft, Fehler zu machen. Deswegen auch nur Alibipässe. Ähnlich übrigens im Berufsleben, da wird inzwischen für jede Mini-Decision ein Teamsmeeting mit 38 Leuten angesetzt, damit auch jeder gefragt wird.

  34. „Fußball kann einfach sein. Der Kopf und der Wille entscheiden,das Können ist nur die Basis.“

    Das ist (Fußball-) Philosophie at it’s best – ich hoffe auf eine Umsetzung in der neuen Saison bei unserer Eintracht 😊

  35. @24 und @37

    DANKE für deinen Post. Ich hätte es nicht besser ausdrücken können! Schon lange genau meine Analyse.

  36. ZITAT:
    „Ähnlich übrigens im Berufsleben, da wird inzwischen für jede Mini-Decision ein Teamsmeeting mit 38 Leuten angesetzt, damit auch jeder gefragt wird.“

    Bestätigt. Auf neudeutsch ist das Management vs. Leadership. Den einen geht es darum, einen Verantwortlichen (bzw. Schuldigen) zu finden, der auf gar keinen Fall sie selbst sein können. Den anderen geht es darum, Entscheidungen zu treffen und verantworlich zu sein. Auch dann, wenn man mal schiefgeht. Letztere sind eine aussterbende Art.

  37. ZITAT:
    „Ich bin noch immer fassungslos, dass der kleine Pi…. den Grobmotoriker Tah als 6. Schützen nominiert hat.
    Da bist du eigentlich schon weg, bekommst doch noch eine Chance, und dann der…
    Warum nicht Goretzka oder Anton?
    Beide eingewechselt und beide bessere Fußballer.

    Und woher weißt Du, das er sie nicht gefragt hatte, aber beide sagten, lieber erst mal nicht ?
    Elfmeterschießen ist als 1. mal Kopfsache. Epmfhle die Doku über die WM 1990 in Sky. wo sowas auch gut beschrieben/dargestellt wird.

    Wer hätte in Sevilla gedacht, das der 1. Elfer von Lenz so ultracool verwandelt wird, ich glaube die aller Wenigsten in und um Frankfurt.

  38. Wenn das stimmt, dass der Goretzka nicht wollte, darf er nach Hause schwimmen.
    Dann hat er ausreichend Zeit darüber nachzudenken.
    Gefeierte Profis mit Milionen-Gehältern, lächerlich.
    Der wurde eingewechselt, war also noch relativ frisch.

  39. ZITAT:
    „ZITAT:
    „Ich bin noch immer fassungslos, dass der kleine Pi…. den Grobmotoriker Tah als 6. Schützen nominiert hat.
    Da bist du eigentlich schon weg, bekommst doch noch eine Chance, und dann der…
    Warum nicht Goretzka oder Anton?
    Beide eingewechselt und beide bessere Fußballer.

    Und woher weißt Du, das er sie nicht gefragt hatte, aber beide sagten, lieber erst mal nicht ?
    Elfmeterschießen ist als 1. mal Kopfsache. Epmfhle die Doku über die WM 1990 in Sky. wo sowas auch gut beschrieben/dargestellt wird.

    Wer hätte in Sevilla gedacht, das der 1. Elfer von Lenz so ultracool verwandelt wird, ich glaube die aller Wenigsten in und um Frankfurt.“

    Hatte ja DPhil schon ähnlich geschrieben, sorry für mehr oder weniger doppelt

  40. Die Personalentscheidungen von Nagelsmann haben auch nicht gefruchtet: Neuer wurde wegen seiner Aura geholt (und seines einen guten Spiels gegen PSG), von der man letztlich nichts gemerkt hat. Sané konnte auf RA nicht überzeugen, Kimmich dufte nicht die Verein einfolgreiche Kombi mit Pavlovic im Mittelfeld bilden, sondern mußte als RA ran. Woltemade wurde erst ignoriert (gegen Ecuador wurden Beier und Groß eingewechselt) und soll dann plötzlich nen Elfmeter schiessen.

    Da passte zu vieles nicht zusammen. Paraguay ist an sich ein Fussballzwerg, der auf dem Platz genauso aufgetreten ist, wie es zu erwarten war. Klar ist es gegen solche Mannschaften schwer, die körperlich robust sind und nur hintendrin stehen. Nur hätte es auch da, gerade mit einer auf dem Papier gut besetzten Offensive, mehr Ideen gebraucht. Durch die Trinkpausen wäre In-Game-Coaching möglich gewesen. Davon war gegen Paraguay kaum etwas zu sehen.

  41. Ich bin froh dass „uns“ die Blöhs (in deren und unserem momentanem Zustand jedenfalls) jetzt nicht mehr in Adiletten aus dem Stadion schießen können.
    Der Klopp hat gestern zwischen den Zeilen angedeutet dass er sich zutraut dass er den Job vom Nagelsriera besser machen könnte.
    ….Das glaube ich auch, ich jedenfalls wäre dafür, auch wenn’s hier anscheinend keine Mehrheitsmeinung ist, dem Jürgen als Bundesklopp eine Schangse zu geben, der ist definitiv lockerer, erfolgserfahrener (Aura und so) und garantiert besser im Umgang mit den Kickern.

  42. Auf Paraguay lasse ich im übrigen nichts kommen, die haben für ihre Verhältnisse ein Top-Spiel gemacht und sich nicht unverdient ins Elfmetern gefightet. Das war defensiv absolut klasse, 120 Minuten ziemlich dicht gehalten und selbst nach vorne zwar selten, aber doch immer wieder mal präsent.
    Deren Weltranglistennachbarn waren so Granden wie Griechenland, Panama oder Wales. Da spielt man nicht gerne gegen Deutschland, auch wenn es ein Schatten seiner selbst ist.
    Und dann die Nerven zu behalten, alles ohne große „Stars“ und nem intakten Teamspirit, da kann ich gönnen.

  43. ZITAT:
    „… Friedrich Merz hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem frühen Aus bei der Fußball-WM Mut zugesprochen. „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel“, hieß es in einem Beitrag des offiziellen Accounts des Kanzlers auf X. „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“

    Im Themenfrühstück haben sie sich auch über den Tweet lustig gemacht… Jedes Land hat den Kanzler den es verdient.

 

KOMMENTIEREN

Bitte beachten Sie unbedingt die Regeln