Heimspiel Klatsche gegen Augsburg

Foto: IMAGO / HMB-Media
Foto: IMAGO / HMB-Media

Eintracht Frankfurt legt gegen den FC Augsburg eine Halbzeit lang einen dominanten Auftritt hin, um dann in der zweiten Hälfte total einzubrechen.

Mit gnadenloser Effizienz hat der FC Augsburg Rückkehrer Adi Hütter das Heim-Comeback als Trainer von Eintracht Frankfurt gründlich verdorben und damit die Tabellenführung erobert. Nach erheblichen Startproblemen kamen die bayerischen Schwaben bei den Hessen zu einem 4:1 (0:1) und machten mit dem zweiten Sieg ihren Saison-Traumstart in der Fußball-Bundesliga perfekt. Der FCA ist damit erstmals in der Vereinsgeschichte nach einem Spieltag Spitzenreiter im Oberhaus.

„Ich glaube, für einen Großteil der Truppe ist es auf jeden Fall das erste Mal und schon was Besonderes, auch wenn es nur der zweite Spieltag ist. Und uns ist bewusst, dass es jetzt nicht die ganze Saison so bleiben wird. Es ist einfach toll“, sagte Augsburgs Torwart Finn Dahmen beim Streamingdienst DAZN.

Eintracht wartet auf ersten Liga-Sieg in dieser Saison

Unter den Augen von DFB-Sportdirektor Rudi Völler brachte Jonathan Burkardt (6. Minute) die Hausherren vor 59.100 Zuschauern zwar früh in Führung. Arijon Ibrahimovic (46.), Robin Fellhauer (47.) nach einem bösen Patzer von Eintracht-Torwart Noah Atubolu, Alexis Claude-Maurice (65.) sowie Fabian Rieder (89.) drehten aber nach der Pause die Partie.

Während der FCA nach zwei Spieltagen mit sechs Punkten ganz oben steht, findet sich die Eintracht mit nur einem Zähler in der unteren Tabellenhälfte wieder. Dabei sahen die Frankfurter in einer dominanten ersten Halbzeit wie der sichere Sieger aus. Der Augsburger Doppelschlag kurz nach der Pause innerhalb von nur 60 Sekunden warf die Hessen dann aber aus der Bahn.

„In der zweiten Halbzeit waren wir auch nicht kompakt, wir waren sehr weit auseinander“, sagte Burkardt. „Es war dann einfach viel zu wenig. Das tut enorm weh heute hier im ersten Heimspiel“, haderte der Torschütze.

Frankfurter Blitzstart

Eintracht-Trainer Hütter hatte sich riesig auf die Rückkehr in sein „Wohnzimmer“ nach fünf Jahren gefreut. Der Österreicher veränderte seine Startelf gegenüber dem Auftakt-3:3 beim 1. FC Union Berlin auf drei Positionen. Neuzugang Lilian Brassier rückte in die Innenverteidigung, Mario Götze ins defensive Mittelfeld und Ritsu Doan auf den rechten Flügel.

Bei den Augsburgern musste Anton Kade, der beim 3:0-Startsieg gegen Schalke 04 mit einem Tor und einer Vorlage geglänzt hatte, wegen muskulärer Probleme passen. Für ihn durfte Bayern-Leihgabe Ibrahimovic von Beginn an ran.

Die Eintracht begann schwungvoll und nutzte gleich die erste Chance zur Führung. Younes Ebnoutalib flankte von links auf den langen Pfosten, wo Burkardt höher stieg als FCA-Verteidiger Hennes Behrens und aus etwa fünf Metern per Kopf traf.
Eintracht vor der Pause dominant, aber ohne weiteren Treffer

Eintracht dominiert

Der Treffer beflügelte die Hessen zusätzlich. Wenige Minuten später hätte Can Uzun erhöhen können, doch der Offensivmann scheiterte frei vor Finn Dahmen am stark reagierenden Gäste-Torwart. Kurz darauf forderten die Frankfurter nach einem Strafraum-Zweikampf von Ebnoutalib Elfmeter, doch Schiedsrichter Daniel Schlager ließ zu Recht weiterspielen.

Augsburg stand auch in der Folge permanent unter Druck und konnte sich offensiv zunächst überhaupt nicht in Szene setzen. Frankfurt hatte die Partie fest im Griff, konnte die Überlegenheit aber nicht in weitere Tore ummünzen, weil FCA-Schlussmann Dahmen bei Schüssen von Raphael Onyedika und Elias Baum auf dem Posten war.

Kurz vor der Pause vergab dann Ebnoutalib zweimal die Chance zum 2:0. Erst scheiterte der Stürmer mit einem Heber an Dahmen, dann verfehlte er aus spitzem Winkel knapp das Tor.

Augsburg schlägt zurück – und wie

Und wie so oft im Fußball rächte sich der Chancen-Wucher. Nur 30 Sekunden nach Wiederbeginn traf Ibrahimovic per Kopf zum Ausgleich. Die Frankfurter waren noch dabei, sich von dem Schock zu erholen, da lag der Ball schon wieder im Netz.

Atubolu ließ einen harmlosen Schuss von Ibrahimovic aus den Fingern gleiten, Fellhauer staubte aus Nahdistanz ab. Als auch noch der eingewechselte Claude-Maurice mit einem platzierten Schuss ins Eck traf, war die Partie entschieden. Rieder erzielte dann mit einem traumhaften Freistoß-Tor den Endstand. (Eric Dobias, dpa)

Reaktionen nach der Partie

Markus Krösche: Die erste Halbzeit war richtig gut, die Intensität war hoch, wir haben uns gute Möglichkeiten herausgespielt, wenig zugelassen. Mit dem Doppelschlag sind wir sind gar nicht mehr richtig ins Spiel gekommen und haben das aus der ersten Halbzeit nicht mehr auf den Platz gebracht und am Ende gegen effektive Augsburger leider verloren. Wir sind momentan nicht stabil genug. Zum einen dürfen zwei so schnelle Gegentore nicht passieren, zum anderen wir aber auch danach nicht den Faden verlieren. Wir haben es nicht geschafft, bei uns zu bleiben. Das hat Augsburg ausgenutzt. Wir haben junge Spieler und Eigengewächse wie Elias Baum, denen wir vertrauen. Wir haben verloren, müssen aber nicht alles komplett in Frage stellen. Wir haben einen neuen Spielansatz, eine neue Zentrale. Es geht nur übers Training und um Zeit.

Adi Hütter: Die erste Halbzeit war genau der Fußball, den ich mir vorstelle. Ein Spiel hat aber 90 und nicht nur 45 Minuten, mit nur einer Halbzeit gewinnt man in der Bundesliga kein Spiel. Wir müssen unsere Chancen in der ersten Hälfte nutzen. Dass dann aus fast keiner Chance zwei Tore fallen, ist sehr selten, das war sehr bitter für die Mannschaft. Was wir tun müssen, ist Stabilität reinzubringen, mit unseren Fans im Rücken weiter nach vorne spielen und auch mal was erzwingen. Wir haben aber nicht mehr ins Spiel gefunden und waren auch weit weg von dem, was ich sehen möchte. Unsere Organisation hat nicht mehr gepasst, ich habe zudem keine wirklich gute Chance mehr gesehen. Augsburg hat es gut gemacht. Wir können nicht in zwei Spielen sieben Gegentore kassieren, in Berlin und gegen Augsburg haben wir eine Führung aus Hand gegeben. Das müssen wir schnellstmöglich abstellen. Wir müssen physisch noch besser werden. Wir sind in einem Prozess, der aktuell sehr unangenehm ist. Wir müssen das schnellstmöglich aus den Köpfen bekommen.

Jonathan Burkardt: Du kommst aus der Halbzeit und auf einmal steht es 1:2 und du weißt gar nicht so wirklich, was passiert ist. Die ersten beiden Gegentore haben echt wehgetan. Sehr bitter. Dann noch das 1:3 und 1:4 zu kassieren, muss einfach nicht sein. Da müssen wir erstmal beim 1:2 bleiben und versuchen, in der letzten Viertelstunde oder so auf den Ausgleich zu gehen. Augsburg war in der zweiten Hälfte deutlich reifer. Das kann schon mal passieren, wir befinden uns als junge Mannschaft in einem Prozess. Der Umbruch war groß. Trotzdem sollte es nicht passieren, dass wir zu Hause 1:4 verlieren. (Quelle: eintracht.de)

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110 Kommentare
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  1. Früh desillusioniert. Erstmal 40 Punkte sichern. Mainz wird schwööör.

  2. JG555Pflichtspiele

    FCA, SCF, MZ05 -viel Ruhe in und um die Vereine = viel Erfolg !

  3. Ist das alles bitter. Und dann noch dieser Torwartfehler.

    Wie kommen die da raus aus diesem grauenhaften Murmeltiertag?

    Keine Ahnung…

  4. Morsche, mir fehlen die Worte darüber wie abgrundtief ich geschockt bin – und bedauerlicherweise ist es nicht über unsere Eintracht.(Anner Thema, dazu gleich mehr).

    Wer hätte gedacht wie recht die SED damals hatte als sie die Mauer als antifaschistischen Schutzwall bezeichnete*bitteres Lachen*

    Es ist so unglaublich schockierend dass in unserem Deutschland Hunderttausende nur aus purem rassistisch-überzeugten Hass und Neid gegen ihre eigenen ökonomischen Interessen wählen und dabei sogar bereit sind einem Land das uns den Krieg erklärt hat und uns bereits seit Langem mit hybriden Attacken aktiv drangsaliert den goldenen Schlüssel der Unterwerfung in die Hand zu drücken.
    Der gewaltbereite Gartenzwergmassenwahnsinn ist wieder hier in unserem Land auferstanden das vor gerade einmal 8 Jahrzehnten genau wegen dieser Denke in Schutt und Asche auf Bergen von Leichen unschuldiger Menschen lag.

    Ohne Ende schockierend und beängstigend.

    P.s.: ich bitte euch und die Redaktion herzlichst um Entschuldigung für diesen ungefragten Exkurs, aber ich bin wirklich so durchgerüttelt dass ich das, bevor es zurück zum Spocht geht, leider unbedingt loswerden musste.
    Zurück an die angeschlossenen Funkhäuser – ach ja, rettet das Ist Sandmännchen, den ÖRR und – ernsthaft! –
    Bernd das Brot!

    Und nun zur Krise unserer Weicheier.

  5. Rettet das Ost-Sandmännchen sollte das heißen, sorry.

  6. Anthony Zambini

    Ich hab nur die erste Halbzeit sehen können
    Und den Rest dann zum Glück nur in der Zusammenfassung –
    Die Aufgaben für Hütter sind nun offensichtlich:

    Zuallererst die Konzentration aufs Wesentliche:
    Kein Schnickschnack. Der Ball muss ins Tor!

    Das ist eine Konzentrationsfrage.

    Und dann Resilienz – man kann den Ball mal verlieren – aber dann so derart nicht mehr ins Spiel zu kommen – auch eine Kopfsache.

    Wird schwierig.

  7. Günther Schmolz

    Danke, Tscha.

  8. Morsche.
    Es ist beides beschissen, sowohl das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt, als auch das Ergebnis incl. HZ2 im Waldstadion.
    Zum Glück ist letzteres „nur“ Fußball.
    Doppelt bedient ich bin…

  9. ZITAT:
    „Danke, Tscha.“

    +1

  10. Die Hessenschau führt unter „Stimmen zum Spiel“ auch die von Koch, dessen Aussagen mir persönlich wie die eines überforderten Schuljungen vorkommen, der sich einfach nur in Floskeln rettet. Da ist irgendwie kein Fleisch am Knochen.

    https://www.hessenschau.de/spo.....a-100.html

    Das darf nicht passieren, wir hatten es uns anders vorgenommen, wir müssen versuchen, an die erste Halbzeit anzuknüpfen bla bla bla. Das ist sowas von beliebig und passt auf jedes x-beliebige andere Spiel. Da sind die Kommentare von Burkardt oder Götze doch deutlich spielbezogener.

  11. Beim Klassenbuch der FR gehe ich nicht mit: Atubolu soll drittschwächster Spieler vor Baum und Uzun gewesen sein? Er hat gepatzt und das führte zum Gegentor. Er hatte allerdings bin 1:2 bei einem Gregoritsch-Schuss eine so starke Parade, dass Gregoritsch ungläubig die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat. Will sagen: Bis auf den Patzer, der so nicht passieren darf, war es keine schwächelnde Vorstellung von Atubolu.

    Die Zusammenfassung zeigt, dass Kosugi vor dem 1:1 im eigenen Strafraum irrlichtert, den Ball nur unzureichend klärt, und Baum dann beim Kopfballduell einfach pennt (Koch steht auch etwas im Nirgendwo). Das 1:2 läßt Atubolu fallen, aber die Abwehr klärt es vorher nicht. Beim 1:3 läßt sich Onyedika abschütteln wie ein Jugendfussballer. Es haben also andere Spieler auch Fehler gemacht.

  12. OT zur Wahl
    Dass jetzt über eine Ablösung von Merz spekuliert wird, war doch genau das, was die blaubraune Bagage wollte. Unruhe stiften und die Altparteien sich dann so selbst zerfleischen lassen, dass man damit „beweist“, dass diese eben weder Politik noch Demokratie können, und man das Ganze daher selbst in die Hand nehmen muss. Auch die Diskussionen aus der SPD (Klingbeil/Bas), dass man jetzt doch noch mal über die Reformen nachdenken müsse, gießen da eher Öl ins Feuer.

    Wahnsinn, dass sich da viele weiterhin so treiben lassen und den Schlag noch nicht gehört haben. Es fehlt weiterhin der Umgang mit den Demokratie- und Faktenfeinden, obwohl deren Erfolge jetzt nicht überraschend kommen. Auch die Medien wirken überfordert und tragen zur Normalisierung bei.

    Ich befürchte fast, es ist schon fast zu spät. Verbotsverfahren o.ä. kann man jetzt noch weniger machen. Un von jenseits des großen Teiches kommen Glückwünsche. Da weiß man doch, wessen Geistes Kind da gestern gewonnen hat. Und diese Ego-Chose von Lafontaines Ex ist um keinen Deut besser.

  13. Norbert de Fruck

    Tscha, auch in der Politik gilt es, sich nach einer Niederlage zu schütteln, zu sammeln und dann mit noch mehr Willen weiterzumachen! Das Maul auf machen und mit den Leuten weiterhin reden, die meinen, ihnen wurde/würde das Land genommen! Banaszak hat das im Wahlkampf vor Ort gut gemacht! So geht es, nur so!
    Und Adi wird auch die richtigen Worte finden (müssen), um seiner Truppe klar zu machen, dass es nicht schlimm ist, wenn man ein Tor kassiert. Man muss sich danach halt auch wieder sammeln und weitermachen und net alle Hoffnung fahren lassen!

  14. „Es haben also andere Spieler auch Fehler gemacht.“

    Onyedikas und Kosugis Fehler bei den Toren werden wie Atubolus erwähnt.
    Atubolu hat schon in der 1. HZ einen Eckball klassisch unterlaufen. Sicherheit hat er damit nicht ausgestrahlt.

  15. Nun, ungeordnet, ein paar Worte Gedanken zum Spiel:
    Wir haben – wieder – ein Defensiv- und ResilienzInproblem.
    In der Tat, jetzt ist der gute (hoffentlich) Adi gefragt.
    Da heißt es Abwehrorganisation nach Gegentoren bimsen und an der Zweikampfquote arbeiten, arbeiten, arbeiten.
    Brassier ist – schon erkennbar – ein ordentlicher Abwehrmann, Kosugi ist auch besser als erwartet, hätte nicht gedacht dass die schwächere Seite die von Baum ist. Hoffentlich sind Nnamdi und Knauf bald wieder einsatzbereit, ich glaube dass Adi nicht ohne Grund das Experiment begonnen hat Ansgar zum RV umzuschulen. Onyedika kann sich bestimmt auch noch steigern.
    Ein großes Problem ist halt auch m.M.n. die fehlende Leaderfähigkeit von Robin, sorry ich finde ihn als Kapitän eine Fehlbesetzung, und da wird es leider echt schwierig…

    Wenigstens können die Buben ja eigentlich offensiv ja schon sehr schön kicken, immerhin ist nicht alles schlecht wie uns zwei wunderbare erste Halbzeiten gezeigt haben.

  16. ZITAT:
    „Sicherheit hat er damit nicht ausgestrahlt.“

    Vielelicht bin ich Atobulo-Fanboy, aber ich hatte nen anderen Eindruck. :) Und es bleibt die Frage: Warum? Also wie kommt es, dass Atubolu in dieser Abwehr plötzlich auch Böcke baut bzw. ggf. schwächelt? Weil die alle so jung sind? Er hat sich doch selbst zum Leitwolf gekürt (womit ich gut leben kann).

    Also ich blick’s nicht.

  17. „ Wenigstens können die Buben ja eigentlich offensiv ja schon sehr schön kicken, immerhin ist nicht alles schlecht wie uns zwei wunderbare erste Halbzeiten gezeigt haben.“

    Genau Tscha.
    Und deswegen sehe ich derzeit auch nicht, so wie in anderweitigen Themen anderweitige Stimmen, die größte Schnittmenge mit der Union.

  18. Das ist der Trappo-Fluch.

  19. @o.fan:
    Fandest Du Atubolu dann damit schwächer als zB Onyedika oder Kosugi? Ich frage aus Interesse.

  20. Morsche!
    Die Hz Pause ist immer eine Chance für beide Trainer, was zu korrigieren.
    Das Augsburg dann in Hz 2 mehr investieren würde, war klar.

    Hütter wollte offenkundig „weiter so“ spielen, womit die Mannschaft dann überfordert war. Kosugi hatte bereits Gelb in Hz. 1 gesehen (und viele KM abgespult) und hätte ausgetauscht werden können (Brassier wäre nach links gerückt und Octavio oder Maluze dann auf die IV). Das hätte die Abwehr etwas stabilisiert. Obs geholfen hätte, ist Kaffeesatzleserei.

    Doan war gestern sehr schwach – ich hoffe, der berappelt sich noch. Pimpong hätte ich gleichwohl nicht gebracht. Es waren ja zwei Stürmer auf dem Feld, d. h. für Götze hätte ich eher den Hojlund gebracht und Chaibi dann für Uzun (und Jupp für Doan).

    Bin dabei, dass die Mannschaft sich weiter einspielen und finden muss. Wunderdinge sollte man diese Saison gleichwohl nicht erwarten.

  21. @19
    Mannschaftssport. Wenn man in einer HZ 0:4 untergeht, kann sich kein Spieler aus der Verantwortung ziehen.
    Und ob das Klassenbuch jetzt zu dieser Bewertung kommt oder zu einer anderen, spielt doch überhaupt keine Rolle.

  22. Zitatat :
    Koch steht auch etwas im Nirgendwo

    Und das ist seit einem Jahr unser Problem. Koch ist völlig überfordert.

  23. Zum Zeitpunkt der Wechsel war das Schiff schon längst versenkt. Beim kleinsten Rückschlag steht bei uns zu befürchten, dass das Kartenhaus zusammenbricht, was wir schon aus der letzten Saison kennen. Aber sich direkt nach Wiederanpfiff zwei Tore selbst reinzumachen, war ein großer Rückschlag. Danach war das Spiel gelaufen.

  24. ZITAT:
    „Also wie kommt es, dass Atubolu in dieser Abwehr plötzlich auch Böcke baut bzw. ggf. schwächelt?“

    Zum einen hatte er auch in der letzten Saison einen oder zwei Böcke drin und zum anderen würde ich mich fragen, wie die Abstimmung mit der Abwehr läuft und das Torwarttraining.

  25. Kosugi, Koch, Baum spielten die Vorbereitung. Brassier und Atubolu waren da noch nicht dabei. Spricht eher für Abstimmungsprobleme als für Unsicherheit und individuelle Fehler.

    Ach, ich weiss es einfach nicht. Mir ist da jedenfalls einigermaßen Angst und Bange nach den Auftritten. Mit Union und Augsburg hatte man zwei Gegner, die man in der Abschlusstabelle eigentlich hinter sich lassen wollte. Jetzt hat man gegen diese Teams nur einen Punkt geholt und wurde mit sieben Gegentoren regelrecht abgeschossen. Die gute Stimmung aus der Vorbereitung scheint passé und der Untergang gegen Brentfort evtl. doch kein Einzelfall.

    Jetzt geht es gegen die starken Mainzer und in Mainz sah die Eintracht selten gut aus. Danach kommen die Freiburger, die in dieser Saison bereits 5 von 5 Pflichtspielen gewonnen haben (bei nem Torverhältnis von 17:4). Da sollte man aufpassen, nicht schon zur Länderspielpause ganz unten mit drin zu hängen.

    Union und Augsburg (und ggf. Mainz) sind eigentlch die Spiele gegen direkte Konkurrenten (oder wie gesagt: Mannschaften, die man hinter sich lassen wollte …), die man gewinnen bzw. in denen man punkten muss. Grrrr.

  26. Wenn wir in der ersten HZ zwei oder drei Tore gemacht hätte, wäre das auch keine Garantie gewesen, das Spiel zu gewinnen. Gegen Union haben wir bis zur 80sten 3:1 geführt und konnten das Spiel nicht gewinnen.
    Wir hatten unlängst mal 6:0 und 4:1 geführt und kamen noch ins Schwitzen.
    Wir haben inzwischen den Trainer gewechselt, den halben Kader ausgetauscht und versuchen eine neue Spielweise einzuführen. So etwas geschieht nicht von heute auf morgen, das braucht Zeit, die man für gewöhnlich nicht hat.
    „Sorgen mache ich mir aber keine.“ (Adi)

  27. Es gab gestern auch einen gravierenden Unterschied, wie die beiden Mannschaften aus der Halbzeit kamen:

    Die Augsburger kamen recht früh zurück auf den Rasen, der Co-Trainer hatte zum Einlaufen Hütchen gelegt und Du hattest das Gefühl, die wollen jetzt was bewegen. Unsere Helden kamen nach der wirklich tollen ersten Halbzeit recht selbstzufrieden zurück auf den Platz, recht spät, sortierten sich noch und bums stand es 1:1 und bevor man sich davon erholen konnte 1:2 und danach hattest Du im Stadion nicht mehr das Gefühl, dass man den Bock nochmal umstoßen könnte ….

  28. Der gute Robin ist mittlerweile nicht nur als Kapitän eine Fehlbesetzung sondern auch ein großes Puzzlestück in der maroden Abwehr ….

  29. Diva Capricieuse

    ZITAT:
    „Vielelicht bin ich Atobulo-Fanboy, aber ich hatte nen anderen Eindruck. :) Und es bleibt die Frage: Warum?“
    Weil so ziemlich jeder Torwart einfach auch mal Fehler macht.

    ZITAT:
    „1:2 und danach hattest Du im Stadion nicht mehr das Gefühl, dass man den Bock nochmal umstoßen könnte ….“
    Den Eindruck hatte man auch im TV. Das ist und war die ganze Zeit genau das Problem. Bei dieser Truppe habe ih mittlerweile nie das Gefühl, dass die sich wehren und zurückkommen. Das war mal genau umgekehrt. Als Team-Coach würde ich sagen, das liegt an der Geschichte, die sich das Team über sich selber erzählt. Vulgo: Kopfsache; der Glaube in der Truppe ist immer noch nicht wirklich da. Altersproblem?

  30. Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche traut Robin Koch künftig eine tragende Rolle in der Nationalmannschaft zu. „Für mich ist Robin momentan der beste Verteidiger, den wir in Deutschland haben. Die anderen müssen erst einmal an ihm vorbei“, sagte Krösche über den Abwehrchef des Fußball-Bundesligisten.

    Heute vor genau einem Jahr spielte die DFB-Auswahl gegen Nordirland. Danach folgte die Aussage von Krösche. Tja.

    https://www.blog-g.de/kroesche.....lobt-koch/

  31. Wenn Kaua gestern die Böcke von Atubolu geschossen hätte, das Stadion hätte das deutlich anders aufgenommen ….
    Aber der Bub hat ja auch wenig Spielpraxis!

  32. Zitat:
    OT zur Wahl
    Dass jetzt über eine Ablösung von Merz spekuliert wird, war doch genau das, was die blaubraune Bagage wollte. Unruhe stiften und die Altparteien sich dann so selbst zerfleischen lassen, dass man damit „beweist“, dass diese eben weder Politik noch Demokratie können, und man das Ganze daher selbst in die Hand nehmen muss. Auch die Diskussionen aus der SPD (Klingbeil/Bas), dass man jetzt doch noch mal über die Reformen nachdenken müsse, gießen da eher Öl ins Feuer.

    Ich sehe das etwas anders. Letztlich geht es doch nicht nur um die Frage, wer politisch von den aktuellen Konflikten profitiert, sondern vor allem darum, welche Politik derzeit gemacht wird und warum diese auf so viel Widerstand stößt.

    Deutschland hat über viele Jahre Reformen aufgeschoben oder sich bei notwendigen Veränderungen sehr schwergetan. Dass jetzt überhaupt versucht wird, strukturelle Probleme anzugehen, halte ich grundsätzlich für ein positives Signal – auch wenn man über einzelne Reformen selbstverständlich unterschiedlicher Meinung sein kann.
    Und genau deshalb halte ich die Forderung nach einem Rücktritt des Bundeskanzlers und das gegenseitige Zerlegen der Reformvorhaben für problematisch. Wenn Reformen von vielen Seiten bekämpft oder blockiert werden und gleichzeitig innerhalb der demokratischen Parteien immer stärker der Eindruck von Handlungsunfähigkeit entsteht, spielt das letztlich genau den Kräften in die Hände, die behaupten, das gesamte politische System sei nicht mehr in der Lage, Probleme zu lösen.
    Das bedeutet nicht, dass man eine Regierung oder ihre Reformen nicht kritisieren darf. Im Gegenteil: Kritik und demokratischer Streit gehören zur Demokratie. Aber irgendwann muss aus Kritik auch die Bereitschaft entstehen, Verantwortung zu übernehmen und tragfähige Lösungen zu finden.
    Denn wenn sich die demokratischen Parteien gegenseitig zerfleischen, während gleichzeitig das Vertrauen vieler Menschen in die Politik ohnehin schon stark beschädigt ist, kann das dazu führen, dass diese Menschen ihre Stimme zunehmend einer rechtspopulistischen und in Teilen rechtsextremen Partei wie der AfD geben.
    Genau deshalb halte ich die aktuelle Situation für so gefährlich: Nicht weil man die Regierung nicht kritisieren darf, sondern weil eine dauerhafte politische Selbstblockade am Ende denjenigen nutzt, die das Vertrauen in die demokratischen Institutionen grundsätzlich erschüttern wollen.

  33. Diva Capricieuse

    Gerade höre ich Morgenmagazin den Satz „Ich finde, so kann es nicht weitergehen“ und ich denke mir so „Jo.“, bis ich realisiere, dass es nicht um die Eintracht, sondern um Sachsen-Anhalt geht.

    Eine gepflegte Dame mittleren Alters, gut gekleidet vor sauberen Straßen mit ordentlichen Häusern, offensichtlich auf dem Weg in die Arbeite. Nicht etwa der Drogenbeauftragte im Frankfurter Bahnhofsviertel. Kann mir mal jemand in meiner Wohlstandsblase mal erklären, was jetzt wirklich so wahnsinnig schlimm ist in diesem Land?

    Ich meine, z.B. die Arbeitslosenquote beträgt in Sachsen-Anhalt 8,2%. In Deutschland kann ich mich an Zeiten erinnern, da lag sie bei 11% und die Republikaner & Co. kamen kaum über 10%. Die Kriminalitätsstatistik ist zwar ansteigend aber ebenfalls nicht im langen Trend über 30, 40 Jahre usw. usf. Autobahnen, Flughafen, Fähren – alles zur Urlaubszeit verstopft wie nie.

    Was genau ist denn sooo schlimm, dass es so nicht mehr weitergehen kann? Ich höre das nämlich nicht nur von Leuten, wo ich das auch durchaus verstehen kann, dass ihre persönlich Lage shice ist, sondern durchweg von ganz normalen Leuten mit einem ganz normalen Leben, denen es eigentlich gar nicht so schlecht geht. Also was zur Hölle ist mit diesem Volk los? Warum sind alle so unzufrieden? Natürlich ist nicht alles supi, aber das war es noch nie.

    Wieso war früher alles besser (sogar die Zukunft)?

    Sorry dafür. Es muss niemand antworten. Musste nur genau wie der Tscha meinen Montagsfrust nach dieser Shice-Wahl loswerden, nachdem auch die Eintracht mich gestern nicht trösten konnte.

  34. ZITAT:
    „Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche traut Robin Koch künftig eine tragende Rolle in der Nationalmannschaft zu. „Für mich ist Robin momentan der beste Verteidiger, den wir in Deutschland haben. Die anderen müssen erst einmal an ihm vorbei“, sagte Krösche über den Abwehrchef des Fußball-Bundesligisten.

    Heute vor genau einem Jahr spielte die DFB-Auswahl gegen Nordirland. Danach folgte die Aussage von Krösche. Tja.

    https://www.blog-g.de/kroesche.....lobt-koch/

    Aussagen aus einer anderen Zeit, obwohl es nur 12 Monate her ist.

    Aber der Kader ist zu dünn, denn eigentlich müsste Koch seit >=10 BL Spielen mal zuschauen, aber wer soll ihn ersetzen ?

  35. ZITAT:
    „Gerade höre ich Morgenmagazin den Satz „Ich finde, so kann es nicht weitergehen“ und ich denke mir so „Jo.“, bis ich realisiere, dass es nicht um die Eintracht, sondern um Sachsen-Anhalt geht.

    Eine gepflegte Dame mittleren Alters, gut gekleidet vor sauberen Straßen mit ordentlichen Häusern, offensichtlich auf dem Weg in die Arbeite. Nicht etwa der Drogenbeauftragte im Frankfurter Bahnhofsviertel. Kann mir mal jemand in meiner Wohlstandsblase mal erklären, was jetzt wirklich so wahnsinnig schlimm ist in diesem Land?

    Ich meine, z.B. die Arbeitslosenquote beträgt in Sachsen-Anhalt 8,2%. In Deutschland kann ich mich an Zeiten erinnern, da lag sie bei 11% und die Republikaner & Co. kamen kaum über 10%. Die Kriminalitätsstatistik ist zwar ansteigend aber ebenfalls nicht im langen Trend über 30, 40 Jahre usw. usf. Autobahnen, Flughafen, Fähren – alles zur Urlaubszeit verstopft wie nie.

    Was genau ist denn sooo schlimm, dass es so nicht mehr weitergehen kann? Ich höre das nämlich nicht nur von Leuten, wo ich das auch durchaus verstehen kann, dass ihre persönlich Lage shice ist, sondern durchweg von ganz normalen Leuten mit einem ganz normalen Leben, denen es eigentlich gar nicht so schlecht geht. Also was zur Hölle ist mit diesem Volk los? Warum sind alle so unzufrieden? Natürlich ist nicht alles supi, aber das war es noch nie.

    Wieso war früher alles besser (sogar die Zukunft)?

    Sorry dafür. Es muss niemand antworten. Musste nur genau wie der Tscha meinen Montagsfrust nach dieser Shice-Wahl loswerden, nachdem auch die Eintracht mich gestern nicht trösten konnte.“

    +1

    Ich verstehe diese Wähler auch nicht.

  36. Norbert de Fruck

    @34 Diva
    MMn liegt das auch ganz stark an Social Media und wie sich viele Menschen informieren. Da kannst Du aus nicht vorhandenen oder nur kleinen Problemen die größten Katastrophen machen. So etwas entfaltet seine Wirkung, bei gehöriger Dauerberieselung!

  37. @ÄpplerPrince & Diva
    Es geht halt dieser Wählergruppe nicht mehr um objektiv feststellbare Fakten, sondern um deren Ängste und Sorgen, basierend auf einer gefühlten Wahrheit.

    Dazu auch
    Studien haben wieder und wieder gezeigt, dass es sogar gegenteilige Effekte haben kann, wenn man solche Leute mit Fakten überzeugen möchte: Sie ziehen sich dann noch weiter in ihre jeweiligen Echokammern zurück und suchen dort nach Bestätigung. (…)

    Auch vielen Wählerinnen und Wählern der AfD in Sachsen-Anhalt geht es nicht primär um Realität, nicht um echte Bedrohungen, Nachteile oder Herabsetzungen. Es geht um Realitätskonstruktion..(…)

    Auch hier spielt Realitätskonstruktion eine zentrale Rolle: Die AfD und ihr gewogene Medien und Akteure haben mit viel Aufwand eine Gegenrealität erzeugt, in der Deutschland vor dem Untergang steht, Kriminalität immer weiter zunimmt, Migration ein existenzielles Problem ist, es keine Klimakrise gibt und »die Medien« lügen.

    https://www.spiegel.de/wissens.....03942169bb

    Daher: Jetzt an Reformen nachzubessern, wird nicht helfen, befürchte ich. Weil ja zB die Kriminalstatistik oder der Ausländeranteil in Sachsen-Anhalt diese gefühlte Angst gar nicht hergeben bzw. faktisch widerlegen. Interessiert halt keine Sau mehr, weil das ja alles „Lügenpresse“ ist.

    Auch da bin ich, wie bei der Eintracht, aktuell mit Lösungen überfragt. Sich von der dollen Alternative vor sich hertreiben und am Nasenring durch die Manage ziehen zu lassen, kann jedenfalls nicht die Lösung sein.

  38. Können wir bitte nicht für jedes

    +1

    den Blog mit Vollzitaten zuspamen?

    Dazke!

  39. Zitat:
    Ich verstehe diese Wähler auch nicht.

    Ich eigentlich auch nicht, habe aber auch noch mit keinem von ihnen gesprochen.

  40. Seit der Geburtsstunde der Bundesrepublik hat gegen Radikale am besten ein hohes Wirtschaftswachstum geholfen.

  41. Alles gut Diva.
    In diesen finsteren Zeiten kann man m.E. auch hier mal politisch-gesellschaftlich werden.
    Zumal sich da der Herzensverein grad nicht sonderlich hervor tut
    Umso wichtiger ist m.E. , dass sich die Zivilgesellschaft mal so langsam richtig bemerkbar macht.
    Leider sind alternative Realitäten ganz dicke Bretter. Wenn man da überhaupt noch durchdringt.
    Das Erschreckende ist für mich aber auch, wie wenig Geschichtsverständnis vorhanden zu sein scheint, man dieses ausblendet oder gar noch so manche düstere Zeit verherrlicht
    Und dass man nicht zu erkennen scheint, welch Strippenzieher, finstere Typen und Kanäle da die Fäden ziehen und ihnen am für sie bitteren Ende die Nase zeigen
    Man sieht ja, wer jetzt jubelt.
    Und damit auch hier zu einer der Fragen aller Fragen: Cui Bono?

  42. ZITAT:
    „Danke, Tscha.“

    100%agree

  43. Man könnte ja mal – auch hier – im Kleinen anfangen. Zum Beispiel, indem man keine Links mehr zu X setzt, dessen Inhaber sich in den letzten Stunden ganz genüsslich auf das Wahlergebnis die Palme schüttelt. Ist nicht schwer, aber augenscheinlich ein Ding der Unmöglichkeit.

  44. Diva Capricieuse

    ZITAT:
    „Ich eigentlich auch nicht, habe aber auch noch mit keinem von ihnen gesprochen.“

    Ein wenig anekdotische Evidenz:

    Ich habe da durchaus Kollegen, deren andauerndes Gejammer, was alles in diesem Land so schlecht sei, mich schwer vermuten lässt, dass die dazugehören.

    Zudem hatte ich neulich beim Abendessen in einem etwas besseren Restaurant zwei Typen neben mir sitzen, optisch die klassischen CDU-Wähler (Hemd mit Lacoste Pullover plus Chino mit Docksides) Ü50. Der eine hat den ganzen Abend versucht den anderen zu überzeugen, dass man zwar gegen die AfD sei, sie aber „aus strategischen Gründen“ unbedingt wählen müsse, „damit sich endlich was ändert“. Der andere war zunächst geschockt, ließ sich aber immer mehr überzeugen. Den Beispielen aus ihrem Privatleben entnehmend war klar, dass es sich um irgendwelche Typen mit Managementjob handelte.

    Da muss es doch irgendwas anderes geben: Frust im Job, kein Sex mehr, Kinder, die nicht studieren, was weiß ich… Jedenfalls finde ich es irgendwie ein neues (und gefährliches Phänomen), dass nicht mehr nur die Menschen „ganz unten“ über „die da oben“, sondern auch die für andere selber „die da oben“ darstellen.

    (Ich habe versucht wegzuhören, aber wir saßen zu nah und der andere sprach zu laut. Abend versaut trotz gutem Essen.)

  45. fully agree with Rony #20. So habe ich das auch gesehen. Wir brauchen hoffentlich nur Geduld.

  46. Re: @4

    antifaschistischer Schutzwall: schau dir mal den „Deutschland Monitor“ an, da sind die diesbezüglichen Unterschiede zwischen Ost und West nicht sooo groß – ist halt besch… , wenn diese Einstellung im Pulk sichtbar wird – also, auch im Westen Augen auf

  47. Einzig die 70+X Wähler haben eine absolute Mehrheit der AFD verhindert. Dort schnitt man mit 31 Prozent vergleichsweise schlecht ab. Be den 35-59 Jährigen zum Beispiel waren es dagegen 52 Prozent der abgegebenen Stimmen.

  48. „Kann mir mal jemand in meiner Wohlstandsblase mal erklären, was jetzt wirklich so wahnsinnig schlimm ist in diesem Land?“

    Es wird halt alles schlecht geredet. Vor allem die BL.D-Medien tun sich da hervor. Offenbar ist deren Ziel die Haselnusskoalition, und an der arbeiten sie täglich.

    Habe vorhin auch wieder von Jörg Schönenborn gehört, dass die überwiegende Mehrheit der Leute mit ihrer eigenen, persönlichen Situation zufrieden sind. Aber sie lesen täglich, wie schlecht es unserem Land doch geht.

    Ich nenne das schon lange VerBLÖDungsprozess.

  49. Und in Bezug zu Eintracht Frankfurt hat Tim Kleindienst vermutlich auch einen Teil der Problematik erkannt, auch wenn er das auf seine eigene Mannschaft bezogen hat. Schnittmenge zur Wahl, quasi.

  50. ZITAT:
    „…. Es fehlt weiterhin der Umgang mit den Demokratie- und Faktenfeinden, obwohl deren Erfolge jetzt nicht überraschend kommen. Auch die Medien wirken überfordert und tragen zur Normalisierung bei…..“

    Absolut. In jeder Politik-Talkshow konnte die AFD ja ihre Propaganda verbreiten ohne auf Gegenwehr zu stoßen. Kein Faktencheck, keine kritischen Nachfragen, keine Fragen nach Umsetzbarkeit, etc. Nicht das die Anhänger noch ÖR schauen würden, aber ein bisschen kritischer hätte man da schon seien dürfen.

  51. Das mit der anekdotischen Evidenz ging mir jüngst ähnlich
    Das wurde dann so übel, dass ich gegangen bin, nachdem ich die zwei älteren weißen Herrschaften vorher noch ein wenig emotional abgeholt habe.
    Dass dieser Typ Herrschaften eine gewisse Relevanz in der Blase hat, stelle ich u.a. auch regelmäßig auf der Buzziness-Vernetzungsplattform fest, wenn ich mir da ab und an die Typen hinter den entsprechenden Kommentaren anschaue. Und trotz offenbar zumindest halbwegs ansehnlichem beruflichen Hintergrund scheint da in der Erziehung und Ausbildung einiges schief gelaufen zu sein.
    Macht selbst vor (ehemaligen) Bekannten nicht halt.
    Im Übrigen hab ich schon als Erstklässler die Auslieferung der wahren Lügenpresse verhindert. Zumindest gedanklich beim Beobachten aus halbwegs gesicherter Entfernung

  52. Tscha, deine 4 spricht mir aus dem Herzen

  53. Selbst im Kinderkanal durfte der Duftverkäufer auftreten.
    Und die Rechtfertigung der Austrahlenden ist schon…, sehr speziell.

  54. Diva Capricieuse

    ZITAT:
    „Vor allem die BL.D-Medien tun sich da hervor.(…) sie lesen täglich, wie schlecht es unserem Land doch geht.“

    Passend dazu heutiger Kommentar der Bild-Chefin:
    „Wie marode die Schulen aussehen.“
    Ok, da bin ich voll dabei. Sogar hier in München.

    „Wie unsere Wirtschaft abschmiert. „
    2021 +2,7 % (Erholung nach dem Corona-Einbruch), 2022: +2,6 % (Energiepreisschock am Jahresende), 2023: -0,5 % (Beginn der Stagnation/Rezession), 2024: -0,5 % (Zweites rezessives Jahr in Folge), 2025: +0,2 % (Leichtes Mini-Wachstum), 2026e 1,2-1,4%
    Ok, nicht toll aber abschmieren??? Man sollte auch nicht vergessen, dass Wachstum mit zunehmendem Wohlstand immer schwieriger wird (man dürfte sogar mal fragen, ob es das überhaupt immer braucht.)

    „Wie die Straßen aussehen.“
    Sollen die Ossis doch bitte mal gucken, wie ihre Straßen Anfang der 90er aussahen, im Vergleich zu heute.

    „Dass die Renten nicht mehr sicher sind und“
    Das ist seit Jahrzehnten jedem klar, der denken kann. Die Leute haben konsequent gegen jede Partei gewählt, die daran etwas ändern wollte.

    „die Bahn nicht fährt.“
    Ok, aber das ist jetzt eines unserer größten Probleme? und das löst dann die AfD, von der man nie irgendetwas Konstruktives hört???

    „Dass wir weder innere Sicherheit noch äußere wirklich gewuppt bekommen.“
    Ersteres ist schlicht gelogen bzw.ins Populisten-Horn geblasen und Letzteres hat die letzten 40 Jahre niemand hier für erforderlich erachtet. Da war die AfD noch mit Gejammer über den Verlust von Bundesbank und D-Mark und Gemecker über die faulen Griechen beschäftigt.

    „Keine Idee fürs Klima haben“
    Soso, die Grünen wurden u.a. wegen ihrer Klimapolitik von der AfD weggemobbt. Warum wollen die denn eine Idee für das Klima, wo es doch gar keinen Klimawandel gibt?

    „und für KI schon gar nicht.“
    Keine Ahnung, welche Idee da eine Regierung haben sollte. Wir nutzen KI massiv und erfolgreich in der Firma.

    „Von den Strom- und Spritpreisen ganz zu schweigen.“
    Gegen einen Ölpreisschock kann eine Regierung genau was tun? Vor allem, wenn man von ihr verlangt, weiterhin auf Verbrennungstechnologien zu setzen? Sich mit Putin ins Bett leggen für billiges Öl?

    „Ich könnte diese Liste beliebig verlängern, „
    Und ich könnte sie vermutlich ewig weiter als dummes Geblubber entlarven.

    „aber ein BILD-Kommentar darf nur 40 Zeilen lang sein.“
    Gott sei Dank!

    Sorry, hab heute Doppelhals!

  55. Die Öffentlichen wollten sich halt ums Verrecken nicht vorwerfen lassen, die AfDu zu ignorieren. Dabei kam das Gegenteil raus.

    Dafür wird die AfDu jetzt den Rundfunkstaatsvertrag kündigen.

  56. ZITAT:
    „Morsche, mir fehlen die Worte darüber wie abgrundtief ich geschockt bin – und bedauerlicherweise ist es nicht über unsere Eintracht.(Anner Thema, dazu gleich mehr).

    Wer hätte gedacht wie recht die SED damals hatte als sie die Mauer als antifaschistischen Schutzwall bezeichnete*bitteres Lachen*

    Es ist so unglaublich schockierend dass in unserem Deutschland Hunderttausende nur aus purem rassistisch-überzeugten Hass und Neid gegen ihre eigenen ökonomischen Interessen wählen und dabei sogar bereit sind einem Land das uns den Krieg erklärt hat und uns bereits seit Langem mit hybriden Attacken aktiv drangsaliert den goldenen Schlüssel der Unterwerfung in die Hand zu drücken.
    Der gewaltbereite Gartenzwergmassenwahnsinn ist wieder hier in unserem Land auferstanden das vor gerade einmal 8 Jahrzehnten genau wegen dieser Denke in Schutt und Asche auf Bergen von Leichen unschuldiger Menschen lag.

    Und nun zur Krise unserer Weicheier.“

    Danke für diese Worte, besser kann man das Ganze wirklich nicht beschreiben. Dafür ein „+100“ von mir!

  57. Egal, was getan oder nicht getan wird, oder was gesagt oder nicht gesagt wird: Alles treibt der AfDu Stimmen zu. An anderer Stelle schrieb ich schon mal, dass man sich inzwischen wundert, dass die noch nicht über 100 % sind.

  58. Harte Zeiten für die Blog G Blogger.

  59. Diva Capricieuse

    Und zur SGE: Jede Gruppe erzählt sich eine Geschichte über sich selbst. In der EL-Saison war das die, dass wir jeden schlagen und jeden Rückstand aufholen können, wenn wir Vollgas geben. Natürlich klappt es nicht immer aber es ist immer möglich. Jetzt ist der innere Glaube wohl eher so „Oh Gott, nicht schon wieder ein Zusammenbruch.“ Und genau dann passiert es halt. Klassische mentale Abwärtsspirale. Weswegen ja auch immer wieder eigentlich gute Mannschaften in den Abstiegsstrudel geraten. Da hilft nur ruhig weiterarbeiten und viel Geduld.

  60. Rasender Falkenmayer

    Gude
    in schlechten Zeiten muss man zusammenstehen,. Es hilft nicht, Schuld zuzuweisen und sich gegenseitig runterzumachen. Auch die schwächeren Glieder einer Kette werdemn gebraucht und müssen sowohl entlastet als euch gestärkt werden, wenn die kette halten soll. Es gilt nach vorne zu blicken, auf die Zähne zu beissen und einen Gang zuzulegen.
    Von mir nur noch Positives!

  61. Jetzt wird schon eine Sonderwirtschaftszone für die östlichen Bundesländer gefordert, man will nicht mehr Anhängsel sein.

    Am besten einen Zaun drum bauen, damit wir aus dem Westen nicht in diese dann blühenden Landschaften einfallen…

  62. Rasender Falkenmayer

    ZITAT:
    „Harte Zeiten für die Blog G Blogger.“

    Mein Eindruck ist, dass es den meisten hier recht gut geht. Richtig harte Zeiten sind dann doch noch mal was anderes.

  63. ZITAT:
    „ZITAT:
    „Vor allem die BL.D-Medien tun sich da hervor.(…) sie lesen täglich, wie schlecht es unserem Land doch geht.“

    Passend dazu heutiger Kommentar der Bild-Chefin:
    „Wie marode die Schulen aussehen.“
    Ok, da bin ich voll dabei. Sogar hier in München.
    ……
    ……
    „aber ein BILD-Kommentar darf nur 40 Zeilen lang sein.“
    Gott sei Dank!

    Sorry, hab heute Doppelhals!“

    Komm doch nicht mit Fakten, die will eben keiner, der AxD wählt, hören, wird von den Faschos auch nicht erzählt.

    „Ich fühle einfach, das das alles nicht stimmt“

  64. Die Wahl ist genauso ausgegangen, wie es sich seit Monaten, wenn nicht Jahre ankündigt oder hatte jemand noch Hoffnung, dass ein anderes Ergebnis hätte rauskommen können.

  65. Re: @62

    Man muss das verstehen: Da fährt kein Bus auf dem Land (vergleiche mit westl.Land), der sowieso nicht genutzt wird, weil jeder ein eigenes Auto besitzt.
    Da gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten im Ort, die man sowieso nicht nutzt, weil man mit dem Auto in den nächsten Aldi fährt, es gibt keinen Arzt im Ort, und die letzte Kneipe hat schon vor Jahren geschlossen.
    Danke Merkel!

  66. Diva Capricieuse

    ZITAT:
    „Die Wahl ist genauso ausgegangen, wie es sich seit Monaten, wenn nicht Jahre ankündigt oder hatte jemand noch Hoffnung, dass ein anderes Ergebnis hätte rauskommen können.“

    Nein, aber die Frage ist, was man machen soll, außer die Leute in Diskussionen zu stellen und ob sich das im großen Lauf der Dinge überhaupt ändern lässt. Ich habe den Eindruck, viele wünschen sich mal wieder einen Diktator, der „mal so richtig aufräumt“. Keiner will mehr Kompromisse, sondern nur noch sein Ding durchpressen (wie in den USA nunmehr schon länger). Auf andere Meinungen wir daher nur noch feindselig aggressiv reagiert. Aber erstens geht das in einer Demokratie so eben nicht und zweitens ist das mit dem Diktator üblicherweise dann doch nicht so toll. Will aber keiner von denen hören.

  67. Diva Capricieuse

    ZITAT:
    „Da gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten im Ort, die man sowieso nicht nutzt, weil man mit dem Auto in den nächsten Aldi fährt,“
    Oder bei Amazon bestellt.

    „und die letzte Kneipe hat schon vor Jahren geschlossen.“
    Weil alle gemerkt haben, dass es billiger ist, sich mit flaschenpost nen Kasten Bier und mit Lieferando ne Pizza Funghi nach Hause kommen zu lassen.

  68. ZITAT:
    „Ich habe den Eindruck, viele wünschen sich mal wieder einen Diktator, der „mal so richtig aufräumt“. Keiner will mehr Kompromisse, sondern nur noch sein Ding durchpressen (wie in den USA nunmehr schon länger). Auf andere Meinungen wir daher nur noch feindselig aggressiv reagiert. Aber erstens geht das in einer Demokratie so eben nicht und zweitens ist das mit dem Diktator üblicherweise dann doch nicht so toll. Will aber keiner von denen hören.“

    Das ist doch das Problem. Zugegeben, Demokratie hat ihre Probleme und ist eben langwierig, weil Kompromisse eben schwieriger zu finden sind, als es ist, Befehle zu erteilen. Mittel- und langfristig hat bislang keine Autokratie wirtschaftlichen Erfolg gehabt, denn diesen selbsternannten „Volksstimmen“ ist das eigene Volk am Ende doch scheissegal. Denen geht es um Macht und Geld und wenn sie dafür das eigene Volk verschleißen müssen, dann machen sie das, ohne mit der Wimper zu zucken. Dann wird aus „denen“ ganz schnell man selbst. Diese Erfahrung durfte in den USA zuletzt der rechte Influencer Milo Yiannopoulos werden, der von ICE abgeschoben wurde.

    Wie menschenverachtend ICE ist, zeigt sich auch daran, dass es regelrechte „Fangquoten“ gibt d.h. man muss halt inhaftiert halt einfach, was bei drei nicht auf den Bäumen ist, denn wenn man daneben liegt, passiert einem nichts mehr. Das ist also so ne Art bewaffnete Bürgermiliz oder Geheimpolizei (denn sie sind teilweise ohne Ausweise, Dienstmarken, Erkennungszeichen etc. in einfachen Mietwagen unterwegs), die jeden aufgreifen und verhaften kann, den sie will. Ohne Konsequenzen, selbst wenn dabei mal jemand verletzt oder erschossen wird, weil es von ganz oben gedeckt ist.

    Die AfD hat ICE ja als Vorbild und will „Bürgerwehren“ einrichten. Von da ist es bis zur Selbstjustiz dann ggf. nicht mehr weit, weil eben oft brutale, gewaltaffine Möchtegernhools sich ein paar Dollar (oder Euro) dazuverdienen wollen. Und gleichzeitig noch „das Richtige“ tun. Bis eben, wie gesagt, sie selbst mal auf der falschen Seite aufwachen, denn der Autokrat kennt keine Freunde, sondern nur nützliche Idioten.

  69. iTAT:
    „Sollen die Ossis doch bitte mal gucken, wie ihre Straßen Anfang der 90er aussahen, im Vergleich zu heute.“

    Auch ein in seiner Schlichtheit und Unsinnigkeit schwer zu überbietendes Argument. Wie in den siebziger oder achtziger Jahren, wenn Du dich über etwas beschwert hast und dein Gegenüber meinte, wenn es dir hier nicht gefällt, dann geh doch nach drüben.

  70. ZITAT:
    „iTAT:
    „Sollen die Ossis doch bitte mal gucken, wie ihre Straßen Anfang der 90er aussahen, im Vergleich zu heute.“

    Auch ein in seiner Schlichtheit und Unsinnigkeit schwer zu überbietendes Argument. Wie in den siebziger oder achtziger Jahren, wenn Du dich über etwas beschwert hast und dein Gegenüber meinte, wenn es dir hier nicht gefällt, dann geh doch nach drüben.“

    Ich denke, dass das gegen die Verharmlosung und den Versuch der“ Traditionalisierung“ der DDR geht.
    Das war ein Unrechtsstaat und wird dennoch von vielen verklärt. Siehe diesen Uwe Steimle und die Nationalhymne, die Simson-Geschichte, etc.

  71. Wenn Regierungsparteien und reichweitenstarke Medien z.B. Corona-Leugner und Impfgegner evtl. noch Zweifelnde bestätigen, rückst du das Thema halt auch immer mehr in den Bereich der Normalität.
    Cousin von mir lebt in der Eifel. Ca. 150 Einwohner, nächste größere Stadt ca 40 km entfernt.
    Meiner dortigen Verwandtschaft musste ich schon vor 30/40 Jahren etwas die Angst vor der großen Stadt, die sie gar nicht kannten, nehmen.
    Bei der letzten RP-Wahl 2026 hab ich meinen Cousin mal zur Ordnung gerufen, weil in dem Bezirk rd. 10% die AxD gewählt haben.
    Dort ist es halt (noch) ganz stark katholisch und tiefschwarz geprägt.
    In den NBL hat die AxD das Vakuum nach Nazi-Deutschland, SED/Stasi und Menopause in der Demokratie geschickt und vor allem strategisch besetzt.
    Darauf muss man auch für die ABL eine Antwort finden. Und die heißt nicht Verschiebung der Normalität.

  72. ZITAT:
    „iTAT:
    „Sollen die Ossis doch bitte mal gucken, wie ihre Straßen Anfang der 90er aussahen, im Vergleich zu heute.“

    Auch ein in seiner Schlichtheit und Unsinnigkeit schwer zu überbietendes Argument. Wie in den siebziger oder achtziger Jahren, wenn Du dich über etwas beschwert hast und dein Gegenüber meinte, wenn es dir hier nicht gefällt, dann geh doch nach drüben.“

    Ich finde das auch gar nicht mal schlicht. Laut ChatGPT sind bis heute ca. 2Billionen (netto, also inkl. Rückflüsse) in den Osten geflossen. Und zum Dank schimpfen sie darüber, dass ja „Ihr“ (!!!!!) ganzes Geld für Fahrradwege in Peru verwendet wird. Und für Migration. Und für Windräder. Das Schlimme daran ist aber dass es alles für die Katz war, weil sowieso kein vernünftiger Mensch mehr in deren Bundesländern leben will und am Ende nur der ganze white trash da übrig bleibt, Was im Übrigen auch der Haupt-Grund ist, warum es da so bergab geht. Wer zieht denn schon freiwillig nach Magdeburg?

  73. Sind mal wieder ein Haufen Vorurteile unterwegs.

  74. Diva Capricieuse

    ZITAT:
    „Auch ein in seiner Schlichtheit und Unsinnigkeit schwer zu überbietendes Argument. Wie in den siebziger oder achtziger Jahren, wenn Du dich über etwas beschwert hast und dein Gegenüber meinte, wenn es dir hier nicht gefällt, dann geh doch nach drüben.“

    Sorry, aber das ist eine absolut unzulässige Pauschalisierung des Arguments. Warst Du zu DDR-Zeiten mal dort und hast die Straßen gesehen? Wenn sich da einer jetzt über den Zustand beschwert, ist das schlecht ein Witz. Da könnten eher die NRWler o.ä. sich beschweren, weil das teilweise zu Lasten des Straßenbaus im Westen ging. Ganz davon abgesehen, dass es schon immer überall Straßen in schlechtem Zustand gab und die Kritik, irgendeine Regierung sei an schlechten Straßen schuld, schlichtweg absurd ist (von ein paar Dorfstraßen mal abgesehen, was aber dann eher ein Thema der Finanzierung von Kommunen ist, mithin also deutlich komplexer als „schlechte“ Straßen“). Ein unterkomplexes Argument hat es zudem imho bei so viel Blödheit durchaus verdient unterkomplex gekontert zu werden.

  75. Diva Capricieuse

    ZITAT:
    „Sind mal wieder ein Haufen Vorurteile unterwegs.“

    Naja, ich kenne nicht wenige, die hier arbeiten, von dort kommen und immer wieder entsetzt über die eigenen Freunde und Familie und deren Ansichten dort sind, wenn sie von Heimatwochenende zurückkommen. Es sind halt viele damals hergekommen wegen des besseren Arbeitsmarkts und das hat durchaus eine gewisse Anti-Selektion zur Folge gehabt. Kann man versuchen, sich schönzureden, wie man will.

  76. -500.000 Menschen in Sachsen-Anhalt seit 2000 und das bei nur 2,14 Mios. Einwohner insgesamt. Das macht schon was mit den einzelnen Regionen.

  77. Klar gibt es auch bei den Wessies Vorurteile
    Allerdings nimmt das Unverständnis m.E. zu.
    Für mich jedenfalls ist die Mär vom wirtschaftlich und sozial angehängten Osten in weiten Teilen nicht haltbar
    Und, den Intoleranten kommst in the long run halt auch nicht mit einem zuviel an Toleranz bei.
    Sagte so in etwa auch schon Popper.

  78. Schon die Unterscheidung in Wessies und Ossis ist ein unterkomplexes Vorurteil.

  79. ZITAT:
    „Warst Du zu DDR-Zeiten mal dort und hast die Straßen gesehen?“

    Zwischen 1974 und 1989 jährlich. Und ich verteidige nicht die DDR oder Leute, die sich darüber beschweren sondern es geht mir einfach auf die Eier, dass hier jetzt überhaupt diese West/Ost-Nummer gezogen wird.

  80. ZITAT:
    „Schon die Unterscheidung in Wessies und Ossis ist ein unterkomplexes Vorurteil.“

    +1

  81. Diva Capricieuse

    Man muss aber auch nicht immer alles wörtlich nehmen und sich dann an einzelnen Begriffen aufhängen. Das ist auch so eine neumodische Argumentationstaktik. Ich bin da eher bei Substance over Form und denke, wer meinen Kommentar verstehen wollte, konnte das auch.

  82. Hier wird nur – die AfD macht das dauernd- überzogen und verallgemeinert.
    Dass die Wahrheit irgendwo zwischen allen Äußerungen liegt, muss man sich selbst erarbeiten.

  83. Auch im Westen hat die AFD ~20%, Tendenz steigend…. Jedenfalls hat der Fritze es nicht geschafft, die Zahlen zu halbieren. Dem rechten Pack muss da irgendwie anders begegnet werden, als ihm nur stumpf hinterherzulaufen.

  84. ZITAT:
    „Jedenfalls hat der Fritze es nicht geschafft, die Zahlen zu halbieren.“

    Die der CDU in Sachsen-Anhalt schon.

  85. Mal ein gewagter Vergleich. Wer auf solche Typen wie Merz und Riera setzt, braucht sich über entsprechende Ergebnisse nicht zu wundern. Wenn ich mir Mühe gebe, kann ich bestimmt noch viele andere parallelen zwischen dem Wahlergebnis und der Eintracht ziehen ;-)

  86. Rasender Falkenmayer

    Fehlende Fittness kann eine Erklärung sein, dass wir die letzten 20 Minuten kein Feuerwerk mehr abgebrannt haben, aber doch niht für zewei Tore direkt nach der Pause.

  87. Die 5er Kette dürfte bei 2 Youngstern in der Kette durchaus eine sinnvolle Lösung (zumindest kurzfristig) zu sein.
    Hinten dicht, beruhigt schon mal.

    Ein Stürmer (statt 2) der von 3 offensiven MF unterstützt wird kann ich mir ebenfalls gut vorstellen. Zumal Jonny B. gestern viel im Mittelfeld unterwegs war (was ihn ehrt, aber auch zeigt, wo der eigentliche Bedarf war).

    Vielleicht ja so:

    Uzun – Jonny B. – Doan
    Onyedika – Götze
    Kosugi – Brassier – Koch – Octavio – Baum
    Atubolu

  88. https://www.zeit.de/wirtschaft.....stellungen

    Ist nicht ganz neu und wurde hier womöglich schon mal verlinkt. Aber im Zusammenhang mit der Wshl gestern sehr interessant.

  89. Rasender Falkenmayer

    Die erste Halbzeit hat meiner Meinung nach gezeigt, dass die Aufstellung so in Odnung war.

  90. @89
    Otavio ist ein Linksfuß, daher würde Maluze besser passen, zumal er gegen Union ein passables Spiel gemacht hat. Dazu gehört anscheinend Otavio immer noch zu den Spielern, die noch nicht über die erforderliche Fitness verfügen wie Aseko auch.

  91. Re: @87

    Unter Riera gab es 20 Gegentore in 14 Spielen .im Moment sind wir bei 7 Gegentoren in 2 Spielen .
    Wer ist der richte Kanzler ?

  92. Ingo bringt Guerrero und Cavarjal als Nachverpflichtungen ins Spiel Guerrero würde ich mitgehen, Carvajal nicht. Dafür lege ich noch Joselu in den Warenkorb.

    https://www.fr.de/eintracht-fr.....ce=_shared

  93. ZITAT:
    „Die erste Halbzeit hat meiner Meinung nach gezeigt, dass die Aufstellung so in Odnung war.“

    Ich hatte ob unseres Tischnachbarn phasenweise Konzentrationsschwierigkeiten. ;)

  94. @94: Plus die obligatorische Anmerkung zu Don Alberto
    Unterkomplex.

  95. @94
    Dagegen spricht nicht nur:
    Eintracht Frankfurt vertraut bis zur Winterpause dem Kader, den Sportvorstand Markus Krösche und sein Team im Sommer zusammengestellt haben. Nach der 1:4-Niederlage gegen Augsburg schloss Krösche Nachverpflichtungen nahezu aus, beantwortete die Frage eines Reporters, ob sich die Hessen nun nach arbeitslosen Außenverteidigern umsehen müssen mit einem einfachen „Nein.“ „Wir haben junge Spieler und wir vertrauen denen. Ja, wir haben verloren, aber wir müssen jetzt auch nicht alles in Frage stellen“ so Krösche.“

    Sondern auch wie sich Hütter sich nach dem Spiel in der PK geäußert hat: man will junge Spieler entwickeln, vor allem Baum, der schon ewig im Verein ist. Letzte Saison war die Kritik groß, dass er kaum eine Chance bekam.
    Jetzt ihm und Kosugi „Altstars“ vor die Nase zu setzen, würde den ganzen Plan ad Absurdum führen und noch ewig kosten.
    Dagegen auch falls es letztlich enden würde wie bei Santos, aber nach zwei Spielen das Konzept über den Haufen werfen: dagegen.

  96. Das ist alles so traurig bei der Eintracht, ich kann mich gar nicht richtig für den HSV freuen.

  97. Europacup im nächsten Jahr.

  98. ZITAT:
    „Die 5er Kette dürfte bei 2 Youngstern in der Kette durchaus eine sinnvolle Lösung (zumindest kurzfristig) zu sein.
    Hinten dicht, beruhigt schon mal.“

    Welche Gegentore waren systembedingt? Die Ecken gegen Union? Das 3., das bei einer 5er Kette fiel? Der Slapstick nach dem Mondball direkt nach dem Anstoß? Der TW Fehler beim 2.? Der Freistoß? Ich hoffe nicht, dass Hütter auch so früh in den Panikmodus verfällt, wie Toppmöller letztes Jahr.

  99. Die Aufstellung von gestern hat wohl konditionsmäßig nicht überzeugt, es reicht bei vielen noch nicht für 90 Minuten (Frage: wenn man das weiß, warum bringt man in der HZ 2 dann nicht sofort 3 frische Spieler, die Dampf machen)?

  100. „Ich hoffe nicht, dass Hütter auch so früh in den Panikmodus verfällt, wie Toppmöller letztes Jahr.“

    Welchen Panikmodus meinst Du? Dass er reagieren musste, als ihm Burkardt und Uzun weggebrochen sind und er keine Spieler im Kader hatte, die diese Ausfälle adäquat ersetzen konnten?
    Im Panikmodus waren Fans, Umfeld und vor allem die sportliche Leitung.

  101. wen könnte denn Herr Krösche nachverpflichten? Einen vereinslosen Rentner?

  102. Kosugi fand ich ok, Baum.jetzt eher nicht so.

  103. ZITAT:
    „… Der TW Fehler beim 2.? ….“

    Den hätte der Zetti mit der Kapp gefangen… Aber nein, ihr musstet den ja raus schreiben.

  104. Die Gegner haben gemerkt, dass Kosugi und Brassier ihre Seite ziemlich im Griff hatten, während Baum wohl als Schwachpunkt in der Eintracht Abwehr ausgemacht wurde

  105. Gut, dann muss das aber auch von unsere Seite erkannt werden und Baum braucht da dann Unterstützung. Das ist halt nicht passiert.

  106. ZITAT:
    „„Ich hoffe nicht, dass Hütter auch so früh in den Panikmodus verfällt, wie Toppmöller letztes Jahr.“

    Welchen Panikmodus meinst Du? Dass er reagieren musste, als ihm Burkardt und Uzun weggebrochen sind und er keine Spieler im Kader hatte, die diese Ausfälle adäquat ersetzen konnten?
    Im Panikmodus waren Fans, Umfeld und vor allem die sportliche Leitung.“

    War das so? Ich meine mich zu erinnern, dass Systemumstellung noch mit gesundem Burkhardt und Uzun erfolgt sind und auch Kaua geschlachtet wurde, bevor die beiden dann ausgefallen sind…

  107. Diva Capricieuse

    ZITAT:
    „Hier wird nur – die AfD macht das dauernd- überzogen und verallgemeinert.“
    So wie dieser Post?

 

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