Bundesligastart Trotz Ebnoutalib-Dreierpack nur Remis
Sonntag, 30.08.26 um 05:00 Uhr | 26 Kommentare
Drei Tore von Younes Ebnoutalib reichen nicht, um Adi Hütter eine perfekte Rückkehr auf Frankfurts Trainerbank zu bescheren. Bei Union Berlin sticht ein Joker in letzter Minute.
Trotz eines Dreierpacks von Younes Ebnoutalib hat Adi Hütter bei seiner Bundesliga-Rückkehr auf die Trainerbank von Eintracht Frankfurt einen Sieg verpasst. Mauro Lustrinelli erkämpfte mit dem 1. FC Union Berlin dagegen seinen ersten Punkt als Coach in Deutschlands höchster Spielklasse. Im Stadion An der Alten Försterei kamen die Hessen nach einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung nicht über ein 3:3 (2:1) hinaus.
Die Unioner Führung durch Neuzugang Emmanuel Latte Lath (3. Minute) währte nicht lange. Ebnoutalib reichten 51 Sekunden (10./11.), um die Partie zu drehen. Laut dem Datenanbieter Opta war es der drittfrüheste Doppelpack eines Spielers am ersten Bundesliga-Spieltag – nach Frank Mill 1984 für Borussia Mönchengladbach und Kevin Behrens 2023 für Union, die beide jeweils neun Minuten benötigten.
Mit seinem dritten Treffer (67.) krönte der 22-Jährige seinen perfekten Tag. Doch dann machten Leopold Querfeld (79.) und der eingewechselte Tim Skarke (90. +3) die Unioner Aufholjagd perfekt und retteten ein Remis.
Atubolu im Eintracht-Tor
Ein besonderes Spiel war es nicht nur für beide Trainer – Hütter coachte die Hessen bereits von 2018 bis 2021 -, sondern auch für Eintracht-Keeper Noah Atubolu. Die Hessen hatten die Leihe des 24-Jährigen erst am Vortag offiziell gemacht – Hütter setzte sofort auf ihn.
Lustrinelli brachte drei Neuzugänge in der Startelf: Zeno van den Bosch, Michel Aebischer – und Latte Lath, der sofort im Fokus stand. Nach einem Eckball stieg der Stürmer am höchsten und köpfte zur Führung ein. Atubolu war machtlos.
Ebnoutalib nutzt Querfeld-Patzer
Nach einer enttäuschenden Vorsaison mit eher destruktivem als temporeichem Fußball wollen beide Teams offensiver und aggressiver spielen. Dass sich vor allem die Berliner mit der union-untypischen Spielphilosophie noch schwertun, verdeutlichten die teils großen Lücken in der neu formierten Viererkette.
Ebnoutalib glich zunächst nach einer Ecke aus und nutzte unmittelbar nach Wiederanpfiff einen folgenschweren Patzer von Union-Profi Querfeld, der den Ball nach einem Rückpass nicht kontrollieren konnte, zur Führung.
Nach einer unterhaltsamen Anfangsphase flachte die Partie ab. Frankfurt war die leicht bessere Mannschaft. Union tauchte erst nach rund 40 Minuten wieder gefährlich vor Atubolu auf. Die Eisernen spielten munter nach vorn, entwickelten aber kaum Torgefahr.
Querfeld macht seinen Fehler wieder gut
Die zweite Halbzeit begann zäh. Der Hauptstadtclub suchte vergeblich nach Wegen, um zum Ausgleich zu kommen, verzweifelte aber ein ums andere Mal an der Frankfurter Defensive. Das Spiel der Berliner wirkte ideenlos. Selbst ein Dreifachwechsel, den Lustrinelli vornahm, verpuffte zunächst.
Zudem funktionierte das Zusammenspiel in der Abwehr zwischen Tom Rothe, van den Bosch und Querfeld weiterhin nicht. Erneut war es Ebnoutalib, der die Unstimmigkeiten ausnutzte. Der dritte Gegentreffer rüttelte Union Berlin schließlich wach. Querfeld machte seinen Abwehrpatzer aus der ersten Hälfte nach einer Ecke wieder gut – und Union krönte seine Aufholjagd mit dem Ausgleichstreffer.
Zetterer verlässt Frankfurt gen Leeds
Nach dem Wechsel von Torwart Noah Atubolu vom SC Freiburg zu Eintracht Frankfurt verlässt Michael Zetterer den hessischen Fußball-Bundesligisten. Der 31 Jahre alte Keeper schließt sich dem Premier-League-Club Leeds United an. Das gaben die Frankfurter nach dem 3:3 zum Bundesliga-Auftakt beim 1. FC Union Berlin bekannt.
Bei Leeds erhält der Torhüter einen Vertrag bis Sommer 2029. Nach übereinstimmenden Medienberichten erhält die Eintracht fünf Millionen Euro.
28 Pflichtspiele für die Eintracht
Zetterer war erst vor einem Jahr von Werder Bremen nach Frankfurt gekommen. Er lieferte sich ein Duell um die Nummer eins mit Kauã Santos, dessen Zukunft nach dem Atubolu-Wechsel ungewiss ist.
Zetterer hatte 28 Partien in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League absolviert. Dabei blieb er siebenmal ohne Gegentor. Insgesamt absolvierte Zetterer 85 Bundesliga-Partien für Werder Bremen und Frankfurt.
Krösche zu Trennungsgerüchten
Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche hat sich ausweichend zu den Gerüchten über seinen möglichen Abgang vom Fußball-Bundesligisten geäußert. „Wir sprechen über Fußball“, sagte der 45-Jährige nach dem 3:3 beim 1. FC Union Berlin, als mehrere Journalisten nachhakten.“Lasst es uns beim Fußball belassen“, wiederholte Krösche auf Nachfrage.
In den Stunden vor Anpfiff hatte unter anderem die „Bild“-Zeitung berichtet, dass Krösches Ära bei den Hessen schon im September enden könnte. Das Medium nannte nicht nur die verkorkste Vorsaison, sondern auch Unstimmigkeiten mit Trainer Adi Hütter und den angeblichen Flirt mit der AC Mailand als mögliche Gründe. Eigentlich besitzt der gebürtige Hannoveraner, der seit 2021 Sportvorstand bei der Eintracht ist, noch einen Vertrag bis Sommer 2028.
Beck nimmt Stellung
„Berichte zu Markus Krösche werde ich öffentlich nicht kommentieren. Fakt ist, er hat einen laufenden Vertrag, sich vor zwei Monaten klar zu Eintracht Frankfurt bekannt und befindet sich mit seinem Team auf der Zielgeraden des Transferfensters. Es besteht also kein Anlass über die Zukunft von Markus Krösche zu spekulieren“, stellte der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Mathias Beck gegenüber dem „Kicker“ klar.
Hütter: Verhältnis zu Krösche zu „sehr ordentlich“
Am Mittwoch steht eine turnusmäßige Aufsichtsratssitzung an. „Selbstverständlich wird es um alle Themen des Sommers, auch um die sportlichen gehen“, erklärte Beck.
Adi Hütter beschrieb sein Verhältnis zu Krösche als „sehr ordentlich“. „Also irgendwelche Kommentare, sonst irgendwas, das steht mir nicht zu. Ich bin jetzt gerade nach dem Bundesligaspiel. Ich habe jetzt ganz andere Gedanken im Kopf“, sagte der 56-Jährige. (dpa)

Wir brauchen mehr Spieler mit viersilbige Namen – das sind die Guten:
Ebnoutalib
Atubolu
Onyedika
Amaimouni
Mario Götze
Alle wach? ;)
Mercatos:
Romano meldet „agreement in general“ zwischen der Eintracht und Hull City zu einem Wechsel von Bahoya. Die Entscheidung sei nun beim Spieler.
https://x.com/FabrizioRomano/s.....0364446896
Plettenberg/sky meldet „verbal agreement“ zwischen Doan und Al-Ittihad über einen Wechsel sowie von einem Angebot über 18 Mio. €, das der Eintracht vorliege.
https://x.com/Plettigoal/statu.....8305786281
Wenn man das gesparte Gehalt bei Doan einrechnet…
ZITAT:
„Mario Götze
Super Mario – schon hart (für mich), dass auch Hütter Love (Lu-we) Arrhov vor ihm sieht.
Riera musste noch einige Kritik einstecken.
Die Geschichte mit Doan – kann das jemand erklären? Was will der da? Gibt ja auch ne Nationalelf, in der er sogar Kapitän sein durfte. Hat er Angst vor Jupp? Oder ist es halt nur die Kohle???
Und warum zum Teufel gibt sich Krösche mit 18 Mio zufrieden?
Strange…
ZITAT:
„Wenn man das gesparte Gehalt bei Doan einrechnet…“
Wenn man das Geld in die Verpflichtung Kalis stecken würde, könnte ich weich werden und drüber hinwegsehen, dass die genannte Ablöse viel zu niedrig wäre (Krösche traue ich allerdings zu, noch die ein oder andere Mio. rauszuholen).
Amaimouni ist wirklich überzeugend und Doan hätte es wahrscheinlich eh schwer, in die Startelf zurückzukehren.
Re: @7
+1
#5 nicht nur für dich, ich hätte mir von einer Einwechslung von Mario auch mehr Ballbesitz- und Kontrolle versprochen.
Ich war auch verwundert dass Hütter in der schwierigen Endphase des Spiels den – mit Verlaub – noch grünen Pimpong statt den doch erheblich bundesligaerfahreneren Bahoya in den Druck der Försterei ein wechselte.
Tja, die Wechselthematik.,.
Hätte in der Endphase als Vollexperte auch eher auf Aseko gesetzt statt auf Otavio.
Dafür war die Startauf- und Eenstellung der Mannschaft top, fand ich.
Unterm Strich überwiegt dann nach dem Spielverlauf mit der bis zur 75.Minute vollkommen verdienten Führung eher die Enttäuschung über das Remis.
Und, nicht zu knapp, der Ärger über die mittlerweile öffentlich breit diskutierte hausinterne (unbestätigte und gemutmasste) schmutzige Wäsche.
@6
Wenn man in Saudi-Arabien spielt, muss das noch lange nicht das Ende der Nationalelf-Karriere bedeuten. Es gab bei der WM einige Spieler aus Europa, die bei den Scheichs ihr Geld verdienen.
Schon gar nicht für Asiaten, die möglicherweise einen anderen Zugang zu diesen Ländern pflegen, spielen sie doch im selben Verband (AFC).
Geld spielt natürlich immer eine Rolle. 9 Mio. netto dürfte so ca. eine Versechsfachung bedeuten.
Tscha, da gehe ich in allen Punkten mit.
Doan auch noch mit Verlust zu verlieren fänd ich persönlich frustrierend.
Der hat in der beschissenen letzten Saison zwei Spiele mit seinen Toren allein entschieden,
Ob Jupp auch so eine Abschlussqualität entwickeln kann weiss man nicht.
Leute, das ist ein erstes Angebot von Ittihad. Seit wann wird denn das erste Angebot angenommen?
Im Zweifel wird man sich irgendwo zwischen 20 und 25 mio. treffen.
Ist halt eine Position, bei der wir gut besetzt sind, so dass hier der Abgang von Doan ohne direkten Ersatz möglich wäre und man denn da investieren könnte, wo wir es dringender brauchen.
Wenn wir nicht lernen Gegentore in der Anfangsphase und Schlussphase einzudämmen, sowie Standards besser zu verteidigen, dann ist es völlig Wurscht wer noch geht und kommt. Wie lange soll das eigentlich noch so weitergehen? Atubolo, Maluze und Ebnoutalib fand ich klasse gestern. Ein neuer, einer aus der zweiten Mannschaft und einer aus der Regionalliga mit ein paar Zweitligaspielen. Der Rest, angeführt von Koch, darf sich gerne mal fragen welche Basics man als Bundesligafußballer beherrschen sollte.
Amaimouni hat letzte Saison nach Minuten in einem Viertel der Zeit zwei Tore gemacht, Doan fünf.
Bei den Scorern war das Verhältnis 10/5. Das lässt darauf schließen, dass Amaimouni torgefährlicher ist.
Ich mag es auch, dass er selten abdreht, sondern sich oft Aug in Aug mit dem Gegner stellt und sofort ins Dribbling geht. Für die kurze Zeit, die er Bundesliga spielt, ist das überragend und lässt eine noch bessere Entwicklung erwarten.
https://www.kicker.de/bundesli.....2025-26/34
Tscha, das Meiste ist richtig, aber ob man mit Bahoya oder Pimpong faktisch zu zehnt spielt, ist m.E. egal.
Ein Kalimuendo hätte vielleicht als Ersatz für den müden Burkardt den Sieg mit festgehalten.
Vielleicht dann kommenden Sonntag…
Das mit Doan verstehe ich auch nicht.
OT
Bravo…. St.-Pauli-Fans veröffentlichen Übergriffe in eigenen Reihen.
https://www.zeit.de/news/2026-.....nen-reihen
@14
Zur Verdeutlichung: „einer aus der zweiten Mannschaft“, die Oberliga gespielt hat.
„Tscha, das Meiste ist richtig, aber ob man mit Bahoya oder Pimpong faktisch zu zehnt spielt, ist m.E. egal.“
Deinen Kommentar verstehe ich nicht und hätte ich grad mal von Attila erwartet.
Von Doan hat man sich vermutlich mehr erhofft, als er letzte Saison gezeigt hat. Das war schon etwas dünn. Wenn er jetzt weg möchte, legt man ihm halt keine Steine in den weg.
Wenn man für Amenda heutzutage 20 Mio bekommt, kann man einen Unterschiedsspielern wie Doan (obwohl etwas älter) nicht für 18 Mio abgeben. das wird MK auch nicht zulassen. Ich sehe auch nicht, dass wir Doan für seine „langjährigen“ Verdienste etwas schuldig sind, wie man ja sonst gerne sagt
27 Mio. für Doan und nur 18 für uns. Da stimmt das Verhältnis nicht. Umgekehrt würde ein Schuh draus werden und Doan hätte immer noch seinen Schnapp.
Das mit den 5 Scorerpunkten von Jupp hatte ich so gar nicht auf dem Schirm, kann mich mit meinem alten, müden Hirn nur an ein Tor von ihm erinnern. Also ja, dann lass ich auch gern davon überzeugen es nur mit Jupp ( dessen Spielweise ich auch mag) zu versuchen wenn die Ablöse für Doan stimmt und wir dafür vielleicht sogar Kali zurück holen können.
Aus meiner Sicht ist Krösche mittlerweile getrieben. Er muss agieren, steht massiv unter Druck. Der Transfermarkt ist leider nicht so in Schwung gekommen wie man es sich gewünscht hat. Um jetzt die benötigten Neuzugänge in der Defensive finanzieren zu können müssen halt Spieler Transfereinnahmen her. So viele Möglichkeiten hat der Kader dann auch nicht mehr diese zu genieren.
Und btw: voller Support für sgevolkers #14 von mir!
Die Tatsache dass wir trotz Atus Toptorwartleistung 3 Dinger gefressen haben nervt böse.
Zitat 7
Wenn man das Geld in die Verpflichtung Kalis stecken würde, könnte ich weich werden
Ich weis nicht, weshalb man 20 Mio. für ihn ausgeben soll, damit dann Ebnoutalib auf der Bank landet? Habe den gut aber nicht herausragend gesehen.